USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Polizisten feuern 20 Mal auf Mann, weil sie denken, er habe eine Waffe. Es ist ein Handy



Erneut wird in den USA über den Tod eines Schwarzen durch Polizeikugeln diskutiert. Am Sonntagabend starb der 22-jährige Stephen Clark in seinem Garten in Sacramento, als die Polizei 20 Schüsse auf ihn abgab.

Publik wurde der Fall gestern Abend, weil das «Sacramento Police Departement» ein Video des Vorfalls veröffentlichte. Eine Bodycam hat die Szenen festgehalten. 

Die zwei Polizisten, welche im Video zu sehen sind, wurden alarmiert, weil ein Mann in der Nachbarschaft angeblich Autoscheiben aufbreche. 

«Waffe, Waffe, Waffe!»

Auf den Aufnahmen der Bodycam ist zu sehen, wie die Polizisten im Dunkeln in einen Garten rennen und Schutz hinter einer Hauswand suchen. «Zeigen Sie mir Ihre Hände. Halt! Halt!», warnen die Beamten den Verfolgten. 

Eine zweite Warnung wird ausgesprochen: «Zeigen Sie mir Ihre Hände!» Und dann auf einmal: «Waffe, Waffe, Waffe!» 

Die Bodycamaufnahmen vom Vorfall. Achtung: Die Aufnahmen enthalten heikles Material. 

Clark stirbt auf der Stelle

Die Polizisten eröffnen das Feuer, sechs Sekunden lang wird geschossen. Clark stirbt auf der Stelle. Die Beamten haben sich nie als Polizisten identifiziert.

Eine Untersuchung des Tatorts durch die Behörden ergab, dass der Erschossene keine Waffe mit sich trug, sondern lediglich ein Handy. Dies berichtet The Sacramento Bee. Ob Clark tatsächlich Autoscheiben aufbrach, ist zurzeit noch unklar.

Gemäss Washington Post wurden im Jahr 2017 in den USA 987 Personen durch die Polizei erschossen – 68 davon waren unbewaffnet. Von diesen waren 30 Personen weiss, 20 schwarz und 13 lateinamerikanischer Abstammung. Zu fünf Personen fehlen die Angaben. Afroamerikaner sind in dieser Statistik überrepräsentiert im Vergleich zur ganzen US-Bevölkerung. (cma)

Aktuelle Polizeibilder: Filmreife Flucht endet auf Geleisen

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Nur ein neuer Covid-19-Toter – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Schüsse auf Laden in Interlaken

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Pfefferspray ins Gesicht – gelernt ist gelernt

Video: watson/can

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JackMac 22.03.2018 13:42
    Highlight Highlight Ach kommt schon, die armen Ballermänner werden sicher argumentieren, dass sie den Schwarzen in der Nacht gar nicht haben sehen können. Das Handy war auch schwarz.
    Arme arme USA.
  • Guaranĺ 22.03.2018 13:35
    Highlight Highlight Wie gesagt: Die Amis sind einfach geil drauf von ihren Waffen Gebrauch zu machen... jeder Schuss geilt sie mehr auf.
    So schiessen die halt schon mal zu zweit oder dritt auch mal 20 Schüsse auf so nen Kerl. Ausrede ist dann: "...dachte der hätte eine Waffe weil der Kollege ^Weapon^ geschrien hat... und weil der geschossen hat, hab ich auch geschossen..." einfach behindert.
    Und wie die Ihre Soldaten vergöttern ist auch so was... Fürs Vaterland in einem anderen Kontinent kämpfen...? WTF.
    Was so ein Krieg ja wohl Kostet können wir uns gar nicht vorstellen. Kotzt mich grad schon wieder an so was...
  • nödganz.klar #161 22.03.2018 12:45
    Highlight Highlight Murica
    Benutzer Bild
  • Roland Strauss 22.03.2018 12:43
    Highlight Highlight Schwarze sind generell in der Kriminalstatistik überrepräsentiert. Hier die Aufstellung des FBI: https://ucr.fbi.gov/crime-in-the-u.s/2016/crime-in-the-u.s.-2016/topic-pages/tables/table-21
  • Silverstone 22.03.2018 12:02
    Highlight Highlight Das ist doch absolut krank...
    Das hat nix mehr mit Polizeiarbeit zu tun, das ist Krieg!!!
    Schon nur dass ein Helikopter mit Wärmebildkamera ausgestattet die zwei "Polizisten" unterstützt ist absolut übertrieben...
    Amerika hat daneben aber echt ein Problem mit der Autorität... Dauernd wird man dort als Polizist herausgefordert, beleidigt und angegriffen.
    Die Gewaltspirale dreht sich ewig weiter :(
  • B0arder_King 22.03.2018 11:14
    Highlight Highlight Ich glaube es spielt hier keine Rolle ob "dunkelhäutig" oder "hellhäutig". Das erschreckende an der ganzen Sache ist, dass ein Schuss wohl gereicht hätte, um ihn aus dem Verkehr zu nehmen und NICHT zu töten! Selbst wenn dieser eine Schuss nicht gerechtfertig wäre! Viele haben einfach das Mass der Dinge verloren...
  • Altweibersommer 22.03.2018 11:13
    Highlight Highlight Wahrscheinlich würde es schon viel bringen, wenn die Polizei nicht bei jedem Vorfall befürchten muss, dass die andere Seite bis auf die Zähne bewaffnet ist...
  • Butzdi 22.03.2018 10:38
    Highlight Highlight Es ist dunkel, ich rauche vor meinem Haus eine Zigarette. Irgendwo her rennen 2 Typen auf mich zu. Ich bekomme Angst und gehe um die Ecke. Die Unbekannten rufen was und fangen gleich an zu schiessen. Alles wird schwarz. ‘Murica.
  • Snowy 22.03.2018 09:59
    Highlight Highlight Dieses Video ist auf so vielen Ebenen verstörend, ich weiss gar nicht wo anfangen...

    Selbst wenn wer nicht kooperiert hätte und eine Waffe in der Hand gehabt hätte (nicht gegen die Polizisten gerichtet), würde dies nicht einen 6 sekündigen Feuerüberfall mit 20 (!) Schüssen rechtfertigen...
  • MasterPain 22.03.2018 09:47
    Highlight Highlight «Ob Clark tatsächlich Autoscheiben aufbrach, ist zurzeit noch unklar.»

    Was natürlich die totale Rechtfertigung wäre, ihn mit 20 Schuss nieder zu mähen...
  • AustinOsmanSpare 22.03.2018 09:16
    Highlight Highlight Hey, er war schwarz, das sollte doch reichen um ihn abzuknallen. 20 Schüsse um sicher zu sein, sonst kommen noch blöde Fragen ....
    • Hardy18 22.03.2018 09:24
      Highlight Highlight Und hat ein Telefon. Sowas dürfen sie auch nicht tragen. Und überhaupt. Wieso steht er in einem Vorgarten? Sowas haben schwarze auch nicht zu besitzen. Und ab Dämmerung gibts Ausgangssperren für schwarze... es tut mir leid. Er hat alles falsch gemacht was man als Bürger der USA falsch machen kann.

      Euer Sarkasmus

Offenbar weitere Festnahmen nach «Invasion» in Venezuela

Nach einer gescheiterten Kommandoaktion zur Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro sind in Venezuela laut Medienberichten drei weitere Männer festgenommen worden.

Drei «Söldner» seien am Sonntag in der Gemeinde Ciudad Tovar westlich der Hauptstadt Caracas gefasst worden, meldete der als regierungsnah geltende Sender Telesur am Montag. Bei ihnen handele es sich um Deserteure der venezolanischen Streitkräfte.

Seit dem 3. Mai waren nach offiziellen Angaben mehrere bewaffnete Gruppen von Kolumbien …

Artikel lesen
Link zum Artikel