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epa08236370 A health worker disinfects an office in Daegu, South Korea, 22 February 2020. South Korea's prime minister declared the southeastern cities of Daegu and Cheongdo as 'special care zones' after a cluster of COVID-19 cases has been reported in the region in recent days. South Korea has so far reported 156 confirmed cases of contagion and currently accounts for the second largest number of infections outside mainland China.  The novel coronavirus (SARS-CoV-2) outbreak, which originated in the Chinese city of Wuhan, has so far killed more than 2,000 people with over 77,000 infected worldwide, mostly in China.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Bild: EPA

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«Wer zahlt eigentlich, wenn ich wegen des Corona-Virus nicht mehr arbeiten kann?»

Beat (35): «Das Corona-Virus rückt immer näher. Wer zahlt eigentlich, wenn ich in Quarantäne muss und nicht mehr arbeiten kann?»

Elisabeth Rizzi / Comparis



Lieber Beat

Eine Quarantäne muss behördlich angeordnet oder von deinem Arbeitgeber verfügt werden. Bleibst du aus rein persönlicher Angst vor einer Ansteckung von der Arbeit fern, entfällt jeglicher Anspruch auf Lohnfortzahlung. Es droht sogar die fristlose Entlassung. Eine Ausnahme besteht einzig, wenn dein Arbeitgeber im Hinblick auf die Pandemie Hygienevorschriften missachtet bzw. keine geeigneten Massnahmen zum Schutz des Personals ergreift.

Der Arbeitgeber muss weiter Lohn zahlen

Bei einer behördlich oder vom Betrieb angeordneten Quarantäne von gesunden, arbeitsfähigen Personen besteht eine Lohnfortzahlungspflicht von Seiten des Arbeitgebers. Falls Homeoffice nicht oder nur beschränkt möglich ist, wird der Arbeitnehmer beurlaubt. Der Lohn muss Ihnen vom Arbeitgeber weiter bezahlt werden.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Personen der Risikogruppe können sich befreien lassen

Die Arbeitgeber müssen zudem besonders gefährdete Personen schützen. Du musst deinem Arbeitgeber mitteilen, wenn du zur Risikogruppe gehören, um dich von der Arbeit an deinem Arbeitsplatz befreien zu lassen. Der Arbeitgeber darf ein Arztzeugnis verlangen, das bestätigt, dass du zur Risikogruppe gehörst.

Auch selbständig Erwerbende erhalten Geld

Selbständigerwerbende in ärztlich verordneter Quarantäne werden vom Bund in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung mit Taggeldern entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Das Taggeld entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Anzahl Taggelder für Selbstständige in Quarantäne ist auf zehn Tage befristet.

Verantwortungsloses Verhalten kann ein Problem sein

Achtung: Die Lohnfortzahlung ist nicht garantiert, wenn sich Personen auf Eigeninitiative in Risikogebieten aufgehalten haben. Hierzu bestehen in der Rechtslehre aktuell unterschiedliche Meinungen. Ein höchstrichterliches Urteil existiert derzeit nicht.

Viele Grüsse von Comparis.ch

Fragen? Fragen!

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hurlibueb 28.02.2020 21:24
    Highlight Highlight Teil 2
    Bereits früher hat das Arbeitsgericht ZH in einem Entscheid (AGer ZH 2002 S. 15f.) festgehalten, dass Rei-
    severbote wegen Seuchengefahr nicht in der Person des Arbeitnehmers liegen, sondern eine Vielzahl von
    Personen betreffen und deshalb keine Lohnfortzahlung nach Art. 324a OR zur Anwendung kommt. Damit gilt
    hier der Grundsatz «Ohne Arbeit, kein Lohn».
  • Hurlibueb 28.02.2020 21:23
    Highlight Highlight Teil 1:
    Heute per Mail vom SBV erhalten.
    Ist der Mitarbeiter nicht selbst erkrankt, sondern kann aufgrund einer staatlichen Anordnung (Reiseverbot,
    Quarantäne, Ausgangssperre, etc.) nicht zur Arbeit erscheinen, kommt die Lohnfortzahlung hingegen nicht
    zur Anwendung. Dies, da die Ursache der Abwesenheit nicht in der Person des Arbeitnehmers selbst liegt.
  • Miss_Anthrope 28.02.2020 11:50
    Highlight Highlight Ich empfehle die Lektüre vom SECO, "FAQ Pandemie und Betriebe", zu konsultieren. Service-Link: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/gesundheitsschutz-am-arbeitsplatz/Pandemie.html
  • Simon Probst 28.02.2020 09:42
    Highlight Highlight Wer bezahlt eigentlich mein Ticket für ein "Geisterspiel" welches ich teuer gekauft habe???
  • PeteZahad 28.02.2020 08:38
    Highlight Highlight Die Frage ist eher wie es ein Kleinbetrieb z.B. eine Kita schafft die Lohnfortzahlung zu Kristen wenn der Betrieb auf behördliche Anweisung geschlossen wird und somit die Einahmeseite wegbricht.
  • Oliver M 28.02.2020 00:19
    Highlight Highlight eine geeignete Lösung finden, wenn die Schulen geschlossen sind? Da sind doch dann sicher auch die Horte und Kitas betroffen? Wie soll das gehen?
    • Another-truther 29.02.2020 09:31
      Highlight Highlight Klassische Nanny oder Babysitter?
  • hemster (eidg. dipl. Rechtschreibfehler) 28.02.2020 00:12
    Highlight Highlight mich würde noch interessieren wie es denn bei angestellten auf stundenlohnbasis aussieht?
  • pfffffffff 27.02.2020 21:11
    Highlight Highlight Geiler Artikel, so liebe ich Watson 🤙🏼
  • drjayvargas 27.02.2020 20:07
    Highlight Highlight Also wenn ich infolge einer Quarantäne zu Hause bleiben muss, aber dank Home Office arbeiten kann gilt das als klassisches Home Office?
  • itsme_maetu 27.02.2020 19:58
    Highlight Highlight Die Angaben zu den Lohnfortzahlungen im Beitrag sind falsch. Die Skalen für die Dauer gelten für Lohnfortzahlungen gemäss Art. 324a OR (Verhinderung des Arbeitnehmers), also wenn der Mitarbeiter zum Beispiel krank wäre. Ist der Arbeitgeber aber verhindert (Annahmeverzug gem. Art 324 OR), muss er grundsätzlich den Lohn weiter zahlen, so lange der Annahmeverzug besteht.
  • Chääschueche 27.02.2020 19:37
    Highlight Highlight Ich erwarte von einer newsseite die von sich selbst sagt sie liefern Qualität schon mehr Vollständigkeit.

    Jeder Betrieb der einem GAV (kenne keinen GAV ohne) unterstellt ist, ist verpflichtet eine KTG Versicherung zu haben. Weiter können auch Betriebe ohne GAV so eine KTG Versicherung abschliessen.
    Das bedeutet: Lohnfortzahlung von 720 Tagen inmerhalb von 900 Tagen.

    Ebenfall kann auch jede Person von sich aus eine KTG Versicherung abschliessen wenn der Betrieb dies nicht anbietet. (Istaber nicht günstig)
    • ScottSterling 27.02.2020 22:02
      Highlight Highlight Ich bin ja kein Profi, aber KTG ist hier doch nicht relevant, da man in diesem Szenario ja nicht selber krank ist?
    • [Nickname] 27.02.2020 22:32
      Highlight Highlight Krankentaggeld zahlt die Versicherung bei Arbeitsunfähigkeit, diese wäre hier jedoch nicht gegeben.
    • Astrogator 28.02.2020 06:49
      Highlight Highlight Es gibt ganze Branchen ohne GAV, und eine KTG-Versicherung macht der Arbeitgeber von sich aus, er muss ja deinen Lohn weiterhin zahlen wenn du krank bist, hat mit GAV gar nichts zu tun.

      Und wie lange und wieviel die KTG-Versicherung zahlt hängt vom Vertrag ab und ist nicht absolut 720 in 900 Tagen.

      Alles was du schreibst ist entweder nicht vollständig korrekt bis komplett falsch.
  • Walter Hechtler 27.02.2020 19:21
    Highlight Highlight Wer zahlt ist der Arbeitnehmer. Coronavirus laesst Aktien einbrechen. Aktienportfolios (Pensionskassen) haben weniger Ertrag. Weniger Etrag gibt tieferer Umwandlungssatz. 3%?

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