Cupra macht seinen kompakten Stromer Born fit für die Zukunft – das wird neu
Der Cupra Born ist der sportliche Ableger des VW ID.3 – technisch eng verwandt und für die spanische Marke ein wichtiges Modell. Nun bekommt der Elektrokompakte eine Modellpflege. Neben kleineren Änderungen am Design überarbeitet Cupra vor allem den Innenraum und erweitert die Technik. Weil Born und ID.3 viele Komponenten teilen, zeigt das Facelift auch, welche Änderungen Volkswagen für sein aktuell kleinstes E-Auto plant.
Äusserlich fällt die Modellpflege eher zurückhaltend aus. Cupra gestaltet Front und Heck neu und übernimmt Elemente aus der aktuellen Designsprache der Marke. Die Front erhält eine stärker ausgeprägte sogenannte Sharknose sowie neu gezeichnete Stossfänger. Dazu kommen dreieckige Matrix-LED-Scheinwerfer und ein beleuchtetes Markenlogo im Heck, das in die Rückleuchten integriert ist.
Grössere Veränderungen gibt es im Innenraum: Hinter dem Lenkrad wächst das Display deutlich: Statt bislang 5,3 Zoll misst es künftig 10,25 Zoll. Das zentrale Infotainmentsystem bleibt ein Touchscreen, wächst ebenfalls und misst nun 12,9 Zoll. Es arbeitet mit einem neuen Betriebssystem auf Android-Basis.
Cupra verändert zudem die Bedienung: Das Lenkrad bekommt wieder physische Tasten für wichtige Funktionen. Die berührungsempfindlichen Slider zur Steuerung von Lautstärke und Innenraumtemperatur am Mitteldisplay bleiben allerdings erhalten.
Zusätzliche Funktionen
Auch bei Materialien und Ausstattung legt der Born nach. Neue Türverkleidungen und Oberflächen bestehen teilweise aus recycelten Materialien. Dazu kommen neue Lüftungsdüsen im Fond, ein überarbeitetes Soundsystem sowie zusätzliche Funktionen wie ein digitaler Fahrzeugschlüssel fürs Smartphone. Mit der sogenannten Vehicle-to-Load-Funktion kann das Auto ausserdem externe Geräte mit Strom versorgen.
Auch die Assistenzsysteme wurden erweitert. Neu ist unter anderem ein Kreuzungsassistent. Zudem überarbeitet Cupra bestehende Systeme wie den Frontassistenten und den erweiterten Fahrassistenten Travel Assist. Dieser kann nun das Auto an Ampeln oder Stoppschildern automatisch zum Halt bringen.
Bis zu 600 Kilometer Reichweite
Zum Marktstart sind drei Antriebsvarianten geplant. Die Basisversion leistet 140 kW (190 PS) und nutzt eine neue LFP-Batterie mit 58 Kilowattstunden Kapazität. Damit soll der Born bis zu 450 Kilometer weit kommen. Darüber rangiert eine Version mit 170 kW (231 PS) und einem 79-kWh-Akku, der bis zu 600 Kilometer Reichweite ermöglichen soll. Insbesondere die neue Motorengeneration dürfte sich positiv auf die Effizienz auswirken.
Topmodell bleibt der Born VZ mit 240 kW (326 PS). Auch hier kommt die grössere Batterie zum Einsatz, die laut Hersteller ebenfalls bis zu 600 Kilometer Reichweite ermöglichen soll. Die grösseren Akkus lassen sich mit bis zu 185 kW an Schnellladesäulen laden.
Produziert wird der Born weiterhin im Volkswagen-Werk in Zwickau. Die Produktion der überarbeiteten Version soll im zweiten Quartal 2026 starten, der Marktstart ist für den Sommer geplant. Preise nennt Cupra noch nicht. Bislang beginnt der Born bei knapp unter 40'000 Franken.
Ebenfalls im Laufe des Jahres kommt der etwas kleinere Cupra Raval, der bei unter 30'000 Franken starten soll.
Verwendete Quellen:
- Cupra-Pressemitteilung
- Nachrichtenagentur SP-X
- auto-motor-und-sport.de: Cupra Born Facelift: Schärferer Look und mehr Reichweite

