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Olé Olé Bar: Zürcher Bar fordert UNESCO-Titel für die Langstrasse

The Ole Ole Bar on the corner of Langstrasse and Lagerstrasse, at at the perimeter of the Europaalee, in Zurich, Switzerland, on July 12, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Die Olé Olé Bar bei der Zürcher Langstrasse. Bild: Keystone

Ab heute werden Unterschriften gesammelt: Zürcher Langstrasse soll Weltkulturerbe werden

Die Zürcher Olé Olé Bar hat eine Petition gestartet, um die Langstrasse zum Unesco-Weltkulturerbe zu machen. Das Projekt erhält bereits prominente Unterstützung.
08.06.2026, 09:5308.06.2026, 09:53

Um in die Liste der Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen zu werden, muss eine Stätte einen «aussergewöhnlichen universellen Wert» haben und mindestens eins von zehn möglichen Auswahlkriterien erfüllen.

Die Olé Olé Bar in Zürich findet, dass die Langstrasse diese Voraussetzungen erfüllt – und sammelt ab Montag zu diesem Zweck Unterschriften, die dem Stadtrat dann in einer Petition vorgelegt werden sollen. Das Ziel: Die bekannte Ausgehmeile in Zürich soll in diese exklusive Liste aufgenommen werden.

Elena Nierlich, die Betreiberin der Olé Olé Bar und Initiantin der Petition, sagt in einer Medienmitteilung:

«Die Langstrasse ist der kulturelle Schmelztiegel Zürichs. Wer einmal morgens um vier am Strassenrand mit einem Döner in der Hand mit einem Taxifahrer philosophiert hat, weiss, dass es dieses Erlebnis so nur einmal auf der Welt gibt.»

Die Langstrasse stehe für eine andere Schweiz, abseits vom Klischee der Berge, Banken und Schoggi, so Nierlich weiter. Besonderen Fokus legen die Initianten auf Orte wie den Helvetiaplatz oder die Fassade des früheren Kinos Roland. Die Kampagne sei jedoch keine reine Gentrifizierungskritik, Wandel bringe auch Positives, solange Konstanten blieben.

Olé Olé Bar Unesco-Weltkulturerbe
Elena Nierlich, die Betreiberin der Olé Olé Bar und Initiantin der Petition.Bild: Alberto Venzago

Prominente Unterstützung

Ab sofort liegen darum Unterschriftenbögen in der Olé Olé Bar sowie zwölf weiteren Bars, Clubs und Restaurants entlang der Langstrasse vor.

Bereits jetzt haben Prominente wie der Schriftsteller Martin Suter, die Künstlerin Lara Stoll, der Rapper Skor, die Gastronomin Elif Oskan oder die Kabarettistin Anaïs Decasper die Petition unterzeichnet.

ZUM HEUTIGEN TEXT (FR) DER KULTUR-REDAKTION VON KEYSTONE-SDA STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES PORTRAIT VON SCHRIFTSTELLER MARTIN SUTER ZUR VERFUEGUNG. WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF visual.keystone-sd ...
Auch der Schriftsteller Martin Suter hat die Petition unterschrieben. Bild: keystone

Weil nur staatliche Behörden offizielle Anträge bei der Unesco einreichen dürfen, geht die Petition später ans Zürcher Stadtpräsidium. Danach folgt ein mehrjähriges Prüfungsverfahren. (ome/sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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zeroc88l
08.06.2026 11:28registriert Januar 2015
«Die Langstrasse ist der kulturelle Schmelztiegel Zürichs. Wer einmal morgens um vier am Strassenrand mit einem Döner in der Hand mit einem Taxifahrer philosophiert hat, weiss, dass es dieses Erlebnis so nur einmal auf der Welt gibt.»

Das ist provinzielles Denken auf Weltniveau. Zu glauben, dass dies irgendwie weltweit einzigartig sein könnte, ist wirklich hinterwäldlerisch.
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Menoo
08.06.2026 11:36registriert Mai 2014
Ich hab das Gefühl, dass mittlerweile so ziemlich alles Unesco Weltkulturerbe ist. Es scheint wir ein label, das komplett verwässert wurde - schade
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Opossum2
08.06.2026 10:41registriert Januar 2022
Wenn schon wäre ich dafür, dass die Fussballrandale als mittlerweile gefestigte Schweizer Tradition zum immateriellen Weltkulturerbe wird.
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