Apple
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Seit dem Börsendebüt 1980 hat Apple seinen Börsenwert um mehr als 50'000 Prozent steigern können.

Wenn wir doch nur vor 10 Jahren Apple-Aktien gekauft hätten. Apple ist nun 1 Billion wert

Als Steve Jobs 1997 zu Apple zurückkehrte, stand die Firma rund 90 Tage vor dem Konkurs. Heute wurde Apple als erstes privates US-Unternehmen an der Börse mit mehr als einer Billion Dollar bewertet.



Apple wird nach Reuters-Daten als erstes US-Unternehmen an der Börse mit mehr als einer Billion Dollar bewertet. Die Aktien des iPhone-Anbieters stiegen am Donnerstag um rund 2,7 Prozent auf 207.05 Dollar. Einen Cent mehr, als sie für die Billion benötigt hätten.

Bei 207.04 Dollar war die Schwelle von einer Billion für einen kurzen Moment erreicht. Nach dem Anstieg der Aktie gab der Kurs allerdings wieder etwas nach und rutschte unter die Billionenmarke. Bereits am Vortag hatten die Aktien des iPhone-Herstellers nach überraschend starken Quartalszahlen kräftig zugelegt, die Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar aber noch verfehlt.

Dies entspricht etwa dem Börsenwert der zehn grössten Schweizer Konzerne im Börsenindex SMI zusammen. Der schwerste Schweizer Konzern ist Nestlé mit einer Marktkapitalisierung von 213 Milliarden Franken. Dahinter folgen die beiden Pharmagiganten Novartis und Roche mit je etwa 181 Milliarden Franken, wobei bei Roche die Inhaberaktien nicht einberechnet sind.

Die jüngste Quartalsbilanz und der zuversichtliche Ausblick sorgte zuletzt dafür, dass Anleger bei den Papieren des wertvollsten Technologiekonzerns der Welt zugriffen. Zudem wird für September mit der Markteinführung neuer iPhones gerechnet.

Am Rande des Ruins

Dass Apple einmal als erstes Unternehmen die Marke überspringt, war nicht abzusehen. Mit der 1976 von Steve Jobs und anderen in einer Garage gegründeten Firma ging es durch den Bau von PCs und der Entwicklung eines eigenen Betriebssystems zwar zunächst bergauf.

Der Siegeszug von Microsofts Betriebssystem Windows und hausgemachte Probleme brachten Apple aber in den 90er Jahren an den Rand des Ruins. 1997 stand Apple kurz vor dem Konkurs. Die Aktien kosteten damals zwischenzeitlich nur einen Dollar. Die erfolglose Führung holte den Jahre zuvor geschassten Apple-Mitgründer Steve Jobs zurück. Zudem half Microsoft mit einer Finanzspritze über 150 Millionen Dollar dem Erzrivalen aus der Patsche. 

Unter Steve Jobs wurden der iPod, das iPhone und das iPad eingeführt. 2011 übergab Jobs die Apple-Führung an Tim Cook, der Apple auch heute führt. Jobs starb im Oktober 2011 an Krebs.

epa06760267 An activist from the nonprofit organization Campact representing Apple hugs a mock bag of money during a street performance in front of the Federal Ministry of Finance building in Berlin, Germany, 24 May 2018. The organization condemns that corporations such as Apple, Amazon or Starbucks pay just little taxes and demand German Finance Minister Olaf Scholz to regulate them stronger.  EPA/HAYOUNG JEON

Nicht alle mögen sich über Apples Erfolg freuen: Wegen diversen Steuervermeidungs-Tricks steht Apple in der Kritik. Aktuell muss der Konzern in Irland 15 Milliarden Euro nachzahlen. Bild: EPA/EPA

In Erfolgsspur geblieben

Trotz anfänglicher Skepsis, ob Apple auch ohne den Visionär Jobs bestehen kann, blieb der Konzern auf der Erfolgsspur. Am Donnerstag folgte die Krönung als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt.

Einen Wert von einer Billion Dollar hatte bereits das chinesische Unternehmen PetroChina kurzzeitig während seines Börsenstarts im Jahr 2007 erreicht. Doch handelt es sich dabei um einen Staatskonzern. Der Wert des Ölunternehmens ging an der Börse schnell nach unten. Nicht an der Börse gehandelte Konzerne in Branchen wie Erdöl und Rohstoffe würden vermutlich deutlich über einer Billion bewertet, wenn sie an der Börse notiert wären.

iPhones lassen Kasse klingeln

Obwohl Apples iPhone-Verkaufszahlen nahezu stagnieren und der Konzern nun hinter Samsung und Huawei nur noch der drittgrösste Smartphone-Hersteller weltweit ist, legte der Konzern einen Gewinnsprung im abgelaufenen Quartal von fast einem Drittel auf 11,5 Milliarden Dollar hin. Dazu trugen auch Einnahmen aus App-Verkäufen, dem Musikdienst Apple Music und dem Cloud-Geschäft bei.

Apple versucht seit langem, seine Abhängigkeit von den iPhones zu verringern, die für mehr als die Hälfte der Erlöse stehen. Künftig will der Konzern stärker auf Video-Inhalte setzen.

Amazon, Google und Microsoft lauern

Ob Apple lange das wertvollste an der Börse gehandelte Unternehmen der Welt bleiben wird, ist ungewiss. Die Aktienkurse der drei grössten Rivalen, Amazon, Google und Microsoft, sind in diesem Jahr deutlich schneller gestiegen als die Apple-Papiere.

Apple vs. Amazon

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Apple ist die erste Eine-Billion-Firma, aber Amazon liegt nur noch einen Hauch zurück.

Wettbewerber wie Amazon (876 Milliarden), die Google-Mutter Alphabet (853 Milliarden) oder Microsoft (812 Milliarden) sind von der Billion noch ein Stück entfernt, legten aber zuletzt ein höheres Tempo vor als Apple.

(oli/awp/sda/reu/dpa)

Apple macht dein iPhone absichtlich langsamer

Video: Angelina Graf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pinhead 03.08.2018 11:07
    Highlight Highlight ...und hätte man vor 20 Jahren Amazon-Aktien gekauft (Ausgabepreis 18 Dollar, heute 1800 Dollar pro Aktie).
  • bralliu 02.08.2018 22:42
    Highlight Highlight hätte hätte Fahrradkette
  • Dory..hä? 02.08.2018 22:11
    Highlight Highlight Jahr 2028: Wenn ich doch nur vor 10 Jahren einen ganzen Bitcoin gekauft hätte... ;)
  • p4trick 02.08.2018 22:10
    Highlight Highlight Der Vergleich mit SMI Titteln ist Witzig. NASDAQ Titel verschieben sich am Tag wie SMI Titel im Jahr...
  • Pezzotta 02.08.2018 20:23
    Highlight Highlight Hab ich doch, leider viel zu wenige :)
  • Der Tom 02.08.2018 19:12
    Highlight Highlight Ja oder 10000 Bitcoins.
  • Ökonometriker 02.08.2018 19:12
    Highlight Highlight Oder Bitcoins. Oder eine Wohnung im Peking mit Hypothek. Selbst eine Wohnung in Zürich mit Hypothek hätte u.U. mehr eingebracht.
    Der Segen einer lockeren Geldpolitik: wer hat dem wird gegeben.
    Daher meinte Ford, dass wenn die Leute das Geldsystem verstünden, wir morgen eine Revolution hätten.
    • Flötist 02.08.2018 22:03
      Highlight Highlight Bitcoin gab es damals noch nicht. Der Pöbel wird mit seinen ständigen Vorurteilen auch nie reich werden. Apple ist scheisse. Bitcoin zu unsicher. Hypothek zu teuer. Asien zu arm. Dachte die Mehrheit damals und heut noch.
    • Ökonometriker 02.08.2018 23:00
      Highlight Highlight @Gugus: schau mal wie die PKs investiert sind...
      @Flötist: der "Pöbel" hat zu wenig Geld um und Wissen um richtig zu investieren. Die meisten können noch nicht mal eine Standardabweichung berechnen, geschweige denn die Kurtosis. Und ein Bankberater darf für jemanden mit wenig Geld garnicht aggressiv investieren.

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