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Ermittler durchsuchen AfD-Zentrale – es geht um Spenden von SVP-Werber Alexander Segert



Der steirische FPOe-Vorsitzende Gerhard Kurzmann (l.) und der Schweizer Werbefachmann Alexander Segert sitzen am Freitag (14.10.11) im Landesgericht in Graz im Prozess wegen Verhetzung auf der Anklagebank. Im letzten steirischen Landtagswahlkampf hatte die FPOe das Internetspiel

Alexander Segert. Bild: AP dapd

Deutsche Polizeibeamte haben die nordrhein-westfälische Landeszentrale der AfD in Düsseldorf durchsucht. Dabei ging es laut Spiegel online um fragwürdige Parteispenden der Werbeagentur Goal AG an die Rechtspopulisten.

Die Dübendorfer Agentur des SVP-Hauswerbers Alexander Segert soll den AfD-Politiker Guido Reil bei einer Plakat-Kampagne im Gesamtwert von 44'500 Euro im Landtagswahlkampf 2017 unterstützt haben.

Die Staatsanwaltschaft in Essen bestätigte die Durchsuchung laut Spiegel online. Ermittelt werde demnach gegen Unbekannt. Geprüft werde unter anderem, inwieweit die AfD falsche Angaben in ihren Rechenschaftsberichten gemacht habe.

Guido Reil sitzt inzwischen im Europaparlament. Auch der deutsche Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion Jörg Meuthen erhielt Hilfen von der Goal AG. Ihr Gesamtwert beläuft sich auf 89'800 Euro. Meuthen und Reil bestreiten die Vorwürfe illegaler Finanzierung.

Wer ist Segert?

Alexander Segert ist der Kopf hinter zahlreichen SVP-Kampagnen. Der Deutsche, der seit 30 Jahren in der Schweiz lebt, verantwortete etwa das bekannte Burka-Sujet, mit dem die entsprechenden Komitees zuerst für ein Minarett-Verbot und später gegen eine erleichterte Einbürgerung von Ausländern der dritten Generation warben. Auch die Plakate zur Ausschaffungs- und Masseneinwanderungs-Initiative stammten aus seiner Kreativ-Stube.

(tam/jbu)

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