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Polizisten feuern 20 Mal auf Mann, weil sie denken, er habe eine Waffe. Es ist ein Handy

22.03.2018, 08:0722.03.2018, 09:48

Erneut wird in den USA über den Tod eines Schwarzen durch Polizeikugeln diskutiert. Am Sonntagabend starb der 22-jährige Stephen Clark in seinem Garten in Sacramento, als die Polizei 20 Schüsse auf ihn abgab.

Publik wurde der Fall gestern Abend, weil das «Sacramento Police Departement» ein Video des Vorfalls veröffentlichte. Eine Bodycam hat die Szenen festgehalten. 

Die zwei Polizisten, welche im Video zu sehen sind, wurden alarmiert, weil ein Mann in der Nachbarschaft angeblich Autoscheiben aufbreche. 

«Waffe, Waffe, Waffe!»

Auf den Aufnahmen der Bodycam ist zu sehen, wie die Polizisten im Dunkeln in einen Garten rennen und Schutz hinter einer Hauswand suchen. «Zeigen Sie mir Ihre Hände. Halt! Halt!», warnen die Beamten den Verfolgten. 

Eine zweite Warnung wird ausgesprochen: «Zeigen Sie mir Ihre Hände!» Und dann auf einmal: «Waffe, Waffe, Waffe!» 

Clark stirbt auf der Stelle

Die Polizisten eröffnen das Feuer, sechs Sekunden lang wird geschossen. Clark stirbt auf der Stelle. Die Beamten haben sich nie als Polizisten identifiziert.

Eine Untersuchung des Tatorts durch die Behörden ergab, dass der Erschossene keine Waffe mit sich trug, sondern lediglich ein Handy. Dies berichtet The Sacramento Bee. Ob Clark tatsächlich Autoscheiben aufbrach, ist zurzeit noch unklar.

Gemäss Washington Post wurden im Jahr 2017 in den USA 987 Personen durch die Polizei erschossen – 68 davon waren unbewaffnet. Von diesen waren 30 Personen weiss, 20 schwarz und 13 lateinamerikanischer Abstammung. Zu fünf Personen fehlen die Angaben. Afroamerikaner sind in dieser Statistik überrepräsentiert im Vergleich zur ganzen US-Bevölkerung. (cma)

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