Fussball
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Switzerland's soccer national team head coach Vladimir Petkovic wait in the plane after boarding at the Zurich airport, in Kloten, Switzerland, Wednesday, November 11, 2015. The Switzerland national soccer team will face for a friendly soccer match the national soccer team of Slovakia on 13 November 2015 in Trnava and the national soccer team of Austria on 17 November 2015 in Vienna. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Vladimir Petkovic: Höhenflüge mit der Nati oder die Fliege machen?
Bild: KEYSTONE

Der neue Vertrag für Natitrainer Petkovic liegt bereit – unterschreibt er ihn auch?

Die Nachricht kommt nicht überraschend, interessant ist sie trotzdem. Der Schweizer Fussballverband möchte mit Vladimir Petkovic als Nationaltrainer über die EM 2016 hinaus verlängern.

Etienne Wuillemin und François Schmid-Bechtel / Aargauer Zeitung



Vladimir Petkovic liegt gemäss gut informierten Quellen ein unterschriftsbereiter Vertrag vor. Er könnte sein Engagement mit der Schweiz bis mindestens Ende der Qualifikation für die WM 2018 in Russland fortsetzen. Doch damit endet die Geschichte nicht. Sie beginnt erst.

Aus Sicht des Verbands ist klar: Petkovic hat das vereinbarte Ziel – die EM-Qualifikation – erreicht. Er hat die Mannschaft spielerisch zwar noch nicht entscheidend weiter gebracht. Aber die Verantwortlichen sind mit der eingeschlagenen Richtung zufrieden. Zudem braucht ein Nationaltrainer, kraft der nur spärlich vorhandenen Zeit, mit dem Team zu arbeiten, etwas länger, um seine Ideen zu implementieren. Also sieht der SFV keinen Grund für eine Veränderung. Der Nationalmannschafts-Delegierte Peter Stadelmann hat die Vertragsverlängerung vorgeschlagen. Diesen Vorschlag unterstützt die Liga.

Vladimir Petkovic, Trainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft, zweiter von rechts, spricht waehrend dem Training der Schweizer Fussballnationalmannschaft in Freienbach am Montag, 9. November 2015. Die Schweizer Fussballnationalmannschaft trifft in Freundschaftspielen am Freitag, 13. November 2015, auf die Slowakei und am Dienstag, 17. November 2015, auf Oesterreich. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Switzerland's head coach Vladimir Petkovic, second from right, during a training session in Freienbach, on Monday, November 09, 2015. Switzerland is scheduled to play test soccer matches against Slovakia on Friday, October 13, 2015, and against Austria on Tuesday, November 17, 2015. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Vladimir Petkovic spricht während eines Trainings zu seinen Spielern.
Bild: KEYSTONE

Lockt die Rückkehr nach Italien?

Der Ball liegt nun also bei Petkovic. Aber die Frage ist: Will er überhaupt Schweizer Nationaltrainer bleiben? Es gibt Beziehungen, die weniger belastet sind als jene zwischen Petkovic und der Schweiz. Der bosnische Kroate fühlt sich zu wenig respektiert, ja sogar zu wenig geliebt. Gegen aussen behauptet Petkovic, er könne Kritik an sich selbst so leicht wegwischen wie einen Schmetterling, der auf seiner Schulter landet. Nur hat das ziemlich wenig mit seinem tatsächlichen Innenleben zu tun. Und darum zögert Petkovic, das Angebot anzunehmen.

Gleichzeitig merkt Petkovic, dass sein Ruf in Italien ziemlich gut ist. Seine Erfolge als Trainer von Lazio Rom (u.a. Cupsieger) haben viele nicht vergessen. Petkovic weiss, dass er bald eine Möglichkeit erhalten könnte, in die Serie A zurückzukehren. Zuletzt stand er bei Sampdoria Genua in der engeren Auswahl. Immer wieder kamen Gerüchte auf, wonach die AC Milan Interesse an ihm hätte. Und auch bei Hellas Verona spitzt sich die Lage zu.

epa03719280 SS Lazio's head coach Vladimir Petkovic the victory over AS Roma in the Italian Cup final soccer match at the Olimpico stadium in Rome, Italy, 26 May 2013. Senad Lulic flicked home Lazio's second-half winner to secure a 1-0 win against Roma in the final of the Italian Cup.  EPA/ETTORE FERRARI

Sein grösster Erfolg als Trainer: Petkovic gewinnt 2013 den italienischen Cup mit Lazio, nach einem Finalsieg gegen den Stadtrivalen Roma.
Bild: EPA

Die Selbstkritik des Verbands

Die vergangenen Tage mit den Länderspielen in der Slowakei (2:3) und Österreich (2:1) haben Spuren hinterlassen. Nicht nur, aber auch wegen der Diskussionen um den Balkan-Graben. In der Aufarbeitung des zu Ende gehenden Jahres zeigte sich Stadelmann an der Generalversammlung der Swiss Football League so selbstkritisch wie noch kaum je. Er legte den Finger auf verschiedene wunde Punkte und zeigte Optimierungspotenzial auf. Der Grundtenor lautete: Es könne nicht sein, dass Länder wie Belgien oder Österreich die Schweiz so überholen, wie das gerade zu beobachten ist.

Das sind ungewohnte Töne, die optimistisch stimmen. Im Vordergrund steht derzeit trotzdem nur eines: Ob sich Petkovic wirklich für die Schweiz entscheidet. Oder ob er die Hoffnung auf eine bessere Beziehung definitiv aufgegeben hat.

Switzerland's coach Vladimir Petkovic walks on the pitch after their Euro 2016 Group E qualifying soccer match against San Marino's in St. Gallen, Switzerland October 9, 2015.  REUTERS/Arnd Wiegmann

Gehen oder bleiben: Wie entscheidet sich der Natitrainer?
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Leroy Jethro Gibbs 25.11.2015 12:13
    Highlight Highlight Er hat doch bereits gesagt, dass er gerne bleiben würde.
  • SaveAs_DELETE 25.11.2015 11:46
    Highlight Highlight Neeeein, bitte nicht!
    Der Verband sollte einen Vertrag für Marcel Koller aufsetzen!
    • Schreiberling 25.11.2015 12:07
      Highlight Highlight Als ob der kommen würde. Wieso sollte er Österreich jetzt einfach den Rücken zuwenden?
    • SaveAs_DELETE 25.11.2015 13:18
      Highlight Highlight Nicht "jetzt einfach": Sein Vertrag mit Österreich läuft nach der EM auch aus und er hat noch nicht Unterzeichnet.
      Wieso nicht?
  • Leowind Pilz 25.11.2015 09:51
    Highlight Highlight Bitte geh.

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