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Samsungs PR-Albtraum nimmt kein Ende – nun hat's die Aktie erwischt

Im Desaster um das explosionsgefährdete Smartphone Galaxy Note 7 ist der Aktienkurs des südkoreanischen Herstellers eingebrochen.



Sonntagnachmittag, Flughafen von Palma de Mallorca: Die Passagiere des Air-Berlin-Fluges nach Zürich haben es sich gerade (so gut es geht) gemütlich gemacht, da überrascht die Fluggesellschaft mit einer ungewöhnlichen Durchsage. Besitzer eines Galaxy Note 7 sollten ihr Mobilgerät auf keinen Fall während des Fluges einschalten oder aufladen.

Es kursieren verwunderte Blicke, doch offenbar sieht sich niemand veranlasst, nach den Gründen zu fragen.

Aktie bricht ein

Der Kurs des südkoreanischen Elektronik-Konzerns gab heute Montag an der Börse von Seoul mehr als sieben Prozent nach und notierte bei 1,46 Millionen Won (1280 Franken).

Nach Warnungen von Behörden und Fluggesellschaften hatte auch Samsung selbst die Nutzer des Galaxy Note 7 aufgerufen, die Geräte auszuschalten.

«Wir bitten Nutzer, ihr Galaxy Note 7 auszuschalten und es sobald wie möglich auszutauschen.»

Chef der Samsung-Mobilsparte, Koh Dong Jin

Samsung hatte das Smartphone am 2. September zurückgerufen, nachdem die Akkus mehrerer Geräte beim Aufladen explodiert waren. Seither forderten mehrere Fluggesellschaften weltweit ihre Passagiere auf, das Galaxy Note 7 nicht an Bord zu benutzen.

Dies forderte auch die US-Luftfahrtbehörde FAA. Am Freitag warnte auch die US-Konsumentenschutzbehörde CPSC vor der Nutzung des Smartphones.

2,5 Millionen Mal verkauft

«Wir bitten Nutzer, ihr Galaxy Note 7 auszuschalten und es sobald wie möglich auszutauschen», empfahl am späten Samstagabend auch der Chef der Samsung-Mobilsparte, Koh Dong Jin. Seinen Angaben zufolge sollen die ersten Exemplare mit einer neuen Batterie in Südkorea ab nächstem Montag ausgeliefert werden.

Wann das Gerät in anderen Ländern wieder angeboten wird, ist bislang unklar. In der Schweiz ist das Galaxy Note 7 noch nicht offiziell verfügbar. Der Verkaufsstart ist nicht bekannt.

Bis zum Rückruf vor einer Woche war das Galaxy Note 7 in zehn Ländern 2,5 Millionen Mal verkauft worden. Der Skandal drückt den Gewinn von Samsung vermutlich um eine Riesensumme. Fachleute gehen von mehreren Milliarden Dollar aus.

(dsc/sda/afp)

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