Fussball
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08229266 Tottenham manager Jose Mourinho reacts during the UEFA Champions League round of 16, first leg soccer match between Tottenham Hotspur and RB Leipzig in London, Britain, 19 February 2020.  EPA/ANDY RAIN

Mourinho griff gegen Leipzig auf seine alte Taktik zurück – ohne Erfolg. Bild: EPA

Werners Wechselgerüchte, Mourinhos Bus und «ein Duell mit einem Gewehr ohne Munition»

RB Leipzig überrumpelt Tottenham in der Champions League. «Spurs»-Trainer José Mourinho fällt dabei in alte Fahrwasser zurück und zieht kuriose Vergleiche. Und Leipzigs Matchwinner Timo Werner verwirrt die eigenen Fans mit Wechselgerüchten.



Beim allerersten Auftritt des Vereins in der K.o.-Phase der Champions League bezwingt RB Leipzig Tottenham Hotspur auswärts mit 1:0. Es war ein begeisternder Auftritt des «Dosenklubs» aus Sachsen. Die Truppe von Trainer Julian Nagelsmann dominierte die «Spurs» von der ersten Minute an.

Die Zusammenfassung des Spiels. Video: SRF

Doch so beeindruckend der Auftritt der «Roten Bullen» auch war, so enttäuschend war das Gezeigte der englischen Hausherren. Am Ende durfte sich die Mannschaft beim herausragenden Goalie Hugo Lloris bedanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel.

Es schien, als würde José Mourinho in alte Fahrwasser geraten. Der berühmte Mourinho-Bus feierte sein Comeback und fand einen Parkplatz direkt vor dem Tottenham-Tor. Sein Team spielte von Beginn weg extrem passiv und verteidigte phasenweise mit allen Feldspielern im und um den eigenen Strafraum. Die wenigen Chancen, die sich die «Spurs» erarbeiteten (insgesamt waren es drei Torschüsse) kamen mehrheitlich nach Standardsituationen.

«Gewehr ohne Munition»

Dass Mourinho es auch anders kann, hat er eigentlich zuletzt bewiesen. In den letzten fünf Pflichtspielen erzielte Tottenham elf Tore – und das ohne Goalgetter Harry Kane. Doch das nun auch noch Flügelstar Heung-min Son ausfällt, war für den Portugiesen eine gewichtige Absenz zu viel.

So erklärte der Spurs-Coach nach dem Spiel in einem kuriosen Vergleich: «Wir haben nicht die Waffen wie Leipzig: Sie haben Nkunku, Schick und Werner, dazu kommen Forsberg und Poulsen. So ist nun mal unsere Situation – es ist, wie wenn man zu einem Duell geht mit einem Gewehr, aber ohne Munition.»

«Das Ergebnis macht mir Hoffnung, ein 1:0 ist kein 10:0.»

José Mourinho

abspielen

Mourinho war nach dem Schlusspfiff sichtlich genervt. Video: YouTube/BT Sport

Wobei ganz ohne Star-Power war Tottenham ja nicht. Aber weder Giovani Lo Celso noch Lucas Moura oder Dele Alli konnten das Spiel an sich reissen. Letzterer wurde nach 64 Minuten ausgewechselt und war sichtlich verärgert darüber. Auch wenn Mourinho zu erklären versuchte: «Er war sauer wegen seiner Leistung, nicht auf mich.»

Dennoch schien der Tottenham-Trainer zufrieden mit seiner Mannschaft. Sie habe alles versucht, sei vor allem in der Schlussphase aber auch immer wieder an Leipzig-Keeper Peter Gulacsi gescheitert. Der Portugiese bleibt jedenfalls optimistisch: «Das Ergebnis macht mir Hoffnung, ein 1:0 ist kein 10:0. Wir wären nicht das erste Team, das sich nach einer solchen Niederlage noch qualifiziert.»

Auch Julian Nagelsmann denkt bereits an das Rückspiel, aber nicht ohne vorher seine Mannschaft noch einmal zu loben: «Wir waren sehr geduldig. Wir haben nicht die Brechstange herausgeholt, sondern sind es kontrolliert angegangen. Der Sieg hätte gar noch höher ausfallen können. Jetzt müssen wir zuhause genau so auftreten.»

Werner verwirrt mit Liverpool-Gerüchten

Matchwinner für RB war Timo Werner. Der 23-jährige Stürmer war zuletzt 451 Minuten in Serie ohne Torerfolg geblieben. Gegen Tottenham vergab er zuerst auch die eine oder andere Grosschance, bis er in der 58. Minute einen Penalty souverän verwandelte. «Ich habe alles in den Schuss reingehauen als wäre es mein letzter heute und das hat gut geklappt», erklärte der deutsche Nationalspieler nach dem Schlusspfiff.

Er ist nun auch der erste Spieler in der Champions-League-Geschichte, der seine ersten sieben Treffer in der Königsklasse allesamt auswärts erzielte.

«Ich weiss, dass in Liverpool viele gute Spieler spielen und ich mich verbessern muss, um dort zu spielen.»

Timo Werner

So sehr sich die Leipzig-Fans über Werners Tor gefreut haben, so sehr dürften sie verwundet gewesen sein über die Aussagen ihres Topstürmers danach.

Angesprochen auf die Gerüchte, dass er zu Liverpool wechseln könnte, meinte Werner zuerst diplomatisch: «Dass Gerüchte, auch in Richtung Liverpool, aufgekommen sind, macht einen stolz.» Nur um danach anzufügen: «In so einem Spiel vergisst man die Gerüchte, danach kann man sich wieder damit beschäftigen. Am Wochenende muss man es dann wieder zeigen, dass dann auch Liverpool-Fans schreiben: ‹Super Spiel von mir.›»

Und auch gegenüber dem norwegischen TV-Sender «Viasport» ergänze Werner noch: «Ich weiss, dass in Liverpool viele gute Spieler spielen und ich mich verbessern muss. Ich muss noch viel lernen, um auf dieses Level zu kommen und dort zu spielen.» Nachdem der Stürmer die eigenen Fans hat jubeln lassen, lässt er sie nun also auch noch zittern.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die wichtigsten Rekordmarken in der Königsklasse

Mario Basler verrät uns, was ihn am modernen Fussball nervt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Glenn Quagmire 20.02.2020 12:51
    Highlight Highlight RasenBallsport Leipzig hat Fans???????
    • Pümpernüssler 20.02.2020 14:04
      Highlight Highlight Das RB gehate ist sowas von ausgelutscht. Wo liegt denn der Unterschied zu Wolfsburg und Bayer?
    • DarkRessiveSystem 20.02.2020 15:37
      Highlight Highlight da gibt es zuviele Gründe..
      zb.
      -RB wurde nur zu werbezwecken gegründet
      -RB hat sehr sehr wenige Mitglieder (nur Leute von Redbull haben Stimmrecht, neuzugänge haben keines)
      -RB ist der Erfolg egal, hauptsache, sie kommen ein Paar mal im TV/Radio
      -RB hat einen Verein gekauft und komplett umgekrempelt
      -RB hat sich Spieler (zu früheren Zeiten) gekauft, welche sich niemand anderes hätte leisten können (2/3. BL)
      -RB Interessiert sich nicht für ihre Fans, diese müssen jeweils selber an die Auswärtsspiele reisen/sehen wie sie dahin kommen bzw sich um Tickets kümmern..
      ich hoffe das reicht mal..
    • DarkRessiveSystem 20.02.2020 15:39
      Highlight Highlight Ansonsten gibt es hier ein gutes Video :)

      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ghorbani 20.02.2020 12:16
    Highlight Highlight Ich habe das Gefühl Dele Alli war wirklich nur über seine Leistung sauer. Nicht auf Jose Mourinho.
  • Pümpernüssler 20.02.2020 10:18
    Highlight Highlight Werner will wohl eher sagen, dass er noch nicht auf dem Niveau ist, um für Liverpool auflaufen zu können.

Football Porn

Football Porn Teil I – 20 Fotos, die viel zu schade fürs Archiv sind

Freue dich – das ist der Auftakt zu einer Serie, die in unregelmässigen Abständen erscheinen wird!

Küsschen für den Torschützen: Der später als Trainer immer so streng wirkende Christian Gross beglückwünscht 1981 seinen Bochumer Mitspieler Hans-Joachim Abel.

Lebemann George Best geniesst am Pool die warme Sonne und ein kühles Bier. 30-jährig wechselt der nordirische Dribbelkönig, der bei Manchester United zum ersten Popstar des Fussballs geworden ist, zu den Los Angeles Aztecs in die USA.

Hany Ramzy, ägyptischer Verteidiger von Werder Bremen, ist 1995 bestimmt erstaunt. Da blättert er – …

Artikel lesen
Link zum Artikel