Drogen
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Harte Drogen in Europa gefährlich auf dem Vormarsch



epa04487940 An investigator of the Federal Criminal Police Office (BKA) holds some of 2.9 tons of seized Crystal Meth on display for media in Wiesbaden, Germany, 13 November 2014. Investigators from several German states and the Czech Republic have busted a drug ring in Leipzig and Prague, police said 13 November. Federal police in Wiesbaden said 2.3 tons of key chemicals to make crystal meth were seized. They have a street value of 184 million euros.  EPA/FREDRIK VON ERICHSEN  EPA/FREDRIK VON ERICHSEN

Der Konsum harter Drogen nimmt zu. Bild: EPA/DPA

Harte Drogen wie Kokain und Heroin sind in Europa auf dem Vormarsch. Gesundheit und Sicherheit der Europäer seien durch den starken Drogenmarkt, aber auch durch die Pandemiebeschränkungen gefährdet, warnt die Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht der Europäischen Union (EMCDDA) in ihrem Jahresbericht.

Dieser wurde am Dienstag veröffentlicht. Die gesundheitliche Versorgung und die Strafverfolgungsmassnahmen seien durch Corona beeinträchtigt worden, teilt die EU-Behörde mit Sitz in Lissabon darin mit.

Man müsse unter anderem befürchten, dass «einige der betroffenen Gruppen im Zuge der wirtschaftlichen Folgen der (Corona-)Krise anfälliger für Drogen und eine Involvierung in den Drogenmarkt werden», sagte EMCDDA-Direktor Alexis Goosdeel bei der Vorstellung des Berichts. Das werde «unsere bereits ausgelasteten Einrichtungen noch stärker unter Druck setzen». Man müsse deshalb «rasch handeln, um neue Bedrohungen zu erkennen und zu bewältigen», forderte der Belgier.

Immer häufiger werden in Europa grosse Drogen-Lieferungen abgefangen, was auf eine Zunahme des Handelsvolumens schliessen lässt. Nach Angaben der EMCDDA erreichte die in der Ländern der Union sichergestellte Menge an Kokain zuletzt mit 181 Tonnen im Jahr 2018 einen Rekordwert, nach 138 Tonnen im Jahr 2017 und jeweils deutlich weniger als 100 Tonnen in den Jahren zwischen 2008 und 2016. Bei Heroin sei derweil ein Anstieg der beschlagnahmenten Menge von 5.2 (2017) auf 9.7 Tonnen (2018) registriert worden. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nik G. 23.09.2020 09:27
    Highlight Highlight Legalisieren! Es könnte endlich ein fairer Drogenhandel geben. Es profitieren keine kriminelle Banden mehr (ausser vielleicht Banken usw.) Wenig Tote durch Drogenkrieg. Der Staat kann direkt verdienen durch Steuern. Der Stoff ist reiner und somit einiges "gesünder". Man kann Prävention betreiben, Konsumenten beraten und hat gesündere Konsumenten. Ich verstehe echt nicht wieso man sich so dagegen wehrt. Seit Jahrzenten gibt es den Krieg gegen Drogen, ist es besser geworden? Nein! Menschen werden immer konsumieren egal wie illegal es ist.
  • Devilduck 22.09.2020 16:25
    Highlight Highlight Wer heute noch gegen die Legalisierung (mit Präventions-Entzugs- und Rehabilitationsprogrammen, Besteuerung etc.) ist, hat entweder gar nichts kapiert, oder verdient sein Geld mit der Kriminalisierung des Konsums.

    Auf Anhieb könnte ich gerade nicht sagen, was ich schlimmer finde...
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 22.09.2020 16:45
      Highlight Highlight Eine weitere Möglichkeit ist, dass man dermaßen verblendet vor lauter Konservatismus ist, dass man dermaßen Panik vor Veränderungen hat, dass man prinzipiell dagegen ist.
  • John Steam in the snail hole 22.09.2020 15:09
    Highlight Highlight Ich werde nie verstehen, warum Alkohol nicht zu den "harten Drogen" gehört. Ich habe in meinem Leben viel gekifft, mich einige Male betrunken und ab und zu Mal gekokst. Von den dreien empfinde ich Alkohol mit Abstand als härteste Droge, schon alleine das Gefühl des vergifteten Körpers am nächsten Tag. Ich will die anderen Substanzen nicht verharmlosen, im Gegenteil (Erfahrungen und so...) aber Alkohol zählt für mich ebenfalls ganz klar zu den härteren Drogen einzig mit dem Unterschied, dass er gesellschaftlich akzeptiert ist.
    • Benster 22.09.2020 15:17
      Highlight Highlight Zu viel von allem ist schlecht. Grass ist fast immer harmlos wenns nicht jeden Tag ist.
      Alk und Koks zu vergleichen ist ein Witz. Koks macht schneller abhängig und ist für den Körper sehr viel schlimmer!
    • dimethoxy 22.09.2020 15:32
      Highlight Highlight Super Kommentar, bin deiner Meinung. Ausserdem ist das Suchtpotenzial bei Alkohol um einiges höher, als bei gewissen anderen illegalen Drogen (z.B. LSD)
    • DemonCore 22.09.2020 15:45
      Highlight Highlight Alkohol hat jedes Jahr etwa 1600 Todesfälle zur Folge, nur schon in der Schweiz. Alkohol ist gefährlicher Schusswaffen und Verkehr zusammen! Interessiert aber keinen Menschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donspliff 22.09.2020 15:05
    Highlight Highlight legalisiert doch alles...das geld für "war on drugs" kann intelligenter genuzt werden!

    und wen legal... ist der reiz am verbotenem auch geringer, der staat hat überblick was wo wieviel (zürich genf und bern hust) konsumiert wird. bei gewissen produkten könnte es sogar geld in die staatskasse spühlen...

    aber ja mit der CH mentalität:. "ist seit X jahren so bleibt so weil gut so"

    aber ja...
    • MarGo 22.09.2020 15:29
      Highlight Highlight Ist ja auch nicht so, dass es nicht schon Präzedenzfälle gäbe (siehe Portugal).
    • John Steam in the snail hole 22.09.2020 15:49
      Highlight Highlight Ich sag nur St. Gallen..
    • Ian Cognito 22.09.2020 16:22
      Highlight Highlight Wo kann ich unterschreiben?

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