Frankreich
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Le Pen zweifelt Nato-Mitgliedschaft der Türkei an



epa08395031 French far-right political party Rassemblement National (RN) leader Marine Le Pen wears a face mask as she arrives to lay a wreath of flowers at the statue of Joan of Arc in Paris, France, 01 May 2020. The party's traditional rally for Labor Day will not be held this year due to containment measures and the nationwide lockdown taken in an attempt to stop the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Le Pen nimmt Türkei ins Visier. Bild: EPA

Im Streit mit der Türkei über einen Zwischenfall mit Kriegsschiffen fordert die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen Konsequenzen in der Nato.

«Man muss tatsächlich unsere Verbündeten fragen, uns zu unterstützen, und die Frage zur Präsenz der Türkei in der Allianz stellen», sagte die Chefin der Rechtsaussenpartei Rassemblement National (RN - früher Front National) am Donnerstag im Sender Sud Radio.

Frankreich hatte am Mittwoch bestätigt, wegen des Zwischenfalls im Mittelmeer seine Beteiligung an dem Nato-Seeüberwachungseinsatz Sea Guardian vorübergehend auszusetzen. Ein türkisches Kriegsschiff hatte nach Pariser Darstellung mehrfach sein Feuerleitradar auf eine französische Fregatte gerichtet. Da solche Systeme in der Regel nur benutzt werden, um Zieldaten für den Gebrauch von Waffensystemen zu liefern, war dies von Paris als «extrem aggressiv» gewertet worden. Die Türkei weist die Vorwürfe Frankreichs zurück und wirft dem französischen Schiff vor, zu schnell unterwegs gewesen zu sein.

«Die Deutschen sind äussert vorsichtig, Frankreich in dieser Sache zu verteidigen», sagte Le Pen. Sie sprach in diesem Zusammenhang deutsche Waffenexporte in die Türkei an. Sie unterstütze in dieser Sache Präsident Emmanuel Macron. Der 42-Jährige hatte die Türkei wegen ihrer Rolle im Libyen-Konflikt scharf angegriffen. Das sei eine Bedrohung für Afrika und für Europa, so Macron am Wochenbeginn nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel in Meseberg. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 03.07.2020 02:27
    Highlight Highlight Dumm nur, dass im NATO-Vertrag gar keine Möglichkeit vorgesehen ist, ein Mitglied aus dem Bündnis rauszuwerfen. Höchstens könnte die Türkei selbst seine Mitgliedschaft künden.

    Selbst die Auflösung der NATO würde sich schwierig gestalten, weil die jüngsten elf Mitglieder noch keine 20 Jahre bei der NATO dabei sind, und daher kein Kündigungsrecht haben. Zurückbleiben würde eine Art Mini-Warschauer-Pakt. Das wäre dann ein gefundenes Fressen für Russland und China.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 02.07.2020 22:30
    Highlight Highlight "In der Präambel des Nordatlantikvertrages bekennen sich die Mitglieder zu Frieden, Demokratie, Freiheit und der Herrschaft des Rechts." --> Türkei macht das komplette Gegenteil.
  • Oneiroi 02.07.2020 21:38
    Highlight Highlight Naja.. von Madamme Le Pen ist nicht viel zu halten, von NATO ebenso. Ein Kind des Kalten Krieges.
    Aber war es nicht die NATO die das Land 2011 in die Demokratie bombte? Geträumt habe ich das nicht. Ich schwöre.
  • champedissle 02.07.2020 20:43
    Highlight Highlight Es wäre nicht das erste Mal, dass Frankreich die NATO verlässt. Es ist erst vor einigen Jahren nach Jahrzehnten der Absenz wieder zurückgekehrt allerdings ohne seine Atomwaffen unter den Befehl der NATO zu stellen. Das kann nur der Präsident der Republik.
    Die NATO muss sich entscheiden, einen kriegserprobten Partner mit der modernsten Ausrüstung aller Teilnehmer, abgesehen von den USA zu vergraulen und mit der Türkei weiterzumachen, oder die Türkei aus der NATO auszuschliessen. Mit allen Konsequenzen.
  • AdiB 02.07.2020 18:01
    Highlight Highlight "Das sei eine Bedrohung für Afrika und für Europa, so Macron am Wochenbeginn" danke für den lacher. Und da sie diesen satz jetzt brachten über die türkei, können wir uns mal um frankreichs rolle in afrika wenden? Wenn sie schon besorgt um die sicherheit dieses kontinentes sind.
    Dieser mann schafft es bei mir manchmal bis auf trumplvl wenn es um heuchelei und selbstdarstellung geht.
  • Chancho 02.07.2020 16:11
    Highlight Highlight Jetzt beginnen sich die Populisten auf die alten Tage schon untereinandert zu zerfleischen.
    Dass ich das noch erleben darf.
    Wir wollen mehr davon!
    Panem et circenses.
    Benutzer Bildabspielen
  • Juliet Bravo 02.07.2020 16:10
    Highlight Highlight Putins Sockenpuppe arbeitet seine Auträge ab.
  • Shin Kami 02.07.2020 16:06
    Highlight Highlight Ich glaubs ja nicht das ich der Frau mal recht geben muss. Über den Zwischenfall mit dem Schiff weiss ich nichts, daher keine Ahnung was da war. Die Türkei aus der NATO zu schmeissen wäre allerdings sowieso lange überfällig.
    • Liselote Meier 02.07.2020 16:42
      Highlight Highlight Na die Türkei handelt da NATO Konformer, da sie die offiziell anerkannte Regierung in Libyen unterstützen wie die EU offiziell. Frankreich unter der Hand Haftar, wurden schon etliche französische Waffen in deren Lagern gefunden. Die Verstrickungen sind offenkundig und wurde auch von Italien den Franzosen vor den Latz geknallt.

      Das Waffenembargo wird von duzenden Staaten missachtet nicht nur von der Türkei.

      Der Bruch ist auf einer ganz anderen Ebene.
  • Dong 02.07.2020 15:59
    Highlight Highlight Ich würde mal behaupten, im Jugoslawien-Krieg hat man gesehen, dass die alten Reiche Westrom (lateinische Schrift), Ostrom (Kyrillisch) und das Osmanische Reich (islamisch) noch immer existieren. Die NATO sollte unser Militärbündnis sein, und uns vor den andern schützen (soweit OK), aber gleichzeitig den andern Verbindlichkeit und Sicherheit vor uns geben (da hapert's m.E. momentan).

    So oder so, die Mitgliedschaft der Türkei (oder auch von Ländern mit russischem Bevölkerungsanteil) gefährden die Stabilität des Konstrukts, hätte man nicht machen sollen.
  • BöserOnkel 02.07.2020 15:53
    Highlight Highlight Das ist wahrscheinlich mit das erste Mal, dass die Frau was gescheites sagt! Die Türkei gehört weder in die EU noch in die Nato. Ich frag mich wann Europa damit anfangen will demokratische Werte zu verteidigen und sich von diesen Diktatoren und möchtegern Diktatoren abgrenzt?!
    • MrNiceGuy 02.07.2020 16:10
      Highlight Highlight erst dann wenn es sich wirtschaftlich auch lohnt
    • Liselote Meier 02.07.2020 16:26
      Highlight Highlight Die NATO hat mal gar nichts mit Demokratie verteidigen zu tun sonder den Kapitalismus.

      Portugal ist Gründungsmitglied und war damals eine lupenreine Diktatur. GB und FR noch Kolonialmächte.

      Die Türkei hat man aufgenommen um sie der Sowjetunion zu entziehen, Griechenland wurde dem Westen bei der Konferenz von Jalta zugeschlagen. Die Türkei war ja seit dem 2. WK mehrmals eine Diktatur.


  • Q anon = B annon 02.07.2020 15:40
    Highlight Highlight Kann Ihr nur beipflichten!
    Türkei unter Ergodan hat in der Nato nichts zu suchen.
    Und EU hat zwar die Offiziellen Beitrittsverhandlungen noch nicht Begraben aber so weit auf Eis gelegt das gar nichts passiert. Zum Glück!
    Man müsste die Diplomatische Sprache mal auf die SEite legen und mit dem Türkischen Staatschef Tacheles reden.
    Alles andere wird belächelt und bringt gar nichts!
  • De-Saint-Ex 02.07.2020 15:32
    Highlight Highlight Nanu... Madame Le Pen mit Gesichtsmaske? SVP genau hinschauen! Und was sie über NATO und die Türkei sagt... nun da muss ich ihr Recht geben... autsch, drifte ich auf meine alten Tage noch nach rechts 🙈 ?
    • TanookiStormtrooper 02.07.2020 15:50
      Highlight Highlight Le Pen ist doch einfach nur gegen die Türkei, weil das eben Moslems sind.
      Die Mitgliedschaft der Türkei in der Nato wäre ja kein Problem, wenn die Türken nicht, direkt nach den USA, die meisten Truppen stellen würden. Die Nato hat sich von der Türkei abhängig gemacht und jetzt kann sich der Autokrat Erdogan eben einiges erlauben. Steigt Erdogan aus wird es für die Nato fast so schwer, wie wenn der andere Trottel im Weissen Haus aussteigt. Ein rausschmiss der Türkei lässt sich nicht so einfach bewerkstelligen, wenn andere Länder die Lücke nicht füllen können resp. wollen.
    • ein bekiffter Holländer 02.07.2020 16:51
      Highlight Highlight Nichts spricht dagegen, aufs Alter hin noch zur Weisheit zu finden. 💁🏻

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