20 Gerichte aus aller Welt, die (mindestens) genauso merkwürdig sind wie Fondue

01.12.16, 11:00 09.10.17, 13:38

Präsentiert von

pascal scherrer

Klar, Fondue ist nicht merkwürdig. Für uns zumindest nicht. Doch für einen Peruaner ist es genauso wenig merkwürdig, ein gebratenes Meerschweinchen zu essen. Dieses und 19 weitere (aus unserer Sicht) schräge Gerichte gibt es in dieser Liste.

Rocky Mountain Oyster

Hmm, mit Ketchup! bild: wikipedia

Rocky Mountain Oyster heisst übersetzt soviel wie Rocky-Mountain-Auster. Wer jetzt bei Austern angewidert die Nase rümpft, kann sich gleich wieder beruhigen – vorerst. Denn bei diesem Gericht handelt es sich nicht um Muscheln, sondern um frittierte Hoden. Natürlich sind das nicht irgendwelche Hoden, sondern solche von Stieren, Schweinen oder Schafen.

Die Zubereitung ist dabei denkbar einfach: Hoden schälen, in etwas Mehl wälzen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und dann einfach schön lang frittieren. Fertig.

Sōnghuādàn

Kein Fruchtgummi. bild: wikipedia

Tausendjährige Eier sind eine Delikatesse der chinesischen Küche und natürlich nicht wirklich eintausend Jahre alt. Bei den Eiern handelt es sich nicht etwa um Hühnereier, sondern um Eier der Ente. Diese werden in einem Brei aus Anis, Szechuanpfeffer, Teeblättern, Piniennadeln, Fenchelkörnern, Salz, warmem Wasser, gebranntem Kalk, Holzasche sowie Sägespänen drei Monate lang eingelegt (die exakten Zutaten können jedoch variieren).

Dies bewirkt, dass das Eiklar seine bronzefarbene, gelatineartige Konsistenz annimmt und das Eigelb sich fast schwarz verfärbt und ebenfalls teilweise fest wird. Wer tausendjährige Eier probieren möchte, muss – je nach Zutaten – mit einer Zitronennote sowie einem leicht beissenden, salzigen Geschmack rechnen. Tausendjährige Eier sind ohne Kühlung bis zu drei Jahre haltbar.

Frittierte Vogelspinnen

bild: pixabay

Die kambodschanische Stadt Skun hat eine Spezialität zu bieten, die nichts für schwache Nerven ist. Vogelspinnen gelten dort nämlich als nahrhafter Snack. Die grossen, haarigen Krabbelviecher werden im Morgengrauen gefangen, getötet und dann gleich ordentlich gewürzt, bevor sie in siedendem Öl landen. Anschliessend werden die frittierten Taranteln noch mit hauchdünnen Knoblauchscheiben garniert. Fertig ist die kleine Köstlichkeit für zwischendurch. Zwar sind Spinnen ein sehr guter Proteinlieferant, aber das sind eine Handvoll Cashewkerne auch.

Hakarl

Hakarl, oder auch Gammelhai, ist eine bekannte Spezialität auf Island. Es wird aus dem eigentlich mit Ammoniak durchsetzten Fleisch des Grönlandhais gemacht. Dieser wird unter Schotter und Sand begraben, wo er im Sommer etwa sechs Wochen und im Winter drei Monate lang liegen bleibt. Anschliessend wird er in einer Hütte aufgehängt, damit der Ammoniak vergasen kann und das Fleisch fest und trocken wird.

Das Fischerzeugnis hat den Ruf, ausserordentlich übel zu riechen. Auch beim Geschmack scheiden sich die Geister. So vergleichen ihn die Leute mit «sehr stinkendem Käse» bis hin zu «einer Kombination aus allen übel riechenden Aromen, die es gibt.»

Gleich geht's weiter mit den merkwürdigen Gerichten aus aller Welt, vorher ein kurzer Hinweis:

Du willst deinen Freunden trotzdem lieber eine klassische Schweizer Spezialität anbieten?

Dann stellt sich nur noch eine Frage: Was soll auf den Tisch kommen – Käsefondue oder Raclette? Egal, für was du dich entscheidest, mit unserer Käseauswahl liegst du auf jeden Fall richtig. Die ganze Fondue-Raclette-Welt auf einen Blick >>

Dausage

Bild: dausage.com

Was aussieht wie eine Wurst, die mit Konfitüre gefüllt ist, ist in Wahrheit ... eine Wurst, die mit Konfitüre gefüllt ist. Erfunden hat sie ein Waliser namens Liam Bennet. Was genau er sich dabei gedacht hat? Nun ja, Briten essen zu ihrem Frühstückstoast mit Konfitüre auch gerne ein Würstchen. Also was liegt da näher, als die Konfitüre gleich in die Wurst zu packen?

Durchgesetzt hat sich die kulinarische Kuriosität bisher aber noch nicht. Wer dennoch einmal in Grossbritannien unterwegs ist und die Dausage probieren möchte, hat die Wahl aus diversen Geschmacksrichtungen. Die Würste gibt es mit Rind- und Schweinefleisch und auch vegetarisch. Gefüllt sind sie unter anderem mit Erdbeer-, Himbeer-, oder Cassiskonfitüre. Wer es noch exotischer möchte, kriegt die kleinen Knacker auch mit einer feinen Vanillecremefüllung.

Kein Komisches Essen, aber komisches Geschirr:

Black Pudding

In England beliebt: Der «Blutpudding». bild: wikipedia

Blutpudding ist eine – vorwiegend britische – Speise, bei welcher Schweineblut zu einer mehr oder weniger festen Masse verarbeitet wird. Dabei wird das noch flüssige Blut gewürzt, dann in eine Auflauf- oder Puddingform gegossen und danach im Ofen in heissem Wasser pochiert. Vom Geschmack her ist der Blutpudding ähnlich wie unsere Schweizer Blutwurst.

Casu Marzu

Wenn dein Essen tatsächlich noch lebt. bild: wikipedia/shardan

Der Casu Marzu ist ein Schafskäse, der so lange reift, bis er Maden enthält. Diese ernähren sich vom Käse und wandeln ihn um, bis er schön cremig ist und ein kräftiges Aroma bekommt.
Gegessen wird die sardische Spezialität pur oder höchstens mit etwas Brot.

Allerdings kann der Verzehr dieses Käses gefährlich sein, da die Maden die Magensäure überleben und sich im Körper des Menschen einnisten können. Aus diesem Grund ist laut einem Fernsehbericht von 2005 die Produktion und der Vertrieb dieses Käses nach EU-Lebensmittelrecht verboten.

Haggis

Der grosse, fette Bruder der Leberwurst. bild: wikipedia/Jonathunder

Haggis. Die berühmte Spezialität aus der schottischen Küche. Wer sich solch ein Gericht zubereiten möchte, braucht erst einmal einen Schafsmagen. Diesen füllt man dann mit kleingehacktem Herz, Leber, Lunge und Nierenfett vom Schaf. Dazu gibt man noch Hafermehl und Zwiebeln und würzt es solange mit Pfeffer, bis es richtig scharf ist. Fertig.

Japanische Eissorten

Das ist Eis, keine Bouillon. bild: foxnews.com

Weltweit gibt es einige verrückte Eissorten. Pizza-Eis in den USA, Gestopfte-Gänseleber-Eis in Frankreich oder Krokodilei-Eis auf den Philippinen. Aber die Weltmeister der schrägen Eiscreme-Geschmacksrichtungen sind eindeutig die Japaner. Wasabi ist dabei noch der «normalste» Geschmack. Hier eine kleine Auswahl an Geschmacksrichtungen:

Oktopus, Knoblauch, Kaktus, rohes Pferdefleisch, Walfisch, Reiswein, Tomate-Kirsch, Karotte-Orange, Kirschblüte, Sojasauce, Kaviar, Fisch, Ochsenzunge, Crevetten, Schlange, Qualle, Tintenfischtinte, Curry, Aal, Holzkohle und Tofu.

Schwarze Tortilla Chips mit Knoblaucharoma

bild: frito-lay

Wenn du in der unglücklichen Lage bist, von Vampiren belagert zu werden, und gleichzeitig einen kleinen Hunger verspürst, gibt es jetzt die Lösung für dich: Tortilla Chips mit Knoblaucharoma. Dass sie dabei noch schwarz sind, ist ein zusätzlicher Bonus, um den Coolness-Faktor zu erhöhen. Natürlich kommt auch dieses Produkt aus Japan, woher auch sonst?

Du willst deinen Kuchen als Getränk tarnen? Bitte sehr:

Tepertö

Tepertö wird vor allem in Ungarn zubereitet. Für das Gericht werden Speckwürfel kleingeschnitten und in einer Pfanne so lange erhitzt, bis sich das Fett herauslöst. Anschliessend werden die ausgekochten Speckwürfel mit Rohmilch knusprig gebraten und gewürzt. Traditionell wird der Speck vom Schwein verwendet. Alternativ wird aber auch Speck von Hühnern, Enten oder Gänsen verwendet. Ein sehr ähnliches Gericht ist im Raum Österreich und Bayern unter dem Namen «Grieben» bekannt.

Sürströmming

Sürströmming ist ein sauer eingelegter Fisch. Für das typische Sürströmming wird Ostseehering verwendet, der dann in Salzlake eingelegt wird, wo er vor sich hingart, bis er richtig schön intensiv riecht. Anschliessend füllt man ihn in Dosen ab, wo er noch weiter gärt, was dazu führt, dass die Dosen sich wölben. Sürströmming macht dem Hakarl, was den unangenehmem Geruch angeht, durchaus Konkurrenz.

Cuy Chactado

Cuy Chactado ist ein traditionelles, peruanisches Fleischgericht. Es besteht aus Meerschweinchen, welche als ganzes angerichtet werden. Zuvor wird der Nager natürlich ausgenommen und mit Gewürzen eingerieben, bevor er in die Bratpfanne kommt. Meerschweinchen werden in weiten Teilen von Südamerika gegessen. Sie stellen eine wichtige Proteinquelle dar und die Zubereitungsart kann sich, je nach Region, unterscheiden.

Croissant mit Aktivkohle

bild: shutterstock

Croissants mit Aktivkohle sind tatsächlich normale Croissants, denen man einfach feinstes Kohlepulver beigemischt hat. Obwohl das Gebäck so schwarz ist, macht der Kohleanteil – angeblich – nur 0,43 Prozent aus. Aktivkohle soll angeblich Giftstoffe aus dem Körper ziehen und spricht daher vor allem Personen an, die den Detox-Trend mitmachen. Experten hingegen bezweifeln die positive Wirkung von Kohle eher.

Mole Poblano

Die Mole Poblano ist eine Variante verschiedener Saucen, die in Mexiko als «Mole» bezeichnet werden. Es gibt unzählige Variationen und je nach Rezept umfasst die Zutatenliste bis zu 75 Dinge. Die Mole Poblano ist eine der bekanntesten Mole-Saucen und wird aus Chilli und Schokolade hergestellt. Die Schokolade ist hierbei aber ungesüsst. Am besten passt diese Schokoladen-Chilli-Sauce zu Huhn oder Enchiladas.

Escamol

Escamol ist auch unter dem Namen Insektenkaviar bekannt, zumindest in Mexiko, wo dieses Gericht konsumiert wird. Verwendet werden dabei essbare Larven und Puppen von Ameisen. Diese werden aus den Wurzeln von Agaven geerntet.
Die Eier und Larven werden auf verschiedenste Arten zubereitet, unter anderem mit Knoblauchsauce. Die Konsistenz soll wie die von Hüttenkäse sein, während der Geschmack eher butterig bis nussig ist.

Jibachi Senbe

bild: pinterest

Wieder ein Snack aus Japan. Ein Wespenkeks, sozusagen. Die Zutaten sind nicht weiter speziell: Zu einem ganz normalen Reiscracker werden 5 bis 6 echte Wespen hinzugefügt, fertig. Warum genau das jetzt besser sein soll als ein herkömmlicher Reiscracker, weiss wohl der Hersteller selbst nicht.

Dieser bewirbt den aussergewöhnlichen Keks mit Wortspielen wie «für einen stechenden Geschmack.» Und wie schmeckt so ein Wespenkeks denn nun? Da müssen wir auch auf die Firma verweisen, welche den Geschmack des Crackers als «leicht» bezeichnet. Aha. Immerhin, die Wespen stammen aus der Region, wie vom Hersteller betont wird.

Akutaq

Akutaq wird traditionell von den Inuit hergestellt und oft auch als «das Eis der Eskimos» bezeichnet. Tatsächlich sieht es auf den ersten Blick wie Glace aus und die Zutaten sind durchaus ähnlich, dennoch gibt es wesentliche Unterschiede: So dient als Grundlage nicht Milch, sondern Fett von Rentieren oder Elchen.

Dieses wird verflüssigt und dann schaumig geschlagen. Anschliessend wird noch Robbenöl und Wasser (auch in Form von Schnee) hinzugegeben. Die Masse wird dann so lange vermengt, bis sie eine ziemlich feste Konsistenz hat. Anschliessend kommen noch Beeren hinzu und fertig ist das Eis der Eskimos.

Für Zwischendurch: Foodporn.

Chasch

Chasch oder auch Khash ist ein traditionelles Fleischgericht aus Armenien, das aus Kuhfüssen besteht. Diese werden gründlich gereinigt und dann in kaltem Wasser eingelegt, bis sie ihren strengen Geruch verlieren. Anschliessend kocht man die Kuhfüsse eine Nacht lang in frischem Wasser, bis das Fleisch sich vom Knochen ablöst. War Chasch früher noch ein Gericht für Arme, gilt es heutzutage als Delikatesse und wird nur zu speziellen Anlässen zubereitet.

Durian

Bei der Durian handelt es sich eigentlich um eine stinknormale Frucht. Das Augenmerk liegt hier allerdings auf «stinknormal», denn diese asiatische Frucht stinkt tatsächlich äussert schlimm. Die Beschreibungen für den Geruch sind dabei sehr unterschiedlich: von «süsslich-faulig» über «wie Körpergeruch» bis hin zu «zwiebelig».

Wer sich vom speziellen Duft der Frucht nicht abschrecken lässt, wird mit einem Fruchtfleisch belohnt, dass einen unvergleichlichen Geschmack haben soll und an Walnuss und Vanille erinnert. Dennoch, der Geruch ist einfach übel. So übel, dass der Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln in gewissen Ländern, wo die Frucht angebaut wird, sogar verboten ist. Auch Taxifahrer meiden diese Frucht wie die Pest, sodass man wohl zu Fuss mit seiner Stinkfrucht nach Hause gehen muss.

Chli stinke muess es!

Hier findest du die gesamte Fondue-Raclette-Palette von Coop auf einen Blick >>

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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