Armee
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Arbeiten am Radschuetzenpanzer Piranha in der Mowag Motorwagenfabrik AG in Kreuzlingen, aufgenommen im Mai 1999. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) : FILM]

Botswana kaufte im ersten Halbjahr 2020 Panzer für knapp 65 Millionen Franken. Bild: KEYSTONE

Schweiz auf dem Weg zu neuem Waffenexport-Rekord – hierhin wird das Material geschickt

Die Schweiz hat im ersten Halbjahr 2020 Kriegsmaterial im Wert von 501 Millionen Franken exportiert. Damit pulverisieren die Schweizer Rüstungsunternehmen die Zahlen des letzten Jahres. Die Gruppe Schweiz ohne Armee findet das «widerlich».



Von Krise ist nichts zu spüren: Schweizer Rüstungsunternehmen haben im ersten Halbjahr 2020 Kriegsmaterial im Wert von einer halben Milliarde Franken in die ganze Welt verschifft. Das ist fast doppelt so viel wie im ersten Halbjahr 2019 und etwa gleich viel wie im ganzen Jahr 2018.

Entwicklung der Kriegsmaterialexporte 1983 - 2019

Waffenexporte Grafiken

Bild: watson

Das Staatssekratariat für Wirtschaft (Seco) relativiert indes: Kriegsmaterialexporte seien Schwankungen unterworfen, grosse Geschäfte könnten einzelne Quartale stark beeinflussen. Dies müsse nicht unbedingt bedeuten, dass es in den weiteren Quartalen so weitergeht. Der Rekord von 2011, als die Schweiz Kriegsgüter im Wert von 873 Millionen Franken exportierte, ist trotzdem bereits in Griffnähe.

Wohin wird Rüstungsmaterial exportiert?

Auf der aktuellen Liste der Exportländer erscheinen 55 Staaten. Nicht jeder Staat kauft die Güter auch zur definitiven Anwendung, einiges wird auch wieder ausgeführt. Für fertiges Kriegsmaterial (zum Beispiel gepanzerte Fahrzeuge) muss sich der staatliche Endempfänger jedoch verpflichten, dieses nicht ohne das Einverständnis der Schweiz weiterzugeben. Er muss eine sogenannte «Nichtwiederausfuhr-Erklärung» unterzeichnen.

Die meisten Güter bleiben in Europa, genauer 53,8 Prozent aller Exporte. Danach folgt Asien mit teilweise umstrittenen Zielländern wie Saudi-Arabien, Bahrain, Oman oder Pakistan. Umstritten deshalb, weil sie, allen voran Saudi-Arabien, im Jemen-Konflikt mitmischen. An der Grenze zwischen Pakistan und Indien rasseln ebenfalls seit langem die Säbel. Die Exporte nach Asien machen ein Viertel der Gesamtsumme aus.

Die Anteile der restlichen Kontinente entstehen mehrheitlich durch grosse Käufe einzelner Länder wie Botswana und Brasilien.

Export von Kriegsmaterial nach Land und Betrag

Waffenexporte Grafiken

Bild: watson

Die 25 «besten Kunden» im ersten Halbjahr sind:

  1. Indonesien (110,9 Mio.)
  2. Dänemark (80,5 Mio.)
  3. Botswana (64,5 Mio.)
  4. Rumänien (58 Mio.)
  5. Deutschland (50,7 Mio.)
  6. Brasilien (18 Mio.)
  7. USA (17,8 Mio.)
  8. Italien (14,4 Mio.)
  9. Frankreich (9 Mio.)
  10. Irland (8,1 Mio.)
  11. Grossbritannien (7,7 Mio.)
  12. Schweden (7,1 Mio.)
  13. Österreich (5,3 Mio.)
  14. Oman (5,3 Mio.)
  15. Spanien (5,3 Mio.)
  16. Australien (4,3 Mio.)
  17. Litauen (4,2 Mio.)
  18. Norwegen (4,2 Mio.)
  19. Belgien (3,7 Mio.)
  20. Bahrain (2,9 Mio.)
  21. Ungarn (2,6 Mio.)
  22. Slowakei (2,5 Mio.)
  23. Malaysia (2 Mio.)
  24. Saudi-Arabien (2 Mio.)
  25. Bulgarien (1,6 Mio.)

Kriegsmaterialexporte nach Kontinent

Waffenexporte Grafiken

Bild: watson

Was wird gekauft?

Den Löwenanteil, fast 50 Prozent, machen Panzer und andere Landfahrzeuge aus. So hat Botswana zum Beispiel für 64,5 Millionen Franken gepanzerte Fahrzeuge gekauft, Dänemark gar für gut 80 Millionen.

Auch Schweizer Luftabwehrsysteme erfreuen sich international grosser Beliebtheit. Indonesien hat sich für 60 Millionen Feuerleiteinrichtungen, wie sie im Fachjargon heissen, gekauft, Brasilien für 18 Millionen. Auch in umstrittene Länder wie Saudi Arabien wurden Luftabwehrsysteme verkauft.

Was für Kriegsmaterial exportiert die Schweiz?

Grafik Waffenexport

Bild: watson

Waffen jeglichen Kalibers, ausser Hand- und Faustfeuerwaffen, stehen an dritter Stelle. Auch hier sticht Indonesien mit einem Bestellwert von über 50 Millionen Franken heraus. Auch der Oman hat für über 5 Millionen Franken Waffen bestellt.

Skyshield-Flugabwehrsysteme, Rheinmetall Air Defence

Skyshield-Flugabwehrsysteme der Firma Rheinmetall Air Defence. Bild: rheinmetall-defence.com

Was sind die Reaktionen?

Kopfschütteln und Unverständnis kommen von der Gruppe Schweiz ohne Armee (Gsoa). «Die deutliche Zunahme ist nicht nur schockierend in Bezug auf die internationale Rolle der Schweiz, sondern auch in Bezug auf das Verhalten der Rüstungsindustrie», liess sich Thomas Bruchez, politischer Sekretär der Gsoa, in deren Mitteilung vom Dienstag zitieren. Wie bereits seit mehreren Jahren versorge die Schweiz die kriegführenden Länder im Jemen-Krieg weiterhin mit Kriegsmaterial. Dass es der Rüstungsindustrie in Coronazeiten so gut gehe, sei «widerlich».

Die guten Zahlen könnten der Rüstungsindustrie aber auch zum Verhängnis werden. Seit Jahren lamentiert die hiesige Rüstungsindustrie, wirtschaftlich zu leiden, um eine Lockerung der Exportkriterien zu erreichen.

Vor zwei Jahren gar mit Erfolg: Der Bundesrat hatte im Juni 2018 das Wirtschaftsdepartement beauftragt, eine Verordnungsänderung auszuarbeiten, um Exporte in Länder mit einem internen bewaffneten Konflikt zu ermöglichen. Dies jedoch nur, wenn kein Grund zur Annahme besteht, dass das Kriegsmaterial in diesem Konflikt eingesetzt wird. Nach heftiger Kritik krebste der Bundesrat im Oktober 2018 zurück und sistierte das Geschäft.

Vom Tisch ist die Geschichte indes noch nicht: Im Dezember 2018 kündigte eine überparteiliche Allianz die «Korrektur-Initiative» an. Nach nur drei Monaten waren die nötigen 100'000 Unterschriften gesammelt, nach einem halben Jahr wurde die Initiative eingereicht. Die Initiative richtet sich gegen Exporte in Bürgerkriegsländer. Ausserdem soll damit ein Parlamentsentscheid von 2014 korrigiert werden, der Waffenexporte auch in Länder mit systematischer und schwerwiegender Verletzung der Menschenrechte erlaubt.

Der Bundesrat lehnt die Initiative ab und hat einen indirekten Gegenvorschlag ausgearbeitet.

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    Alle Leser-Kommentare
  • JaneSodaBorderless 17.07.2020 09:42
    Highlight Highlight Die WOZ hat in der Ausgabe vom 16.7.20 einen guten Artikel und ebenso eine Seite dazu lanciert:

    https://www.rüstungsreport.ch
  • JoeThrasher 16.07.2020 10:33
    Highlight Highlight Bedenklich in mehrerlei Hinsicht. Erstens sollte man generell nur für sich zur Verteidigung produzieren - eine Welt ohne Waffen wäre natürlich am schönsten -, da man heute Freunde und morgen schon Feinde sein kann. Dann wird auf uns mit den eigenen Waffen geschossen, total bekloppt. Zweitens hat man damit das Blut unschuldiger an den Händen, möchten wir das?
  • Posersalami 16.07.2020 08:50
    Highlight Highlight Wieso liefern wir überhaupt Waffen und militärische Ausrüstung in Länder die Krieg führen (Saudi Arabien, USA, etc.)?

    MMn. braucht es da ein totales Verbot zum Export, Logistik, Finanzierung, usw.
    • GraveDigger 16.07.2020 11:08
      Highlight Highlight @Posersalami

      Wieso? In einem Wort beantwortet: GIER!

      Die Schweiz hat schon immer verstanden ohne Gewalt im eigenen Land mit Gewalt Geld zu verdienen.
  • why_so_serious 16.07.2020 08:33
    Highlight Highlight Waffenexport: Ja - unbedingt.
    Flüchtlinge aufnehmen: Nein - keinesfalls.

    ...passt nicht zusammen
    • Nicky11 16.07.2020 10:22
      Highlight Highlight Naja - leider irgendwie schon, oder? Wenn Menschen anstatt zu flüchten als Kanonenfutter hinhalten reist der Absatz sicher nicht ab. Traurige Welt.
    • Frank Grimes 17.07.2020 12:21
      Highlight Highlight warum sollte das nicht zusammenpassen?
  • Ökonometriker 16.07.2020 07:59
    Highlight Highlight Wäre noch interessant zu unterscheiden, wie viel für defensive Anlagen wie Skyshield und wie viel offensive Anlagen wie Panzer in welche Länder und Regionen exportiert wurden.
    Wenn sich andere Länder vor Terroristen und/oder Artilleriegeschossen schützen wollen, kann man das gerne unterstützen. Skyshield für Indonesien macht daher auch hinsichtlich der Lage im südchinesischen Meer Sinn.
    Aber wie Panzer für Botswana den Frieden fördern, muss man mir erst noch erklären.
    • Konstruktöhr 16.07.2020 08:15
      Highlight Highlight Botswana ist eine der stärksten Demokratien Afrikas und weniger Korrupt als viele EU Länder (wiki).
      Auch wenn es traurig ist, dass die Rüstungsindustrie im Moment so gut läuft, bei Botswana sehe ich kein Problem...
  • Liselote Meier 16.07.2020 07:46
    Highlight Highlight Das ist nur die halbe Warheit. Die Exporte sind viel höher in Form von Waffenteile, Teile USA schicken, dort zusammen bauen und ab nach Saudi-Arabien. Unterliegt keiner Kontrolle.

    Rüstungsfirmen haben für so was Zweigniederlassungen, so wird das umgangen.




  • Schneider Alex 16.07.2020 05:30
    Highlight Highlight

    Ausfuhr von Kriegsmaterial aus der Schweiz verbieten!

    Waffen liefern und dann erstaunt sein, dass sie in falsche Hände geraten, ist eine verlogene Haltung, die einmal bös bestraft werden wird, wie beim Bankkundengeheimnis! Die Flüchtlingsströme sind die sichtbarsten Zeichen dieses unheilvollen Geschäfts. Die Kriegsmaterialausfuhr ist eine Schande für das neutrale Rotkreuz-Ursprungsland Schweiz!


    • Chrisbe 16.07.2020 15:09
      Highlight Highlight Zitat:..."ist eine Schande für das neutrale Rotkreuz-Ursprungsland Schweiz!"
      Die Schweiz und Neutral? Sorry aber da muss ich lachen und kotzen zugleich.
      Eine extrem opportun ausgerichtete Neutralität findet sich hier aber nichts, was man sich auf die Fahnen schreiben sollte / könnte.
      Wenn der Rubel rollt geht jede Zurückhaltung verloren.
  • Cremetörtchen 15.07.2020 23:25
    Highlight Highlight Ich habe keine Ahnung weswegen wir die Sunniten mit Waffen unterstützen? Aber es scheint, dass unsere Neutralität käuflich ist.

    Aussenpolitisch ist die Geschichte gelaufen. Wir haben jede Glaubwürdigkeit bei den Schiiten und den Alaviten verspielt. Selbst Moskau weiss wahrscheinlich, wo wir stehen. Wir sind nicht länger neutral, sondern nur noch Botengänger der USA.

    Aber eben... ...unsere Ideale von Neutralität wurden hinter unserem Rücken von Rüstungskonzernen an den meist Bietenden verschachert. Den Vorstand wird’s freuen. Man verdient prächtig an den idealen unserer Nation…
    • Irene Adler 16.07.2020 20:00
      Highlight Highlight Doch ist die Schweiz neutral. Sie verkauft ja Kriegsmaterial allen, die es bezahlen können.
  • Canuck79 15.07.2020 23:23
    Highlight Highlight Dies ist leider nur die Spitze des Eisbergs. Firmen wie Rheinmettal liefern auch unmengen an Kriegsmaterial an Bürgerkriegsländer. Hier wird das Waffenembargo einfach über dubiose Filialen in Italien oder Südafrika umgangen.
  • Random Striker 15.07.2020 23:19
    Highlight Highlight Das nenne ich mal eine schön übersichtliche Zusammenfassung - danke Watson. Dann können wir ja nach der Konzernverantwortungsinitiative auch noch einer Staatsverantwortungsinitiative entgegenblicken. Armee und Rüstungsindustrie ja, aber sicher nicht so. Die Geschichte der Schweiz ist vom Bankgeheimnis über Fichenaffaire, nachrichtenlose Vermögen und bis hin zu den Krypto-Leaks voll genug von Heuchelei.
  • De-Saint-Ex 15.07.2020 22:05
    Highlight Highlight Mir sowas von egal... wenigstens mal was konsequentes in diesem Lande. Auch die Schweiz macht absolut überall mit, wo‘s Kohle zu gewinnen gibt. Möchte zudem nicht wissen, wieviel dubiose Waffengeschäfte über Schweizer Banken abgewickelt werden. Auch die GSOA ist lediglich konsequent. Sie will keine Armee, wie soll sie also zu solchen Zahlen anders reagieren? Aber auch ihr dürfte wohl klar sein. Das Waffengeschäft läuft nach dem gleichen Prinzip wie das Drogengeschäft: zu glauben, dass es keine Süchtigen gäbe wenn‘s keine Dealer gäbe ist ausgemachter Schwachsinn.
    • NullAchtFünfzehn 16.07.2020 06:51
      Highlight Highlight Dein Vergleich passt nicht,
      De-Saint-Ex. Hier geht es nicht um Händler ( = Dealer), sondern um Produzenten. Gibt es keine Produzenten mehr, so gibt es auch weniger Waffen auf der Welt.
      Und, auch wenn es nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist:
      Die Schweiz muss NICHT bei jedem schmutzigen Geschäft mitmischen!
    • invisible 16.07.2020 08:28
      Highlight Highlight na aber sie will doch so gern...
    • De-Saint-Ex 16.07.2020 09:15
      Highlight Highlight Stimmt, zumindest was die Definition Dealer betrifft. Hätte ich anders ausdrücken sollen: werden so viele Kriegsgüter produziert weil die Nachfrage so gross ist, oder wird die Nachfrage so geschaffen? Insofern funktioniert’s wie der Drogenhandel. Und nein, die Schweiz müsste nicht bei jedem schmutzigen Geschäft mitmischen, tut sie aber. Und das ist keine neue Erkenntnis.
  • Ass 15.07.2020 21:58
    Highlight Highlight Aber dann jammern wenn die Flüchtlinge kommen.....
    • The Destiny // Team Telegram 15.07.2020 23:44
      Highlight Highlight Zeig mir aus welchem dieser Länder wir so extrem viele Flüchtlinge erhalten.
    • Slender Man the Mohrenkopf 16.07.2020 00:14
      Highlight Highlight Da muss man doch nicht jammern, einfach nicht rein lassen.
  • Fakten 15.07.2020 21:42
    Highlight Highlight In dieser aktuellen Situation können/müssen wir jede wirtschaftliche Möglichkeit ausnutzen! Ausserdem: Euch betrifft es ja nicht direkt, also keep cool...
    • dr.nonsens 15.07.2020 22:38
      Highlight Highlight Unmöglich, dass das ernst gemeint ist... Du bists Ricky Gervais, oder?
    • Laut_bis_10 16.07.2020 06:32
      Highlight Highlight Euch betrifft es ja nicht direkt, also keep cool...

      So kann man jedes noch so schlimme Verbrechen rechtfertigen. Top. Moll.
    • sheshe 16.07.2020 07:33
      Highlight Highlight Aber indirekt: Krieg -> Flüchtlinge -> Begrenzungsinitiative -> Kündigung der Bilateralen -> Schluss mit PFZ.

      Die ganzen Toten Zivilisten (und Militärs) mal aussen vor gelassen. Zudem unterstützt man Korruption damit.

      Und das alles für ein bisschen prallere Säcke einiger wenigen?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saerd neute 15.07.2020 21:10
    Highlight Highlight Kopfschütteln und Unverständnis kommen von der Gruppe Schweiz ohne Armee (Gsoa).


    Na, wen interessiert es was diese Querköpfe sagen?
    • lilas 15.07.2020 22:00
      Highlight Highlight Genau solche wie Sie sind dann sie ersten die gegen Flüchtlinge mobil machen und nicht fähig sind, den Zusammenhang zwischen Waffenexport, Krieg und Flüchtende zu machen.
    • Pisti 15.07.2020 22:40
      Highlight Highlight Lilas dann belege du den Zusammenhang. Flüchtlinge aus KSA, Oman, Botswana oder Brasilien sind mir nicht bekannt.
    • Slender Man the Mohrenkopf 16.07.2020 00:16
      Highlight Highlight Krieg entsteht nicht durch Waffenexporte. Er wird nur effizienter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk nach 15.07.2020 21:05
    Highlight Highlight Grundsätzlich sollten wir das doch einfach handhaben wie beim Schweizer Waffengesetz... "No guns for nuts". Jede Waffe ist nur so gefährlich wie sein Besitzer.

    Solange wir eine "bewaffnete" Neutralität mit unserer Milizarmee betreiben wäre es Heuchelei wenn wir Waffenexporte grundsätzlich verbieten.

    Beispielsweise würde ich nie Saudi-Arabien eine Waffen verkaufen. Wer hier aber gegen Botswana wettert, hat echt keinen Plan und wirft Afrika einfach mal in eine Schublade. Grundsätzlich hat Botswana ein funktionierendes Mehrparteiensystem, freien Wahlen und ist eines der vorbildlichen Länder.
    • Jawolaufensiedenn 15.07.2020 22:23
      Highlight Highlight @ Denk selber nach: Ich käme nie auf den Gedanken etwas gegen Botswana zu sagen! Aber ich verdamme die gottverdammte Scheinheiligkeit und Geldgier der Schweiz.
    • Ueli der Knecht 15.07.2020 23:25
      Highlight Highlight "Beispielsweise würde ich nie Saudi-Arabien eine Waffen verkaufen."

      Vorallem müsste man dann gleichwertig auch nach Iran liefern, weil sonst die Neutralitätspflichten verletzt werden, was letztlichd ie Souverenität und die territoriale Unversehrtheit der Schweiz in Frage stellt.
      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19070029/index.html

      Man soll sich dann einfach nicht wundern, wenn sich die Profitgier der Schweiz rächen wird...
    • CaptainLonestarr 16.07.2020 06:12
      Highlight Highlight Ach kommen sie Lokutus, es sind die Menschen die töten und nicht die moderneren Waffen. In Ruanda haben sich mehrere 100000 Menschen vornehmlich mi Macheten erschlagen. Spielt also eine kleine Rolle ob man Stahl verkauft oder Waffen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oxymora 15.07.2020 21:03
    Highlight Highlight Also die CVP setzt sich traditionell für die Friedenförderung und Christliche Werte ein.

    https://www.watson.ch/schweiz/cvp/291891517-cvp-mann-ruestungsfirmen-koennen-nicht-einfach-ploetzlich-sugus-produzieren
  • Petrum 15.07.2020 21:02
    Highlight Highlight Also beteiligt sich die Schweiz an der Verfolgung und Ermordung der West Papuans in Indonesien?! Ist gerade wieder sehr aktuell und die Schweiz liefert die Munition dazu... Nice.
    • manhunt 15.07.2020 22:24
      Highlight Highlight die ironie der geschichte: die flüchtlinge welche dieser konflikt erzeugt, werden es sicher nicht bis zu uns schaffen.
    • Slender Man the Mohrenkopf 16.07.2020 00:19
      Highlight Highlight Das ist nicht ironisch, das ist ein Vorteil.
    • CaptainLonestarr 16.07.2020 06:15
      Highlight Highlight Würde es für die Menschen etwas ändern wenn die mit chinesischer Munition getötet werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hadock22 15.07.2020 20:15
    Highlight Highlight Für mich passt "Neutralität" und "Waffenexport" nicht so ganz zusammen....andererseits kann man auch argumentieren kaufen Sie nicht bei uns - kaufen Sie wo anders.
    • Joe 'Barack America' Biden 15.07.2020 22:14
      Highlight Highlight Das stimmt. Dank schweizer Rüstungsunternehmen gibt es insgesamt weniger Waffen im Umkreis auf der Welt.

      Militärbudgets werden in der Regel immer voll ausgenutzt. Gibt es also die tollen, teuren schweizer Handgranaten nicht mehr, dann beschafft man sich einfach die chinesischen. Die sind dann nur fast gleich tödlich wie die aus der Schweiz, dafür gibts viele mehr davon fürs gleiche Geld.

  • Victor Paulsen 15.07.2020 19:52
    Highlight Highlight Die Waffen erhalten keine wirklich "falschen Länder", die aktiv Krieg betreiben, Ausnahme Amis, deren Einsätze häufig aber auch von Europa unterstütz und dadurch teilweise "akzeptabel" sind.
    Aber neben denen und einigen europäischen, die wohl in Ordnung sind, sind auch viele grenzwertige Länder dabei, wie Botsuana, Saudi Arabien, Oman, Bahrain, Brasilien und mehr, die entweder mit einem Fuss im Krieg stehen oder gewaltsam gegen die Bevölkerung vorgeht.
    Fazit: Man hat, wie häufig in der Schweiz, die Liste nicht unproblematisch gemacht, aber sie stattdessen in den Graubereich gebracht
    • Globidobi 15.07.2020 21:02
      Highlight Highlight Indonesien in Papua-Neuguinea sagt dir nichts? Australien in Papua-Neuguinea?
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Papuakonflikt
    • Pisti 15.07.2020 21:06
      Highlight Highlight Wenn Europa sich an Kriegen beteiligt ist dies akzeptabel? Ich finde überhaupt nicht. Vor allem im arabischen Raum haben wir überhaupt nichts verloren.
      Bei Brasilien sehe ich überhaupt kein Problem, die sind in keinerlei Konflikte verwickelt. Der Oman meines Wissens auch nicht.
    • Firefly 15.07.2020 21:28
      Highlight Highlight Die Saudis führen Krieg im Jemen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas Melone (1) 15.07.2020 19:49
    Highlight Highlight Ein Riesenskandal wenn gleichzeitig in der Schweiz Tausende von Arbeitsplätzen fehlen, für die Produktion und Montage von sinnvollen Photopholtaikanlagen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 15.07.2020 19:44
    Highlight Highlight Waffen werden gebraucht, um den Anspruch auf Macht und Herrschaft durchzusetzen. Wer keine Waffen hat, muss das machen, was die wollen, die Waffen haben.

    Wie sind Waffenlieferungen mit der sogenannten Neutralität vereinbar? Keine Ahnung, aber mit viel Phantasie geht alles.
    • Froggr 15.07.2020 20:50
      Highlight Highlight Neutral heisst nicht keine Waffen liefern. Es heisst man darf niemanden bevorzugen. Liefert man allen gleichermassen Waffen, so ist dies als neutral einzustufen.
    • Pisti 15.07.2020 21:09
      Highlight Highlight Solange wir Waffen an alle liefern, bleiben wir Neutral.
      Wir sind ja nicht ein pazifistischer Staat.
    • Sandlerkönig Eberhard 15.07.2020 23:39
      Highlight Highlight Nun gut, es gibt aber auch viele Staaten oder Orte auf der Welt, wo Waffen gebraucht werden, um sein eigenes Leben und das seiner Liebsten zu verteidigen. Wenn man sich da so zum Beispiel an die Gräueltaten von Charles Taylor und Co in Liberia und Sierra Leone erinnert, tja, liebevolles linkes Diskutieren und Gschpürschmi-Händchenhalten war da leider nicht drin. Die Hände hat man den Leuten einfach abgehackt. Da ist wohl ein volles Magazin das überzeugendere Argument. Manchmal müssen Waffen eingesetzt werden, um noch grösseres Leid zu verhindern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 15.07.2020 19:33
    Highlight Highlight Und das meint SVP-Spitzenpolitiker Andreas Glarner zu Handgranaten «Made in Switzerland»: «Vielleicht müssen wir sie künftig ohne Logo liefern»


    Quelle: https://www.watson.ch/schweiz/waffen/869035851-glarner-zu-handgranaten-made-in-switzerland-vielleicht-muessen-wir-sie-kuenftig-ohne-logo-liefern
    Benutzer Bild
    • Slender Man the Mohrenkopf 16.07.2020 00:13
      Highlight Highlight Der Glarner wieder, natürlich muss man das Logo drauf haben, woher soll der in die Luft Gesprengte, denn sonst wissen, des es eine Qualitätsgranate war und nicht so ein billiges Teil?
    • nine 16.07.2020 07:04
      Highlight Highlight widerlich solche Aussagen!
  • 0ldNicehand 15.07.2020 19:33
    Highlight Highlight Hoffentlich sind wir auch schlau genug, um in all den Systemen "Staatstrojaner" o.Ä unter zu bringen, damit auch unsere Nachrichtemdienste was davon haben..
    *ironie aus
  • Mr Kakapopoloch 15.07.2020 18:59
    Highlight Highlight Schön zu sehen, dass wir uns um wenigstens einen Wirtschaftszweig in Coronazeiten keine Sorgen machen müssen. .. 🙄

    Echt zum kotzen..
  • ein bekiffter Holländer 15.07.2020 18:59
    Highlight Highlight Wie ich es erwartet habe. Alles im Grünen Bereich. Alles Länder die friedlich sind. Die Saudis vielleicht, die etwas suspekt sind, aber abgesehen davon, alles besten.
    Die Dänen, Amerikaner, Deutsche uvm. schätzen offenbar das Preis/Leistungsverhältnis der Schweizer Präzisionsarbeit.
    Schafft Arbeitsplätze und generiert Steuererträge.
    Danke
    • leverage 15.07.2020 19:18
      Highlight Highlight Ich finde etlivhe Länder sehr heikel. Das Problem ist, dass die Waffen sehr langlebig sind.
      Kannst du garantieren, dass zB in Botswana in 20 Jahren immer noch Frieden herscht?

      Die Amis als mitunter grösste Exporteure haben ea noch jedes Mal geschafft, das das Land das sie bekämpfen Waffen der USA nutzt. Entweder weil das Land mal beliegert wurde, oder weil es ein anderes Land / Waffenhändler weiterverkauft hat.

      Mein Argument gegen den Export ist der Vergleich zu einem KZ. Das hat auch Arbeitsplätze geschaffen und die Wirtschaft angekurbelt. Wegen dem. iat es noch lange nicht gut.
    • Pipikaka Man 15.07.2020 19:30
      Highlight Highlight Dänen, Deutsche und Amerikaner usw sind NATO Mitglieder und daher standardmässig nicht friedlich, wenn Mitglied einer offensiven Kriegsallianz ist, ist man nicht friedlich und definitiv nicht humanitär. Sie sind aber dennoch viel weniger problematisch als Saudi Arabien zBsp.
    • Oigen 15.07.2020 19:37
      Highlight Highlight wenn das kein Sarkasmus ist, trifft ist dein Name perfekt gewählt
    Weitere Antworten anzeigen

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