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Post beteuert Datenschutz bei digitalen Briefen trotz Google-Cloud

epa12001503 People walk past the Google Cloud logo during the Hanover Fair 2025 (Hannover Messe) in Hanover, Germany, 31 March 2025. More than 4,000 exhibitors are expected to showcase their innovatio ...
Die digitalen Briefe werden verschlüsselt auf Google-Cloud-Servern gespeichert.Bild: keystone

Post beteuert Datenschutz bei digitalen Briefen trotz Google-Cloud

20.05.2026, 15:3120.05.2026, 16:17

Die Schweizerische Post sieht die Datensicherheit bei digitalen Briefen trotz Speicherung auf Cloud-Servern des US-Konzerns Google gewährleistet. Die Plattform erfülle die strengen Vorgaben der Postverordnung, schreibt das Unternehmen in einem Beitrag auf seinem Medienblog.

In einem Bericht von Anfang Mai hatte das Konsumentenmagazin «K-Tipp» die Datensicherheit von digitalen Briefen in Frage gestellt. Dies weil die Briefe auf Cloud-Servern von Google gespeichert werden – einem US-Konzern, der von den US-Strafbehörden via «Cloud Act» zur Herausgabe von Daten verpflichtet werden kann.

Die Post sieht den Schutz des Post- und Briefgeheimnisses trotz der Nutzung der Google-Cloud gewährleistet, wie sie schreibt. Die Systemarchitektur sei einer Datenschutz-Folgeabklärung beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten unterzogen und von der Postcom geprüft worden.

Die digitalen Briefen würden verschlüsselt in der Schweiz gespeichert, heisst es weiter. Eine Entschlüsselung durch den Cloud-Betreiber sei ausgeschlossen, da die Schlüsselverwaltung abgetrennt erfolge. Google könne also nicht auf den Inhalt der Briefe zugreifen – auch wenn der US-Konzern zur Herausgabe von Daten aufgefordert würde.

End-to-End-Verschlüsselung nicht möglich

Eine End-to-End-Verschlüsselung ist indes nicht möglich, so die Post in ihrem Blog-Beitrag weiter. Um einen digitaler Brief gemäss Vorgaben des Bundes auch in Papierform versenden zu können, müsse dieser für den Druck temporär entschlüsselt werden.

Die Entschlüsselung erfolge aber nicht auf der Cloud-Infrastruktur, sondern lokal beim Druckpartner. Dieser sei vertraglich zur Geheimhaltung verpflichtet.

Dass die Post im Gegensatz zum E-Voting auf einen fremden Cloud-Partner setzt, rechtfertigt sie mit der hohen Skalierbarkeit für die Verarbeitung grosser Sendungsvolumen, wie eine Postsprecherin auf Anfrage mitteilte. Beim E-Voting seien es geringere und gut planbare Datensendungen, was beim Briefversand nicht der Fall sei.

Aktuelle Angaben zur Anzahl der Sendungen seit der Lancierung des digitalen Briefs am 1. April kann die Post auf Anfrage noch nicht machen. 2025 seien via den Dienst «Meine digitale Post» 5,1 Millionen Sendungen verarbeitet worden. Dies entsprach einer Zunahme von über 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Quellen

(hkl/sda)

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Chuchichäschtli
20.05.2026 17:03registriert März 2022
Genau so wie sie allen die SwissID aufs Auge gedrückt hatten will die Post jetzt auch noch die Briefpost digitalisieren und durchdrücken.
Fazit, der Abbau vom Service Public der schon heute nicht mehr gegeben ist. In Folge dessen der Verlust von Arbeitsstellen zur Profitmaximierung.
Ersatz durch Postagenturen mit eingeschränktem Angebot sind keine Lösung wenn ich dort mit Bargeld nicht einmal mehr Briefmarken kaufen, Pakete aufgeben oder Einzahlungen tätigen kann.
Shame on you!
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Jack Bones (1)
20.05.2026 17:02registriert Juli 2022
Und das weiss die Post genau woher? Als ob sie Kontrolle darüber hätten was Google mit den Daten genau treibt. Wie kann man nur so komplett naiv sein 🤡
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