Schweiz
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Weil die «Falschen» profitieren: SP bekämpft höheren Kinderabzug mit dem Referendum



ARCHIV -- ZUR NOMINATION DER SP AARGAU VON CEDRIC WERMUTH ALS STAENDERAT, STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Cedric Wermuth (SP-AG) spricht waehrend einer Debatte im Nationalrat, waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 1. Juni 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Not amused: Die SP kämpft gegen den Kinderabzug mit dem Referendum. Bild: KEYSTONE

Die umstrittene Erhöhung des allgemeinen Kinderabzugs hat die Hürde der Schlussabstimmungen geschafft. Der Nationalrat stimmte mit 132 zu 62 Stimmen bei 3 Enthaltungen zu, der Ständerat mit 25 zu 17 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Die SP ergreift das Referendum.

Es handle sich um Steuererleichterungen für Familien mit den höchsten Einkommen, sagte Fraktionschef Roger Nordmann (VD) vor der Schlussabstimmung. Von den insgesamt 350 Millionen Franken gingen 250 Millionen an Familien mit Bruttoeinkommen ab 150'000 Franken, tiefere Einkommen profitierten überhaupt nicht.

«Wer viel hat, dem wird viel gegeben», sagte Nordmann. Das habe nichts mit Familienpolitik zu tun. Der Titel der Vorlage müsse nun lauten: «Steuererleichterung für die Familien mit den höchsten Einkommen».

Erleichterung für Fachkräfte

Tatsächlich heisst die Vorlage «Steuerliche Berücksichtigung der Kinderdrittbetreuungskosten» und ist Teil der 2011 lancierten Fachkräfteinitiative. Ursprüngliches Ziel war es lediglich, den Bundessteuerabzug für die externe Betreuung von Kindern von 10'100 Franken auf 25'000 Franken zu erhöhen. Die Vergünstigung von Krippenplätzen sollte es vor allem gut ausgebildeten Frauen erleichtern, eine Arbeit aufzunehmen.

Umfrage

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Trotz Skepsis der Linken – tiefe Einkommen zahlen keine Bundessteuer und profitieren daher auch nicht vom Steuerabzug – wurden sich die Räte rasch einig über den höheren Betreuungsabzug. Aufgrund eines Antrags aus den Reihen der CVP beschloss der Nationalrat jedoch auch die Erhöhung des allgemeinen Kinderabzugs von heute 6500 auf 10'000 Franken. Die Steuerausfälle stiegen von 10 Millionen Franken auf 350 Millionen Franken.

Bundesrat und Ständerat wehrten sich beharrlich gegen das, was Ständerat Roberto Zanetti (SP/SO) eine «finanzpolitische Frivolität» nannte. Die kleine Kammer hatte auch ordnungspolitische Vorbehalte, weil die Kantone zu den drohenden Steuerausfällen nicht einmal angehört worden waren.

Kehrtwende der FDP

Die Vorlage musste in die Einigungskonferenz, dann kippte ein Teil der FDP. Am Ende stimmte der Nationalrat der Erhöhung des Kinderabzugs klar zu, der Ständerat knapp mit 2 Stimmen Unterschied. In der Schlussabstimmung waren die Verhältnisse dann noch eindeutiger.

ARCHIVBILD ZUR WAHL VON BEAT WALTI ZUM NEUEN FRAKTIONSCHEF DER FDP, AM FREITAG, 17. NOVEMBER 2017 - Beat Walti, FDP-ZH, Daniela Schneeberger, FDP-BL, und ihre Parteipraesidentin Petra Gossi, FDP-SZ, von links, diskutieren an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 13. Dezember 2016 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Beat Walti Bild: KEYSTONE

Die FDP werde die Vorlage in einem Referendumskampf «ohne schlechtes Gewissen unterstützten», sagte Fraktionschef Beat Walti (ZH). Familienpolitik sei nicht nur Sozialpolitik, sondern auch Gesellschaftspolitik.

Familien mit hohen Einkommen hätten keinen Anspruch auf subventionierte Wohnungen oder Krippenplätze, sie zahlten auch die vollen Krankenkassenprämien. Gerade Eltern in diesen Einkommensklassen mit einem ambitionierten beruflichen Engagement dürften nicht steuerlich abgestraft werden. SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi (ZG) sprach von «chrampfenden Vätern und Müttern», die im Gegensatz zu Asylbewerbern zehntausende Franken Steuern zahlten.

«Nichts gelernt»

GLP und Grüne lehnten den höheren Kinderabzug hingegen entschieden ab. Keine Bauernfamilie, keine Handwerkerfamilie, keine Familie aus dem Pflegebereich werde durch dieses Steuergeschenk entlastet, sagte Regula Rytz (Grüne/BE). Der grösste Teil davon fliesse in die Taschen der reichsten 15 Prozent. Rytz übte auch harte Kritik an der FDP, die nach der «Klimapirouette» nun auch eine familienpolitische Pirouette hingelegt habe.

Nationalraetin Regula Rytz, GPS-BE, telefoniert an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 18. September 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Regula Rytz Bild: KEYSTONE

Nordmann kritisierte die bürgerliche Mehrheit insgesamt. Die Legislatur ende, wie sie angefangen habe: In der ersten Sommersession im Juni 2016 habe er das Referendum gegen die Unternehmenssteuerreform III angekündigt, das gleiche tue er nun beim Kinderabzug. «Die Bürgerlichen haben nichts gelernt», sagte Nordmann. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zeromaster80 28.09.2019 15:32
    Highlight Highlight Kinder haben ist kein Privileg der Armen, es ist richtig und wichtig solche Förderungen über die Steuern einzurichten, damit gehen mehr gut ausgebildete Frauen (mehrheitlich) schneller wieder arbeiten. 2x gut ausgebildete Arbeitnehmer in einem Haushalt sind schnell über 150k Brutto, das sind "nur 75k" pro Nase. Zum illustrieren, eine 100% (!Nicht Teilzeit...) Verkaufskraft im Discounter kommt schon auf fast 60k und die sind nicht gut ausgebildet in der Regel...
  • Luzifer Morgenstern 28.09.2019 12:47
    Highlight Highlight Wo kann man für das Referendum unterschreiben?
  • Kramer 28.09.2019 11:27
    Highlight Highlight Das grundsätzliche Problem ist, dass Steuern auf Bundesebene, Privathaushalte mit unterdurchschnittlichem Einkommen kaum betreffen. Somit helfen Steuerabzüge auf Bundesebene den Familien die es am nötigsten hätten überhaupt nicht.

    Das sind Alibiübungen der Bürgerlichen, um sich als familienfreundlich darzustellen.
    • murrayB 29.09.2019 09:55
      Highlight Highlight Von wem wird der Bundeshaushalt finanziert? 50% der Bevölkerung bezahlen keine oder kaum Steuern auf Bundesebene, profitieren aber gleichwohl von den Bundesaufgaben...

      Gut mal die anderen 50% zu entlasten...
  • murrayB 28.09.2019 10:59
    Highlight Highlight Nun gut, wie viel bezahlen die 15% der tiefsten Einkommen an Bundessteuern? 0.-

    Wie viel bezahlen die 15% der höchsten Einkommen an Bundessteuern? 70%

    Von dem her ist es auch nicht schlecht diese mal zu entlasten!
  • Schneider Alex 28.09.2019 05:23
    Highlight Highlight Solange Sozialmassnahmen die Schweiz für arme Zuwanderer noch attraktiver machen, und wir keine wirksame Zuwanderungsbremse haben, bin ich gegen solche Massnahmen.
  • Blister 27.09.2019 18:22
    Highlight Highlight Das ist der logische Schritt und war zu erwarten. Finde es jedoch bedenklich, dass eh schon 45% der Familien keine Bundessteuer zahlen. Da würde ich mir schon eine etwas gerechtere Aufteilung der Steuerlast wünschen. Gerade bei Familien, die ja stark am öffentlichen Leben teilnehmenen und davon profitieren.
  • Nüübächler 27.09.2019 17:25
    Highlight Highlight Richtig und wesentlich unbürokratischer wäre die Kinderzulagen pro Kind zu erhöhen. Alles andere ist aufwendiger und wird nie allen gerecht werden.
    Gibt auch keinen Druck, Kita oder nicht Kita, jede Familie kann selber entscheiden
  • michiOW 27.09.2019 16:23
    Highlight Highlight Jene Frauen, deren Austritt den Staat am meisten schmerzt sind doch die Studierten, deren Studium der Staat mitfinanziert hat und dann nicht genutzt wird. Das sind doch auch jene, welche gut verdienen und mit dem Einkommen des Partners vermutlich über diese CHF 200'000 kommen.

    Das ist ja eigentlich der grösste Gesellschaftliche Nutzen der Frauenförderung, denn die teuer ausgebildeten Fachkräfte kosten uns viel und fehlen uns dann.
    • überflüssig 28.09.2019 15:58
      Highlight Highlight michiOW:
      mit einkommen über
      200 000.- braucht es keine steuererleichterung, um krippenplätze bezahlen zu können. ergo würden der gesellschaft diese ausgebildeten fachfrauen auch ohne erhalten bleiben.
      einkommensschwache familien und damit deren kinder zu unterstützen ist langfristig sicher sinnvoller.

    • Tenno 29.09.2019 09:00
      Highlight Highlight @überflüssig Wieso wäre das langfristig sinnvoll? Die Kosten wären ja noch höher, welche für sie getragen werden müssten.
      Es ist ja micht so, dass diese Leute dadurch auf einmal alle zur Schule können und der Schweiz mit einer zusätzlichen Ausbildung einem Mehrwert bringen.
      Egal in welchem Beruf jemand ist, mit guten Leistungen kann man immer etwas erreichen. Ich sehe eine tiefere Schwelle als sinnvoll an zb. 100-120k aber darunter erkenne ich kaum mehr ein Szenario, in welchem diese Subvention nötig wäre, welche der Schweiz etwas bringen würde. 100k wären z.B. 2x50 oder realistischer 70 + 30
  • Paul_Partisan 27.09.2019 14:14
    Highlight Highlight von rechtskonservativer Familienpolitik profitieren naturgemäss nur jene, denen es sowieso schon besser geht.

    Beim besten Willen kann ich daher nicht nachvollziehen, weshalb über ein Drittel der Stimmberechtigten ihre Stimme an jene Parteien geben, die gegen ihre Interessen politisieren. Das macht keinen Sinn!
    • Gonzolino_2017 27.09.2019 17:05
      Highlight Highlight Kann ich dir sagen ... weil der Mittelstand sonst schon immer zur Kasse gebeten wird! Doppelverdiener = Hohe Steuer-Progression, = Heiratsstrafe, = Direkte Bundessteuer, = Keine Krankenkassenverbilligung, = tiefere AHV und und und. Die Lebenskosten sind in der Schweiz zu hoch, aber dagegen will auch kein Wermuth das Referendum ergreifen oder eine Initiative lancieren! Grundsätzlich sind alle Politiker - ob Links oder Rechts - am Schluss gegen Steuerausfälle! Bei jeder Massnahme wird der Bevorteilte höher und nicht der bestrafte tiefer besteuert! Damit schlägt man zwei Fliegen auf einmal!
  • dnsd 27.09.2019 13:58
    Highlight Highlight Das Gerechtigkeitsverständnis der Linken! Wer fleissig ist und ein anständiges Einkommen nach hause bringt, soll sich keine Kinder leisten.
    • Jazzchops 27.09.2019 14:29
      Highlight Highlight Nein, alle sollen sich Kinder leisten können, nicht nur die Reicheren.

      Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
    • Tobi-wan 27.09.2019 16:03
      Highlight Highlight Ach und die Müllmänner, Reinigungsfrauen, Sanitärinstallateure, Maler usw. usw. sind nicht fleissig? Du lebst in einer schönen Blase mit deiner Welt... Wahrscheinlich beachtest du Menschen mit Lohn unter 100'000.- nicht einmal, weil sie zum Pöbel gehören.
  • Fairness 27.09.2019 13:53
    Highlight Highlight Diesbezüglich ist etwas Solidarität auch für besser gestellte Familien sicher nicht verkehrt. Die Grossfamilien, die eh schon kaum Steuern bezahlen und Vieles gratis oder fast gratis bekommen, dürfen nicht immer noch mehr begünstigt werden. Sie sollten sich eher mal Gedanken machen, was mehrere Kinder kosten. Vom Klma gar nicht zu reden.
    • cgk 28.09.2019 01:38
      Highlight Highlight Großfamilien sind eine ganz kleine Minderheit. Die Vorlage ist ganz einfach eine Umverteilung von unten nach oben, die Schere geht damit noch mehr auf. Das ist nicht fair!
    • Phrosch 28.09.2019 18:40
      Highlight Highlight Und was ist das Viele, das Gross-)Familien (fast) gratis bekommen?
  • chäsli 27.09.2019 13:44
    Highlight Highlight Typisch SP, ich hoffe sie bekommen am 20. Oktober die Quittung dafür ?
    • Nr 756 27.09.2019 15:41
      Highlight Highlight Ich zweifle daran.
  • p4trick 27.09.2019 13:43
    Highlight Highlight Also eigentlich kommen alle Steuerabzüge mehrheitlich den Gutverdiener zugute wegen der Progression.
    Wir sollten jegliche Abzüge streichen und gerade noch die Einheitskasse einführen die soll direkt vom Bund finanziert werden also per Bundessteuer.
    (Gruss ein Gutverdiener)
    • Nr 756 27.09.2019 15:41
      Highlight Highlight Als hätte es je zu tieferen Preisen geführt wenn man ein Monopol aufgebaut hat ...
    • p4trick 27.09.2019 17:14
      Highlight Highlight @iisprinzässin klar wären die Kosten tiefer! Das ist ja nur logisch.
  • Toerpe Zwerg 27.09.2019 13:01
    Highlight Highlight Ein idiotisch es System wird noch idiotischer gemacht ...
  • sowhat 27.09.2019 12:43
    Highlight Highlight Ungeschickt, die Umfrage im ersten Viertel des Artikels zu platzieren. 😑
  • Pafeld 27.09.2019 12:26
    Highlight Highlight Es ist schlicht und ergreifend ein Steuerschlupfloch. Mit sozialer Familienpolitik hat das gar nichts zu tun. Im Gegenteil: Offensichtlich betrachten FDP und SVP Kinder als potenzielle Steuersparvehikel.
  • santa's little helper 27.09.2019 12:20
    Highlight Highlight Ein Bruttoeinkommen von 150'000 Franken ist in einer Familie noch bald mal möglich. Das hat mit Oberschicht überhaupt nichts zu tun sondern entlastet den häufig geschröpften Mittelstand. Diese Entlastung ist notwendig und richtig.
    • sottosopra 27.09.2019 12:49
      Highlight Highlight Wenn du dich als "Mittelständler" mit einem Bruttoeinkommen von 150'000 CHF geschröpft fühlst, dann will ich nicht wissen, wie es dir mit einem Bruttoeinkommen von 75'000 CHF (was meiner Meinung nach eher dem Mittelstand entspricht) gehen würde. Manchmal würde es Gutverdienenden (und insbesondere denjenigen die "Entscheiden") gut tun, sich mit anderen, ihnen unbekannten Lebensrealitäten konfrontieren zu müssen.
    • santa's little helper 27.09.2019 13:32
      Highlight Highlight Das ist mal wieder whataboutism vom Feinsten. Und der Mittelstand beginnt nach Definition ab 96k Einkommen. Zudem bleibt auch dem Mittelständer mit 150k nicht mehr viel davon wenn Steuern, KK, Kinderbetreuungkosten und dergleichen mal weg sind.
      Es ist halt nun mal so, dass der Mittelstand die treibende Kaufkraft des Landes darstellt. Hat der Mittelstand kein Geld zum Ausgaben, leidet in der Folge auch die Wirtschaft darunter. Die sog. Unterschicht trägt zum Wohlergehen der Wirtschaft statistisch gesehen nur wenig bei.
    • p4trick 27.09.2019 13:40
      Highlight Highlight @sottosopra sorry aber der Mittelstand ist definiert nach Einkommen und Anzahl Kindern. Mit einem Einkommen von nur 75'000 gehörst du bereits zur Unterschicht. Selbst mit keinem Kind gehörst du mit 75k nur sehr knapp zur Mittelschicht.
      Ein Paar mit 2 Kindern gehört erst ab 220k zur Oberschicht.
      Quelle NZZ, OECD https://www.nzz.ch/die_ewigen_verlierer-1.9870611
    Weitere Antworten anzeigen
  • sottosopra 27.09.2019 12:19
    Highlight Highlight Verstehe ich das falsch: Die aktuelle Vorlage widerspricht doch dem ursprünglichen Zweck der Fachkräfteinitative? Ursprünglich ging es darum, den Steuerabzug für die externe Kinderbetreuung zu erhöhen, damit gut-ausgebildete Frauen in den Beruf zurückkehren. Bei der aktuellen Vorlage werden nun einfach alle Familien mit Einkommen ab 200'000 steuerlich stark entlastet was zu Steuerausfällen von 350 Millionen Franken führt? Im Falle einer Volksabstimmung kann und wird eine solche Vorlage nicht durchkommen. Well done SP.
  • Kevinsvadde 27.09.2019 12:17
    Highlight Highlight Was ich noch witzig finde an diesem Abzug ist, dass mit 150k Bruttoeinkommen als Grenze sogar die gutverdienende Anfang Karriere (heisst somit im Familiengründungsalter) unterhalb sind. Bspw verdient ein Assistenzarzt brutto je nach Dienstjahr irgendwo zwischen 85-120k im Jahr und ist typischerweise zwischen 24-35 Jahre alt. Später steigt zwar der Lohn, aber genau dann, wenn man es am nötigsten hätte unterstützt zu werden birngt einem dieser Abzug nichts.

    Lol

    Aber Hauptsache bürgerlich wählen als Büetzer
    • Dominik Treier 27.09.2019 13:09
      Highlight Highlight Wenn man in Käffern wie meinem irgendwo sagt man wolle nicht SVP wählen, hört man schon gar keine Argumente, sondern fragt nur wen man denn statt der angeblichen Klartextpartei wählen soll.. FDP, CVP?! Wenn man dann sagt man würde die nicht mal geschenkt wollen heisst es höchstens dann könne man da ja niemanden mehr wählen... In den Köpfen eines Grossteils der Landbevölkerung ist Links ein rotes Tuch, man weiss aber nicht mal wieso, wenn man fragt... Einfach böse seien die wohl....
    • sottosopra 27.09.2019 13:33
      Highlight Highlight @Dominik Treier
      Gute Analyse. Das hat wohl seine Gründe: Keine 50 Jahre ist es her, da wurdest du in der Schweiz fichiert, sobald du auch nur ein bisschen vom bürgerlichen Ideal eines Eidgenossen abgewichen bist. Am schlimmsten dran warst du als "Linker". Lieber tot als rot war die Devise. Diese Mentalität hält sich leider noch in den Köpfen vieler CH-Bürger.
  • Matti_St 27.09.2019 11:44
    Highlight Highlight Manchmal würde es mich Wunder nehmen, was die FDP und SVP Wähler in der unteren Einkommensschicht dazu sagen.
    • Chrigi-B 27.09.2019 12:57
      Highlight Highlight Die SVP Wähler sind am körperlich Arbeiten und können nicht den ganzen Tag den "Max" auf watson machen wie die Bürolisten....

      Die FDP Wähler stimmen dem zu.

      Ich frage mich eher, wie die SP endlich die "Büezer" zurückgewinnen will?!

      Bestimmt nicht mit Gender- und Feminismuswahnsinn, politisch korrektem Wahnsinn, Klimahysterie, höheren Steuern und einem EU Beitritt...
    • Dominik Treier 27.09.2019 13:05
      Highlight Highlight Leider nichts, denn die, die eine dieser Parteien wählen, sind entweder gar nicht in dieser Schicht angesiedelt (FDP) oder aber haben keine Ahnung, wie ihre angeblichen Vertreter in Bern überhaupt abstimmen und hören nur das blödsinnige, "Die bösen Ausländer sind schuld!"-Gepolter (SVP)...
    • Chesus80 27.09.2019 13:57
      Highlight Highlight Und was soll ich als links liberaler, gut verdienender, alleim erziehender Vater dazu sagen? Es profitieren nur noch die Reichen oder die Armen. Die SP macht seit Jahren keine Politik mehr für mich und nun schwebe ich parteilos durch die Politlandschaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nüübächler 27.09.2019 11:42
    Highlight Highlight Falsche Familienpolitik
  • nine 27.09.2019 11:37
    Highlight Highlight Man würde die 350mio besser direkt in Krippen- und Tagesplätze investieren und somit gratis oder günstige Betreuung anbieten, für Familien und Alleinerziehende die es wirklich benötigen. Des Weiteren könnte man damit auch gleich diesem Niedriglohnsektor unter die Arme greifen.
    • sowhat 27.09.2019 12:45
      Highlight Highlight Sehg gute Idee. Macht mehr Sinn weil kommt am genau richtigen Ort an!
    • chäsli 27.09.2019 13:43
      Highlight Highlight Niedriglohnsektor, sie sind nicht im Bild was diese, meist Frauen. verdienen.
    • dnsd 27.09.2019 13:57
      Highlight Highlight Nichts ist gratis - es zahlen einfach 'die Falschen'
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wetterleuchten 27.09.2019 11:22
    Highlight Highlight Eine weitere Mogelpackung der Rechten, um ihre Klientel weiter zu hätscheln und zu verwöhnen. Von "Volchsnähe" keine Spur, denn es verdienen nur ca. 2% der Lohnempfänger CHF 150'000 pro Jahr. Der Durchschnittsverdienst liegt bei rund 91'000 brutto und da bringt der vorgesehne Abzug dem Durchschnitt eben nur ganz wenig und denen die zum Teil massiv darunter liegen rein gar nichts. Die Vorlage wäre gut, wenn sie den Mittelstand und die bedürftigen Familien fördern würde. Krippen müssten eigentlich bis CHF 100'000 gratis und durch Steuern finanziert sein, mit einer Beitragsprogression für Reiche
    • Bergblick 27.09.2019 13:25
      Highlight Highlight Das Medianeinkommen von vierköpfigen Familien in def Schweiz liegt bei 144‘000 Franken, Deine Zahlen stimmen also nicht. Vom Kinderabzug würden durchaus mehr als 2% profitieren:
      https://www.nzz.ch/schweiz/ist-eine-familie-mit-96000-franken-einkommen-unterschicht-ld.1456181
    • santa's little helper 27.09.2019 13:40
      Highlight Highlight Das ist 150'000 pro Familie, nicht pro Einzelperson.
    • Alnothur 27.09.2019 13:51
      Highlight Highlight Es geht ja auch nicht um Einzeleinkommen, sondern um Ehepaare...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinkdeeper 27.09.2019 11:15
    Highlight Highlight Warum nicht einfach eine Kinderzulage für alle statt Abzüge?
    • Dominik Treier 27.09.2019 13:14
      Highlight Highlight Ganz einfach... Wer viel hat wird überdurchschnittlich profitieren, wie bei allen Steuerabzügen. Eine schleichende Desolidarisierung... Die Rechten begreifen Steuergeld eben immer noch nicht als Geld des Staates, als Entschädigung dafür, dass man die Strukturen unserer Gesellschaft in Anspruch nimmt und davon profitiert, sondern denken immer noch ihnen werde etwas weggenommen was nur ihnen gehöre und von dem nur sie profitieren dürften und wollen das eben auch so vermitteln.
      Was denkst du warum die immer noch so daran kleben die Steuern nicht vom Lohn abzuziehen?
    • Dominik Treier 27.09.2019 13:16
      Highlight Highlight Nur damit es eben so aussieht als sei das dein Geld und der Staat nehme dir Ende Jahr sehr viel davon weg... Das würde bei der AHV auch keiner sagen und sich darüber beschweren, einfach weil das Geld korrekterweise gar nie verfügbar wird.
    • santa's little helper 27.09.2019 13:39
      Highlight Highlight @Trier
      Aluhut?
      Steuer wird nicht direkt vom Lohn abgezogen weil dies ein unvertretbarer Mehraufwand für den Arbeitgeber ist, schon nur wenn der Arbeitskanton nicht auch der Wohnkanton ist. Weiter muss der Bürger bei Abzügen sein Geld beim Staat zurückfordern, was noch einiges bürokratischer ist, als andersrum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • KOHL 27.09.2019 11:06
    Highlight Highlight Seit der Empfehlung der SP bzgl. Lauber muss mir keiner von denen mit ihrem Kampf für die Gerechtigkeit kommen, das kauft denen niemand mehr ab!

Die SP tut viel fürs Klima. Doch profitieren tun vor allem die grünen Parteien. Warum?

Die SP liegt im Umweltrating nur hauchdünn hinter den Grünen – und noch vor den Grünliberalen. Mit Buchautor Roger Nordmann hat sie auch den heimlichen Klimastar. Und doch scheinen nur Grüne und Grünliberale von der Klimadebatte zu profitieren. Die Genossen fühlen sich verkannt.

Youtuber Rezo erschütterte vor der Europawahl Deutschland mit einem Video von 54:18 Minuten Länge. Darin kündet er die «Zerstörung der CDU» an. Politiker Roger Nordmann macht nun in einem Youtube-Video das …

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