Interview
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Prätriage-Zelt auf dem Vorplatz: Momentan lassen sich etwa 200 Personen täglich am Universitätsspital Zürich auf das Coronavirus testen. bild: zvg

Interview

Chefärztin Notfall am Unispital Zürich: «Das ist der Beweis, dass Masken nützen»

Die Chefärztin des Notfalls am Universitätsspital Zürich, Dagmar Keller, erzählt im Interview, wie ihr Team die aussergewöhnliche Zeit meistert, was für Erfahrungen sie mit Schutzmasken gemacht hat und was sie von den Demos der Corona-Skeptiker hält.



Frau Keller Lang, wie sieht es momentan am Unispital Zürich aus? Ist die zweite Corona-Welle schon voll angerollt?
Es gibt zurzeit viele Leute, die sich hier auf das Coronavirus testen lassen. Auf dem Vorplatz haben wir eine Prätriage, wo die Patienten mit COVID-Verdacht entweder nur für einen Abstrich in die Abstrich-Station geschickt werden oder wirklich kranke COVID-Verdachtspatienten direkt in den Notfall zur Abklärung und Behandlung kommen. Ich denke, wir stehen am Anfang einer zweiten Welle. Wir sind auf der Kippe.

Wie viele Leute mit Covid-Verdacht kommen täglich zum Test?
Das sind momentan etwa 200. 90 Prozent dieser Personen werden nach dem Test gleich wieder nach Hause in die Isolation geschickt. Etwa zehn Prozent der Fälle kommen auf den Notfall, da sie bereits starke Symptome zeigen. Das sind momentan rund zwanzig Personen pro Tag. Einige von denen dürfen dann aber in den nächsten Stunden wieder nach Hause, andere werden auf die Station verlegt. Wenn der Gesundheitszustand besonders schlecht ist, dann kommt der Patient direkt auf die Intensivstation. Hinzu kommen etwa 100 Notfälle, welche nichts mit dem Coronavirus zu tun haben.

Werden momentan viele Covid-Patienten stationär behandelt?
Momentan ist die Hospitalisierungsrate relativ tief. Aber wir sind sehr wachsam, die Situation kann sich schnell wieder ändern.

Zur Person

Frau Prof. Dr. med. Dagmar Keller Lang ist seit sechs Jahren Direktorin des Instituts für Notfallmedizin am Universitätsspital Zürich. Ihr Team besteht aus rund 200 Personen.

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Dagmar Keller Lang. bild:zvg

Was ist der Grund für die tiefe Hospitalisierungsrate?
Es lassen sich viel mehr Personen testen als noch zu Beginn der Pandemie ...

... und es sind vor allem junge Leute, die sich infizieren.
Ja, bei denen ist der Krankheitsverlauf oft mild. Aber Achtung: Wir haben auch junge, sportliche Patienten mit schwerer Atemnot.

Es scheint, als würde die ältere Generation momentan vom Virus nicht so hart getroffen.
Ich glaube, die älteren Leute, also allgemein die Risikogruppen, sind sich der Gefahr jetzt wirklich bewusst. Diese isolieren sich stärker und halten sich strikter an die Hygienemassnahmen.

Die Todesrate ist in der Schweiz viel tiefer als etwa in Spanien oder Italien. Wie erklären Sie sich das?
Das können wir uns tatsächlich nicht erklären. Diese Länder sind ebenfalls hoch entwickelt.

Gibt es allgemein vieles, das man noch nicht über das Virus weiss?
Ja, das ist so. Wir wissen zum Beispiel noch nicht, weshalb junge, gesunde Leute schwer erkranken und sogar
an Covid-19 sterben. Wir wissen gleichzeitig auch nicht genau, weshalb gewisse Leute gar keine Symptome entwickeln. Dann gibt es natürlich ungeklärte Fragen um Medikamente und den Imfpstoff. Vieles wissen wir noch nicht, aber wir lernen laufend dazu.

Über die Langzeitschäden ist natürlich auch noch nicht alles bekannt ...
Da gibt es laufend neue Erkenntnisse. Es gibt viele Patienten, die leiden auch nach Wochen noch unter Atemnot. Andere haben psychische Probleme. Wiederum gibt es Patienten, die sich vollständig erholen.

Haben Sie Angst vor Engpässen im Winter?
Das haben wir alle im Moment. Wenn die Grippesaison anrollt und die Corona-Fallzahlen weiterhin steigen, wird die Belastung des Gesundheitssystems stark zunehmen. Davon sind nicht nur wir in den Spitälern betroffen, sondern etwa auch die Hausärzte.

Trotzdem hat der Bundesrat ab dem 1. Oktober wieder Grossveranstaltungen erlaubt. Wie beurteilen Sie das?
Das wird sehr kritisch.

Hockey-Hallen zu zwei Dritteln gefüllt. Leute, die ohne Maske Bier trinken. Kann das gut gehen?
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Schutzkonzepte in der Realität auch umgesetzt werden können. Wenn Menschen nebeneinander ein Bier trinken und mehr als 15 Minuten den Mindestabstand nicht einhalten, kann es zur Übertragung kommen.

«Heute wissen wir, wie ein Krankheitsverlauf sein kann und wir haben gelernt, wie wir mit den grossen Massen an Patienten umgehen müssen.»

In Freiburg gerieten die Spitäler bereits an ihre Grenzen, als es in einem Pflegeheim zum Corona-Ausbruch kam ...
Solche Fälle beobachten wir natürlich sehr genau. Wir versuchen daraus unsere Lehren zu ziehen. Wir in Zürich versuchen, dass die Patienten in einem solchen Fall direkt in den Pflegeheimen isoliert und nicht hospitalisiert werden.

Wie viel hat eigentlich zum Limit gefehlt im Frühling?
Es war nie so, dass es richtig knapp wurde. Man muss aber auch sehen, dass wir den weiteren Spitalbetrieb damals
stark heruntergefahren haben. Das hatte Folgen für viele Patienten, die etwa ihre Operationen verschieben mussten. Und auch die finanziellen Folgen für das Spital darf man nicht unterschätzen. Ein solches Szenario will niemand mehr.

Sind Sie jetzt besser vorbereitet als noch im März?
Wir hatten hier am Universitätsspital Zürich bereits im Januar einen Patienten aus Wuhan, der Symptome zeigte. Am Ende stellte sich heraus, dass er nicht mit dem Coronavirus infiziert war. Das wussten wir aber zunächst nicht, da es keine Tests gab. Damals waren wir alle sehr nervös, weil wir noch so wenig über das Virus wussten. Heute wissen wir, wie ein Krankheitsverlauf sein kann und wir haben gelernt, wie wir mit den grossen Massen an Patienten umgehen müssen.

Gibt es Behandlungen, die gut anschlagen, von denen man im Frühling noch wenig wusste?
Da laufen zur Zeit viele Studien. Aber wir beobachten, dass die Behandlung mit dem Medikament Remdesivir teilweise gute Resultate erzielt. Gewisse Patienten therapieren wir mit Cortison, auch da gibt es teilweise Erfolge. Die Plasmatherapie wird ebenfalls angewandt.

Ist ihr Team eigentlich nicht erschöpft?
Während der Pandemie hat unser Team ein witziges Notfallvideo gedreht, welches zum Team-Building während der anstrengenden und anspruchsvollen Zeit beigetragen hat. Man tauscht sich gegenseitig oft aus und spricht über die gemachten Erfahrungen. Das motiviert uns immer wieder aufs Neue.

abspielen

Willkommen im USZ-Notfall: Während der anstrengenden Zeit hat das Team dieses Video gedreht. Video: YouTube/Universitaetsspital Zuerich

Aber ja, die Arbeitsbelastung hat seit Januar merklich zugenommen. Zudem müssen wir immer wieder die Schutzkleidung an und abziehen. Das dauert zwar nicht sehr lange, aber man muss beim Umziehen sehr konzentriert sein.

«In den ersten drei Monaten der Pandemie habe ich gerade mal an einem Sonntag frei gemacht.»

Und man schwitzt wahrscheinlich unter der Schutzkleidung ...
Ja, es ist warm.

Haben Sie manchmal auch frei?
Ab und zu.

Das heisst?
Ich habe kürzlich mal nachgeschaut. In den ersten drei Monaten der Pandemie habe ich gerade mal an einem Sonntag frei gemacht.

Wie viele Leute aus Ihrem Team haben sich bis jetzt mit dem Coronavirus infiziert?
Bis jetzt noch gar niemand. Und das, obschon wir jeden Tag in direktem Kontakt mit Corona-Patienten sind. Das ist der Beweis, dass Masken nützen.

Nun gut, Sie kramen die Maske wohl auch nicht zwischen Smartphone und Schlüsselbund aus der Hosentasche hervor ...
Selbstverständlich nicht. Es ist schon wichtig, dass man richtig mit der Maske umgeht. Ich sehe immer wieder Leute, welche die Maske unter der Nase tragen. Oder solche, welche sie sich um den Ellenbogen spannen. So geht die Schutzwirkung verloren.

Aber man schützt ja immerhin die anderen, auch wenn man selbst eine unhygienische Maske anzieht?
Es ist besser als gar kein Schutz. Aber im Ernst: Es gibt genaue Vorgaben des BAG, wie man eine Maske anzuziehen hat. Daran sollte man sich halten.

Video: watson/Emily Engkent

Haben Sie genügend Schutzmaterial? Und wie war das im Frühling?
Im Frühling hatten wir einige Male Nachschub-Probleme. Wir konnten uns aber immer ausreichend schützen. Jetzt haben wir genug Material auf Lager.

Was glauben Sie, wie lange wird die Ausnahmesituation noch anhalten?
Das kann ich zurzeit nicht sagen. Mehrere Monate sicher. Covid-freie Weihnachten wird es nicht geben.

«Wenn wir eine gute Impfung haben, ist das hervorragend.»

Derweil hat sich in der Bevölkerung eine gewisse Sorglosigkeit ausgebreitet. Die Leute umarmen sich wieder, es werden Küsschen verteilt und Hände geschüttelt.
Das ist natürlich ein absolutes No-Go! Wir alle kennen die Vorschriften des BAG: Händewaschen, Abstand halten und falls dies nicht möglich ist, eine Maske tragen. Wenn wir das nicht konsequent umsetzen, werden die Hospitalisierungszahlen wieder ansteigen.

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Isolationszellen auf der Notfallstation am Universitätsspital Zürich. bild: zvg

Was wird die Impfung bringen?
Wenn wir eine gute Impfung haben, ist das hervorragend.
Wichtig ist allerdings, dass sich die Leute auch auf die Grippe impfen lassen. Denn die Symptome von Covid-19 und der Grippe lassen sich nicht unterscheiden. Jemand, der eine Grippe hat, wird trotzdem zu uns kommen und sich testen lassen. Das ist eine zusätzliche Belastung fürs Gesundheitssystem, die vermeidbar wäre.

Ab zur Grippe-Impfung also?
Die steht jetzt noch nicht bereit und kommt erst im Verlauf des Herbstes. Der Impfstoff wird jährlich neu hergestellt. Sobald die Dosen aber verfügbar sind, wäre eine möglichst breite Impfung der Bevölkerung sehr wünschenswert.

Am Wochenende haben in Genf rund tausend Menschen meist ohne Masken gegen die Covid-Massnahmen protestiert. Diese werden sich wohl weder gegen die Grippe noch gegen das Coronavirus impfen lassen. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie solche Bilder sehen?
Für mich ist es unverständlich. Wenn es darunter nur einen Superspreader hat, können sich Dutzende Leute anstecken, von denen unserer Erfahrung nach sicher einige Spitalpflege benötigen. Diese Demonstrierenden sollten sich mal überlegen, was ihr Risikoverhalten für das Gesundheitspersonal, die Bevölkerung und die Wirtschaft bedeutet.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Unicron 16.09.2020 12:44
    Highlight Highlight "Diese Demonstrierenden sollten sich mal überlegen, was ihr Risikoverhalten für das Gesundheitspersonal, die Bevölkerung und die Wirtschaft bedeutet."

    Das Problem ist ja, dass diese Pappnasen gar nicht daran glauben dass irgend was passieren kann.
    Wenn man die Gefahr leugnet, dann protestiert es sich auch sorglos.
  • Spargel 15.09.2020 21:29
    Highlight Highlight Und jetzt wieder mal klatschen um 11:00 Uhr?
  • El Vals del Obrero 15.09.2020 21:27
    Highlight Highlight Grippeimpfung werde ich dieses Jahr wohl tatsächlich zum ersten Mal machen. Gerade wenn man während 30 Jahren nie (wissentlich/symptomatisch) Grippe hatte und deren Symptome nicht aus eigener Erfahrung kennt kann man es wohl noch weniger von anderem unterscheiden.
  • Druna 15.09.2020 21:21
    Highlight Highlight Merci!
  • what's on? 15.09.2020 21:04
    Highlight Highlight Haben die jungen gesunden Leute allenfalls Allergien? Das allein deutet auf ein angeschlagenes Immunsystem und eine höhere Anfälligkeit insbesondere auf das Coronavirus.
    • HAL1 15.09.2020 22:17
      Highlight Highlight Allergie hat soweit ich weiss nix mit angeschlagenem immunsystem zu tun sondern mit einer überreaktion desselben... also eher für nix auf volldampf gestellt.
    • what's on? 15.09.2020 23:17
      Highlight Highlight @HAL1 - da das Immunsystem auf gewisse Allergene überreagiert (dann ist es "angeschlagen"), kommt es mit Corona nicht gut zurecht. Ich bleibe bei meiner Aussage, du hast aber auch recht. Es hängt zusammen.
  • ahimsa 15.09.2020 20:25
    Highlight Highlight Vielen Dank an alle, die sich unermüdlich für das Wohl anderer Menschen einsetzen!
    • what's on? 15.09.2020 23:58
      Highlight Highlight gerne doch! ;-)
  • wurzeli 15.09.2020 20:10
    Highlight Highlight Mal jemand, die drauszukommen scheint. Danke fürs sachliche Interview.
  • Miikee 15.09.2020 20:03
    Highlight Highlight Ich hoffe doch schwer in der Zwischenzeit wurde entsprechend der Lohn angepasst, das Personal hochgefahren und die Arbeitsbedingungen verbessert. Zudem hoffentlich auch dem bestenden Personal Weiterbildung/ Ausbildung ermöglicht, damit diese eine gute Zukunft in Sicht haben. Mittlerweile sollte dort nicht einmal mehr der Praktikant ausgebeutet werden.


    Wenn nicht, sollten wir vielleicht wieder mal klatschen.🙄


    Vielen Dank schon mal für eure Arbeit und das ihr zum Wohle der Menschen den Schei*ss mitmacht. ❤️
    • Miikee 15.09.2020 21:45
      Highlight Highlight 😴
      Benutzer Bild
    • Lami23 15.09.2020 23:29
      Highlight Highlight Es war schon vorher nicht schlecht, kommt wohl auf den Bereich an.
  • Doppelpass 15.09.2020 19:44
    Highlight Highlight "Diese Demonstrierenden sollen sich mal überlegen"
    Ist vermutlich leider zu viel verlangt. Überlegen gehört woht nicht zu ihren Stärken.
    Besserwissen und lauthals brüllen können sie dafür hervorragend.
    • Moglyy 16.09.2020 08:25
      Highlight Highlight Einfach mal den Gutmenschen nachplappern, kommt schon gut.
    • Michi_M 16.09.2020 12:02
      Highlight Highlight Mit sind Gutmenschen deutlich sympathischer als Schlechtmenschen ;)
  • tellmewhy 15.09.2020 19:37
    Highlight Highlight Meine Komplimente, ein Artikel mit Praxiswissen und Substanz.
  • Toerpe Zwerg 15.09.2020 19:22
    Highlight Highlight Danke!
  • Now 15.09.2020 18:49
    Highlight Highlight https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/usa-influenza-b-trifft-kinder-und-junge-erwachsene-besonders-stark/

    Hier der Artikel:P
    • Garp 15.09.2020 23:27
      Highlight Highlight Hier geht's grad nicht um Influenza, die Grippewelle hat auch noch gar nicht begonnen.
  • Now 15.09.2020 18:48
    Highlight Highlight Um es vorweg zu sagen, es geht mir nicht um den Vergleich von Corona und Influenza.

    Gemäss des verlinkten Artikels, starben jedoch in den USA in der Grippewelle bis zum 31.01.2020 54 Kinder an Influenzaviren. Ich frage mich einfach, warum die Ärztin meint, wir wissen nicht warum auch junge Menschen an Corona stirbt. Ist das nicht offensichtlich, dass es halt auch Junge gibt, deren Immunsystem einfach nicht genug stark ist?
    • Lami23 15.09.2020 19:07
      Highlight Highlight Tja nur trifft es nicht nur die. Wie definierst du ausserdem die Stärke eines Immunsystems?
    • Julian Flury 15.09.2020 19:22
      Highlight Highlight Doch natürlich ist dies für uns offensichtlich. Wir wollen aber wissen, was genau denn da den Unterschied ausmacht. Ist es das innate Immunsystem? Ist es das adaptive Immunsystem? Ist es quasi eine Fehlkommunikation auf Zellebene? Oder wird erst gar keine Kommunikation hergestellt? Etc. etc. Und das weiss man einfach noch nicht.
    • Now 15.09.2020 19:25
      Highlight Highlight Wie es trifft nicht nur die? Die Fähigkeit des Immunsystems auf die Bedrohung zu reagieren und die Viren abzutötet oder zu isolieren...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 15.09.2020 18:22
    Highlight Highlight Nur weil sie das Virus nicht bekam, ist das noch lange kein Beweis... zumindest nicht im wissenschaftlichen Sinne. Selbst auf der Diamond Princess haben „nur“ ca. ein Fünftel der Passagiere das Virus erwischt, ganz ohne Schutz. Ca. die Hälfte der Fälle verlief asymptomatisch. Und viele Erkrankte waren Risikopatienten.
    Zudem hoffe ich, dass das medizinische Personal FFP2-Masken und nicht nur Hygiene- oder gar Stoffmasken verwendet!?

    Ein Beweis in wissenschaftlichem Sinn ist hier sehr schwierig zu erbringen. Man kann ja nicht einen Teil der Belegschaft bitten, auf Schutz zu verzichten.
    • Thomas G. 15.09.2020 19:30
      Highlight Highlight Wir sind so froh dass Du uns das alles erklärst. Wir wären sonst völlig hilflos dieser Propaganda einer Fachfrau ausgeliefert die sicher nicht so gut Bescheid weiss wie Du. Nur schon weil Du im Gegensatz zu ihr jeden Tag mit dem Virus zu tun hast, während sie das ganze nur aus der Zeitung kennt.

      Oh warte hab ich jetzt da etwas verwechselt?
    • Terraner 15.09.2020 20:01
      Highlight Highlight Der Fall Diamond Princess ist eher das negativ Beispiel wie sich das Virus trotz Quarantäne bei schlechten Schutzmassnahmen ausbreitet. Die meisten Ansteckungen ereigneten sich erst als längst alle Passagiere in den Kabinen unter Quarantäne gestellt wurden.

      Sie durften aber täglich an Deck spazieren gehen. Leider wissen wir aber nicht wie viele der Fälle mit Masken verhindert hätten werden können.

      https://en.m.wikipedia.org/wiki/COVID-19_pandemic_on_Diamond_Princess#/media/File%3ACOVID-19_cases_on_Diamond_Princess_cruise_ship_2020.gif
    • Black hat (minus hat) 16.09.2020 07:52
      Highlight Highlight Sorry Thomas G., aber es ist so. Bloss weil es bei ihnen noch niemand gekriegt hat, ist das kein Beweis dafür das Masken wirken. Es kann sein dass es die Maske ist, es kann sein dass es sonst was ist.

      Das ist genau das, was die Wissenschaft immer und immer und immer und immer wieder predigt: Korrelation =/= Kausalität. Nur weil zwei Dinge gleichzeitig geschehen ist das kein Beweis im wissenschaftlichen Sinne, dass sie etwas miteinander zu tun haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Astrogator 15.09.2020 18:12
    Highlight Highlight "Bis jetzt noch gar niemand. Und das, obschon wir jeden Tag in direktem Kontakt mit Corona-Patienten sind. Das ist der Beweis, dass Masken nützen."
    Ich glaube es hat noch nie jemand bezweifelt, dass Masken korrekt getragen nützen.

    Interessant wäre gewesen zu fragen ob sie ihre Maske zwischendurch auch in der Hosentasche zwischenlagert oder unter dem Kinn trägt und die Hände nicht wäscht wenn sie die Maske an- oder auszieht.

    Aber ja, in ihrem Umfeld und so wie sie Masken trägt sind sie sicherlich nützlich, aber eben nur so.
    • Citation Needed 15.09.2020 18:48
      Highlight Highlight Das wurde ja im Inti erwähnt. Dass sie die Masken eben richtig anwenden.
    • Daniel Caduff 15.09.2020 18:52
      Highlight Highlight 🤔🤷

      Benutzer Bild
    • Astrogator 15.09.2020 20:39
      Highlight Highlight Sorry, my bad, überscrolllt...
  • Pisti 15.09.2020 18:04
    Highlight Highlight Im Spital trägt man aber auch keine 10.- Franken a 50 Stück Billig-Masken und hat wochenlang die selbe an.
    Wohl eher FFP2 und weitere Schutzmassnahmen wenn man mit Corona-Patienten zu tun hat. Insofern beweist dies gar nichts. Die Zahlen in den Maskenhochburgen widerlegen ihre Aussage sogar.
    • ArcticFox 15.09.2020 18:23
      Highlight Highlight So so,und der Pisti weiss natürlich wie die Zahlen ohne Maskenpflicht wären.
    • dmark 15.09.2020 18:48
      Highlight Highlight Immer noch diese Diskussionen, ob der Masken...?

      Setze irgend etwas in dein Gesicht vor Mund und Hase - gut ist. Besser als nichts ist das allemal.
    • Daniel Caduff 15.09.2020 18:53
      Highlight Highlight Korrelation ist nicht gleich Kausalität...
    Weitere Antworten anzeigen
  • honesty_is_the_key 15.09.2020 17:58
    Highlight Highlight Ein riesiges Merci an all die Menschen im Gesundheitswesen (wie diese tolle Ärztin), die seit Monaten ihr Möglichstes geben und dabei zum Teil auch ihre eigene Gesundheit riskieren.
  • Emil Eugster 15.09.2020 17:58
    Highlight Highlight "Diese Demonstrierenden sollten sich mal überlegen, …"
    Dies Leute denken überhaupt nicht.
    Die meinen sie denken, wenn sie nachquaken, was sie in einem Youtube Video gehört haben oder auf einem Flyer über Kristallheilung gelesen.
    • Manfred Zimmermann 15.09.2020 23:18
      Highlight Highlight Ich bin mächtig stolz darauf, dass ich nur die richtige Meinung quake.
    • smartash 16.09.2020 11:35
      Highlight Highlight @Manfred Eine Meinung kann per Definition weder richtig noch falsch sein, da sie nicht verifizierbar ist. Ganz im Gegensatz zu Fakten.
      Die Frage ist also weniger was eine Meinung du quackst, sondern ob du Fakten anerkennst oder nicht
    • Emil Eugster 16.09.2020 12:25
      Highlight Highlight Genau das ist das Problem Herr Zimmermann. Sie glauben zu wissen die richtige Meinung zu haben und sind nicht mehr bereit dazu zu lernen.
      Das ist eine Religion, ein Kult.
  • Emil Eugster 15.09.2020 17:50
    Highlight Highlight Ich kenne jemand, der hat seine Krebsdiagnose wegen der heruntergefahrenen normalen Betrieb der Spitäler erst Monate später bekommen und deshalb ebenso auch die Operation. Wie sich die Verzögerung auf die Metastasen und wie auf den weitern Verlauf der Krankheit, die er hat ausgewirkt hat ist offen. Geholfen hat es sicher nicht. Falls er stirbt, ist er dann wegen Corona oder wegen dem Krebs gestorben, also wegen dem verspätetem Behandlungsbeginn?
    • Astrogator 15.09.2020 18:14
      Highlight Highlight Beim Vater einer Kollegin dasselbe. Kurz nach dem Lockdown wäre der erste Behandlungstermin gewesen. Man hätte jetzt andere Prioritäten hiess es als man die Therapie abgesagt hat.
    • CalibriLight 15.09.2020 20:36
      Highlight Highlight Ein Vater einer Kollegin konnte seine Krebsoperation und danach -behandlung wie geplant während des Shutdowns durchführen lassen. Im Kanton Solothurn. Vielleicht ging es da immer.
  • Coffeetime ☕ 15.09.2020 17:50
    Highlight Highlight Cooles Video, musste ein paar Mal laut lachen 👍🏻😂
  • banda69 15.09.2020 17:38
    Highlight Highlight Wünschenswert wäre es, wenn auch staatstragende politische Parteien die Schutznahmen befolgen würden.

    Bild:
    SVP Delegierten-Versammlung, Ende August 2020
    Benutzer Bild
    • Pisti 15.09.2020 18:01
      Highlight Highlight Die haben sich ja ans Schutzkonzept gehalten wo ist dein Problem?
    • Eisvogel 15.09.2020 18:27
      Highlight Highlight @banda69
      Oder gar wie die SVP Luzern: einen Vorstoss im Kantonsparlament machen, um eine allfällige Maskenpflicht zu verbieten 😠 ich finde das staatszersetzend.
    • dmark 15.09.2020 18:50
      Highlight Highlight Schutzkonzept? Ich sehe da u.a. Alkohol auf den Tischen stehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chalbsbratwurst 15.09.2020 17:36
    Highlight Highlight Zitat von Dagmar Keller zur Corona-Demo:
    "Diese Demonstrierenden sollten sich mal überlegen, was ihr Risikoverhalten für das Gesundheitspersonal, die Bevölkerung und die Wirtschaft bedeutet."

    Genau da liegt leider das Problem dieser Leute "beim überlegen". Diese Menschen haben meist einen sehr tiefen Bildungsstand und sind deshalb sehr empfänglich für Schwachsinn den ein normal gebildeter Mensch schnell durchschaut oder zumindest die Widersprüche erkennt.
    • Brett-vorm-Kopf 15.09.2020 18:10
      Highlight Highlight Es gibt auch "Gstudierte" welche Verschwörungstheorien nachhängen.
      Hat meiner Meinung nach eher was mit Persönlichkeit zu tun als mit Intelligenz... Stichwort "Selbstreflexion" und gesunder Menschenverstand sowie Anstand.
    • Coffeetime ☕ 15.09.2020 18:42
      Highlight Highlight Das hängt sehr stark mit dem Faktor Angst zusammen. Bildung heisst nicht angstfrei. Wenn ich die Welt so wie sie ist nicht verstehe, oder alles zu komplex ist, dann suche ich nach Schutz. Dieser kann in Form von einfachen Theorien daherkommen. Egal wie gebildet ich bin.
    • Citation Needed 15.09.2020 18:49
      Highlight Highlight Es ist leider nicht die Intelligenz oder der Bildungsstand.
    Weitere Antworten anzeigen
  • awesomelicious 15.09.2020 17:27
    Highlight Highlight Ist wohl wieder mal an der Zeit für öffentlichen Applaus... 🙄
    Im Ernst, leider zeigt sich tatsächlich bereits eine Tendenz hin zur Abstumpfung. Schon erstaunlich was die Gesellschaft für ein Kurzzeit (oder Langzeit?) Gedächtnis hat. Ich hoffe wir kriegen noch die Kurve, sieht aber momentan nicht danach aus...
  • San_Fernando 15.09.2020 17:21
    Highlight Highlight Also langsam habe ich genug von dieser andauernden Negativ-Berichterstattung. Die Aussagen im Interview sind einfach nicht korrekt:

    „10% der Fälle kommen auf den Notfall, da sie bereits starke Symptome haben“. Das wären 20 Fälle pro Tag - im Kt ZH
    Das BAG hat in letzter Zeit schweizweit nie mehr als 20 Hospitalisierungen pro Tag schweizweit gemeldet...

    „Möglicher Superspreader Event bei einer Demo in Genf“
    Entschuldigung: es gibt keinen einzigen dokumentierten Fall eines Superspreader Events im Freien. Die sind alle in geschlossenen Räumen passiert.

    Ich verstehe das einfach nicht.
    • Feuerblümchen 15.09.2020 17:43
      Highlight Highlight Auf der Notfallstation ist man noch nicht hospitalisiert. Sie sagt ja, dass einige der 20 Patienten nach ein paar Stunden wieder entlassen werden. Als „hospitalisiert“ gilt wohl nur, wer stationär bleiben muss.
    • Amerix 15.09.2020 17:44
      Highlight Highlight Starke Symptome heisst nicht, dass sie hospitalisiert wurden. Bitte keine Tatsachen verdrehen...
    • Riccardo Romano 15.09.2020 17:44
      Highlight Highlight Ja, Du verstehst das nicht.

      Die 20, die pro Tag auf den Notfall kommen, sind 20 von denen, die sich testen lassen und NICHT von denen, die positiv getestet werden.

      Das mit dem Superspreader hat sie ja als "möglich" bezeichnet. Kann sein, dass es noch nie einen solchen Fall gegeben hat oder dass solche Fälle sehr selten sind. So wie ich das verstanden habe, wollte sie zum Ausdruck bringen, dass sie die Demos so dumm findet, dass auch nur das kleinste Risiko genügen sollte, um da nicht mitzumachen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lustiger Baum 15.09.2020 16:41
    Highlight Highlight "finanzielle Folgen" für das USZ. Was soll dieser Schwachsinn? Das USZ ist ein staatlicher Betrieb welcher die Gesundheitsversorgung sicherstellt. Hier gibt es verdammt nochmal keinen Profit zu suchen!!! Unglaublich... Kein wunder ist die Stimmung meiner befreundeten Pfleger und Ärzte am USZ so mieserabel. Selbst im Interview wird die Profitgier noch rausgebracht. Unglaublich...
    • Coffeetime ☕ 15.09.2020 17:55
      Highlight Highlight Freu dich dann auf die nächste Steuererhöhung, um das Loch zu stopfen... Auch ein Spital muss (leider) wirtschaftlich denken oder wer zahlt das Personal, die Pflaster und Spritzen? Nicht alles wird 1 zu 1 von der KK rückerstattet. So muss das Spital schauen, das Kosten gedeckt sind...
    • batschki 15.09.2020 18:03
      Highlight Highlight Auch ein staatlich unterstützter Betrieb kann die "Gesundheitsversorgung" (früher hiess das Krankenpflege) im heutigen wirtschaftsdominierten Umfeld gratis anbieten. Von den Oekonomen wird gefordert, mind. eine schwarze Null zu erwirtschaften, in welchem Betrieb auch immer. Nur Ärzte und Pfleger*innen sollen sich ohne Frei- und Feiertage aufopfern, schliesslich haben sie ihren Beruf ja selber gewählt. Und haben gratis, ohne dass sie mit ihrem Titel angesprochen werden, jedem zu dienen, der es als nötig erachtet, bedient zu werden.
    • Lustiger Baum 15.09.2020 18:16
      Highlight Highlight Es wäre mehr als genug Geld vorhanden. Aber wir geben es lieber für unsere Pfadi aka Militär aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Banana-Miez 15.09.2020 16:41
    Highlight Highlight Danke für das interessante Interview!

    Und noch eine Info für alle, die dieses Jahr Grippeimpfung machen wollen: Tut dies, sobald der Impfstoff da ist (sobald die Apotheken es anbieten) oder lasst euch jetzt schon eure Dosis beim Hausarzt reservieren, wenn das geht. Wartet nicht zu lange wegen der Verfügbarkeit...

    Lg, eine Pflegefachfrau😇
    • Pümpernüssler 15.09.2020 17:43
      Highlight Highlight Und das soll was genau nützen?
    • Mutzli 15.09.2020 21:08
      Highlight Highlight @Pümpernüssler

      Das man keine Grippe bekommt oder weiterverbreitet.

      Was so ne Impfung halt macht? Wieso das noch wichtiger ist dieses Jahr als sonst, wird im Interview ja auch klar gesagt: Weniger Leute mit Grippe=weniger Tests nötig wegen ähnlichen Symptomen.
    • bebby 15.09.2020 21:33
      Highlight Highlight Noch besser wäre wohl, wenn zuerst alle Risikopersonen und das Gesundheitspersonal geimpft würden. Ich nehme allerdings an, dass das bereits so geplant ist, oder?
      Ditto bei einer eventuellen Covid-19 Impfung, falls es die mal geben sollte.
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  • Andi Weibel 15.09.2020 16:40
    Highlight Highlight Hey, ich kenne Frau Keller aus dem Kinderfernsehen!

    Ab Minute 13:15: https://www.srf.ch/play/tv/rosanna-checkts/video/was-laeuft-in-einer-notfallstation?urn=urn:srf:video:43637ff9-d9bc-4bfd-9445-87cdeb8f95f2

    Ich wünsche dem Gesundheitspersonal viel Ausdauer. Und ich wünsche mir, dass es von der Gesellschaft mit den nötigen Ressourcen ausgestattet und durch vernünftiges Verhalten unterstützt wird.
  • Frida Kahlo 15.09.2020 16:40
    Highlight Highlight "Diese Demonstrierenden sollten sich mal überlegen, was ihr Risikoverhalten für das Gesundheitspersonal, die Bevölkerung und die Wirtschaft bedeutet."

    Bei den Demonstranten ist genau das Überlegen das Problem 😒
    • Sir Albert 15.09.2020 17:02
      Highlight Highlight Nun, es gab doch in den vergangenen Monaten überall Grossdemos (gegen Corona und sonst, ich weiss nicht was alles noch). Gabs danach ne massiv gestiegene Anzahl der Fälle?
    • Citation Needed 15.09.2020 18:51
      Highlight Highlight Sir Albert: man sagt ja, dass man sich draussen eher nicht ansteckt 🤷🏻‍♀️
    • ceciestunepipe 15.09.2020 20:02
      Highlight Highlight Hab dich vermisst, Frau Kahlo :)
      Dich und deinen Scharfsinn
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  • HugiHans 15.09.2020 16:37
    Highlight Highlight Einfach, verständlich, nachvollziehbar. Vielen Dank für diese klaren Aussagen Frau Keller Lang 👌
  • Masus 15.09.2020 16:35
    Highlight Highlight Für bezeichnend halte ich, dass von einer hohen Belastung und der zweiten Welle gesprochen wird 'weil sich viele Leute testen lassen'.

    Das bedeutet nicht unbedingt, dass auch viele krank sind und später im Interview wird erläutert, dass auch während dem Höhepunkt kein Kapazitätsengpass in der Behandlung geherrscht habe.

    Was nun zu Engpässen führt ist das Testen von Personen mit Symptomen, die denjenigen einer Grippe ähneln. Den Unterschied kann man ohne den Test ja nicht feststellen, wie ebenfalls weiter unten erwähnt wird.
    • front2back 15.09.2020 20:22
      Highlight Highlight Man kann den Unterschied auch mit dem Test nicht ausmachen.
    • Garp 15.09.2020 23:49
      Highlight Highlight Lies das Interview nochmal, Masus. Du hast da was durcheinander gebracht. Dein weil passt gar nicht.

      Infiziert heisst--> Möglichlichkeit andere anzustecken, je mehr Imfizierte desto mehr Möglichkeiten der Ansteckung.

      Je mehr Leute sich an die empfohlenen Regeln halten, desto weniger müssen getestet werden, diese Regeln verhindern nämlich auch gewöhnliche Erkältungen und auch Grippeinfektionen.
    • Masus 16.09.2020 11:53
      Highlight Highlight @Garp
      Jein. Deine Argumentation macht durchaus Sinn, jedoch fehlt eine Perspektive:
      Die Positivrate des BAG liegt täglich bei ca. 3%. Da wir in der Schweiz bewusst keine randomisierten Tests durchführen schliesse ich, dass dies die Positivitätsrate der Verdachtsfälle sind. Was bedeutet, dass 97% der Getesteten nicht mal positiv getestet werden. Von den positiv getesteten haben viele keinerlei Symptome, benötigen also keine Behandlung (laut Interview werden sie 'nach Hause in die Isolation geschickt')

      Dies bedeutet, dass weit über 97% der geleisteten Arbeit nicht zu einer Behandlung führt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rosskastanie 15.09.2020 16:33
    Highlight Highlight Wie unaufgeregt und wenig hysterisch die Frau berichtet, obwohl sie doch an vorderster Front arbeitet. Die Gefahr ist also keineswegs gebannt. Dennoch ist unserer Gesellschaft und der Politik wichtig, dass Grossveranstaltung wieder ins Laufen kommen, koste es, was es wolle. Wir können dann im Winter wieder auf den Balkonen klatschen fürs Pflegepersonal... Und alle, die seit gestern durch die mediale Hyperventiliererei eines Pflanzenpräparats dachten, es gäbe nun ein "Heilmittel"....nada, man weiss offenbar einfach noch zuwenig über Covid-19.
  • Relativist 15.09.2020 16:30
    Highlight Highlight 3,2,1...ach was weiss die schon. Ist eh ein Pharma-Agent. Die will uns mit der Grippeimpfung nur chippen lassen.

    Ich habe im Juni gelesen, dass die Menschen 'der Einschränkungen müde sind'. Dies nach dem Minimalverzicht über die Dauer von drei Monaten. Das hat mich wütend gemacht. Jetzt drei Monate später verstehe ich die Müdigkeit. Nicht wegen den Einschränkungen, sonder weil man täglich die selben abgelutschten Argumente der Solidaritätsverweigerer hört. Diese widerlegt. Und weiss, dass es trotzdem nichts bringt.
    • Varanasi 15.09.2020 18:46
      Highlight Highlight Danke für diesen Kommentar, der genau aussagt, wie es ist.
      Ist mir übrigens auch in der Kommentarspalte beim Liveticker aufgefallen... da überwiegen auch die Solidaritätsverweigerer und andere mögen (mich eingeschlossen) kaum mehr sachlich antworten: wozu die Mühe, bringt ja eh nix.
    • Garp 15.09.2020 19:15
      Highlight Highlight Sollen wir das Internet dann den Realitätsveweigerern überlassen?
    • Varanasi 15.09.2020 19:32
      Highlight Highlight Nein natürlich nicht Garp, aber ermüdend ist es schon.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Masus 15.09.2020 16:29
    Highlight Highlight Bei allem Respekt für das Gesundheitswesen, dass das dem medizinischen Personal niemand krank ist beweist keineswegs den Nutzen der Masken, sondern ist maximal ein Indiz dafür.

    Abzuklären sind unter anderem:
    - Andere Präventionsmassnahmen die getroffen werden
    - Werden die genannten Mitarbeiter getestet, oder ist es möglich, dass auch sie positiv getestet werden würden, aber keine Symptome aufweisen, genau wie sehr viele andere Menschen?

    Ausserdem wird immer wieder explizit hervorgehoben, dass die Maske eben nicht den Träger, sondern sein Umfeld schützt.
    • Garp 15.09.2020 16:47
      Highlight Highlight Jeder der auf die Notfallstation kommt, muss auch Maske tragen. So schützt man sich gegenseitig.

      Ein positives Resultat ist ein positives Resultat. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass keiner der Mitarbeiter, die im Notfall arbeiten Symptome entwickeln falls sie sich angesteckt haben.

      Du suchst so nach Pseudoargumenten und das immer wieder.
    • Masus 15.09.2020 16:56
      Highlight Highlight Noch dazu sind unter 5% dieser Tests positiv, wenn ich mich nicht irre, denn in der Schweiz gibt es ja absichtlich keine zufälligen Tests, sondern nur bei vermuteten Fällen.
      Korrigiert mich wenn ich hier falsch liege. Aber das sieht für mich aus wie hunderte von Personen, die jeden Tag die Spitäler besuchen, ohne krank zu sein. Kein Wunder kommt das Fachpersonal da an die Grenzen. Und dies hauptsächlich wegen der Angst der Betroffenen.
    • spiffsparamour 15.09.2020 17:10
      Highlight Highlight Masken reduzieren das Infektionsrisiko für den Träger und das Umfeld.

      https://www.faz.net/2.1652/corona-wissenschaftler-testen-medizinische-und-alltagsmasken-16936372.html?premium
    Weitere Antworten anzeigen
  • Noob 15.09.2020 16:24
    Highlight Highlight Sorry, muss sein...
    Benutzer Bild
  • nigital_Fatives 15.09.2020 16:24
    Highlight Highlight Die Todesrate ist in der Schweiz viel tiefer als etwa in Spanien oder Italien. Wie erklären Sie sich das?

    Ich hab mich gefragt, ob das vlt auch mit dem Lifestyle zu tun hat. Warum wird das nie in Betracht gezogen? Unsere Rentner sind aus meiner Beobachtung meist sehr fit und vital. Gibt es dazu Statistiken?
    • Michele80 15.09.2020 16:41
      Highlight Highlight Hypothese meinerseits ist, dass in diesen Ländern die (Gross-) Familie einen ganz anderen Stellenwert hat als hier und auch anders gelebt wird. Und wenn ich (klischemässig gesagt) nur 3 Leute in meinem engen Familienumfeld habe, dann stecke ich eben auch dann weniger Leute an, als wenn Onkel und Tanten und Grosstanten und Cousins auch noch dazugehören.
    • Garp 15.09.2020 16:56
      Highlight Highlight Derzeit stecken sich wenige Rentner an. Wir leben nicht im grossen Familienverband. Am Anfang sah Todesrate bei uns auch nicht so toll aus.
      Wir sind ein Land mit hoher Bildung und hoher Qualität im Gesundheitswesen.
    • Ikswodorb 15.09.2020 18:09
      Highlight Highlight Eine Erklärung könnte auch sein, dass es in Spanien und Italien viel mehr Infizierte hatte, als diejenigen, die man durch Tests identifiziert hatte. Mehr Infizierte bedeuten leider auch mehr Tote. In der Schweiz und auch in Deutschland ist die Dunkelziffer bei den Infizierten wohl deutlich kleiner gewesen.
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  • Körschgen 15.09.2020 16:19
    Highlight Highlight Auch in der Intensivmedizin des UZH gab es keine einzige Ansteckung innerhalb des Spitals (Watson Interview mit Peter Steiger), was eine respektable Leistung ist. Was zeigt, dass man mit fähigen Leuten und ein bisschen Materialeinsatz an der richtigen Stelle viel erreichen kann.

    Unsere südlichen Nachbarn lassen Ortschaften abriegeln, beschliessen Ausgangssperren nach chinesischem Vorbild und der ganze Nutzen (so er denn exisiert) geht flöten weil die Spitalhygiene faktisch nicht existiert (Artikel in der NZZ)...
    • Lami23 15.09.2020 16:49
      Highlight Highlight Das ist leider nichts neues. Darum sind die repatrierten Patienten oft mir MRSA und dergleichen besiedelt.
  • Triumvir 15.09.2020 16:15
    Highlight Highlight Chapeau! Tolle Frau. Ihr und all den anderen Menschen im Gesundheitswesen gebührt ein riesiges Dankeschön!
    • petrolleis 15.09.2020 17:24
      Highlight Highlight Frag mich grade, wer so einen Kommentar blitzt 🤔 und warum. Scho no krass... jeder 5te
    • SUP_2 15.09.2020 19:06
      Highlight Highlight Man muss sich ernsthaft fragen was es bei diesem Kommentar zu blitzen gibt ! Sind die Anti-Covid Trolls hier wirklich derart borniert, dass man sogar solche Kommentare haten muss? Abstruse Welt
  • rodolofo 15.09.2020 16:13
    Highlight Highlight Also surfen wir die Welle!
    • Tanem 15.09.2020 18:19
      Highlight Highlight Ok, dann gehen Sie mal voran. Aber bitte auch ohne medizinische Hilfe zu beanspruchen.
  • mutorintemporibus 15.09.2020 16:05
    Highlight Highlight Vernünftige, nüchterne und unaufgeregte Darlegung der Situation.
    Beunruhigend ist, dass wir anscheinend auf einem Grat balancieren, vielleicht schaffen wir den Weg, vielleicht stürzen wir aber auch wieder ab.
  • HPOfficejet3650 15.09.2020 16:03
    Highlight Highlight DANKE für euren unermüdlichen Einsatz❤️

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