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Bürgenstock: JD Vance reist wegen Iran-Krieg in die Schweiz

Delegationen der USA und des Irans reisen in die Schweiz – auch JD Vance kommt

21.06.2026, 01:2321.06.2026, 01:23

Auf dem Bürgenstock NW versuchen Diplomaten derzeit, die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran doch noch zu ermöglichen. Beide Nationen haben ihre Delegationen in die Schweiz entsandt.

Die Schweiz biete den Diplomaten aus mehreren Ländern auf dem Bürgenstock einen «diskreten und verlässlichen Rahmen», um den Dialog aufrechtzuerhalten, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstag mit. Zu den anwesenden Diplomaten machte das EDA keine Angaben.

Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, JD Vance, hat am Samstag bestätigt, dass die Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gesprächen mit der iranischen Delegation in der Schweiz eingetroffen sind.

Auch Vance selbst brach am Samstag in Richtung Schweiz auf, nachdem Stunden zuvor noch Unklarheit über den Zeitplan geherrscht hatte. «Ich denke, wir werden hoffentlich Fortschritte in der Atomfrage erzielen und auch in der Frage der Waffenruhe im Libanon vorankommen», sagte er vor dem Abflug.

Vice President JD Vance speaks to reporters at Joint Base Andrews, Md., Saturday, June 20, 2026, en route to Switzerland. (Elizabeth Frantz/Pool Photo via AP)
Vance
JD Vance brach am Samstagabend in Richtung Schweiz auf. Bild: keystone

Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmail Baghaei, bestätigte seinerseits, dass eine iranische Delegation in die Schweiz reisen werde. Zur iranischen Delegation gehörten laut dem Staatsfernsehen Ghalibaf, Aussenminister Abbas Araghtschi und der Gouverneur der Zentralbank, Abdolnaser Hemmati.

Gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Fars betonte Baghaei, dass «die andere Seite so schnell wie möglich die notwendigen Massnahmen ergreifen muss, sonst wird das gesamte Abkommen gefährdet».

Iran will Strasse von Hormus schliessen

Der Iran verkündete bereits, die Strasse von Hormus wieder für die Durchfahrt aller Schiffe sperren zu wollen. Das zentrale Militärkommando des Landes begründete den Schritt mit der Nichteinhaltung der Waffenruhe im Südlibanon, die im Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran vereinbart worden war.

Laut der Erklärung ist auch die israelische Militärpräsenz im Südlibanon ein Grund für die Blockade. Diese gehört nicht zum Rahmenabkommen. Das Militärkommando drohte mit weiteren Massnahmen, sollte Israels Armee die Kämpfe im Libanon fortsetzen.

Das US-Militär kündigte an, in der Strasse von Hormus weiterhin die Freiheit der Schifffahrt durchsetzen zu wollen. Dem Zentralkommando der US-Streitkräfte zufolge sei das Militär weiter vor Ort, um sicherzustellen, dass sämtliche Abmachungen des Rahmenabkommens «eingehalten, befolgt und in vollem Umfang umgesetzt werden».

Pakistan vermittelt im Iran

Eine erste Gesprächsrunde, die für Freitag geplant war, fand wegen Angriffen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah-Miliz im Libanon nicht statt.

Um die Fortsetzung der Verhandlungen zu besprechen, reiste der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi in den Iran. Dort waren Treffen mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Ghalibaf und Aussenminister Abbas Araghtschi geplant.

Nach Angaben Pakistans sollen am Sonntag in der Schweiz Gespräche zwischen dem Iran und den USA geführt werden. Diese würden auf technischer Ebene im Bürgenstock abgehalten, hiess es in einem Communiqué des pakistanischen Aussenministeriums.

The Bürgenstock Resort, a potential venue for talks with the U.S. and Iran, in Obbuergen, Switzerland, near Lucerne, Thursday, June 18, 2026. (AP Photo/Vadim Ghirda)
Switzerland US Iran
Eigentlich sollten hier bereits am Freitag Gespräche stattfinden.Bild: keystone

Vertreter der Vereinigten Staaten, des Irans sowie die Vermittler von Pakistan und Katar würden an den Gesprächen teilnehmen, hiess es weiter. Islamabad werde den Prozess als Mediator weiterhin unterstützen, um die im Rahmenabkommen erzielten Übereinkünfte zu vertiefen. Für Pakistan sollen gemäss der italienischen Nachrichtenagentur Askanews Premierminister Shehbaz Sharif und Armeechef Asim Muni teilnehmen.

Der Kanton Nidwalden teilte seinerseits am Samstag mit, er sei ebenfalls über die Anwesenheit von Diplomaten aus verschiedenen Ländern auf dem Bürgenstock informiert. Die Nidwaldner Kantonsbehörden präzisierten, ihr Sicherheitsauftrag bestehe fort und die Massnahmen würden beibehalten.

Heftige Angriffe im Südlibanon

Trotz der vereinbarten Waffenruhe berichteten libanesische Medien auch am Samstag über zahlreiche israelische Luftangriffe mit mindestens 28 Toten. Der libanesische Zivilschutz teilte mit, allein in der Stadt Nabatija seien 16 Leichen geborgen worden.

Bei einem Angriff auf die Stadt Qennarit wurden laut dem Gesundheitsministerium mindestens sieben Menschen getötet. Weitere Tote gab es bei Angriffen auf Arabsalim und im Gebiet Tyros. Nach Angaben der libanesischen Armee starb auch ein Militärangehöriger. Die Armee warf Israel vor, mit den Angriffen jede Lösung zur Wiederherstellung der Stabilität zu verhindern.

Gegenseitige Schuldzuweisungen

Die israelische Armee und die Hisbollah machten sich gegenseitig für die Kämpfe verantwortlich. Die israelische Armee warf der Hisbollah vor, in der Nacht mehr als 50 Geschosse auf Soldaten abgefeuert zu haben. Daraufhin habe man Raketenstellungen, Waffenlager und Kommandozentralen der Miliz angegriffen. Man werde auch künftig gegen jede Bedrohung vorgehen.

Die Hisbollah erklärte dagegen, sie habe auf einen Vormarsch israelischer Truppen reagiert. Man halte an der Waffenruhe fest, werde aber jedem Versuch entgegentreten, weiteres Land zu erobern. Laut einem US-Regierungsmitarbeiter gilt die Waffenruhe seit Freitag, 16.00 Uhr Ortszeit. Sie wurde bereits wenige Minuten nach Inkrafttreten mehrfach gebrochen. (sda/dpa/adnkronos)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gina3
20.06.2026 14:43registriert September 2023
Nein findet nicht statt-
Aber doch
Aber nein
Schon alles unterschrieben
Und doch nun auf dem Bürgenstock..

Man sieht wirklich, wie ernst es den beteiligten Parteien ist und wie professionell sie vorgehen.
Und der Schweiz bleiben, abgesehen von den enormen Zweifeln daran, dass tatsächlich Schritte zugunsten eines gerechten und dauerhaften Friedens unternommen werden, nur die Kosten.
Erst Junior Trump in Zürich und jetzt der Schwiegersohn am Bürgenstock … man merkt, dass sie die Schweizer Luft geniessen. ..
Nur heiße Luft, diese MAGA-Regierung
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Ausgerechnet die Männer, die nie Krieg wollten, riskieren für einen Frieden ihren Kopf
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