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WM 2026: So schaffte es Schweden an die Weltmeisterschaft

epa13012571 (FILE) - Sweden's starting eleven before the FIFA World Cup 2026 European playoffs match between Sweden and Poland at Strawberry Arena in Stockholm, Sweden, 31 March 2026 (reissued 02 ...
Schweden erreichte die WM auf spezielle Art und Weise.Bild: keystone

Wie es Schweden trotz der schlechtesten Qualifikation an die WM schaffte

Nur zwei Punkte sammelte Schweden in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Trotzdem sind die Skandinavier in diesem Jahr bei der WM dabei – wie das möglich ist und warum Schweden sogar von einem Nations-League-Abstieg profitierte.
14.06.2026, 15:1314.06.2026, 15:13

Sechs Spiele, zwei Unentschieden und vier Niederlagen. So liest sich die Bilanz des schwedischen Nationalteams in der vergangenen WM-Qualifikation. In der Gruppe mit der Schweiz, Kosovo und Slowenien belegten die Skandinavier den letzten Platz. So hat man an einer Weltmeisterschaft doch eigentlich nichts verloren – aber eben nur eigentlich.

Denn die Schweden haben sich trotzdem für die WM qualifiziert und treffen in der Nacht auf Montag auf Tunesien. Doch wie ist das überhaupt möglich? Während andere Teams wie Italien oder Polen in der Quali nicht mehr als zwei Partien verloren und an der grössten Weltmeisterschaft der Fussballgeschichte nicht dabei sind, profitierte Schweden dabei von der Nations League.

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Die Schweizer Nati gewann in der Qualifikation zweimal gegen Schweden.Bild: www.imago-images.de

Da sich die Schweden in der Liga C den Gruppensieg sicherten, konnten sie trotzdem an den Playoffs teilnehmen und hielten so die WM-Hoffnungen am Leben. Das Kuriose daran: Weil Schweden zuvor von Liga B in die Liga C abstieg, traf es in der Nations League auf schwächere Teams und konnte sich den Gruppensieg gegen die Slowakei, Estland und Aserbaidschan sichern. In der Liga B wäre dieses Unterfangen mit Gegnern wie beispielsweise England, Norwegen oder Österreich deutlich schwieriger geworden.

Dass sie von diesem Rettungsschirm profitieren, wussten die schwedischen Spieler zum Teil selbst nicht. So erzählte Offensivspieler Anthony Elanga, dass er erst vor den beiden letzten Qualifikationsspielen davon erfuhr. «Ich wusste nicht, dass man sich auch als Dritter oder Vierter qualifizieren könnte», sagte Elanga.

Bereits während der Qualifikation kam es in Schweden zu einem Trainerwechsel und der umstrittene Jon Dahl Tomasson wurde durch Graham Potter ersetzt. Der neue Chef an der Seitenlinie zog die Zügel danach aber nicht bei der Taktik an, sondern wollte zuerst dafür sorgen, dass die Mannschaft wieder zusammenwächst.

260609 Head coach Graham Potter of the Swedish national football team at a training session during day -2 of the FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2026 on June 9, 2026 in Dallas. Photo:  ...
Graham Potter führte Schweden wieder auf die Erfolgsspur.Bild: www.imago-images.de

Dies funktionierte dann auch, als im März die Playoffs stattfanden. Die starke Offensive mit viel Potenzial rund um Weltstar Viktor Gyökeres funktionierte plötzlich und Gyökeres selbst schoss seine Nation im Playoff-Halbfinal gegen die Ukraine mit einem Hattrick im Alleingang in die nächste Runde.

Im entscheidenden Spiel um das WM-Ticket traf Schweden dann auf Polen. In einer munteren Partie stand es bis in die 88. Minute 2:2, als Gyökeres einen weiteren grossen Moment hatte und Schweden mit seinem Treffer an die WM schoss.

Trotz der schlechtesten Qualifikation der Verbandsgeschichte, ohne Siege in der Gruppenphase und des letzten Platzes ist Schweden erstmals seit 2018 wieder für die Weltmeisterschaft qualifiziert. «Ich bin froh, dass wir es zusammen an die WM geschafft haben», sagt der Siegtorschütze zum anstehenden Abenteuer.

Im Turnier kann den Skandinaviern definitiv etwas zugetraut werden. Die Offensive mit Gyökeres, Elanga und auch Alexander Isak ist brandgefährlich und könnte so manche Verteidigung ärgern.

In der Gruppenphase treffen die Schweden der Reihe nach auf Tunesien, die Niederlande und Japan. Ein Weiterkommen in dieser Gruppe scheint durchaus realistisch zu sein.

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