Venezuela
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Mehr als 4,6 Millionen Venezolaner auf der Flucht



Tote und Verletzte bei Protesten in Venezuela

Mehr als 4.6 Millionen Venezolaner befinden sich nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe derzeit auf der Flucht. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Flüchtlinge aus dem krisengeschüttelten Land bis 2020 auf bis zu 6.5 Millionen Menschen ansteigen werde, teilte die Organisation mit Sitz in Bonn am Mittwoch mit.

Die Uno-Flüchtlingshilfe sprach von der «grössten Flucht- und Migrationsbewegung in der jüngeren Vergangenheit Südamerikas». Weltweit gebe es kaum eine Region, aus der so viele Menschen geflüchtet seien.

Ein Teil der Menschen habe das Land bereits nach der Wahl von Präsident Nicolás Maduro im April 2013 verlassen, sagte ein Sprecher des Uno-Flüchtlingshilfe der Nachrichtenagentur AFP. Die Uno-Flüchtlingshilfe ist der Partner des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Deutschland.

Venezuelans wait to pass immigration control at the Ecuador-Peru border, before the deadline on stricter regulations that require passports, in Tumbes, Peru, Friday, June 14, 2019. While Venezuela is not in the midst of war and many foreign governments are reluctant to recognize the migrants as refugees, a growing group of activists and even the U.N. is pressing nations to reconsider that assessment. (AP Photo/Martin Mejia)

Bild: AP/AP

Der Grossteil der Menschen sei jedoch erst ab 2014 geflohen. Damals begannen die heftigen Proteste gegen Maduro. Kritiker werfen dem linksnationalistischen Präsidenten eine Untergrabung der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Folter von politischen Gegnern vor.

Bessere Versorgung gefordert

Der Geschäftsführer der Uno-Flüchtlingshilfe, Peter Rubenstrotz-Bauer, verwies auf die enormen Risiken, denen die Menschen auf der Flucht ausgesetzt seien. So fehle es an Lebensmitteln und Wasser, zudem würden Flüchtlinge oft Opfer von Ausbeutung und sexuellen Übergriffen.

Der Konflikt in Venezuela strahlt bis in die Schweiz

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Video: srf/SDA SRF

Rubenstrotz-Bauer forderte eine bessere Versorgung der Flüchtlinge mit Lebensmitteln und Medikamenten. Zudem bräuchten die Menschen Schutz und Rechtssicherheit, «um nicht weiter in die Illegalität abzudriften».

Schutz bei Nachbarländern

Ein Grossteil der venezolanischen Flüchtlinge sucht dem UNHCR zufolge Schutz in anderen lateinamerikanischen Ländern wie den Nachbarländern Kolumbien und Brasilien, aber auch in Argentinien oder der Karibik.

Maduro liefert sich seit Jahren einen Machtkampf mit der Mitte-rechts-Opposition. Im Januar erklärte sich Parlamentspräsident Juan Guaidó zum Übergangspräsidenten; der Oppositionspolitiker wird von mehr als 50 Staaten anerkannt. (aeg/sda/afp)

Heftige Proteste gegen die Regierung in Venezuela

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ha End 14.11.2019 22:07
    Highlight Highlight 4,6 Millionen = Sozialismus ohne Mauer.
    Chears
  • Huckleberry 14.11.2019 00:26
    Highlight Highlight Den gleichen sozialistischen Schurkenstaat versuchte Evo Morales hier in Bolivien einzurichten. Glückwunsch an alle Bolivianer die seine Machenschaften durchschaut haben und gerade noch rechtzeitig reagiert haben. Gerade wurde im Departement Santa Cruz bei einer Polizeiaktion ein verletzter pro Evo Demonstrant als Farc Mitglied identifiziert.

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Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat laut seiner Vizepräsidentin den Rücktritt seines Kabinetts gefordert. Maduro habe verlangt, dass alle Minister ihre Posten für eine «tiefgreifende Umstrukturierung» des Staates aufgeben, schrieb Delcy Rodríguez auf Twitter.

So solle das Land vor jeglicher Bedrohung geschützt werden, schloss Rodríguez ihren Tweet am Sonntag. Maduro äusserte sich zunächst nicht öffentlich zu dem Schritt.

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