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epa07492434 Liverpool players Sadio Mane (L) and Xherdan Shaqiri (R) attend their team's training session at Melwood in Liverpool, Britain, 08 April 2019. Liverpool FC will face FC Porto in their UEFA Champions League quarter final, first leg soccer match on 09 April 2019.  EPA/PETER POWELL

Xherdan Shaqiri (rechts neben Sadio Mané) muss sich derzeit mit dem Training begnügen. Bild: EPA

Klopp erklärt, weshalb er Shaqiri kaum mehr spielen lässt

Liverpool greift nach dem Meistertitel und steht auch im Halbfinal der Champions League. Mittendrin, aber fast nicht mehr dabei: Xherdan Shaqiri. Der neue Stammplatz des sechsfachen Saisontorschützen ist die Ersatzbank.



Es war im Spätherbst, als Xherdan Shaqiri seinen Platz in der Offensive des FC Liverpool fand. Regelmässig durfte der Schweizer Nationalspieler stürmen, manchmal auch über 90 Minuten. «Shaq» stürmte mit Liverpool an die Spitze, er machte den Fans der «Reds» Freude und Trainer Jürgen Klopp natürlich auch. Es schien, als ob sich da zwei gefunden hätten.

Tempi passati. Nachdem er in der Premier League zuletzt sechs Mal ohne Einsatz hatte zuschauen müssen und erst am Wochenende für eine einzige Minute wieder mal auf den Rasen gedurft hatte, musste Xherdan Shaqiri auch gestern in der Champions League wieder 90 Minuten draussen bleiben. Dabei war in Porto einigermassen früh klar, dass Liverpool nach dem 2:0-Heimsieg weiterkommt. Am Ende siegten die Engländer mit dem Gesamtskore von 6:1.

Alle anderen dürfen ran

Doch Shaqiri blieb einmal mehr die Rolle des Teamkollegen, der den anderen zu ihren guten Leistungen gratuliert. Vorne ist der Dreizack mit Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino gesetzt. Shaqiri balgt sich mit James Milner, Divock Origi, Daniel Sturridge, Jordan Henderson und Georginio Wijnaldum um Einsatzminuten – und hat zuletzt fast immer das Nachsehen.

epa07512901 Liverpool's Mohamed Salah (L) celebrates after scoring a goal against FC Porto during their UEFA Champions League quarter final, second leg, soccer match between FC Porto and Liverpool FC at Dragao stadium in Porto, Portugal, 17 April 2019.  EPA/JOSE COELHO

Die Stars klatschen ab – Shaqiri sieht's von der Ersatzbank aus. Bild: EPA/LUSA

Was ist los in Liverpool, dass der 80-fache Schweizer Nationalspieler plötzlich nicht mehr eingesetzt wird? «Es ist gar nichts los, alles ist gut, es ist überhaupt nichts vorgefallen», betonte Trainer Klopp im SRF-Interview nach dem Halbfinal-Einzug.

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Klopps Monolog. Video: streamable

Der Coach hat die Qual der Wahl, die Konkurrenz in der Offensive ist gross. «Wir haben einfach Qualität da. Er hat ein bisschen Probleme gehabt mit der Leiste, aber er ist wieder top drauf. Alles wird gut. Er hat uns so viel schon geholfen und wird uns wieder helfen», ist Klopp überzeugt.

Der grosse Traum vom Meistertitel

Liverpool tanzt immer noch auf zwei Hochzeiten. Nebst dem Champions-League-Halbfinal gegen den FC Barcelona träumt der rote Teil der Stadt gemeinsam mit vielen Fans rund um die Welt vom ersten Meistertitel seit 1990. Vier Partien sind noch zu spielen und es wird eng: Manchester City, das noch ein Spiel mehr austrägt, liegt nach Verlustpunkten um einen Zähler vorne.

epa07158236 Liverpool's Xherdan Shaqiri celebrates scoring the second goal making the score 2-0 during the English Premier League soccer match between Liverpool and Fulham at the Anfield in Liverpool, Britain, 11 November 2018.  EPA/PETER POWELL EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 75 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications

In der Liga erzielte Shaqiri für Liverpool bislang sechs Tore. Bild: EPA

Das Restprogramm scheint eher für Liverpool zu sprechen, deren höchstklassierter Gegner ist am letzten Spieltag Wolverhampton. Derweil spielen die «Citizens» am Samstag erneut gegen Tottenham und am nächsten Mittwoch im Derby gegen Manchester United.

Ob Shaqiri wieder ran darf, wenn es für Liverpool gegen Cardiff City oder Absteiger Huddersfield geht? Seine Fans in der Heimat drücken ihm die Daumen. Dass sie Klopps Entscheide nicht immer verstehen, kümmert den Trainer verständlicherweise wenig. «Kloppo» beendet seinen Monolog mit dem Satz: «Ihr dürft gerne ein bisschen sauer auf mich sein in der Schweiz, ich bin total froh, dass ich ihn hab'.»

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