Unvergessen
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Die Spieler des EHC Arosa feiern nach ihrem 7:2-Auswaertssieg ueber Erzrivale Davos am 24. Februar 1982 in Davos den soeben gewonnenen Schweizer Meistertitel. (KEYSTONE/Str)

1982 noch Schweizer Meister – vier Jahre später steigt der EHC Arosa freiwillig ab. Bild: KEYSTONE

Unvergessen

Skandal! Arosa verkauft seinen Platz in der NLA dem SC Bern

13. März 1986: Der SC Bern erkauft sich den Wiederaufstieg in die NLA im wahrsten Sinne des Wortes. Dieser grösste Betrugsfall und Skandal in der Geschichte unseres Eishockeys hat letztlich aber allen geholfen.



Skandal? Das Wort stammt aus dem spätlateinischen Scandalum und bedeutet Ärgernis. Doch eigentlich ist der grösste Skandal des Schweizer Eishockeys kein Ärgernis und kein Betrug. Sondern im Urteil der Geschichte ein Glücksfall. Es ist eine Geschichte, wie sie nur das Schweizer Eishockey schreiben kann. Im Mittelpunkt steht Peter Bossert, von 1976 bis 1986 Präsident des EHC Arosa, später auch beim EHC Kloten engagiert.

Sein Pech ist es, dass er 20 Jahre zu früh kommt. Dieser tüchtige, visionäre Manager sieht bereits Anfang der 1980er Jahre ganz klar, dass sich die Nationalliga A Richtung Profibetrieb entwickelt. Dass künftig wirtschaftliche Faktoren ebenso wichtig sein werden wie sportliche. Deshalb inszeniert er den freiwilligen Abstieg aus der NLA in der Manier der nordamerikanischen Profiligen: Er verkauft den Verein, der in Arosa oben keinerlei Marktchancen mehr hat, nach Bern. In eine Stadt, die mit dem SCB im Profihockey politisch, sportlich und wirtschaftlich eine Schlüsselrolle einnimmt. Aber nur noch in der zweithöchsten Liga vertreten ist.

Der Aroser Goalie Andy Jorns versucht einen Schuss des Bielers Richmond Gosselin, links, Nummer 19, abzuwehren, aufgenommen am 20. Februar 1983 in Arosa beim Meisterschaftsspiel EHC Arosa gegen den EHC Biel. Gosselin steuert zum 5 zu 2 Auswaertssieg der Bieler drei Tore bei. Mit diesem Sieg ist der EHC Biel vorzeitig Schweizermeister. Die Spieler von lins nach rechts, Richmond Gosselin, Heini Staub, Kohler, Luethi, Goalie Andy Jorns, und Ruedi Kramer  (KEYSTONE/Jakob Menolfi)

Der EHC Arosa duelliert sich 1983 mit dem EHC Biel. Bild: KEYSTONE

Warum Bern? Warum nicht Zürich? Das ist der eigentliche Skandal beziehungsweise das eigentliche Ärgernis. Guido Tognoni, leidenschaftlicher ZSC-Fan, ist Anfang der 1980er Jahre Sportredaktor beim Zürcher «Tages-Anzeiger». Arosa ist NLA-Spitzenklub und hat 1982 seinen letzten Titel gefeiert. Doch der Bündner Guido Tognoni, mit den Verhältnissen in Arosa bestens vertraut, sagt in einer bemerkenswerten Analyse im «Tages-Anzeiger» schon 1983 (!) voraus, dass diesem Klub bereits mittelfristig aus wirtschaftlichen Gründen nur noch der freiwillige Abstieg bleibe.

Er ahnt gar nicht, wie richtig seine Analyse ist. Peter Bossert tobt und reagiert umgehend. Er lädt Jürg Casanova, den Eishockeychef der damals einflussreichen, heute nicht mehr existierenden Fachzeitung «Sport» zum Mittagessen ein. In der nächsten Nummer des «Sport» erscheint auf der Frontseite die «Gegengeschichte» zu Guido Tognonis düsterer Prophezeiung. Die Schlagzeile «Arosa baut ein neues Meisterteam».

Es ist ein weiteres Meisterstück von Peter Bossert. Er hat wie kein anderer Präsident seiner Zeit erkannt, wie wichtig die Medien sind. Er hat die Journalisten im Griff wie vor ihm und nach ihm nie mehr ein Präsident. Er instrumentalisiert die Medien. Wenn unbotmässig über Arosa geschrieben wird, schluckt er seinen Ärger hinunter und lädt er den unbotmässigen Chronisten zum Mittagessen ein. Gibt ihm das Gefühl von Wichtigkeit, nimmt ihn für sich ein und bringt seine Botschaft in den Zeitungen unter.

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Peter Bossert muss damals im Fernseh Stellung nehmen. bild: screenshot srf

Ende 1985 weiss Peter Bossert, dass Arosa wirtschaftlich keine Chance mehr hat. Er hatte alles versucht und bereits 20 Jahre vor der Zeit das Konzept einer Aktiengesellschaft ausgearbeitet. Doch die Zeit ist noch nicht reif dafür. Heute sind alle Klubs der beiden höchsten Ligen Aktiengesellschaften.

Guido Tognoni hat inzwischen Karriere gemacht. Er ist Pressechef beim Weltfussballverband FIFA geworden und managte die sportliche Abteilung des ZSC als TK-Chef (so hiess damals der Sportchef).

Guido Tognoni, ZSC-Sportchef, aufgenommen am 18. Oktober 1986 in Zuerich.  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Guido Tognoni 1986 als ZSC-Sportchef. Bild: KEYSTONE

Bossert inszeniertes Meisterstück

Arosas Budget hat die Grenze von zwei Millionen überschritten. Der Klub wird pro Saison mehr als eine halbe Million verlieren. Das Dorf kann und will den Verein nicht finanzieren. Die Pläne einer AG lassen sich nicht realisieren. Wer will denn schon in ein Verlustgeschäft investieren? Es bleibt nur der freiwilligte Rückzug ins Amateurhockey, in die 1. Liga.

Doch wie inszenieren? Wenn Gerüchte über den geplanten freiwilligen Abstieg an die Öffentlichkeit gelangen, ist der Klub höchstwahrscheinlich ruiniert, die Sache bekommt eine Eigendynamik und lässt sich nicht mehr steuern. Wie nun Peter Bossert diesen freiwilligen sportlichen Alpabzug inszeniert, ist ein Meisterstück vor dem selbst Niccolo Machiavelli vor Neid erblasst wäre.

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Niccolo Machiavelli war bekannt für seine rücksichtslose Machtpolitik. bild: Wikipedia

Der ZSC liegt in dieser Saison 1985/86 am Ende der NLA-Tabelle und steckt in akuter Abstiegsgefahr. Der Tabellenletzte wird nämlich Ende Saison direkt absteigen und durch den Sieger der Nationalliga B (heute Swiss League) ersetzt. In der NLB strebt der SC Bern mit allen Mitteln den Wiederaufstieg an.

Was passiert, wenn sich eine Mannschaft aus der NLA zurückzieht? Rückt dann automatisch der Zweite der NLB nach? Oder verbleibt der Letzte der NLA in der höchsten Spielklasse? Die Reglemente sind so angelegt, dass beide Varianten denkbar sind.

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Die 1986er Mannschaft des EHC Arosa. bild: ehcarosa

Unglücklicherweise hat Guido Tognoni seine so treffende Analyse, die er einst als Chronist im «Tages-Anzeiger» gemacht hat, inzwischen vergessen. Er ahnt nicht, was in Arosa geplant wird.

Peter Bossert kann nämlich nicht einfach so freiwillig absteigen. Er hat Mitte Januar allen Spielern erklärt, dass es weitergehen wird, und kündigt mit Kari Eloranta von Färjestad einen Topausländer für die kommende Saison an (der Finne wird später in Lugano verteidigen). Torhüter Dino Stecher und Verteidiger Roland Rüedi vom EHC Olten haben bereits in Arosa unterschrieben. Schon damals wurden Transfers lange vor der Zeit gemacht.

Alle Spieler finden Unterschlupf

Mit Ausnahme von Reto Dekumbis stehen alle Spieler auch für die Saison 1986/87 unter Vertrag. Der Kontrakt von Trainer Timo Lahtinen läuft ebenfalls weiter. Steigt Arosa jetzt aus, müssen diese Verträge abgegolten werden, wenn es nicht gelingt, neue Arbeitgeber zu finden. Peter Bossert will ja mit einem schuldenfreien EHC Arosa in die 1. Liga absteigen.

Unter allen Umständen muss verhindert werden, dass die Presse (Internet, Twitter gibt es noch nicht) von den geheimen Plänen erfährt. Einen hartnäckig recherchierenden Journalisten aus dem Emmental lädt Peter Bossert persönlich nach Arosa ein, Hotelübernachtung und Nachtessen inklusive. Der Vorsitzende geht in die Offensive, weiht den Chronisten in die Geheimpläne ein und verpflichtet ihn zu absolutem Stillschweigen.

Dieser Chronist wird später, wenn die ganze Abstiegsgeschichte offiziell wird, mit seiner Verlobten in Kalifornien in der Sonne liegen und kommt gar nicht in Versuchung, sein Insider-Wissen preiszugeben.

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Wer erspäht den Eismeister Chronisten? Der Strand von Santa Cruz in den 1980er Jahren. bild: ebay

Am 13. Februar 1986 ist die Qualifikation zu Ende. Arosa hat sich auf Rang 7 nicht für die ersten Playoffs unserer Geschichte qualifiziert und beendet die Saison. Nur die ersten vier bestritten damals die Playoffs.

Der ZSC ist vom letzten Platz nicht mehr weggekommen und steigt ab (bereits 1989 wird der Wiederaufstieg gelingen). Am 4. März 1986 sind auch die Aufstiegs-Playoffs der NLB gespielt. Der SCB ist sensationell im Finale gegen den EHC Chur mit Renato Tosio im Tor gescheitert und steht vor dem Nichts. Eine weitere Saison in der NLB kann der SCB mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr verkraften.

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SRF-Beitrag über den freiwilligen Abstieg des EHC Arosa. Video: YouTube/swissNLAfanBackUp

Damit ist klar: Arosas Präsident muss mit den Bernern schnell eine Einigung finden. Dass der SCB für Arosa nachrutschen kann und nicht etwa der ZSC in der NLA verbleiben darf, wird heimlich abgesichert.

Fasel: «Ich wurde betrogen»

Die Nationalliga ist ein Männerzirkel, in dem Peter Bossert Meinungsführer ist. Zu diesem inneren Kreis der Macht ist Guido Tognoni nicht zugelassen. Der ZSC hat in dieser Zeit noch keine politische Bedeutung. Präsidiert wird die Nationalliga von Samuel Burkhardt, einem Berner Burger, SCB-Ehrenmitglied und als Generalsekretär des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements ein hochkarätiger Jurist und Krisenmanager, der sich später auch in der Affäre um den Rücktritt seiner Chefin Elisabeth Kopp, der ersten Bundesrätin, bewähren wird. Auch er gibt grünes Licht. Verbandspräsident René Fasel wird hingegen wohlweislich nicht eingeweiht. Weil befürchtet wird, er könnte die Sache ausplaudern.

Am 11. März sitzt Peter Bossert um Mitternacht mit Daniel Wehrle, dem Eishockey-Chef des «Blick» zusammen, um die mediale Inszenierung zu besprechen. Sie einigen sich darauf, dass der ideale Zeitpunkt für den Gang an die Öffentlichkeit der 13. März sei. Länger darf nicht mehr zugewartet werden, weil dann diese Schockmeldung des freiwilligen Abstieges die Vorbereitung der Nationalmannschaft auf die B-Weltmeisterschaft empfindlich stören könnte. Ivan Sajnoha vom «Sport» wird ebenfalls eingeweiht.

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1982 wird der EHC Arosa letztmals Schweizer Meister. Video: YouTube/swissNLAfanBackUp

Aber das Wichtigste, nämlich dass der Deal mit dem SCB gemacht ist, dass Arosa seinen Platz in der höchsten Liga den Bernern verkauft hat, verschweigt Peter Bossert auch Daniel Wehrle und Ivan Sajnoha.

Die Meldung des freiwilligen Abstiegs der Aroser trifft die Eishockey-Schweiz wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Und sofort setzt die Diskussion ein, wer nun Arosa beerben soll. Guido Tognoni reklamiert den frei gewordenen Platz in der NLA natürlich für seinen Zürcher SC. In Bern hingegen fordern die Medien ein Nachrücken des SCB am grünen Tisch.

Perfekt inszeniert Peter Bossert das Schauspiel. Der völlig ahnungslose Verbandspräsident René Fasel, der später als Präsident des internationalen Verbands zu einem der mächtigsten Sportfunktionäre der Welt aufsteigen wird, ordnet eine Sondersitzung zum Thema an. Er weist seine Juristen an, die Reglemente zu befragen und ahnt nicht, dass Walter Blumenthal, das juristische Gewissen des Verbandes, von Peter Bossert längst eingeseift und in die Pläne eingeweiht worden ist.

Die Verbandsfunktionäre machen ernsthafte Gesichter, tun so, als müssten sie erst nachschauen, was die Reglemente vorschreiben und verkünden schliesslich nach einer Klausursitzung mit bedeutungsschwerer Miene, was hinter René Fasels Rücken längst arrangiert worden ist: der SCB darf nachrutschen, der ZSC muss absteigen.

Rene Fasel (48) of Switzerland poses in front of the new flag of the International Ice Hockey Federation (IIHF) during the opening day of the IIHF congress on May 31, 1998, in Lausanne. On Monday, June 1, 1998, Rene Fasel was re-elected as IIHF president for another five years. (KEYSTONE/Fabrice Coffrini)

Als IIHF-Präsident kann René Fasel wieder lachen. Bild: KEYSTONE

Noch Jahre später wird René Fasel die Zornesröte ins Gesicht steigen, wenn er auf diesen Skandal, dieses Ärgernis, diesen Betrug angesprochen wird, und bestätigen: «Ich bin hinters Licht geführt, ja, ich bin betrogen worden.»

Peter Bossert hat auf der ganzen Linie triumphiert. Die weiterlaufenden Verträge, die nicht Aufsteiger Chur übernimmt, werden auf den SCB übertragen. Chur kauft bei Arosa mit Lolo Schmid, Pietro Cunti und Reto Dekumbis gleich einen ganzen Nationalsturm ein. Dino Stecher und Roland Rüedi bleiben in Gottes Namen halt eine weitere Saison bei Olten. Bern postet Nationalverteidiger Heini Staub und Trainer Timo Lahtinen. Ob die Berner auch noch Geld ins Bündnerland überwiesen haben, bleibt für immer ein gut gehütetes Geheimnis. Jedenfalls steigt der EHC Arosa, der ein Saisondefizit von gut und gerne einer halben Million erwartet hatte, auf wundersame Weise finanziell saniert und schuldenfrei in die 1. Liga ab.

Peter Bossert, Praesident des Verwaltungsrates spricht zu den Medien am Freitag, 12. September 2003 in Zuerich. Die Kloten Flyers und der EHC Kloten Sport AG, informieren ueber die Zunkunft der Kloten Flyers.
(KEYSTONE/Dorothea Mueller)

Peter Bossert 2003 bei seinem Einstieg bei den damaligen Kloten Flyers. Bild: KEYSTONE

Der SCB ist im Frühjahr 1986 endlich wieder oben – bis heute ist er das geblieben und mittlerweile die grösste Eishockey-Firma im Land geworden.

Arosas Ziel ist die Swiss League

Vergeblich versuchen ZSC-Vorstandsmitglied Luzi Stamm (er wird später als Nationalrat landesweiten Bekanntheitsgrad erlangen) und Guido Tognoni erst bei den Verbands-Rekursinstanzen und dann vor einem ordentlichen Gericht zu beweisen, dass der Verband rechtswidrig gehandelt hat. Maliziös belehrt etwa die Rekurskammer die ZSC-Vertreter, dass es auch rechtens gewesen wäre, wenn der ZSC an Stelle von Arosa oben geblieben wäre. Die Reglemente hätten das ebenso gut erlaubt wie das Nachrücken der Berner. Natürlich waren auch die unbestechlichen Mitglieder der Rekurskammer längst von Peter Bossert auf Kurs gebracht worden.

Bereits ein paar Jahre später ist klar: Hätte Präsident Eduard Tschanz seinen SCB am gründen Tisch nicht in die NLA zurückgebracht, wäre der schon damals grösste Sportverein der Schweiz mit grosser Wahrscheinlichkeit von der Eishockey-Landkarte verschwunden. Die Kassen waren leer, die letzten finanziellen Mittel investierte der kluge Eduard Tschanz in den Deal mit Peter Bossert und nicht in unsichere Transfergeschäfte. 1989 ist der SCB, jetzt unter Kultpräsident Fred Bommes und Trainer Bill Gilligan, schon wieder Meister.

Die Spieler des SC Bern feiern in der Garderobe den Gewinn des Meistertitels, aufgenommen am 12. Maerz 1989 in Lugano. Im fuenften Play-Off-Spiel im Final der Eishockey Schweizermeisterschaft gewinnt der SC Bern auswaerts gegen den HC Lugano  mit 4 zu 2 Toren und sichert sich den Meistertitel. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Drei Jahre nach dem Aufstieg ist der SCB schon Schweizer Meister. Bild: KEYSTONE

Der ZSC findet in Zürich, in der Wirtschaftshauptstadt der Schweiz, die Investoren, um aus eigener Kraft ganz nach oben zu kommen. Im Frühjahr 1997, als der ZSC sportlich zwar erstklassig, aber finanziell am Ende ist, kommt es zur Gründung der ZSC Lions mit dem Investoren Walter Frey. 2000 sind auch die Zürcher endlich wieder Meister.

ZUM RUECKTRITT DES SCHWEIZER EISHOCKEYSPIELERS MATHIAS SEGER NACH DEM PLAYOFF-FINAL 2017/18 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Jubel der ZSC-Spieler mit dem Meisterpokal Christian Weber, links, Mathias Seger, Mitte, und Ari Sulander, am Samstag, 1. April 2000, nach dem 4:3 Sieg gegen Lugano.  (KEYSTONE/Walter Bieri) === ELECTRONIC IMAGE ===

Im Jahr 2000 stemmt auch der ZSC wieder den Schirmständer Meisterpokal. Bild: KEYSTONE

Der EHC Arosa steigt später sportlich vorübergehend in die 2. Liga ab und spielt heute in der 1. Liga. Das langfristige Ziel ist ein Aufstieg bis in die Swiss League.

Der ganze Fall Arosa, so das Urteil der Geschichte, ist zwar ein Skandal, ein Ärgernis, ja ein Betrug – aber letztlich war damit allem und allen und auch dem Wohle unseres Eishockey aufs Allerbeste gedient.

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
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    Alle Leser-Kommentare
  • F@so 14.03.2019 19:51
    Highlight Highlight Ich war damals auch dabei und hätte nicht damals schon der Machtklüngel gesiegt, sondern der Sportsgeist, dann hätte Chur seine Chance, sich in der NLA zu etablieren, vielleicht nutzen können.
    Es war allen gedient, auf Kosten des EHC Chur.
  • Ricardo Tubbs 13.03.2019 15:47
    Highlight Highlight @derseher

    falsch. der grössere teil der teams hat das ziel gewinn der b-meisterschaft (auch wenn das natürlich für viele cüplifans von a mannschaften nichts bedeutet). eine allfälliger aufstieg wird von vornherein eh praktisch verunmöglicht durch die ligamafia (auflagen, infrastruktur etc).

    diese vereine wirtschaften durchaus gut (natürlich mit viel kleinerem budget und infrastruktur als a teams) und sind im prinzip KMU`s. kommt nun ein farmteam, welche reine ausbildungsstätten und "parkplätze" sind entgehen den "ambitionierten" mannschaften wichtige einnahmen.

  • Entenmann 13.03.2019 11:18
    Highlight Highlight Vier mehrheitlich peinliche Saisons in der NLB, Playoff-Final gegen Chur, best of three(!), erstes Spiel locker gewonnen, im zweiten Spiel kurz vor Schluss den Ausgleich kassiert, drittes Spiel am 4. März 1986, meinem 17. Geburtstag, volles Allmenstadion, Spiel auf ein Tor, gehütet von Tosio - ein Albtraum...

    Danke Arosa!
    • maese38 13.03.2019 16:32
      Highlight Highlight Ich war auch dabei und hatte mit knapp 19 Jahren fast einen Herzinfarkt :-)
  • das Otzelot 13.03.2019 10:35
    Highlight Highlight Schon lustig wie man mit dem Thema immer noch so viele Leute triggern kann.

    Und über wen könntet ihr euch den ärgern wenn der SCB nicht da wäre?
    • Staal 13.03.2019 11:09
      Highlight Highlight Ach dann ist es der Spenglercup den es schon länger gibt als die NLA. Alles ein bisschen Neid....

      Wie wäte es mal mit einem Artikel über die Lohntreiber aus Zug oder Lausanne?
  • Staal 13.03.2019 10:21
    Highlight Highlight Das waren damals geile Derbys gegen Arosa. Mit dem Extrazug ging es nach Arosa, die Halle war zumindest bis 1984 mit 7500 übervoll. Würde es den Schanfiggern und Fetscherin, der viel Herzblut in die Sache steckt den Aufstieg in die SL gönnen. Die MSL sollte ja fix sein!
    Und dann raus aus der SL mit den Zuger und Tessiner Retortenclub Farmteams!
    • Reisender 3468 13.03.2019 11:07
      Highlight Highlight Wie kommst du darauf, dass der Aufstieg in die MySports League fix ist?
      Arosa führt im Moment mit 2:1 in der best of 5 serie gegen Wetzikon. Sollten sie die Serie für sich entscheiden können müssen sie immer noch gegen den Sieger des Finals der Westgruppe antreten (Auch best of five).
      Haben die anderen Teams einen Aufstieg bereits abgelehnt oder weshalb denkst du, sollte der Aufstieg fix sein?
    • Reisender 3468 13.03.2019 11:45
      Highlight Highlight Gerade gesehen, dass ein MSL Team in die SL aufsteigt (kein Absteiger) und ein Team wird absteigen von der MSL in die 1. Liga. Das heisst es werden zwei Mannschaften aufsteigen und sollte Arosa am Donnerstag oder Samstag gewinnen, ist der Aufstieg fix.
    • Staal 13.03.2019 11:51
      Highlight Highlight Weil Sierre als Servette Farmteam in die SL darf und Wetzikon nicht aufsteigen will ist Arosa zusammen mit Lyss zu 99% bereits in der MSL. War in der Südostschweoz so zu lesen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tenno 13.03.2019 10:07
    Highlight Highlight Genau aus diesem Grund gönne ich sowohl Arosa als auch dem SCB jeden Misserfolg, egal in welcher Liga sie spielen. Deshalb Hopp Wetzikon und Allez Servette.
    • Saasi 13.03.2019 14:04
      Highlight Highlight Arosa steigt in die MSL auf, fehlt nicht mehr viel für die SL. Misserfolg sieht anders aus.
    • Lumina 13.03.2019 16:05
      Highlight Highlight Meinetwegen darf Arosa auch gleich direkt ins B - die Tessiner/Davoser Füdlis, steigen da nächstes Jahr sowieso ab - oder glaubt ihr ernsthaft, die können sich 2020 mit 14-16 Pünktli noch dort halten.
    • Bär73 13.03.2019 19:27
      Highlight Highlight Unser Ziel ist die SL zum 100. Jubiläum 2024
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  • Micha Moser 13.03.2019 09:45
    Highlight Highlight Ach diese Geschichte. Ich glaube SCL Tigers Fan wissen zuerst wie sie dieses Geschichtchen vortragen können bevor sie zum ersten mal an ein Eishockeyspiel dürfen. Manchmal tatsächlich nervig das man 40 Jahre alte Dinge rauskramen muss, aber scheinbar gingen wir schon damals besser mit Geld um als die meisten. Ohoh, Blitze. http://aa
    • Der müde Joe 13.03.2019 10:31
      Highlight Highlight Aja darum ging der SCB 1998 auch beinahe pleite, weil sie schon damals besser mit dem Geld umgehen konnten.😉
    • Micha Moser 13.03.2019 11:56
      Highlight Highlight beinahe is das zauberwort :P
  • Ricardo Tubbs 13.03.2019 08:55
    Highlight Highlight wird zeit, dass arosa und/oder chur wieder ins B zurückkehren und die farmteams aus zug und biasca in die 1. liga gehen.
    • DerSeher 13.03.2019 10:56
      Highlight Highlight Wieso? Solange in der NLB nicht alle Teams ausser die 3 Farmteams aufsteigen wollen, sehe ich keinen Grund diese nicht dort zu integrieren! Denn unter dem Strich hat jede NLB Mannschaft die nicht aufsteigen will, die selben Saison Ziele wie die Farmteams, Playoffs erreichen und fertig...
    • Goon 13.03.2019 11:38
      Highlight Highlight Chur ist näher der 1. Liga als der NLB. Wenn sie nicht diese Saison absteigen wird es die nächste viel Glück brauchen um den Klassenerhalt zu schaffen.
    • Staal 13.03.2019 11:52
      Highlight Highlight Die Churer haben im Hockey ausser einige Einzelspieler als Team noch nie was zustandegebracht. Auch 1987 nicht mit dem gekauften Arosa Sturm.
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  • MaskedGaijin 13.03.2019 08:35
    Highlight Highlight Wer war wohl dieser Journalist (oder Chronist) aus dem Emmental? 🤔
    • Saasi 13.03.2019 13:55
      Highlight Highlight Chlöisli als Jungspunt. 🤣
  • Goon 13.03.2019 08:26
    Highlight Highlight Grande Bern......
  • Ironiker 13.03.2019 08:15
    Highlight Highlight Tolle Geschichte, welche wohl jeden Schweizer-Hockeyfan interessiert!

    Aber bis heute konnte der $CB den Schwefelgeruch des Betrügers nicht abschweifen. Auch jene, die damals noch nicht mal auf der Welt waren wissen, dass die Berner am grünen Tisch aufgestiegen sind.
  • maylander 13.03.2019 08:11
    Highlight Highlight Jedes Mal wenn ein SCB Fan grosse Sprüche klopft sollte er den Artikel nochmals lesen. Immer und immer wieder.
    • Micha Moser 13.03.2019 11:24
      Highlight Highlight Wenn ich zwischen den Meistertiteln mal zeit habe tu ich das auch
    • Saasi 13.03.2019 13:54
      Highlight Highlight Micha, sollte der SXB hoffentlich im VF oder HF rausgehauen werden, hast du genug Zeit. Grööl
    • MARC AUREL 14.03.2019 12:48
      Highlight Highlight Haben wir nicht nötig maylander! Wir wissen dass wir gut sind!
  • CuJo 13.03.2019 08:06
    Highlight Highlight "Mein" Verein Gottéron wurde zwar bis heute noch nie Meister, dafür hat er sich den Aufstieg damals 1980 verdient und sportlich erspielt.
  • Tikkanen 13.03.2019 07:33
    Highlight Highlight ...ja, der Bossert zeigt sich als wahrer Stratege👍🏻Schlussamänd wäre das Schweizer Hockey ohne den SCB schon in den 90ern gegroundet und auf das Niveau der Operettenliga der Schluchtenjodler (Österreicher) gesunken🤔
    Item, seitdem ist viel passiert. Der moderne SCB hat sich zur wahren Hockeymaschine entwickelt und machte Bern durch die zahlreichen Erfolge auf und neben dem Eis verdientermassen zu Europas Hockeyhauptstadt👏🏻

    Noch 11 bis🐻🏆😎
    • Ricardo Tubbs 13.03.2019 08:56
      Highlight Highlight genau...das A bei uns ist ja soviel besser mit all den künstlich am leben gehaltenen vereinen mit ihren mäzenen...
    • zeusli 13.03.2019 09:26
      Highlight Highlight Schlussamänd wird’s auch so nicht reichen...
    • MacB 13.03.2019 09:51
      Highlight Highlight Tikkanen, manchmal glaube ich, du bist auch auf dem 2. Auge ein wenig blind (nicht nur auf dem einen wie in deinem Profilbild) ;)

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