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Blick in die Fabrikhalle, in der «Daisy» 200 iPhones zerlegt. Pro Stunde. screenshot: youtube

Apple präsentiert neuen iPhone-Roboter – und kriegt von Greenpeace aufs Dach



Apple hat in der Nacht auf Freitag seinen alljährlichen Umweltbericht veröffentlicht. Star des 2018 Environmental Responsibility Report (PDF) ist ein Roboter namens Daisy, der innert einer Stunde 200 iPhones in Einzelteile zerlegen kann.

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screenshot: apple

Es geht ums effiziente Recycling von Materialien und Apple hat zusätzlich angekündigt, für jedes alte Gerät, das von Kunden zurückgegeben wird, Geld für einen guten Zweck zu spenden. Trotzdem stösst die Nachfolgerin des 2016 vorgestellten iPhone-Roboters Liam nicht nur auf Begeisterung.

Die US-Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlichte schnell eine Erklärung, in der es heisst, dass Apple seine (grüne) Energie besser darauf konzentrieren sollte, iPhones von vornherein besser reparierbar zu machen, damit sie länger halten und nicht so schnell auf Mülldeponien auftauchen.

«Rather than another recycling robot, what is most needed from Apple is an indication that the company is embracing one of its greatest opportunities to reduce its environmental impact: repairable and upgradeable product design. This would keep its devices in use far longer, delaying the day when they’d need to be disassembled by Daisy.»

Gary Cook, Greenpeace USA quelle: fastcompany.com

Von Apple liegt dazu keine Stellungnahme vor.

Greenpeace kann sich bei der Kritik auf den Reparaturdienst iFixit berufen. Im letzten gemeinsamen Bericht über die Reparaturfähigkeit von Smartphones wurde Apple wegen des Fehlens von Ersatzteilen (inklusive Akkus) angeprangert und weil sich iPhone und Co. nur mit Spezialwerkzeugen reparieren lassen.

«Right to repair»

In den USA kämpfen Konsumentenschützer auf politischem Weg dafür, dass Geräte einfacher bzw. durch Dritte repariert werden können. 22 US-Bundesstaaten haben bereits einen «Right To Repair Act» erlassen, zuletzt auch Kalifornien.

Apple hat sich landesweit gegen den Erlass solcher Gesetze ausgesprochen. Der iPhone-Hersteller betont, dass die eigenen Geräte eine im Branchenschnitt lange Lebenszeit hätten. Reparaturen sollten nur von zertifizierten Spezialisten ausgeführt werden, um technische Probleme zu vermeiden.

Was die Bemühungen in Sachen Umweltschutz betrifft, gilt Apple als führend in der Branche. Erst kürzlich gab das Unternehmen bekannt, dass seine weltweiten Anlagen zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

Video: Daisy bei der Arbeit

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Video: YouTube/9to5Mac

(dsc, via Fast Company)

Fair produzierte Handys und Laptops – von Apple bis Huawei

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 20.04.2018 18:46
    Highlight Highlight Schön. Aber letztendlich gehen die Teile dann doch durch einen Schredder und man löst ev. noch das Gold aus manchen Bauteilen heraus.
  • Francis Begbie 20.04.2018 08:59
    Highlight Highlight Zeig mir ein Android, das knapp 5 jahre alt ist und mit aktuellem OS läuft. Eher selten der Fall. Und es ist wohl auch der Miniaturisierung ihre Schuld, dass die nicht so einfach repariert werden können.
    Trotzdem, hinschauen ist wichtig und Verbesserungspotenzial hat auch Apple.
    • Swissbex 21.04.2018 09:05
      Highlight Highlight Das es hier wohl nur wenige Geräte (wenn überhaupt) mit Android gibt welche nach 5 Jahren noch aktuell sind ist so eine Sache.
      Man darf aber auf Probleme bei Apple hinweisen ohne dass die Konkurrenz besser sein muss.
      Sonst müssten wir in der Schweiz ja garnichts ändern, immer mit dem Verweis das Land XY noch viel schlimmer ist.....
    • zeromg 21.04.2018 11:41
      Highlight Highlight @Swissbex
      da hast du Recht. Darum greift Greenpeace primär auch Apple an, weil dort erwas passiert.
  • 7immi 20.04.2018 08:28
    Highlight Highlight ob ein iphone nun 2, 5 oder 10 jahre hält, schlussendlich wird es entsorgt. somit ist das recycling so oder so wichtig. ich verstehe nicht, weshalb greenpeace hier ein problem hat. punkto spezialwerkzeug ist es halt so, dass apple extrem feine schrauben verbaut, die zu klein für standardwerkzeug sind. das handy soll ja auch klein und leicht sein. und wenn etwas wasserfest sein soll kommt man bei dieser grösse und gewicht nicht ums kleben rum. ist ein problem unserer mobilität und erreichbarkeit und nicht primär von apple oder generell den herstellern. wir konsumenten fordern das.
    • kebabverkaufer 20.04.2018 09:11
      Highlight Highlight ganz einfach die menge... und vieles ist leider nicht wiederverwertbar / "zu aufwändig" zu recyclen. lebenserwartung und reparierbarkeit der geräte müssen maximiert werden!
  • ralck 20.04.2018 07:49
    Highlight Highlight Greenpeace? Sind denn eure riesen Blachen, die an AKW, Stadien etc. gehängt werden, aus recyceltem Plastik, die Ösen aus fair abgebautem Metall, das Seil aus natürlichem Fasern und die Farbe ebenfalls aus natürlichen Stoffen?

    Mein iPhone 6 ist seit 4 Jahren in Betrieb, der Akku und der Bildschirm wurden selbstständig ausgetauscht. Wie oft werden denn Greenpeace-Blachen verwendet? Was passiert nach der Verwendung? Es wäre ja EIN Skandal, falls wenn vielleicht Greenpeace auch nicht 100% sauber wäre, oder? :-)
    • Swissbex 21.04.2018 09:11
      Highlight Highlight Um die erste Frage zu beantworten, vermutlich ja. Und jetzt? Was möchten Sie uns damit mitteilen? Wollen sie zeigen das auch Greenpeace nicht immer konsequent ist? Die Person/Organisation welche in ihrem ganzen bestehen keinen Widerspruch generiert möchte ich erst noch sehen.
      Aber danke dafür dass sie ihr iPhone solange benutzen, damit helfen sie ihrem Portemonnaie, der Umwelt und somit der Gesellschaft. Brauchen sie dafür noch einen Applaus?
  • zeromg 20.04.2018 07:43
    Highlight Highlight Glaube da müssen wir uns alle selber an der Nase nehmen. Da könnte mit unserem Konsumverhalten einiges mehr verändert werden.

Tech-Giganten werden wegen Todesfällen in kongolesischen Kobaltminen verklagt

Kongolesische Familien von getöteten und verletzten Kindern erheben schwere Vorwürfe an die Adressen von Apple, Google, Dell, Microsoft und Tesla. Die Familien behaupten, die Tech-Giganten hätten von den skandalösen Arbeitsbedingungen in kongolesischen Kobaltminen gewusst und verlangen nun Schadenersatz.

Dass die Rohstoffe für unsere Handys, Laptops und Elektroautos teilweise unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen gefördert werden, ist nichts Neues. Nun wurde aber am 15. Dezember in Washington eine Sammelklage (hier kannst du sie nachlesen) von 14 kongolesischen Familien eingereicht, vertreten werden sie durch die Menschenrechts-NGO International Rights Advocates.

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