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Saudischer Prinz: Ja, wir finanzieren Schweizer Moscheen

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Bild: EPA/YONHAP

Saudischer Prinz gibt zu: Saudi-Arabien finanziert Schweizer Moscheen

Er ist einer der einflussreichsten Männer in Saudi-Arabien. Prinz Turki bin Faisal Al Saud hat der Zeitung «Schweiz am Sonntag» eines seiner Äusserst seltenen Interviews gewährt. Hier das Wichtigste daraus.
24.01.2016, 13:1224.01.2016, 13:53

Der ehemalige Geheimdienstchef und Sohn des früheren Königs bestätigt in dem Interview, dass Saudi-Arabien Moscheen in Europa und auch in der Schweiz finanziere. Auf die Frage nach dem Grund dieser Investitionen fragt der Prinz zurück: «€žWarum finanzieren Ihre christlichen Kirchen den Bau von Kirchen in Afrika oder in Asien? Es ist dasselbe.»

€œVehement bestreitet Turki, dass in den vom Königreich mitfinanzierten Moscheen ein radikaler Islam gepredigt werde. «Zeigen Sie mir eine Moschee, egal wo, in der Hass, Fanatismus oder sonst etwas Schreckliches gepredigt wird, und ich werde Ihnen sagen, dass es falsch ist, diese zu unterstützen. Das ist schlicht ein Medienhype. Wenn Sie solche Dinge verbreiten, sind auch Sie dafür verantwortlich.»

€œEr bezeichnet Kritik an salafistischen Imamen als Vorverurteilung€œ: «€žEs ist zu einfach, diese einfach als Salafisten zu verurteilen. Die Kirche exkommunizierte einst die Jesuiten, das war auch zu einfach. Man stigmatisierte die Jesuiten –€“ und heute stigmatisiert man die Salafisten.»

Der Prinz dementiert weiter heftig, dass sein Land in die Finanzierung des Islamischen Staats (IS) involviert sei. Diese Terroristen seien keine Muslime, sagt er. (aargauerzeitung.ch)

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