International
Klima

Weltklimarat drängt zum sofortigen Handeln gegen Erderwärmung

Nur wenig Zeit bleibt

Weltklimarat drängt zum sofortigen Handeln gegen Erderwärmung

02.11.2014, 11:2302.11.2014, 11:24

Der Weltklimarat IPCC hat in seinem Abschlussbericht zum sofortigen Handeln aufgerufen, um eine tiefgreifende und irreversible Veränderung des Erdklimas zu verhindern. Es bleibe nur noch wenig Zeit, um eine Erwärmung über zwei Grad Celsius zu verhindern.

Notwendig sei die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um 40 bis 70 Prozent zwischen 2010 und 2050, sagte der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri am Sonntag bei der Vorstellung des sogenannten Syntheseberichts in Kopenhagen. Dieser fasst die Ergebnisse der drei vorherigen Teilberichte zusammen.

Die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre sei auf dem höchsten Stand seit mindestens 800'000 Jahren, warnte der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change).

Meeresspiegel-Anstieg um 19 Zentimeter in 100 Jahren

Zwischen 1880 und 2012 habe sich die weltweite Oberflächentemperatur um 0,85 Grad erhöht, und der Meeresspiegel sei zwischen 1901 und 2010 um 19 Zentimeter angestiegen. Sollte der Ausstoss von klimaschädlichen Gasen wie Kohlendioxid nicht drastisch reduziert werden, drohe eine weitere Erwärmung und die Zunahme extremer Wetterphänomene wie Stürme, Hitzeperioden und Überschwemmungen.

Nach den Berechnungen des IPCC, der Experten aus 195 Ländern vereint, würde das globale Wachstum nicht «stark betroffen» durch die Kosten zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Selbst «ehrgeizige» Massnahmen würden demnach jährlich nur 0,06 Prozentpunkte des weltweiten Konsums im 21. Jahrhundert kosten, wobei mit einem jährlichen Wachstum zwischen 1,6 und drei Prozent gerechnet wird.

Sollte dagegen nicht rasch etwas unternommen werden, würden die Kosten weitaus stärker ansteigen, warnte der Weltklimarat in seinem Abschlussbericht. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Kann meinen Töchtern nicht in die Augen schauen»: Republikaner zieht Kandidatur zurück
Der republikanische Gouverneurskandidat Chris Madel beendet überraschend seine Kampagne. Als Grund nennt der Anwalt aus Minneapolis den Kurs seiner Partei in der Einwanderungspolitik und scharfe Kritik an jüngsten ICE-Einsätzen.
Der Republikaner Chris Madel hat am Montag seinen Rückzug aus dem Rennen um das Gouverneursamt im US-Bundesstaat Minnesota bekanntgegeben. In einer Videoansprache erklärte der Anwalt aus Minneapolis, er könne die Linie der nationalen Parteiführung nicht länger mittragen. Madel hatte sich um die republikanische Nominierung beworben, nachdem Amtsinhaber Tim Walz Anfang Monat auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.
Zur Story