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Ölkonzern Total zieht sich nach Militärputsch aus Myanmar zurück

21.01.2022, 11:22
Bild: X00211

Der französische Energiekonzern Total zieht sich ein Jahr nach dem Militärputsch in Myanmar komplett aus dem südostasiatischen Land zurück. Die sich weiter verschlechternde Menschenrechtssituation und generelle Lage habe zu der Entscheidung geführt, sich nach Aufgabe laufender Projekte auch aus der Gasförderung im Yadana-Feld zurückzuziehen, teilte Totalenergies am Freitag in Paris mit.

Mit dem Schritt werde auch auf die Forderung von Menschenrechtsorganisationen und Anteilseignern eingegangen, die verhindert sehen wollten, dass Erträge aus der Gasförderung den Machthabern in Myanmar zugute kommen. Dazu habe Total am Ende keine andere Möglichkeit als den kompletten Rückzug gesehen.

Die Gasförderung unter der Regie von Total werde innerhalb der vertraglichen Kündigungsfrist von sechs Monaten auslaufen, während der das Unternehmen die Energieversorgung weiterhin verlässlich sicherstellen will. Eine finanzielle Kompensation für Total werde es nicht geben.

In Myanmar hatte die Armee vor einem Jahr die Macht übernommen. Das Militär hatte die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet. Jeder Widerstand wird mit brutaler Härte unterdrückt. In vielen Teilen des Landes haben sich lokale bewaffnete Einheiten gebildet, um Widerstand gegen die Junta zu leisten. (aeg/sda/awp/dpa)

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1 Kommentar
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Puh! War das ein übles Jahr! Aber nicht nur...
Corona und kein Ende, Debakel in Afghanistan, Demokratie unter Druck: Das Jahr 2021 hat vorwiegend negative Schlagzeilen geliefert. Es gab aber Ausnahmen, etwa in der Schweiz.

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen. Es war keines, auf das man mit freudigem Gefühl zurückblickt. Einmal mehr bin ich im Homeoffice, während ich diese Zeilen schreibe. Dabei hofften wir zu Jahresbeginn, dass wir die Corona-Pandemie dank den Impfstoffen endlich hinter uns lassen könnten. Dann zeigte sich, dass der Optimismus voreilig war.

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