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epa07009862 UN High Commissioner for Human Rights Chilean Michelle Bachelet is seen displayed on a screen as she addresses her statement, during the opening of the 39th session of the Human Rights Council, at the European headquarters of the United Nations in Geneva, Switzerland, 10 September 2018.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Bild: EPA/KEYSTONE

Eritrea, Myanmar und Co.: Mehrere umstrittene Staaten in Uno-Menschenrechtsrat gewählt



Gleich mehrere wegen der Lage der Menschenrechte umstrittene Staaten sind am Freitag in den Uno-Menschenrechtsrat gewählt worden. Bei der Besetzung eines Teils der 47 Sitze in dem Rat wurden in New York unter anderem die Philippinen, Kamerun, Bahrain und Eritrea, Somalia und Bangladesch gewählt.

Sie zählen zu den 18 Neu-Mitgliedern, die für den Zeitraum 2019 bis 2022 in dem in Genf ansässigen Menschenrechtsrat mitberaten.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisierte die Auswahl der Länder sowie das Prozedere der Wahl: Die nach Regionen aufgeteilten Staatengruppen hatten jeweils nur so viele Kandidaten aufgestellt wie Sitze zu vergeben waren.

«Glaubwürdigkeit wird untergraben»

Indem Staaten mit ernsten Menschenrechtsverletzungen aufgestellt worden seien, drohten die Regionalgruppen «die Glaubwürdigkeit und Effektivität des Rates zu untergraben», erklärte HRW. Deren Uno-Verantwortlicher Louis Charbonneau nannte die Wahl auf Twitter «lächerlich».

Um gewählt zu werden, war eine einfache Mehrheit von 97 der 193 Mitglieder der Uno-Vollversammlung notwendig. Bahrain, Kamerun, die Philippinen, Somalia, Bangladesch und Eritrea erhielten jeweils zwischen 160 und 178 Stimmen. Fünf der neuen Mitglieder stammen aus Afrika, fünf aus Asien, zwei aus Osteuropa, drei aus Lateinamerika und der Karibik sowie drei aus Westeuropa.

Die USA hatten sich im Juni aus dem Menschenrechtsrat zurückgezogen. Sie nannten ihn ein «heuchlerisches» Gremium, das Menschenrechte ins Lächerliche ziehe. (leo/sda/afp)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Augusto Pinochet 13.10.2018 03:07
    Highlight Highlight Diese Doppelmoral zieht sich komplett durch die UN, auch gibt es Länder die mehr oder weniger offen korrupt sind( siehe Doku von Galileo zu Tuvalu). Wenn Länder wie Saudi Arabien und China im Menschenrechtsrat sitzen fragt man sich welchen Sinn diese Organisation besitzt, die Blauhelme sind ein schlechter Witz und besitzen weder über die nötigen Kompetenzen, noch die adäquate Ausrüstung, Ausbildung sowie Führung. Dies kann man zum grössten Teil auf die gesamte UN ausweiten. Ich empfehle dies bezüglich sich einmal den Kanal UN Watch( ein Schweizer NGO) anzuschauen. Diese Doppelmoral ist zum 🤮.
  • saukaibli 12.10.2018 22:33
    Highlight Highlight Es scheint ganz so, als wolle der UN Menschenrechtsrat sich so lächerlich machen wie die WHO. Man könnte meinen, die machen das absichtlich, dass man sie nicht mehr ernst nehmen kann.
    • Rabbi Jussuf 13.10.2018 01:29
      Highlight Highlight Das ist doch schon seit Jahren so. Man hat sich einfach daran gewöhnt.
  • demian 12.10.2018 22:06
    Highlight Highlight Den Bock zum Gärtner gemacht...
  • derEchteElch 12.10.2018 21:54
    Highlight Highlight „Die USA nannten den Menschenrechtsrat ein «heuchlerisches» Gremium, das Menschenrechte ins Lächerliche ziehe.“

    Nunja, nach dieser Wahl bewahrheitet sich entweder diese Aussage der USA, oder man wird sich eingestehen müssen, dass diese Länder doch keine MR-Verletzungen begegen.