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Eishockey-WM: Slowakei verbannt Garderoben-Kamerasy, Crosby lästert

«Wir wissen, dass sie schrecklich sind» – Garderoben-Kameras sorgen an der WM für Wirbel

26.05.2026, 10:5426.05.2026, 10:55

An den Eishockey-Weltmeisterschaften kriegt auch der geneigte Hockey-Fan immer wieder neue Einblicke, die man sonst nicht so oft zu sehen kriegt. Da ist etwa die Helmkamera der Schiedsrichter, die einen mitten ins Geschehen auf dem Eis bringt und miterleben lässt, wie die Kommunikation zwischen den Unparteiischen und den Spielern so abläuft.

Einige der besten Momente der Ref-Cam.

Ganz andere Einblicke bieten die Kameras in den Garderoben. Vor dem Start und dem Ende eines Drittels zeigen diese jeweils, wie die Spieler sich bereitmachen oder nach anstrengenden 20 Minuten auf dem Eis wieder zurückkommen. Doch diese Einblicke gehen zumindest einem Team nun etwas zu tief.

Wie slowakische Medien berichten, hat ihre eigene Nationalmannschaft die Kameras aus der eigenen Garderobe verbannt. Der Grund: Vor dem Spiel der Slowaken gegen Tschechien am Samstag sei eine nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Ansprache von Trainer Vladimir Orszagh im TV übertragen worden. Der 49-jährige Trainer der Slowaken soll darin gesagt haben:

«Schaut auf eure Stöcke in 1-gegen-1-Duellen. Sedlak und die anderen machen gerne Schwalben. Aktiv sein ist unsere grösste Waffe, aber wir müssen auch schlau sein. Wenn wir können, setzen wir ihre Verteidiger unter Druck, aber wenn wir zu weit weg sind, ziehen wir uns zurück. Kommunikation. Kurze Einsätze.»
Vladimir Orszagh, Nationaltrainer Slowakei.

Nach dem Spiel beschwerten sich die Slowaken, dass diese Ansprache an die Öffentlichkeit geraten war. Die Abmachung sei gewesen, dass nur editierte Clips ohne Taktikbesprechungen über die Sender gehen sollen. WM-Rechtehalter Infront habe sich in der Folge bei der Slowakei entschuldigt.

Einen Tag später ging erneut eine Szene aus einem Slowakei-Spiel viral – dieses Mal aus der Garderobe von Gegner Kanada. Als die Kanadier beim Stand von 1:1 zur zweiten Drittelspause in die Garderobe zurückkehren, ist zu hören, wie Kanadas Superstar Sidney Crosby sagt: «Wir müssen geduldig bleiben und die Fassung bewahren. Wir wissen, dass sie verdammt schlecht sind.»

Ob Crosby damit die Gegner aus der Slowakei oder allenfalls auch die Schiedsrichter meinte, ist nicht ganz klar. Trotzdem dürften weder die Slowaken noch die Unparteiischen Freude an so einer Aussage haben. Gewirkt hat es indes: Kanada machte gegen die Slowakei im Schlussdrittel aus dem 1:1 ein 5:1.

An der WM wird es weiterhin Einblicke in die Garderoben geben – nur bei der Slowakei nicht. Der Internationale Eishockeyverband (IIHF) und Rechteinhaber Infront haben die Entscheidung der Slowaken, die Kamera aus der Garderobe zu verbannen, akzeptiert. (abu)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Blaugrana
26.05.2026 11:20registriert Januar 2017
Diese Garderoben-Kameras sind eine Unsitte und gehören abgeschafft. Es ist nicht notwendig, jeden letzten Winkel publik zu machen und medial auszuschlachten. Informativen Mehrwert bringen diese Einblicke ja eh nicht, also lasst die Sportler und den Betreuerstaff während den Pausen gefälligst in Ruhe.
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Mulumbi
26.05.2026 12:57registriert April 2024
Wüsste nur einen Zweck die die Garderobenkameras haben: Voyeurismus.
Das muss nicht sein.
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Mario 66
26.05.2026 12:29registriert November 2015
Wow, den gegner kleinreden und sich darauf besinnen, dass man besser ist und ruhe bewahren soll - hätte nieeeee gedacht, dass das in garderoben geschieht. Ein skandal 🙄
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