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Ajoies Mannschaft jubelt mit dem Pokal nach dem sechsten Eishockey Playoff-Finalspiel der Swiss League zwischen dem HC Ajoie und dem EHC Kloten, in der Raiffeisen Arena in Pruntrut, am Mittwoch, 28. April 2021. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Wie sieht Ajoies Kader nächste Saison aus? Bild: keystone

Eismeister Zaugg

Stöbern auf dem Transfer-Wühltisch: Zurkirchen, Asselin und Schweri

Während der entthronte Meister SC Bern seit Monaten in Schockstarre verharrt, rühren sich mit Langnau und Ajoie die vermeintlich Kleinen im Transfergeschäft.



Ajoies Sportdirektor Vincent Léchenne arbeitet nach wie vor an der Zusammenstellung des frankokanadischen Traumsturmes Jonathan Hazen, Philip-Michaël Devos und Guillaume Asselin («the Flying Frenchmen»). Das Problem ist bekannt: Sierre möchte seinen Topskorer lieber nicht aus dem noch ein Jahr laufenden Vertrag freigeben.

Aber Guillaume Asselin will unbedingt die Chance nützen und zusammen mit seinen Kumpels nächste Saison in der höchsten Liga stürmen. Inzwischen versucht Sierre, ihn mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung um vier (!) Jahre umzustimmen. Eines schliesst Vincent Léchenne in dieser Sache aus: «Wir werden Sierre keine Ablösesumme zahlen.» Es wird wohl eine Einigung geben. Reisende soll man auch im Hockey nicht aufhalten.

Vincent Léchenne ist sich sehr wohl bewusst, dass er zwei Torhüter braucht, die in der höchsten Liga bestehen und sich die Arbeit teilen können. Auch wenn sein Aufstiegsheld Tim Wolf (29) die ganze Saison auf dem Kopf steht – jedes Spiel zu bestreiten, wäre zu viel.

Der Sportdirektor des Aufsteigers bestätigt, dass der Name von Sandro Zurkirchen (31) bei ihm ganz zuoberst auf der Liste steht. Ein bestandener Torhüter mit über 300 Einsätzen in Zug, Ambri, Lausanne und zuletzt in Lugano, wo er keinen neuen Vertrag bekommen hat.

Die Frage in diesem Fall: kann Ajoie genug bezahlen? Vincent Léchenne sagt: «Wir können keine grossen Saläre offerieren – aber wir bieten die Chance, in der höchsten Liga spielen zu können.» Und er könnte noch anfügen: eine Chance an einem Ort, wo es richtig rockt und rollt.

Lugano's goalkeeper Sandro Zurkirchen after the 1 - 6 goal of Geneve Servette, during the preliminary round game of National League A (NLA) Swiss Championship 2020/21 between HC Lugano against HC Genève Servette, at the Cornér Arena in Lugano, Thursday, February 25, 2021. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Liegt Sandor Zurkirchens Zukunft bei Ajoie? Bild: keystone

Gelingt Ajoie die Verpflichtung von Sandro Zurkirchen, dann wären die Jurassier die ersten Aufsteiger, die sich die Dienste von gleich zwei Nationaltorhütern gesichert haben: Sandro Zurkirchen hat 14 Mal das eidgenössische Trikot getragen und Tim Wolf hat ein Länderspiel bestritten.

Es gibt nicht bloss Gerüchte, sondern auch einen definitiven Transfer zu vermelden: Die SCL Tigers sind auf dem «Transfer-Wühltisch» fündig geworden: Kay Schweri muss bei den Lakers gehen und hat in Langnau eine neue Heimat gefunden.

Kai Schweri? Nun, kein ganz grosser Name. Aber eben doch ein vergessenes Talent mit einem nach wie vor nicht ausgeschöpften Potenzial.

Der 24-jährige gehörte zu den Besten seines Jahrganges, stürmte zwei Jahre auf höchstem nordamerikanischen Junioren-Level (2014 bis 2016) und gehörte zum U 20-WM Team der Saison 2014/15.

Rapperswils Kay Schweri, links, gegen Zugs Tobias Geisser, in Spiel 2 des Playoff 1/2 Final Eishockeyspiels der National League zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 27. April 2021, in der St. Galler Kantonalbank Arena, in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

In den Playoffs blühte Kay Schweri bei den Lakers auf. Bild: keystone

Im Frühjahr 2016 kehrte er in die Schweiz zurück. Aber sein Talent konnte er bisher in 142 NL-Partien (44 Punkte) für Servette und die Lakers nie ganz entfalten.

Der ehemalige Kloten-Junior gehört zur Gattung der Hockey-Schillerfalter: enorm talentiert (als Junior zeitweise mehr als zwei Punkte pro Spiel) aber von der Statur her (178 cm/80 kg) kein Brecher. Immerhin: Sein bestes Hockey hat er zuletzt bei den Lakers in den Playoffs gezeigt. Er bekam respektable 18:02 Minuten Eiszeit pro Partie und buchte in 9 Spielen 3 Skorerpunkte.

Kay Schweri bringt Langnau Tempo und Unberechenbarkeit auf den Aussenbahnen. Er gehört zu den schnellsten Flügeln der Liga und ist dazu in der Lage, bei jedem Einsatz eine Chance zu kreieren.

Was ihm bisher fehlte: Das Selbstvertrauen, das einer nun mal braucht, um sich offensiv durchsetzen zu können – und im Gegenzug wohl auch das Vertrauen eines Trainers, der ihm eine wichtige Rolle zugesteht.

Immerhin: Diese Saison kam er bei den Lakers in der Qualifikation in 40 Partien auf 15 Punkte – und diese Werte erreicht einer nicht mit spielerischen Hosenknöpfen.

Die Chancen stehen gut, dass der Lauf- und Tempotechniker in Langnau seine bisher beste Saison mit 25 oder mehr Punkten spielen wird. Wenn es nicht eine neue Rolex vom Transferwühltisch wird, so dürfte es doch mindestens eine gebrauchte Certina oder Tissot sein.

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