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Bild: Montage watson.de/netflix/twitter

Schwarzer Humor + Cliffhanger = «Dead to Me»: Warum die Netflix-Serie so süchtig macht

Jessica Ruhstorfer / watson.de



Schlechte Nachrichten für alle Serienfans: Das Wetter soll in den nächsten Wochen schöner werden – und Netflix macht es uns unmöglich, aus unseren Höhlen zu kriechen.

Denn falls ihr plant die neue, gehypte Serie «Dead to Me» der Streaming-Plattform anzufangen, muss ich euch vorwarnen:

Wer einmal damit anfängt, wird nicht mehr aufhören können und die Serie bis zur letzten Minute fertig ansehen müssen – ganz egal, wie grell die Sonne draussen scheint. Das Suchtpotential der Comedyserie über Tod, Verlust, Rache und Trauer, voll gefüllt mit viel schwarzem Humor ist schlichtweg zu hoch.

Was macht den Suchtfaktor von «Dead to Me» aus?

Die Serie ist seit 3. Mai auf Netflix verfügbar. Und seither kommen die User auf Twitter gar nicht mehr aus dem Schwärmen über die neue Serie heraus.

«Jeder muss 'Dead to Me' auf Netflix ansehen. Alles daran ist Perfektion.»

Auch ich kann bestätigen, dass einem «Dead to Me» keine andere Wahl lässt, als alle zehn Episoden am Stück anzusehen. Denn jede von ihnen endet mit einem mal mehr, mal weniger überraschenden Cliffhanger. Aber fangen wir von vorne an:

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Worum geht es in «Dead to Me»?

Jen, gespielt von Christina Applegate, ist Immobilienmaklerin, Mutter von zwei Söhnen und will die Todesumstände ihres Mannes aufklären, der kürzlich Opfer eines Autounfalls mit Fahrerflucht wurde. Sie ist die Art von Frau, die immer alles unter Kontrolle zu haben scheint und im Sonnenstaat Los Angeles von Werbeplakaten mit ihrem schwulen Kollegen strahlt.

In einer Selbsthilfegruppe trifft sie dann auf Judy (Linda Cardellini). Die ist ein optimistischer Freigeist, der auf den ersten Blick das komplette Gegenteil zu Jen darstellt. Aber auch sie hat kürzlich einen tragischen Verlust erlitten.

Jen und Judy freunden sich trotz ihrer gegensätzlichen Charaktere an und helfen sich so gegenseitig über ihre Trauer hinweg.

Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen:

Diese Freundschaft birgt nicht nur eitel Sonnenschein, sondern auch einige dunkle Geheimnisse. Geheimnisse, die nur darauf warten, am Ende jeder Folge an den Tag zu kommen und so das Verlangen auf «Nächste Episode» zu klicken, schier bis ins Unendliche treiben.

«Dead to Me» ist extrem düster – und trotzdem lustig

Die Serie stammt aus der Feder von Liz Feldman, die auch die Frau hinter «2 Broke Girls» ist – ebenfalls eine Serie, in der zwei starke, weibliche Persönlichkeiten im Fokus stehen und doch als «klassische feel-good Sitcom» im starken Kontrast zu «Dead to Me» steht.

Feldman schrieb «Dead to Me» in einer Zeit, als gerade ihr Cousin verstorben war, sie steil auf die 40 zuging und sich in einer verzweifelten Odyssee voller unerfüllter Schwangerschaftsversuche befand, wie sie der amerikanischen »Glamour" erzählt.

Diesen Stoff nutzte sie dann für ihr neues Werk.

Zwar behandelt die Serie dementsprechend mit Dingen wie Tod, Fehlgeburten, Trauer und Verlust harten Tobak, trotzdem hat es Feldman gemeinsam mit den Produzenten Will Ferrell, Adam McKay und Jessica Elbaum geschafft, diese Thematik lustig und mit jeder Menge schwarzem Humor darzustellen.

Das Ganze erinnert so stark an eine Mischung aus «Desperate Housewives» und dem Blake-Lively Film «Nur ein kleiner Gefallen».

Netflix-Serie vereint Witz und Feminismus

Der trockene, schwarze Humor macht sich von den ersten Szenen an bemerkbar. Es werden Witze über tödliche Unfälle sämtlicher Art gemacht oder Diskussionen beim Abendessen der Familie darüber geführt, welche Väter anstelle des eigenen hätten sterben sollen.

Und doch steht bei all den düsteren Witzen, Cliffhangern und Dramen doch immer nur eins im Vordergrund:

Die Stärke beider Frauen und deren Freundschaft.

So versprüht die Serie zudem eine kräftige Portion Feminismus. Das zeigen Szenen, wie die in der Jen ihrem Sohn erklärt, dass es «patriarchalische Scheisse» sei, zu denken, dass er als ältester «Mann im Haus» jetzt auf sie aufpassen müsse oder wenn Jen Judy erklärt, dass sie es hasse, wenn Männer Frauen als 'irre' bezeichnen.

«Männer bezeichnen Frauen viel zu oft als irre oder verrückt, nur um uns zu schwächen, verstehst du? Es sollte einfach verboten sein, jemanden als verrückt zu bezeichnen.»

Twitter liebt «Dead to Me»

Es überrascht also kaum, dass auf Twitter hunderte Lobeshymnen auf die neue Netflix-Serie gesungen werden. Hier nur ein (sehr!) kleiner Ausschnitt der Reaktionen:

«Irgendjemand: Hi!
Ich: DEAD TO ME ist die beste Serie die ich jemals gesehen habe»

«Ich bei jedem überraschende Twist in 'Dead To Me'»

«Heilige Scheisse, Dead To Me ist fesselnde Unterhaltung! Gott sei Dank ist es auf Netflix! Es ist die Art von Binge, die einen all seine Verpflichtungen vergessen lässt. Grossartiger Job, Liz Feldman & ihr Team!!!»

«Ad und ich haben die Netflix Serie 'Dead to Me' in 24 Stunden fertig geschaut und es ist das beste verdammte Ding, das ich mir je angesehen habe! Jede Folge wird dich schockieren. 10/10, ich würde es jedem empfehlen!»

Ihr habt gerade 292 Minuten (also knapp 5 Stunden) Zeit? Na, worauf wartet ihr dann noch?!

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