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Chinesischer Fussballer wird nach 55 Sekunden ausgewechselt – der Grund ist zum 🤮



Das war ein Ultra-Kurzeinsatz: Bei der Partie zwischen Tianjin Tianhai und Henan Jianye wurde Tianhai-Innenverteidiger Junjie Wen bereits nach 55 Sekunden wieder ausgewechselt. Grund für den frühen Abgang war nicht etwa ein Verletzung, sondern eine neue Regel der chinesischen Super League.

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Bereits in der 1. Minute steht Shuai Pei zur Einwechslung bereit. bild: twitter

Diese besagt, dass in der laufenden Saison jedes Team drei chinesische U23-Spieler einsetzen und einer davon in der Startaufstellung stehen muss. Die Regel wurde eingeführt, damit chinesische Talente mehr gefördert werden. Doch nun ist genau das Gegenteil der Fall.

Wie lange die drei U23-Spieler auf dem Feld stehen müssen, wurde nämlich nicht festgelegt und so wurde der 22-jährige Junjie Wen von Tianhai-Trainer Xiangfu Shen nach 55 Sekunden durch den 26-jährigen Routinier Shuai Pei ersetzt.

Wen ist nicht der einzige Leidtragende der neuen Regel, seltsame Wechsel stehen in der am 1. März begonnenen Meisterschaft mittlerweile an der Tagesordnung. Das krasseste Beispiel: Am 9. Spieltag wechselte Tianjin Tianhai den 21-jährigen Ersatzgoalie Zhen Ma in der 85. Minute ein und in der 88. Minute wieder aus. Die drei Minuten auf dem Platz verbrachte Ma als Sturmspitze.

Die Kritik an der neuen Regel ist zum Glück gross und so besteht Hoffnung, dass sie bald wieder abgeschafft wird. Gut möglich, dass man zur alten Regelung zurückkehrt. In der vergangenen Saison musste für jeden eingesetzten Ausländer – drei sind erlaubt – ein U23-Spieler auf dem Platz stehen. (pre)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lörrlee 17.06.2019 13:38
    Highlight Highlight Die haben ein Limit für ausländische Spieler und müssen nicht mit Kritik rechnen? Ich kann mir die Entrüstungswellen bei einer solchen Regelung hierzulande nicht im Entferntesten vorstellen.
    • Trashbag 17.06.2019 13:47
      Highlight Highlight Kennen sie die Sportart Eishockey? Da haben wir zum Beispiel so eine Regelung.
    • Bene883 17.06.2019 13:47
      Highlight Highlight Ausländerkontingente / Beschränkungen gibts in der Schweiz in nahezu jeder Sportart, Eishockey, Volleyball etc. Hauptsache SVP Parolen herumproletet *Kopfschüttel*
    • Junge Schnuufer 17.06.2019 13:55
      Highlight Highlight Im Eishockey gibt es in der Schweiz auch ein Limit für ausländische Spieler. Von einer Entrüstungswelle darüber habe ich bis jetzt noch nichts mitbekommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 17.06.2019 13:24
    Highlight Highlight Chinas Fussball hat ganz andere Probleme als das Auswechseln: Stichwort extreme Korruption, abgekartete Spiele, extremer Einfluss der Wettbüros...
    • Asmodeus 17.06.2019 13:53
      Highlight Highlight Klingt nach unserem Fussball.
    • Hierundjetzt 17.06.2019 15:00
      Highlight Highlight Bei uns bekommt der Goali keine 100‘000.- wenn er absichtlich schlecht ist. Ein Stürmer, dessen Familie in Geiselhaft genommen wird, damit dieser sich verletzt? Nie gehört.

      Resultate die bereits vor Spielbeginn feststehen? Nein.

      Warum projezieren eigentlich soviele Westler ihre Lebensrealität auf China? Obwohl jeden Tag (!) im Parteiblatt Renmin Ribao gegen die Weissen gehetzt wird? Und zwar in abartiger weise

      Das bleibt mir auf ewigs ein Rätsel.

      Ach nein, falsch. 99,99% können ja gar kein Mandarin und fallen daher auf die englischen Propagandartikel der South China Morning Post rein
    • neutrino 17.06.2019 15:27
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: ebenfalls häufig zu beobachten: in China wohnende Westler, die einen Hass auf China entwickeln und das dann überall kundtun müssen - auch in Kommentierspalten von Fussballartikeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • magnet1c 17.06.2019 13:21
    Highlight Highlight Fussball und China... 🤮
    • magnet1c 17.06.2019 13:30
      Highlight Highlight Ach, wollte doch "Fussball in China" schreiben...
  • Füdlifingerfritz 17.06.2019 12:24
    Highlight Highlight Gutes Beispiel für unnütze, ja gar kontraproduktive Regulierugnswut. Seis nun im Sport oder in der Wirtschaft.
    • Knety 17.06.2019 13:03
      Highlight Highlight *hust* Frauenquote *hust*
    • Holunder 17.06.2019 13:57
      Highlight Highlight Naja grundsätzlich finde ich die Idee nicht so schlecht, dass sie versuchen einheimische junge Spieler zu fördern. Das ganze war wohl einfach nicht zu ende gedacht worden.
      Als bevölkerungsreichstes Land des Planeten ist Platz 73. im Fifa-Ranking wohl nicht wirklich zufriedenstellend! ;-)
    • wasps 17.06.2019 14:16
      Highlight Highlight Kontraproduktive Regulierungswut. Der ist gut, wir reden hier über China. Dort wird alles reguliert und kontrolliert und überwacht und aus dem Weg geräumt, das nicht regimemässig daher kommt. Ein Vergleich mit unserer Welt ist da wohl ein wenig schräg in der Landschaft.
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