Gesellschaft & Politik
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Die Schweizer Stimmbev

Im Herbst entscheidet die Schweiz über eine familienpolitische Vorlage. Bild: sda

Wer profitiert von höheren Kinderabzügen? 8 Fragen und Antworten zur Abstimmung

Eltern sollen höhere Kinderabzüge bei der Bundessteuer machen können. Das verlangt eine Gesetzesänderung. Das letzte Wort hat das Volk im September.



Am «Monster-Abstimmungssonntag» am 27. September 2020 entscheidet das Volk über eine Änderung des Gesetzes zur direkten Bundessteuer. Sie will den pauschalen Kinderabzug sowie den Steuerabzug für Drittbetreuungskosten erhöhen. Der ursprüngliche Plan dahinter war, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erhöhen.

Doch wer profitiert davon? Wer gehört zum Mittelstand? Diese Fragen werden im Streit über die Steuervorlage entscheidend sein. watson beantwortet die wichtigsten Fragen zur Abstimmung.

Worum geht es bei der Kinderabzug-Abstimmung?

Bei der Abstimmung über den höheren Kinderabzug geht es um die Frage, ob das Volk eine Gesetzesänderung annehmen will oder nicht. Das Parlament hat vor einem Jahr beschlossen, dass sie zwei Regelungen bei der direkten Bundessteuer ändern will. Es geht um folgende zwei Punkte:

  1. Eltern können die Drittbetreuungskosten für ihre Kinder heute von der Bundessteuer abziehen. Der maximale Betrag soll von 10'100 auf 25'000 Franken pro Kind erhöht werden.
  2. Eltern können zudem heute bereits einen allgemeinen Kinderabzug bei der Steuererklärung verlangen. Der «Pauschalabzug» soll von 6500 auf 10'000 Franken erhöht werden.

Kurz gesagt: Bei der Abstimmung geht es darum, ob Eltern pro Kind einen höheren Betrag von der direkten Bundessteuer abziehen können. Betroffen von der Gesetzesänderung ist ausdrücklich nur die Bundessteuer.

Was sind Drittbetreuungskosten?

Unter dem Drittbetreuungskosten versteht man die Ausgaben etwa für Kindertagesstätten (Kitas), Tagesschulen oder «Nannys» (häusliche Angestellte), die von Eltern bezahlt werden, damit jemand anders sich um die Kinder kümmert.

In der Regel geht es um die Kita-Kosten. Sie variieren stark von Stadt zu Stadt. Gemäss einer Befragung aus dem Jahr 2012 bezahlen Schweizer Eltern für Kitas im Schnitt 825 Franken pro Kind und Monat. Für ein ganzes Jahr sind das im Schnitt 9900 Franken.

Der Bundesrat hat auch ausgerechnet, wie viel eine Kita-Vollbetreuung (fünf Tage pro Woche) für ein Kind kosten würde. Sie schätzt, dass dies jährlich bis zu 32'000 Franken kosten würde.

Wie kam es zu dieser Änderung?

Hintergrund der Gesetzesänderung ist die sogenannte Fachkräfteinitiative. Damit gemeint ist nicht eine richtige Volksinitiative, sondern ein Massnahmenpaket des Bundesrates, mit dem er gegen den Fachkräftemangel vorgehen will. Eine Idee betraf auch die Familie: Kann man bei den Steuern etwas ändern, damit «trotz Kind» weiterhin gearbeitet werden kann?

Die Landesregierung bestellte Gutachten, verglich die Zahlen und Daten mit den Kantonen und präsentierte 2018 schliesslich einen Gesetzesentwurf. Sie wollte höhere Drittbetreuungskosten-Abzüge nicht nur bei der Bundessteuer, sondern auch bei der Kantonssteuer. Dort herrscht bislang der Föderalismus, dank dem Eltern je nach Wohnort zwischen 3000 und 20'400 Franken pro Kind abziehen können. Der Bundesrat forderte hier eine «Harmonisierung»: Die Kantone sollten keine tiefere Obergrenze als 10'000 Franken mehr haben dürfen.

Der «Harmonisierungsvorschlag» passte vielen Kantonen und dem Parlament nicht. Er wurde gestrichen. Hinzu kam dafür eine andere Steuererleichterung: Eltern sollen nach dem Willen von National- und Ständerat bei der Bundessteuer auch einen höheren pauschalen Kinderabzug erhalten. Der Betrag wurde von 6500 auf 10'000 Franken erhöht.

Der Kommissionssprecher in der Debatte zm den Vaterschaftsurlaub, Philipp Kutter, CVP-ZH, spricht an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 11. September 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

CVP-Nationalrat Philipp Kutter siegte mit seinem Einzelantrag für die Erhöhung des allgemeinen Kinderabzugs. Bild: KEYSTONE

Diese letzte Änderung zum höheren pauschalen Kinderabzug kam «im letzten Moment» hinzu, wie Kritikerinnen und Kritiker sagen. Der Zürcher CVP-Nationalrat Philipp Kutter erreichte diese Änderung mit einem Einzelantrag. Das Referendumskomitee kritisiert, dass sich so die Gesetzesänderung «schlagartig» von 10 auf 370 Millionen Franken verteuert habe – ohne, dass sich Kantone oder der Bundesrat sich dazu hätten äussern können.

Was sind die Kosten des höheren Kinderabzugs?

Der Bund hat «grob geschätzt», dass die Erhöhung des Drittbetreuungsabzugs jährlich 10 Millionen Franken kosten. Die Steuerausfälle wegen des höheren allgemeinen Kinderabzugs werden mit rund 370 Millionen Franken angegeben.

Davon betroffen sind auch die Kantone, weil sie einen Teil der direkten Bundessteuer erhalten. Geschätzt wird, dass alle Kantone zusammen rund 80 Millionen Franken weniger ausbezahlt erhalten werden.

Wer profitiert von höheren Kinderabzügen?

Das ist die umstrittenste Frage und auch der Grund, wieso ein Komitee von linken Organisationen das Referendum ergriffen hat. Generell kann gesagt werden: Je mehr die Eltern bei der Bundessteuer bezahlen, desto eher können sie von einem «Ja» bei der Abstimmung profitieren.

Der Streit dreht sich um die Tatsache, dass Eltern oder Alleinstehende mit tieferen Löhnen kaum oder nur zu niedrigen Tarifen besteuert werden. Gut 40 Prozent der Eltern bezahlen heute gar nichts an die Bundessteuer. Gemeint sind hier 40 Prozent der Eltern mit Familien. Kinderlose Personen profitieren gar nicht von dieser Steueränderung.

Dass besserverdienende Eltern mehr vom höheren Steuerabzug profitieren, bestätigt auch die Eidgenössische Steuerverwaltung. Sie rechnete aus, wie hoch die Einsparungen beim pauschalen Kinderabzug für unterschiedliche Einkommen sind:

Daten: eidgenössische Steuerverwaltung

Tatsache ist auch, dass eher wohlhabende Eltern eher den geplanten Maximal-Abzug für die Drittbetreuungskosten verrechnen werden können. Heute bezahlen Eltern in der Schweiz durchschnittlich 9900 Franken pro Kind für die Kita-Betreuung. Zahlen aus dem Kanton Bern zufolge seien nur in 1,47 Prozent der Fälle eine Drittbetreuung teurer gewesen als der heutige Maximalbetrag von 10'100 Franken.

Bild

Der Bundesrat relativiert diese Zahl jedoch mit dem eigentlichen Ziel der Gesetzesänderung: «Die Ausweitung dieses Abzugs kann zur Entscheidung führen, eine Erwerbstätigkeitaufzunehmen oder auszuweiten.» Sprich: Mit der Vorlage soll erreicht werden, dass Eltern mehr für Kitas und Co. bezahlen, damit sie einfacher einem Beruf nachgehen können.

Geschätzt wird, dass so «kurz- oder mittelfristig knapp 2500 Vollzeitstellen» geschaffen werden können. Die Schätzung basiere jedoch auf «zahlreichen Annahmen und ist daher mit hohen Unsicherheiten behaftet», schreibt der Bundesrat.

Was spricht für höhere Kinderabzüge?

Für die Gesetzesänderung sind National- und Ständerat sowie der Bundesrat. Im Abstimmungskampf wird sich ein bürgerliches Komitee unter der Leitung der CVP für den höheren Kinderabzug einsetzen. Die Argumente der Befürworterseite sind:

Was spricht dagegen?

Prisca Birrer-Heimo, Nationalretin, SP-LU, Mitte links, und Christian Levrat, Staenderat SP-FR, Mitte rechts, sowie zahlreicher Mitglieder der SP Schweiz, bei der Einreichung des

Bild: KEYSTONE

Die SP hat das Referendum mit 53'088 gültigen Unterschriften dagegen ergriffen. Ihr Komitee argumentiert:

Bist du für höhere Kinderabzüge?

Was sind die Parolen beim Kinderabzug?

Volksabstimmungen vom 27. September 2020
Im September stimmt die Schweiz über die Begrenzungsinitiative, den Gegenvorschlag zum Vaterschaftsurlaub, über höhere Kinderabzüge und über das Jagdgesetz ab. Über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge kommt es zur Abstimmung, nachdem das Referendum zustande kam.

Änderungen: Erwähnung des Kutter-Einzelantrags in der Entstehungsgeschichte und Präzisierung bei Punkt 5, dass die 60 Prozent ausschliesslich Familien betrifft. – Unter Punkt 7 schlich sich zudem beim Punkt zur Familienpolitik ein Fehler ein, dort war die Rede von «hohen» statt von «tiefen» Krankenkassenprämien. Dies wurde korrigiert.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Freethinker 21.07.2020 15:14
    Highlight Highlight Man könnte wenn schon Kinderzulagen erhöhen und dies aber mit einer Progression verbinden. Je mehr eine Familie verdient, desto weniger Zulagen.
  • Freethinker 21.07.2020 15:08
    Highlight Highlight Es ist wirklich an der Zeit, dass die 98% aufstehen und nicht mehr abnicken, was die Elite als "gute Lösung" verkaufen möchte.
  • Darmok 21.07.2020 12:22
    Highlight Highlight Ich gehöre zum sogenannten Mittelstand. Und ich finde gewisse Parteien sollten endlich mal aufhören, mir und noch besser Verdienenden laufend neue Steuer-Geschenkpakete zu schnüren.

    Entlastung sollte zuerst die tiefen Einkommen betreffen. Das sind die, welche nicht die Wahl haben, mal eben auf 80 Stellenprozent zu reduzieren, weil jeder Franken zählt. Die mit ihrem Lohn von Monat zu Monat auskommen müssen, und die sich kein vergünstigtes ÖV-Jahresabo leisten können.

    Bürgerliche Steuergesetz-Revision zielt leider oft nur auf Steueroptimierung der Wohlhabenden ab.
  • Learn 21.07.2020 00:09
    Highlight Highlight Es ist verrückt und nahezu ein Witz: bei den Ja Sagern (CVP, EVP. Zudem: Schweizerischer Gewerbeverband) fängt der Mittelstand bei Fr. 160'000.00 an. Es soll mir mal ein Gewerbler sagen, was für Löhne er zahlt und vor allem SVP Malermeisterin Sollberger, die sich besonders stark macht für diese Scheinlösung.
    Wenn diese Vorlage angenommen wird, dann ist das "Vouch" wirklich blöd.
  • Fandall 20.07.2020 22:47
    Highlight Highlight Bei einem Gini-Koeffizienten von ca. 30% sind das ja nur wenige Reiche die davon profitieren, verglichen mit dem Mittelstand der auch davon profitiert. Bei den Steuern wird ja bei den Reichen verhältnismässig stärker zugelangt als die im Artikel angegebenen Zahlen.
    Unterm Strich also eine gute Sache.
  • i schwörs 20.07.2020 14:21
    Highlight Highlight Ganz einfach: wenn man sich heute die 5-Tages-Kita nicht leisten kann, kann man logischerweise nicht arbeiten. Wäre die Kita günstiger, könnte das Kind öfer betreut werden, und man hätte die Möglichkeit zu arbeiten, es bliebe mehr in der Familie und der Staat erhält mehr. Ergo: Kitakosten direkt senken, nicht eine undurchschaubare Steuersuppe anrichten. Diejenigen, die sich bereits heute die 5-Tagesbetreuung leisten können, bedanken sich natürlich herzlich für das (unnötige) Geschenk, vlt. gibts dann wenigstens schöne Grüsse aus den Familienferien. Meine Meinung: die Vorlage gehört abgelehnt.
  • Gubbe 20.07.2020 14:05
    Highlight Highlight Klar gesagt: Es ist nicht Sache des Staates, eine Kinderbetreuung zu finanzieren, indem noch mehr Abzüge gewährt werden. Wer ein Kind will, hat für sein Wohl zu sorgen. Selbstbetreuung. Dies können auch Minderverdienende. Dieses Karrieredenken ist doof. Niemand macht Karriere, wenn das eigene Kind um 06:15h fremdplatziert wird. Der Familienzusammenhalt geht kaputt. Aber heute wird das Geld rausgehauen und Party. Den Jugendlichen mangelt es an Respekt, nur für sich fordern sie diesen ein. Unterstützt Familien, denen es wirklich schlecht geht.
  • Keller101 20.07.2020 13:50
    Highlight Highlight Ich finde, man sollte Menschen, die überdurchschnittlich gut verdienen soviel Steuern wie nur irgendwie möglich auferlegen, damit diesen jeglicher Anreiz genommen wird, ein höheres Einkommen zu erzielen. Sehr gut!
  • GetReal 20.07.2020 13:39
    Highlight Highlight Und leider verkommt auch diese Diskussion wieder zu einer Neider- und Gleichmacherei-Posse. Geld und Vermögen in der Gesellschaft gleichverteilt = gut, Unterschiede = schlecht, nicht wahr?

    Doch woher die Unterschiede heute kommen, das interessiert niemanden: Umverteilen ist viel einfacher und scheint so gut gerecht - doch am Ende bewirkt es genau das Gegenteil und schürt soziale Konflikte. Gesellschaftspolitisch muss es das erste Ziel sein, den Leuten faire Chancen zu geben - nicht Geld.
    • Wetterleuchten 20.07.2020 13:58
      Highlight Highlight Genau und deshalb kein Geld an diejenigen, welche es gar nicht benötigen. Sie torpedieren wunderbar Ihre eigene Argumentation.
    • ands 20.07.2020 18:26
      Highlight Highlight Wie wunderbar diese Strategie funktioniert, sieht man in den USA. Während die Schweiz mit ihrem Sozialstaat in sozialen Unruhen versinkt, blühen die USA als "Land der Chancen" auf. Oder doch nicht?
    • GetReal 21.07.2020 12:14
      Highlight Highlight @ands: Wer beurteilt, wer wieviel Geld benötigt? Sie? Die Regierung? Oder eine spezifische Partei? 😉
  • Wetterleuchten 20.07.2020 10:58
    Highlight Highlight Wer soll jetzt wegen knapp CHF 300 monatlicher Einsparung als Fachkraft mehr arbeiten? Und das ist ja auch noch der höchste Betrag, für die höchsten Betreungskosten und für 150 K steuerbares Einkommen. Da reicht es gerade mal für zwei Stunden Arbeit mehr im Monat, denn die knapp CHF 300 monatliche Einsparung sind in eben diesen lächerlichen 2 Stunden mit den Lohnkosten kompensiert. Es geht also offensichtlich nur darum, solchen Fällen einfach ein paar tausend Franken zu schenken, zur Belohnung, das Sie sonst schon genug verdienen. Niemand wird deswegen 2 Std. im Monat mehr arbeiten.
    • Wetterleuchten 20.07.2020 12:18
      Highlight Highlight Das wird verwendet für ein Nachtessen für 5 Personen bei einem Sternekoch, für einen Heli-Flug zum Skifahren oder bestenfalls für ein Fondskonto für die Kids.
  • Quacksalber 20.07.2020 10:24
    Highlight Highlight Die heutigen Kita Kosten sind knapp beim heutigen Abzug. Bei einer Annahme werden die Kitas sicher teurer, weil abzugsfähig, wenn man genug verdient. Unterm Strich müssen also Niedrigverdiener eher Kitas gründen oder auf die Betreuung zukünftig verzichten.
  • Lowend 20.07.2020 10:20
    Highlight Highlight Diese Abzüge sind eine bürgerliche Mogelpackung.

    In Wirklichkeit sind es neue Steuerschlupflöcher für Besserverdienende, von der nur stinkreiche Menschen profitieren, die sich überhaupt eine Nanny für ihre Kinder leisten können.

    Typisch rechte Politik von Millionären für Milliardäre.
    • Keller101 20.07.2020 22:57
      Highlight Highlight Da schwingt eventuell ein Hauch Populismus mit?
  • xeceyoy 20.07.2020 09:53
    Highlight Highlight Steuersenkungen sind nur gut für reiche Leute...
    • freeLCT 20.07.2020 15:52
      Highlight Highlight @xeceyoy:

      Steuersenkungen sind gut für alle.
    • Lowend 21.07.2020 16:47
      Highlight Highlight Aber nur für sehr Reiche schenken sie ein, LCT. 😉
  • Rundlauf 20.07.2020 09:51
    Highlight Highlight Solche Kompromisslösungen sind leider typisch für die Schweiz. Je mehr solche Vorlagen vors Volk kommen, desto mehr wird einem bewusst, dass es sich eigentlich um als Kompromisslösung getarnte Erpressung handelt:

    Stimmt diesem Deal, der die Reichen stärker bevorzugt, zu, damit auch ihr vom Fussvolk etwas bekommt.
    > Die Bessergestellten profitieren noch mehr

    Stimmt ihr dem Deal nicht zu, erhält gar niemand etwas. Die Reichen kümmert das aber nicht so sehr wie das Fussvolk.
    > Die Schlechtergestellten verlieren weiterhin
  • Mäni99 20.07.2020 09:09
    Highlight Highlight Eine wichtige Frage ist ja eigentlich auch ab welchem Einkommen gehört man zum „Mittelstand“. Vor ca 40 Jahren war es Familien in welcher eine Person Arbeit hatte und ein Einkommen erzielte von welchem die ganze Familie gut leben konnte und sich zusätzlich Sachen wie Ferien, ein Auto und eine schöne Wohnung leisten konnte – ohne Prämienverbilligung zu benötigen. Dies stimmt aber heute mehr ....
  • Dani S 20.07.2020 08:54
    Highlight Highlight Mit der Vorlage sollen etwa 2500 Volkzeitstellen geschaffen werden....
    Wie bitte?

    Die Vorlage helfe mit beim bestehenden Fachkräftemangel...
    Wie bitte?
    Wir haben keinen Mangel an Fachkräften, bloss will niemand die Ü50 einstellen!

    Mit zwei Kids die dann zusammen 36000 CHF cashout für die Kita kosten, spare ich dann CHF 2341 Steuern.
    Momoll...

    • ands 20.07.2020 18:35
      Highlight Highlight Fachkräftemangel bedeutet nicht, dass alle Arten von Fachkräften fehlen. Dort wo sie fehlen, werden auch 60-jährige noch eingestellt. Ich hätte noch nie gehört, dass Pflegefachpersonen altershalber arbeitslos bleiben. Genau in solchen Berufen, welche vorwiegend Frauen ausüben, würde es helfen, wenn die Mütter einige Prozente mehr arbeiten würden. Dafür ist die Vorlage aber ungeeingnet, da diese "Frauenberufe" selten genügend Einkommen generieren, als dass die Steuerabzüge etwas bringen würden.
    • Dani S 20.07.2020 19:21
      Highlight Highlight @ands: (Zitat) : "Dort wo sie fehlen, werden auch 60-jährige noch eingestellt."

      Erzähl das mal den Ü50-Informatikern. Oder sonstigen Fachkräften Ü50, die durchaus up to date sind!
  • MacB 20.07.2020 07:48
    Highlight Highlight Wieso wird hier jeder, der mehr als 100'000 verdient, als Reicher abgestempelt? Manchmal schäme ich mich echt für diese Neidgesellschaft.

    Profititiere ich nicht, soll niemand was davon haben. Hier wären es Familien.
    • glass9876 20.07.2020 08:16
      Highlight Highlight Wenn man als Staat Geld verschenken will, doch dort, wo es nötig ist. Es spricht auch nichts dagegen, dass Familien mit über 100'000 Fr. Einkommen davon profitieren, aber nicht ausschliesslich. Das hat nichts mit Leid zu tun, viel eher mit Fürsorge für weniger gut Verdienende und Alleinerziehende.

      @MacB: Darf ich raten ob du zu den Kinderlosen oder zu den Familien mit <100'000 Fr. gehörst, damit du dein Neider-Argument überzeugend bringen kannst? Mein Tipp: Kinderlos mit Potential zu einer Familie >100'000 Fr. zu werden.
    • Roblock 20.07.2020 08:48
      Highlight Highlight Fragt man einen Armen was reich ist, sagt er: Jemand der 100000 verdient. Fragt man einen Reichen was arm ist, sagt er: Jemand der 100000 verdient.
    • daene 20.07.2020 08:49
      Highlight Highlight Der Staat verschenkt eben nichts! Er nimmt weniger weg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • no_body_is_perfect 20.07.2020 07:22
    Highlight Highlight Und was ist mit all denen, welche gar keine Kita in Anspruch nehmen, weil sich entschieden haben die Kinder selber zu erziehen?!? Die werden komplett übergangen und damit finanziell bestrafft.
    Mein Vorschlag wäre, sämtliche Kitasubventionen und Steuerabzüge streichen und das gesparte Geld gleichmässig auf alle Kinder als Betreuungszulage verteilen. So haben auch die "Selbstbetreuer" eine Unterstützung.
    • Quo Vadis 20.07.2020 10:23
      Highlight Highlight ..die sparen Kita-Kosten von CHF 32,000 / Jahr.. das ist der Betrag den ich jeweils aufwenden muss.
    • Donald 20.07.2020 11:14
      Highlight Highlight Dann arbeitest du ja nicht und bezahlst daher weder Einkommensteuern noch Kita?
    • Baccaralette 20.07.2020 13:20
      Highlight Highlight Diejenigen, die sich entschlossen haben, die Kinder selber aufzuziehen und sich die Kita zu sparen, bezahlen meistens vermutlich wenig bis gar keine Steuern.
      Oder wie sonst soll das gehen? Vermögen?
  • Rissle 20.07.2020 07:20
    Highlight Highlight Ganz klar nur ein Steuergeschenk für die Besserverdienenden, von mir ein NEIN. Die Bundessteuer schenkt im Gegensatz zu Kantons- und Gemeindesteuern wenig ein, darüber steuern zu wollen, dass höherqualifizierte Frauen mehr arbeiten, ist illusorisch. Private Gründe (z.B. Alter der Kinder und Möglichkeiten zur privaten Betreuung) spielen bei mir und meinen Bekannten eine viel grössere Rolle für das Arbeitspensum als die 50-100 Fränkli im Jahr, die ich bei der Bundessteuer sparen könnte.
    • Donald 20.07.2020 11:16
      Highlight Highlight Schon mal gesehen was verheiratete Doppelverdiener als Bundessteuer abdrücken? Da geht es um viel mehr als 50-100... natürlich spiel das eine Rolle in der Kalkulation, ob es sich lohnt 60% oder 100% zu arbeiten.
  • no_body_is_perfect 20.07.2020 07:05
    Highlight Highlight Ich zahle mit 2 Kindern und einem Jahreslohn von über 80'000 Fr. keine Bundessteuer. Dies ohne grosse weitere Abzügen. Bei solchen Themen das steuerbare Einkommen und nicht das Netto oder Brutto-Einkommen anzugeben, verzert das Bild extrem. Um mit 2 Kindern auf ein steuerbares Einkommen von 80'000 zu kommen muss man 120'000 neto haben. Von dieser Steuerentlastung würden widermal nur die Reichen profitieren.
    • ChillDaHood 20.07.2020 08:54
      Highlight Highlight Was ist denn das steuerbare Einkommen des Partners/der Partnerin?
  • Chris W 20.07.2020 06:32
    Highlight Highlight Wie im Artikel beschrieben geht es um Fachkräfte, sprich zum Beispiel Akademikerinnen, welche nach der Schwangerschaft wieder zurück ins Arbeitsleben möchten. Für diese Leute soll ein Anreiz gesetzt werden. Dies sind auch die Leute, welche in der Tendenz besser verdienen, aber genau das Zielpublikum der Massnahmen sind. Natürlich kann man noch andere Anreize schaffe, aber für Fachkräfte macht die Vorlage für mich Sinn.
    • Karte 20.07.2020 08:09
      Highlight Highlight Und wenn Frau und Mann nun einfach beide Teilzeit Arbeiten, dann bräuchte es keine Drittbetreuung.
    • Donald 20.07.2020 11:19
      Highlight Highlight @Karte
      Es geht aber eben darum diese Leute zu einem möglichst hohen Prozent zurückzubringen. Nicht einfach Teilzeit.
    • Baccaralette 20.07.2020 13:22
      Highlight Highlight ach ach...das leidige Thema Akademikerinnen zurück in den Beruf.

      Wenn sie halt so Zeug wie Japanologie studieren und sich dann fragen, warum sie keinen Job finden...

      Während das Studium u.a. von Frauen wie mir finanziert wird. Ich habe IMMER 100% gearbeitet, weil das Geld sonst nicht gereicht hätte. Ich spreche nicht von Luxus, sondern von reichen. Vom Studium habe ich träumen dürfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • EnnoConda 20.07.2020 06:15
    Highlight Highlight Wenn der Totalbetrag aller Steuereinnahmen sinkt, kann das nur gut sein. Idealerweise profitieren aber alle davon, und nicht nur Eltern mit 160k+. Daher wäre ich eher für eine allgemeine Reduktion der Steuersätze.
  • Rethinking 20.07.2020 06:06
    Highlight Highlight Familien kosten den Staat bereits jetzt mehr, als dass sie einbringen...

    https://www.nzz.ch/meinung/kinder-sind-ein-ego-projekt-ld.1329040
    • Donald 20.07.2020 11:20
      Highlight Highlight Warst du nie ein Kind? Zahlst du heute mehr oder beziehst du mehr von Staat?
    • Rethinking 20.07.2020 12:17
      Highlight Highlight @Donald:

      Ich war ein Kind... Hatte auch nichts mitzureden bei meiner Zeugung...

      Es sind nicht die Kinder die entscheiden eine Familie zu gründen...

      Zu deiner Anderen Frage: Ich habe keine Kinder und bezahle sehr gut ein. Ebenso meine Partnerin...
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 20.07.2020 05:23
    Highlight Highlight Besser eine Umweltsteuer auf Kinder einführen.
    • MacB 20.07.2020 07:50
      Highlight Highlight Besser eine Umweltsteuer auf Leute, die keine Kinder wollen und, um ihrem Konsumismus nachzukommen, nur unsere Ressourcen verschwenden.

      Merkst du was? Etwa die gleich dämliche Argumentation.
  • Nathan der Weise 19.07.2020 23:43
    Highlight Highlight Der Ansatz ist falsch. Die Frage muss lauten was ist uns Kinderbetreuung wert ob diese Extern oder Zuhause erfolgt ist dann egal. Ich als Mann beteilige mich gleichwohl an der Betreuung damit meine Partnerin ein kleines Pensum arbeiten kann und auch mal Tapetenwechsel hat. Ich bezahle meiner Partnerin auch eine „Entschädigung“ für das kleinere Pesnum. Wir möchten unsere Kinder möglichst selbst betreuen und grossziehen. Das ist auch mit Bewussten finanziellen Einbussen verbunden. Ich denke, dass dafür auch die ein höherer Steuerabzug für die Kinderbetreuung zu Hause gerechtfertigt sein soll
    • Klaus Kinski 20.07.2020 10:34
      Highlight Highlight (1/2) Der Ansatz ist: Wie bringt man Fachkräfte zum Arbeiten im Arbeitsmarkt auf ihrem Gebiet ANSTATT zu Hause Kinder zu betreuen?
      Euer Modell ist völlig nachvollziehbar und sicherlich stimmig für Euch, bringt aber kein zusätzliches % Fachkraft auf den Arbeitsmarkt - und letztlich auch nicht mehr Steuereinnahmen, die wiederum für die Allgemeinheit eingesetzt werden können.
      Wie jede/r einzelne, jede Familie die Betreuung einrichtet, kann getrost den Eltern überlassen und muss grundsätzlich fiskalisch weder gefördert noch behindert werden.
    • Klaus Kinski 20.07.2020 10:37
      Highlight Highlight (2/2) Wenn das Ziel aber ist, dass mehr Eltern, die Fachkräfte sind, auf dem Arbeitsmarkt verbleiben oder eher zurückkommen, dünkt mich eine Vergünstigung der Kitas oder allgemein höhere Zuschüsse für Fremdbetreuung der Kinder der effizientere Weg als höhere Steuerabzüge.
    • Nathan der Weise 20.07.2020 14:58
      Highlight Highlight Meine Partnerin ist eine Fachkraft... ;-)
      Nur eben wenn Sie noch mehr arbeiten würde, würde das unter dem Strich nichts bringen, wegen den Betreuungskosten. Zudem würden Vergünstigungen für Geringverdiener wegfallen( Krankenkassenvergünstiung, Schulzahnpflege etc)
      Das Problem ist eben, dass Fremdbetreuung gefördert wird und damit eben unser Model fiskalisch nicht gleichgestellt wird und demnach nach deinem Wortlaut eben doch behindert.
  • Joe Smith 19.07.2020 23:01
    Highlight Highlight Ich kenne absolut niemanden, für den dieser Steuerabzug bei der Entscheidung arbeiten/nicht arbeiten einen Einfluss hätte. Ich stelle aber fest, dass seit ein paar Jahren eine bürgerliche Grossoffensive läuft, um mit allen Tricks und Mitteln die Steuerbelastung von reich nach arm umzulagern.
    • xeceyoy 20.07.2020 10:03
      Highlight Highlight "seit ein paar Jahren"
      Was? Darum gibt es diese Parteien. Das ist ihr einziges Ziel.

      Der SVP Elite sind die Ausländer z.B. egal. Sie wollen einfach alle Rassisten auf ihrer Seite um die Steuerreduktion der Reichen durchzuboxen.
      Darum arbeitet FDP und SVP auch zusammen.
    • Donald 20.07.2020 11:22
      Highlight Highlight Ich kenne viele.
  • Demetria 19.07.2020 22:46
    Highlight Highlight Geschenke an die Eliten werden immer so nett verpackt. Kinderabzug... welcher anständige Mensch könnte da schon dagegen sein? Dieses Land wird doch immer noch korrupter und autokratischer, aber immer mit einem hübschen Schleifchen. Wir sind ja alle im gleichen Boot. Armut existiert nicht. Gibt es eigentlich keine Lüge mehr welche zu dreist ist, als dass die Reichen sie nicht erheben würden?
    • Donald 20.07.2020 11:24
      Highlight Highlight Mehr arbeiten = massiv mehr Steuern bezahlen, besonders wenn verheiratet. Und das lohnt sich oft nicht, deswegen bleiben Fachkräfte zu Hause und das ist schlecht für die Wirtschaft. Es ist ein einfacher Business Case.
  • Rainbow Pony 19.07.2020 22:46
    Highlight Highlight 825 Franken im Schnitt pro Kind? Wir bezahlen 1500 pro Kind und das für lediglich drei Tage. Und nein, es ist keine Luxuskita sondern die schlichte Kita der Gemeinde. Wenn ich nun 36k Drittbetreuungskosten habe aber nur 30k davon abziehen kann, dann finde ich das durchaus etwas ungerecht. Von „reich“ sind wir dann doch irgendwie weit entfernt, so würde ich für meine persönliche Situation das eine durchaus gerechte Sache finden. Und nun kommts, ihr Blitzer - eine ähnliche Diskussion gabs schon mal hier. Und nein, es gibt keine andere, billigere Kita, verdammt!
    • Titangirl 19.07.2020 23:04
      Highlight Highlight Ich verstehe Ihr Argument. Jedoch bringt der Zusätzlich Abzug den meisten Familien kaum oder nur wenig finanzielle Entlastung. Besser wäre eine Lösung wo KiTas wirklich für alle bezahlbar werden. Für uns mit drei Kindern überhaupt nicht finanzierbar. Eine Betreuung würde 1,5x mehr kosten als ich verdiene. Und sowas darf nicht sein!
    • ands 19.07.2020 23:07
      Highlight Highlight Bei nur einem Tag, ist es dann entsprechend weniger. Es wird doch klar darauf hingewiesen, dass die Zahlen absolut sind und nicht relativ zu den Anzahl Tagen. Viele Kinder sind nur 1-2 Tage in der Kita. Das senkt den Schnitt.
      Die Frage ist doch, was es dir bringt, 36k statt 30k abzuziehen. Wenn du nicht reich bist, dürfte es um ein paar Franken gehen. Gleichzeitig bezahlst du anderswo mehr, weil Steuereinnahmen wegfallen. Profitieren tun die, die doppelt so viel wie du verdienen. Die sparen nämlich mehrere hundert Franken pro Jahr.
    • Nachdenken84 20.07.2020 00:18
      Highlight Highlight Dann würde ich sagen, sie verdienen sehr gut, dass sie sich dies leisten können. 3 Tage die Woche... Also 60% arbeiten Sie und damit sie arbeiten können, geben Sie jeden Monat 3000 aus. Das bedeutet, das sich dies ja rendieren muss. Sonst würde man dies nicht machen.
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  • Dr no 19.07.2020 22:19
    Highlight Highlight Sehr gut. Endlich mal eine Entlastung für den mittelstand. Mit schwerreichen hat das nix zu tun. Und all die wieder jammern von wegen die ärmsten bekommen nichts: die bezahlen eh keine krankenkasse und auch keine bundessteuer. Und all die die keine bundessteuern bezahlen, haben zu diesem Thema eigentlich eh nix zu melden
    • xeceyoy 20.07.2020 10:08
      Highlight Highlight Demokratie - aber nur wenn du Geld hast.
  • chicadeltren 19.07.2020 22:07
    Highlight Highlight Da jammert man bei der SP, glp und co tagtäglich, es gäbe zu wenig Frauen in Kaderpoaitionen und wenn man dann mal Anreize für die Frauen mit ensprechendem Potenzial schaffen möchte, stellt man sich plötzlich taub.
    • ChillDaHood 20.07.2020 09:00
      Highlight Highlight Darf ich korrigieren? Anreize für Mütter, vor allem.
    • chicadeltren 21.07.2020 19:03
      Highlight Highlight Ja, Mütter oder solche, die es werden wollen. Aber eben: wer mer Kaderfrauen will, muss Frauen die Möglichkeit geben, Karriere zu machen UND Mutter zu sein.
  • Triple A 19.07.2020 21:39
    Highlight Highlight Wenn man Fachkräfte vermehrt in die Arbeitswelt locken will, muss man dafür sorgen, dass der Mehrverdienst nicht wieder durch Steuern und Betreuungskosten „weggefressen“ wird. Da nun eben Fachkräfte in der Regel gut verdienen, kommt es eben den gut Verdienenden zu gut. Logisch. Jene Kreise die etwas dagegen haben, appellieren an die niederen Instinkte der Menschen (Stichwort Neidkultur), um sich politisch zu profilieren. Üble Sache!
  • Toerpe Zwerg 19.07.2020 21:19
    Highlight Highlight Man kann es nicht oft genug wiederholen: Steuerabzüge sind immer schädlich und gehören allesamt abgeschafft. Wenn man fördern will, dann über Direktzahlungen.
    • MacB 20.07.2020 07:55
      Highlight Highlight Direktzahlungen sind bei Bauern höchst umstritten.
    • Toerpe Zwerg 20.07.2020 08:39
      Highlight Highlight Aber nicht wegen der Form, sondern wegen der Bedingungen.
    • Platon 20.07.2020 08:55
      Highlight Highlight @Toerpe
      Wieso sind Steuerabzüge immer schädlich?
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  • 97ProzentVonCH68000 19.07.2020 21:04
    Highlight Highlight Mehr Steuerleichterungen, weil es zuwenig Menschen oder Schweizer Gene gibt?
    In einer Welt der Überbevölkerung sicher der falsche Schritt!
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    • Scott 19.07.2020 21:37
      Highlight Highlight Wahrscheinlich ist es gut, wenn sich gewisse Menschen nicht fortpflanzen...
    • Domimar 20.07.2020 07:04
      Highlight Highlight @Scott ich finde es schade, dass die Leute wegen Kommentaren wie der von @Selbstverantworterin immer gleich das Gefühl haben, man wolle die Menschheit ausrotten. Es geht um "weniger" Kinder nicht "keine" Kinder. Daher kein Grund solch persönlich angreifende Kommentare von sich zu geben.
    • 97ProzentVonCH68000 20.07.2020 07:48
      Highlight Highlight @Domimar: Danke.
      @scott: dass Meinungen sachlich begegnet wird oder Meinungen kritisiert werden, ist wichtig und gut.
      Statt auf eine Meinung einzutreten, sofort die Person anzugreifen, ist hingegen leider ein häufiges Muster, um andere Meinungen mundtot zu machen. Letzteres schadet der Meinungsfreiheit, Redefreiheit und damit der Demokratie. Es geschieht häufig unter dem Vorwand moralischer Überlegenheit, zeugt aber ebenso häufig von mangelnden Argumenten.
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  • Rethinking 19.07.2020 20:48
    Highlight Highlight „Hintergrund der Gesetzesänderung ist die sogenannte Fachkräfteinitiative“

    Die Idee ist es also Drittbetreuungskosten und Kinderabzüge in den Steuern zu erhöhen, damit beide Elternteile arbeiten gehen...

    In der Konsequenz sollte beides nur für solche Familien gelten, bei denen auch wirklich beide Elternteile arbeiten...

    Eine Familie zu gründen ist eine private Entscheidung und sollte grundsätzlich auch privat finanzieren werden. Es ist nicht Aufgabe der Gesellschaft private Träume zu
    finanzieren...

    Im Austausch gegen (gesuchte) Arbeitskraft ist dies jedoch vertretbar...
    • Scott 19.07.2020 21:38
      Highlight Highlight Dann bekommen also nur Personen mit Kindern AHV und Pension?
    • Pafeld 20.07.2020 00:58
      Highlight Highlight (1/2)
      Hallo, willkommen in der Realität. Ein Elternteil, der 100% arbeitet, reicht heute einfach nicht mehr in jedem Fall. Das beide Elternteile arbeiten ist in vielen Fällen keine ideologische Wunschvorstellung, sondern schlicht eine Kapitulation vor der finanziellen Situation des Haushaltes. Und da eine Ehe heute zu über 40% wieder geschieden wird, bedeutet ein kompletter Arbeitsunterbruch für die Kindererziehung in den meisten Fällen zwangsläufig eine Armutsfalle für den einen Partner, da er durch den Unterbruch massiv an Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt verliert.
    • Pafeld 20.07.2020 01:04
      Highlight Highlight (2/2)
      Wer in einem traditionellen Familienmodell leben will (und kann), der soll dies ungeniert tun. Aber es ist mit einer gehörigen Portion Ignoranz verbunden, dass man dies völlig zu einer ideologischen Entscheidung stilisiert, die man aus lediglich aus freiem Willen macht.

      Und wenn die Politik eben nicht bereit ist, Rahmenbedingungen zu setzen, dass Familien unabhängig ihres Modells ihre Existenz sichern können, hat sie wenigstens die Mittel zur Verfügung zu stellen, damit man wenigsten Formen der Unterstützung dabei hat. Und das ganz bestimmt nicht als Steuerschlupflöcher verpackt.
  • sikki_nix 19.07.2020 20:42
    Highlight Highlight Ganz klares Nein! Besser in die Kitas investieren, deren Qualität verbessern und das Amgebot vergünstigen, was allen zu Gute kommen würde!
    • Scott 19.07.2020 21:45
      Highlight Highlight Falsch, seit Jahren wird dieses Scheinargument verbreitet.
      Von KITAs profitieren nur die Gutverdienenden. Finanziell schwache Familien organisieren die Betreuung privat, da viel günstiger.
    • sikki_nix 20.07.2020 07:25
      Highlight Highlight Es kommt darauf an in welchem Kanton, da die unterstützung stark variiert. Familien mit tiefen Einkommen werden stärker unterstützt als solche mit mittlerem einkommen. also ist es eher so, dass Wenig- und Vielverdiener eher profitieren. die Mittleren Einkommen werden sich eher überlegen ob es sich lohnt. und ob die Betreuung privat organisiert wird oder nicht liegt wohl auch noch etwas an der verfügbarkeit einer solchen als an dem Preis einer Kita.
    • Donald 20.07.2020 12:10
      Highlight Highlight @Scott
      Wo ist das so? Ich kenne nur Kitas bei denen niedrige Einkommen grosse Vergünstigungen erhalten während mittlere und höhere Einkommen den vollen Betrag bezahlen müssen. Somit haltet man genau die Leute vom arbeiten ab, welche mehr Steuern bezahlen würden... unsinnig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 19.07.2020 20:39
    Highlight Highlight Warum werden von der Politik eigentlich immer Familien unterstützt?

    ... richtig! Weil sich dies wunderbar verkaufen lässt und man dadurch seinen Sitz in der Politik behält...
    • bokl 19.07.2020 21:13
      Highlight Highlight Es geht um Steuerschlupflöcher für Reiche. Diesmal einfach mit dem Etikett "Familie" damit das Stimmvieh auch brav zustimmt.
    • Pafeld 20.07.2020 12:59
      Highlight Highlight Diese Reform ist wohl das dreisteste Steuerschlupfloch für Besserverdiener, dass jemals unter dem Prädikat der Familienpolitik vermarket wurde. Wer Steuerschlupflöcher unterstützt und toll findet, soll doch einfach dazu stehen.
      Für diese Nebelpetarde soll sich aber jeder gehörig schämen, der sie auf den Weg gebracht hat. Das ein solches Geschäft unter dem richtigen Namen an der Urne nicht mehrheitsfähig ist, liegt nahe. Wenn eine Initiative richtig vermarktet werden muss, habe ich in gewissem Masse noch Verständnis für. Von der Mehrheit des Parlamentes erwarte ich mehr Professionalität.
  • Beat Stocker 19.07.2020 20:35
    Highlight Highlight Will man wirklich über Steuern etwas Soziales machen, dann sollte die Besteuerung von Einkommen unter der Lebenskostengrenze (bei Bund und Kantonen) abgeschafft werden. Das wäre eine Entlastung von working poor; allemal besser als durchschnittlich bis gut Verdienenden die Kinderkosten abzunehmen; langfristig bestraft man damit nämlich jene Menschen/Paare, welche bewusst auf Kinder verzichten (z.B. aus Umweltschutzgründen).
    • Rethinking 19.07.2020 20:54
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung
    • Scott 19.07.2020 21:46
      Highlight Highlight Dann sollten Personen ohne Kinder auch auf ihre Rente verzichten, aus Umweltschutzgründen.
    • Demetria 19.07.2020 22:50
      Highlight Highlight Dein Wort in Gottes Ohr! Meine Schulden sind Steuerschulden, aber ich weiss nicht einmal wofür. Wenn es in Bern für das Essen und das Heizöl nicht gereicht hat, wie kann man dann Steuern verlangen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wellenrit 19.07.2020 20:27
    Highlight Highlight Diese Vorlage kriegt von mir ganz klar ein nein! das ist eine Vorlage bei der nur wie die profitieren die eh schon genug haben! Warum hat man eigentlich nicht eingeführt dass Menschen die weniger verdienen mehr für die Kinder abziehen können und Menschen die mehr verdienen weniger für die Kinder abziehen können!
    • Wellenrit 19.07.2020 21:38
      Highlight Highlight Und für alle blitzer ich will nicht unterstützen dass Menschen die genug verdienen hoch abziehen können und danach billige Erzieherinnen und Haushälterinnen einstellen für einen Mindestlohn! Er will ich unterstützen dass Menschen mit einem geringen Einkommen sich bessere Betreuung leisten können und dadurch ihren lebensstandard verbessern können
    • Donald 20.07.2020 04:31
      Highlight Highlight Weil der Mittelstand auch nicht gerade gesegnet ist und besonders gemolken wird. Weisst du woher aktuell die meisten Steuereinnahmen kommen?
    • Duweisches 20.07.2020 08:51
      Highlight Highlight @Donald, das ist ja genau das Problem. Obwohl die Reichsten mehr als genug zum leben haben, zahlen sie viel weniger Steuern ein und sollen zusätzlich auch noch immer weiter entlastet werden. Wellenrit spricht in seinem Kommentar auch mit keinem Wort vom Mittelstand, warum muss sich der etwas besserverdienende Mittelstand immer gleich angegriffen fühlen, wenn es um Reiche geht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hadock50 19.07.2020 20:27
    Highlight Highlight Es ist ein "Steuerbonus für Reiche" Verpackt als Familienpolitik.
    Diejenigen die es am ehesten brächten bekommen nichts.
    Die Vorlage gehört deshalb abgelehnt !
    • Donald 20.07.2020 04:36
      Highlight Highlight Es geht darum, dass diese Leute einen Anreiz zum arbeiten haben. Sonst lohnt es sich nämlich nicht und dann haben wir weniger zusätzliche Fachkräfte...

      Übrigens ist ser Mittelstand auch das Rückgrat der Wirtschaft wovon alle Schichten profitieren. Keine Ahnung warum ihn die Unterschicht kaputt machen will?

      @Elya
      Was willst du bei den Steuern genau optimieren? Bring mal ein Beispiel.
    • Kanuli 20.07.2020 06:56
      Highlight Highlight @Donald: Wenn sich arbeiten nicht lohnt, muss man aber sowieso irgendwas falsch machen. Und die Steuern werden da sowieso das kleinste Problem sein. Wer Kinder hat wird doch wissen, was die kosten, und auch ab wann wieder mehr gearbeitet werden kann. Weitere Vergünstigungen helfen nur jenen, welche sowieso schon genug haben/hätten.
    • ChillDaHood 20.07.2020 09:15
      Highlight Highlight Sorry, das ist doch Bullshit. 2 Akademiker haben zusammengezählt etwa 200'000 brutto bei einem 100% Pensum. Wegen dem Kind sinds dann halt "nur noch" 150% (80% und 70%). Da die Akademiker erst bei etwa 25 Jahren ins Erwerbsleben einsteigen haben sie bis dann noch nicht gross Haus/Auto/PK angehäuft und auch keine lange Arbeitserfahrung. Genau da wäre es aber sinnvoll, dass beide im Erwerbsleben bleiben (statt wie jetzt einen weiteren Akademiker zu importieren). Dass die Kosten für Kinderbetreuung dabei direkt Erwerbsgestehungskosten sind und deshalb abzugsberechtigt ist mMn nur fair.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lavamera 19.07.2020 20:23
    Highlight Highlight Den einzigen Vorteil den ich vielleicht, aber nur vielleicht, finden kann, ist, dass vielleicht (😂) die Kantone mitziehen und diese Abzüge ebenfalls erhöhen. Dann hätten nicht nur die besser (besser gesagt; viel besser) Verdienenden etwas davon. Aber der Kantönligeist ist für das wohl zu ausgeprägt.
    • Dominik Treier 19.07.2020 20:50
      Highlight Highlight Wo wäre da bitte der Vorteil wenn die Kantone das täten?

      Damit wird wieder nur die Steuerprogression geritzt, die ob ihres Fehlens bei anderen Steuern und Steuerwettbewerb heute schon in ihrer Wirkung fragwürdig geworden ist.
      Es würden wieder nur die am meisten profitieren die es am wenigsten Nötig haben.

      Wenn die Bürgerlichen das wollen, bitte. Aber man soll es gefälligst Steuersenkung nennen und nicht noch als soziale Massnahme verkaufen, denn damit hat das nichts zu tun.
    • Lavamera 19.07.2020 23:09
      Highlight Highlight Wieso wird dabei die Steuerprogression geritzt? Die wenigsten müssen keine kantonalen Steuern bezahlen, der Abzug würde also allen zugutekommen. Bei den dir. Bundessteuern ist eine Erhöhung unsinnig absolut unsinnig und bevorteilt mal wieder die Falschen.

      Bei den kantonalen Steuern würde es aber immerhin ein bisschen mehr Sinn ergeben. Trotzdem gibt es zig andere Möglichkeiten, die besser geeignet sind Familien zu entlasten.
    • Dominik Treier 20.07.2020 11:18
      Highlight Highlight Wieso?

      Weil man logischerweise mehr Steuern auf höhere Einkommen bezahlt, was bedeutet, dass wenn das Einkommen generell sinkt, die proportional am meisten Steuern erlassen bekommen, die am meisten Verdienen, es also am wenigsten nötig haben.

      Von einem Abzug profitieren in jedem Fall die viel mehr die viel Einkommen haben und damit grosse Teile davon in höheren Progressionsstufen abliefern müssen.
      Es spielt also keinerlei Rolle ob es um Kantons- oder Bundessteuern geht, bei der Bubdessteuer ist es nur schlimmer. Steuerabzüge sind im Gegensatz zu Gutschriften einfach keine soziale Massnahme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Völkerrechtler 19.07.2020 20:17
    Highlight Highlight Wenn man den Mittelstand steuerlich entlasten will, passt man die Progression an.

    Wenn man Vereinbarkeit von Beruf und Famile fördern will, entlastet man Doppelverdiener(ehe)paare und finanziert Krippenplätze.

    Wenn man nach dem Giesskannenprinzip Steuergeschenke für arme und reiche Eltern verteilen will, dann unterstützt man höhere Kinderabzüge.

    Wer die wahre Absicht hinter einer Steuerinitiative verstehen will, sollte sich fragen, welche naheliegerenderen Alternativen für dasselbe propagierte Ziel offengestanden wären...
    • Oberon 19.07.2020 21:57
      Highlight Highlight Eigentlich alles zu diesen Themen gesagt.

      Das vertrauen in unsere Regierung wird immer kleiner...
    • Pakart 19.07.2020 22:15
      Highlight Highlight Yep, ganz geiler Kommentar. Absolut auf den Punkt gebracht 👍.
    • Arthur Philip Dent 20.07.2020 02:08
      Highlight Highlight "Das vertrauen in unsere Regierung wird immer kleiner..."

      Jaja mein lieber Wutbürger, das schöne an unserem System ist ja, dass es da durchaus auch in der "Regierung" verschiedene Meinungen gibt und darum solche allgemeinplätze herzlich wenig nützen... Aber selbstverständlich darfst auch du zweifeln an was auch immer du möchtest... 😉😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • Las Palmas 19.07.2020 20:16
    Highlight Highlight Ich habe und werde keine Kinder haben. Mein Beitrag zur co2 Debatte usw.. wer Kinder will soll diese auch selbst finanzieren können! Meine Meinung!
    • MeinSenfHierUndJetzt 19.07.2020 20:25
      Highlight Highlight @ Las Palmas: Diese Meinung trägt aber nicht viel zur Diskussion über die Frage der Höhe der Kinderabzüge bei, wie mir scheint. Es geht hier um die Steuern für Leute, die ihre Kinder sehr wohl selber finanzieren. Die Frage ist allerdings, wie viel sie gleichzeitig noch beim Staat abliefern. (Und ob man es schafft, das Steuersystem so auszugestalten, dass es für beide Elternteile ökonomische Anreize gibt, zu arbeiten).
    • format C: 19.07.2020 20:26
      Highlight Highlight Das nennt man Solidarität. Ich bezahle mit der Krankenkassenprämie auch Leute mit, die kranker sind und/oder mehr kosten. Mir würde es auch nie einfallen, als Mann die Untersuchungen für Frauen zu kritisieren, nur weil mich das Thema nicht betrifft...
    • Rethinking 19.07.2020 20:56
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung. Du wirst dafür aber leider viele Blitzer ernten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knut Knallmann 19.07.2020 20:13
    Highlight Highlight Von welchen Fachkräften reden wir hier eigentlich. Effektiv von Leuten die Arbeiten verrichten oder doch vom Kader? Die wenigsten Fachkräfte im Sinne von Facharbeitern verdienen sowohl allein als auch zusammen steuerbare 160‘000 Franken aufwärts. Und um die Arbeiter geht es ja - Manager haben haben wir ja genug. Für mich wird das Ganze schlicht als etwas verkauft, was es nicht ist...
    • peterli90 19.07.2020 20:41
      Highlight Highlight Lol, meinen Sie das ernst? Vielleicht 160000 nicht auf dem Land, aber in Zürich ist man relativ schnell auf dieses stb. Einkommen, wenn man doppelt verdient.
    • Knut Knallmann 19.07.2020 21:52
      Highlight Highlight Also ich finde 160‘000 steuerbares Einkommen (Das eigentlich Nettoeinkommen liegt ja höher!) auch in der Region Zürich eher sportlich. Zudem fangen die grössten Ersparnisse bei 160’000 an und ziehen sich durch bis ganz oben. Die Frage ist: Muss man Menschen die sich grundsätzlich ein schönes Leben leisten können Geschenke machen, während weiter unten die Situation, insbesondere für Alleinerziehende immer schwieriger wird? Ich finde mit der Vorlage wird klar den falschen geholfen.
    • peterli90 19.07.2020 22:39
      Highlight Highlight In der Sache bin ich ja völlig mit Ihnen einverstanden. Ich habe nur Mühe damit, dass immer die Managerkeule geschwungen wird. Wenn man ein Bruttoeinkommen von 100k hat, ist man noch lang kein "Manager" (was immer das sein mag) oder Kader. Das ist einfach ein Fakt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platon 19.07.2020 20:11
    Highlight Highlight Ueli Maurer war ja an der Pressekonferenz alles andere als ein engagierter Befürworter der Vorlage. Er hat auf Nachfrage auch nochmals explizit darauf hingewiesen, dass nur sehr gutverdienende Familien profitieren. Die Vorlage gehört abgeschossen!
    • Donald 20.07.2020 04:52
      Highlight Highlight Es würde mittleren Einkommen viel mehr helfen, als hohen. Tiefe Einkommen bezahlen ja sowieso kaum Steuern und erhalten sogar noch Leistungen...
    • Platon 20.07.2020 08:38
      Highlight Highlight @Donald
      >150‘000 CHF ist KEIN mittleres Einkommen! Ausserdem ist es naiv anzunehmen, dass die tiefen Einkommen keinen Schaden nehmen, wenn Einnahmen fehlen!
    • Donald 20.07.2020 11:50
      Highlight Highlight @Platon
      Für Verheiratete schon. Und wer hat von diesem Einkommen gesprochen? Ziel ist ja, dass Leute, die sowieso schon hoch in der Progression sind mehr arbeiten können und dann sowieso wieder mehr gemolken werden. Langfristig sollten also keine Einnahmen fehlen.
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  • De-Saint-Ex 19.07.2020 20:10
    Highlight Highlight Wieso lange überlegen? Im Vergleich zu den Einnahme-Ausfällen durch die elende USR geht es hierbei um Peanuts. Dass jene, die‘s am allerwenigsten brauchen, am meisten davon haben werden, nichts Neues. Also so what...
    • De-Saint-Ex 19.07.2020 21:25
      Highlight Highlight und deshalb mein so what. Habe es aufgegeben zu hoffen, dass wir es in diesem Land schaffen, auch schon nur halbwegs zu einer Steuergerechtigkeit zu kommen. Schon nur dieser Kantönli-Geist resp. Gemeindewahnsinn (möchte mal wissen wieviel uns das schon nur an bürokratisch-administrativem Aufwand kostet... bei über 2000 Gemeinden) der dazu führen kann, dass ich wenn ich auf der einen Strassenseite wohne, 1/4 mehr oder weniger Steuern bezahle als auf der anderen (ist mir tatsächlich passiert)... das ist doch völlig bescheuert und krank.
    • Donald 20.07.2020 04:54
      Highlight Highlight Progressive Steuern schaffen nur Probleme, sieht man auch hier wieder...
  • bokl 19.07.2020 20:00
    Highlight Highlight Ist eigentlich ganz einfach. Höhere Abzüge = Reiche profitieren mehr, höhere Zulagen = Ärmere profitieren (%) mehr
    • Donald 20.07.2020 05:01
      Highlight Highlight Da die Maximalbeträge relativ bescheiden gehalten sind, würde vor allem der Mittelstand profitieren. Also die Leute, welche unseren Staat finanziell tragen. Wenn diese mehr arbeiten würden, hätten also alle wieder etwas davon.

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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