DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Welche Kunststücke zeichnen Josi, Hischier, Niederreiter und Co. in der neuen Saison aufs Eis?
Welche Kunststücke zeichnen Josi, Hischier, Niederreiter und Co. in der neuen Saison aufs Eis?Bild: keystone, watson
Analyse

Wir prophezeien: Wir dürfen die beste Schweizer NHL-Saison der Geschichte erwarten

Am 3. Oktober startet die neue NHL-Saison. Mit dabei sind auch zwölf Schweizer, die mit einem Stammplatz rechnen können und vier weitere, die um erste NHL-Minuten kämpfen.
02.10.2018, 13:5703.10.2018, 07:49

Roman Josi

Letzte Regular Season: 75 Spiele, 14 Tore, 39 Assists

Die vergangene Saison haben die Nashville Predators als Enttäuschung abgestempelt. Zwar gewann man als bestes Team der Regular Season die President's Trophy, doch in den Playoffs scheiterte man im Conference-Halbfinal an den Winnipeg Jets. Das ganze Team musste viel Kritik einstecken, insbesondere aber Captain Roman Josi. Der Berner spielte nämlich enttäuschende Playoffs, war fehleranfällig und erzielte in 14 Spielen kein einziges Tor.

Roman Josi steht bei Nashville unter Druck.
Roman Josi steht bei Nashville unter Druck.Bild: AP/AP

Deshalb steht er nun unter Druck. Josi muss in dieser Saison beweisen, dass er das «C» auf der Brust zu Recht trägt. Er muss die Predators in die Playoffs und dort im bestmöglichen Fall zum Stanley-Cup führen. Das ist viel Druck für den 28-Jährigen. 

Doch Josi wird dafür bestens gerüstet sein. Da er diese Saison von Beginn weg auf seinen kongenialen Partner Ryan Ellis zählen kann, ist dem Verteidiger ein besseres Jahr zuzutrauen. Der Schweizer wird wie gewohnt das Offensivspiel Nashvilles mit seinen Rushes antreiben und regelmässig punkten.

Prognose: 60 Punkte, davon 15 Tore.

Kevin Fiala

Letzte Regular Season: 80 Spiele, 23 Tore, 25 Assists

Kevin Fiala hat vergangene Saison den Durchbruch geschafft. Er etablierte sich in der zweiten Sturmlinie der Predators und traf endlich regelmässig. Mit 23 Toren und 25 Assists war er der siebtbeste Skorer Nashvilles. Das ist insbesondere beeindruckend, wenn man bedenkt, dass es zu Beginn der Saison 16 Spiele gedauert hatte, bis der Ostschweizer das erste Mal traf.

Gerade weil er eine derart lange Flaute hatte, darf erwartet werden, dass Fiala diese Saison die 50-Punkte-Marke knackt. Der 22-Jährige ist auf seiner rechten Seite eine riesige Gefahr für alle Gegner. Er produziert Schussraten weit über dem Ligadurchschnitt.

Schüsse der Predators mit Fiala

Rot = mehr als Ligadurchschnitt<br>Blau = weniger als Ligadurchschnitt<br>
Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: Micah McCurdy/hockeyviz.com

Schüsse der Predators ohne Fiala

Rot = mehr als Ligadurchschnitt<br>Blau = weniger als Ligadurchschnitt​
Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt​
Bild: micah mccurdy/hockeyviz.com

Kyle Turris, der Center seiner zweiten Linie, zeigte letztes Jahr gemessen an seinem Potential eine schwache Saison. Dieses Jahr erwartet man von ihm noch mehr. Und wenn der Center eine bessere Saison spielt, profitieren davon automatisch auch die Flügel. Vielleicht kommt der Uzwiler aber sogar in der ersten Linie mit Ryan Johansen und Filip Forsberg zum Einsatz. Überhaupt ist Fiala einer der wichtigsten Spieler der Predators. Mit ihm im Einsatz holt Nashville zwei Siege mehr pro Saison, als wenn an seiner Stelle ein Durchschnittsspieler eingesetzt würde. Damit ist er nach Pekka Rinne und Filip Forsberg der drittbeste Stammspieler in dieser Sparte. 

Prognose: 60 Punkte, davon 25 Tore.

Nico Hischier

Letzte Regular Season: 80 Spiele, 20 Tore, 32 Assists

Nico Hischier hat letztes Jahr viele Beobachter überrascht. Der Schweizer Nummer-1-Draft hat sich gleich in seiner ersten Saison in New Jerseys Toplinie festgesetzt und mit seinem Spiel Taylor Hall eine MVP-Saison ermöglicht. Als der kanadische Superstar seinen Award erhielt, würdigte er Hischier denn auch und sagte: «Ohne ihn wäre ich heute nicht hier.»

Hischier bestach durch seine Übersicht und seine Spielintelligenz. Obwohl er ein eher leichter Spieler war (79kg), schaffte Hischier es, sich im Slot auch gegen Spieler von Weltformat durchzusetzen. Das sollte ihm in der neuen Spielzeit noch besser gelingen. Nach eigenen Angaben hat der Walliser rund vier Kilogramm Muskelmasse zugelegt.

Die Highlights von Nico Hischiers Rookie-Saison.Video: YouTube/NJD BLOG

So will er noch stärker und schneller sein. Hischier sollte dieses Jahr auch mit mehr Powerplay-Einsätzen in der Top-Linie rechnen können. Des weiteren spielte der Schweizer die gesamte letzte Saison mit einer chronischen Handgelenksverletzung. Diese ist über den Sommer nun ausgeheilt. Auch wenn Taylor Hall seine Traumsaison nicht wiederholen kann, dürfte Hischier seine Punkteausbeute dennoch noch einmal steigern.

Prognose: 62 Punkte, davon 24 Tore.

Timo Meier

Letzte Regular Season: 81 Spiele, 21 Tore, 15 Assists

Der Herisauer war zuletzt mit 21 Treffern der viertbeste Torschütze der San Jose Sharks. Wäre da nicht eine lange Durststrecke zu Beginn der Saison gewesen, hätte er wohl noch bessere Zahlen zu Buche stehen gehabt. Meier ist ein Powerstürmer, der gerne auch direkt in den Slot geht und dort ablenkt und nachstochert. 

Alle Tore von Timo Meier in der vergangenen Saison.Video: YouTube/Pinkporksodapop

Dass nun mit Erik Karlsson neben Brent Burns ein weiterer Weltklasse-Offensivverteidiger im Kader der Sharks steht, kommt Meiers Spiel sicherlich zu gute. Das bedeutet nämlich, dass es noch mehr Pucks abzulenken und Abpraller zu verwerten gibt. 

In der Vorbereitung spielte er mit Tomas Hertl und Logan Couture in einer Linie. Die drei harmonierten sehr gut und überforderten die Gegner mit ihrem Tempo. Was dem Schweizer letzte Saison noch fehlte, waren die Assists. Doch wenn er dieses Jahr einen festen Platz in der zweiten Sturmreihe hat und nicht hin und her geschoben wird, sollte dort mit einer gefestigten Chemie auch eine Steigerung möglich sein.

Prognose: 50 Punkte, davon 22 Tore.

Nino Niederreiter

Letzte Regular Season: 63 Spiele, 18 Tore, 14 Assists

Eine Saison zum vergessen war die letzte für Nino Niederreiter. Der Churer hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, die ihn zurückwarfen. Und kaum war er wieder richtig gesund, war die Saison auch schon vorbei. Seine Minnesota Wild scheiterten erneut in der ersten Runde der Playoffs. Immerhin konnte der Flügel danach mit einer starken Silber-WM wieder Selbstvertrauen tanken. 

Nino Niederreiter: Wo findet er Platz im Kader von Minnesota?
Nino Niederreiter: Wo findet er Platz im Kader von Minnesota?Bild: AP/AP

Obwohl es den ganzen Sommer lang Trade-Gerüchte gab, darf «El Nino» bei den Wild bleiben. Dort will er nun wieder das machen, was er am besten kann: Das Geschehen auf dem Eis mit seiner intensiven Spielweise beeinflussen. Niederreiter kann wie kaum ein anderer Flügel in der NHL das Spiel in die gegnerische Zone drücken – seine Corsi-Werte sind klar die besten seines gesamten Teams.

Doch die eigene Stärke könnte für Niederreiter zum persönlichen Nachteil werden. Dann nämlich, wenn Bruce Boudreau entscheidet, Niederreiter in die dritte Linie zu verfrachten, um den jungen Jordan Greenway und Joel Eriksson Ek das Leben zu erleichtern. Das würde die dritte Linie Minnesotas zwar deutlich aufwerten, aber Niederreiter würde Eiszeit und somit wohl auch Skorerpunkte einbüssen.

Prognose: 60 Punkte, davon 30 Tore.

Denis Malgin

Letzte Regular Season: 51 Spiele, 11 Tore, 11 Assists

Denis Malgin gelang eine ziemlich gute letzte Saison, obwohl er nicht immer gesetzt war bei den Florida Panthers. Weniger gut für den kleingewachsenen Schweizer Stürmer war, was sein Team in der Off-Season machte: einige Trades und Neuverpflichtungen. Mit Mike Hoffman hat sich das Team deutlich verstärkt, für Malgin dürfte es schwierig sein, an einen Platz in einer der zwei Top-Sturmlinien zu kommen. 

Aber auch bei den sogenannten «Bottom-Six»-Stürmern ist die Konkurrenz riesig. Dennoch sollte Malgin es schaffen, beim Saisonstart im Kader der Panthers zu stehen. Am wahrscheinlichsten ist ein Einsatz auf dem Flügel der dritten Linie – an der Seite von Jared McCann und vielleicht Henrik Borgström. Doch der 21-Jährige wird sich in jedem Spiel beweisen müssen, um seinen Platz in der Mannschaft zu halten.

Prognose: 20 Punkte, davon 8 Tore.

Yannick Weber

Letzte Regular Season: 47 Spiele, 2 Tore, 3 Assists

Wie Nino Niederreiter hatte auch Yannick Weber vergangene Saison so seine liebe Mühe mit Verletzungen. Gleich drei Mal musste der Berner mit Verletzungen aussetzen. Wenn er dieses Jahr gesund bleibt, sollte er seinen Platz im dritten Verteidigungspaar der Predators auf sicher haben. Vielleicht muss er sich aber an einen neuen Partner gewöhnen. Mit Dan Hamhuis hat sich Nashville einen erfahrenen Routinier-Verteidiger geschnappt. Gut möglich, dass er Matt Irwin, Webers bisherigen Partner, verdrängt.

Prognose: 10 Punkte, davon 3 Tore.

Die Stats-Übersicht der Schweizer für die Saison 2017/18

Sven Bärtschi

Vergangene Regular Season: 53 Spiele, 14 Tore, 15 Assists

In Vancouver setzt man weiterhin auf Sven Bärtschi. Der Langenthaler hat bei den Canucks im Sommer einen neuen Vertrag unterschrieben. Neu verdient er jährlich 3,37 Millionen Dollar und muss beweisen, dass diese Summe gerechtfertigt ist. Noch ist allerdings nicht klar, wo Bärtschi im Lineup Vancouvers seinen Platz hat.

Letztes Jahr spielte er oft mit Bo Horvat als Center und Brock Boeser auf dem rechten Flügel zusammen. Doch dieses Jahr stösst auch Super-Rookie Elias Pettersson dazu. Dadurch entstehen für Bärtschi zwei Varianten: Entweder er bleibt in der Top-Linie mit Horvat und Boeser, oder er spielt in der zweiten Linie mit Pettersson (oder einem anderen Center) in der Mitte und entweder Brendan Leipsic, Jake Virtanen oder Nikolay Goldobin auf der anderen Seite. Mit Pettersson und Goldobin spielte er auch in der Vorbereitung schon zusammen.

Weiter nach hinten darf der 25-Jährige allerdings nicht rutschen: Bei einem Testspieleinsatz in einer «schwächeren» Linie gelang Bärtschi überhaupt nichts. Man darf aber damit rechnen, dass der Stürmer in einer der beiden Top-Linien Unterschlupf findet.

Prognose: 40 Punkte, davon 20 Tore.

Sven Andrighetto

Letzte Regular Season: 50 Spiele, 8 Tore, 14 Assists

Der Start in die letzte Saison gelang Sven Andrighetto grossartig. Er durfte in der Top-Linie mit MVP-Kandidat Nathan MacKinnon ran. Doch danach ging es für den Zürcher abwärts. Zwischenzeitlich wurde er in die vierte Linie verfrachtet oder gar auf die Tribüne verbannt. Im Dezember zog er sich zudem eine Verletzung zu, die ihn bis im März dieses Jahres ausser Gefecht setzte. 

Andrighetto mit einem herrlichen Tor gegen Chicago.Video: streamable

Auch diese Saison – der Zürcher verpasst den Saisonstart bereits mit einer Fussverletzung – droht Andrighetto, mit den hinteren Reihen vorlieb nehmen zu müssen. Die Top-Linie ist bereits mit MacKinnon, Gabriel Landeskog und Mikko Rantanen besetzt. Mit etwas Glück reicht es dem Schweizer in die zweite Linie mit Tyson Jost und Alexander Kerfoot. Aber auch Einsätze in der dritten oder vierten Angriffsreihe sind nicht auszuschliessen.

Unter der damit verbundenen reduzierten Eiszeit und der schwächeren Qualität der Linienkollegen würde natürlich auch Andrighettos Punkteproduktion leiden.

Prognose: 25 Punkte, davon 10 Tore.

Luca Sbisa

Letzte Regular Season: 30 Spiele, 2 Tore, 12 Assists

Nachdem er mit den Vegas Golden Knights keine Einigung erzielen konnte, erhält Luca Sbisa bei den New York Islanders eine neue Chance. Das Team von der US-Ostküste engagierte den Verteidiger, nachdem die Verantwortlichen ihm für das Trainingscamp einen Tryout-Vertrag angeboten hatten. 

Bei den «Isles» soll Sbisa angeblich im ersten Verteidigungspaar gemeinsam mit Nick Leddy spielen. Dies, obwohl er vergangenes Jahr bei Vegas in einer derart grossen Rolle nicht gerade überzeugt hat. Die Gesundheit wird dabei ein wichtiger Schlüssel sein für den Zuger. Bei den Golden Knights kam er wegen Verletzungen nur auf 30 Spiele. Will er dieses Jahr Konstanz finden und sich für einen langfristigen Vertrag aufdrängen, darf er sich nicht erneut verletzen. 

Schüsse gegen Vegas ohne Sbisa

Rot = mehr als Ligadurchschnitt<br>Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Schüsse gegen Vegas mit Sbisa

Rot = mehr als Ligadurchschnitt<br>Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Prognose: 15 Punkte, davon 3 Tore.

Mirco Müller

Letzte Regular Season: 28 Spiele, 0 Tore, 4 Assists

Auch Mirco Müller gehörte letzte Saison zu den verletzungsgebeutelten Schweizer NHL-Söldnern. Zwischen Mitte November und Anfang Februar fiel der junge Verteidiger aus, danach musste er zwischenzeitlich auf der Tribüne Platz nehmen. Doch wenn er zum Einsatz kam, machte er seine Sache ordentlich. Zudem spielte er eine hervorragende WM und konnte dort viel Selbstvertrauen tanken.

Schüsse gegen New Jersey ohne Müller

Rot = mehr als Ligadurchschnitt<br>Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Schüsse gegen New Jersey mit Müller

Rot = mehr als Ligadurchschnitt<br>Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Deshalb dürfte er auch in der neuen Spielzeit bei den Devils gesetzt sein. Am besten hat Müller jeweils mit dem ebenfalls jungen Verteidiger Will Butcher harmoniert. Der dürfte aber in den ersten beiden Verteidigungspaaren gesetzt sein. Für den Schweizer ist es wahrscheinlicher, dass er im dritten Paar an der Seite von Steven Santini oder Ben Lovejoy spielt.

Prognose: 10 Punkte, 1 Tor.

Dean Kukan

11 Spiele, 0 Tore, 4 Assists

Das Pech anderer könnte zu Dean Kukans Glück werden. Bei den Columbus Blue Jackets fällt Starverteidiger Seth Jones zum Saisonstart für vier bis sechs Wochen aus. Zudem verliess mit Jack Johnson ein Verteidiger das Team im Sommer in Richtung Pittsburgh. Dieses Jahr sollte es also endlich einen Platz im Kader für den Zürcher haben.

Dean Kukan im Einsatz für Columbus.
Dean Kukan im Einsatz für Columbus.Bild: AP/FR170498 AP

Man darf damit rechnen, dass der 25-Jährige beim Saisonstart für die Blue Jackets auf dem Eis steht. Vermutlich dürfte er zu Beginn im dritten Verteidigungspaar zum Einsatz kommen. Mit seinen Offensivqualitäten kann er sich aber auch für höhere Aufgaben empfehlen.

Prognose: 15 Punkte, davon 3 Tore.

Jonas Siegenthaler

Schafft der 21-Jährige dieses Jahr den Sprung in die NHL? In der Vorbereitung beeindruckte Siegenthaler den Coachingstaff der Washington Capitals und er ist kurz vor Saisonstart immer noch bei der Mannschaft. Der Zürcher hat vor allem auch sein Spiel in der offensiven Zone verbessert. Etwas, das von ihm schon lange gefordert wurde.

Reicht es Jonas Siegenthaler in die NHL?
Reicht es Jonas Siegenthaler in die NHL?Bild: KEYSTONE

Für Siegenthaler spricht zudem, dass mit Michal Kempny ein Stammverteidiger Washingtons mit einer Hirnerschütterung für unbestimmte Zeit ausfällt. Es gibt aber auch Argumente gegen ein NHL-Debüt gleich zu Saisonbeginn: Im Gegensatz zu Madison Bowey, dem letztjährigen siebten Verteidiger der «Caps», hat Siegenthaler einen Zweiweg-Vertrag. Das heisst, dass es wesentlich einfacher ist, den Schweizer in die AHL zu schicken, als seinen teaminternen Kontrahenten. 

Prognose: Erste NHL-Einsätze im Laufe der Saison.

Vincent Praplan

Der Ex-Klotener hat sich in San José bereits eingelebt und mit Timo Meier einen Schweizer WG-Partner gefunden. In die Mannschaft der Sharks hat es Praplan aber noch nicht gereicht, obwohl er in der Vorbereitung gute Leistungen gezeigt hat. Sofern die Sharks mehrheitlich von Verletzungen verschont bleiben, dürfte «Praps» wohl die ganze Saison in der AHL verbringen, damit er sich dort wieder an das nordamerikanische Spiel gewöhnen kann.

Prognose: Spielt die ganze Saison in der AHL.

Yannick Rathgeb

Der Verteidiger wird die Saison ebenfalls in der AHL beginnen und dort wohl den grössten Teil der Saison verbringen. Allerdings ist die Verteidigung der New York Islanders nicht gerade herausragend besetzt – insbesondere Offensivverteidiger sind Mangelware. Eine Rolle, die Rathgeb durchaus übernehmen kann, wie er bei Fribourg drei Jahre lang bewiesen hat. 

Prognose: Vereinzelte Einsätze in der NHL.

Michael Fora

Beim Schweizer WM-Silber im vergangenen Mai war Fora eine der grossen Überraschungen. Der bald 23-Jährige überzeugte mit seiner Abgeklärtheit trotz seines jungen Alters. Unter anderem diese Vorstellung hat ihm nun einen Vertrag bei den Carolina Hurricanes beschert. Doch die «Canes» haben ein so gutes und tiefes Kader wie schon lange nicht mehr. Für Fora wird es schwierig bis unmöglich, sich bereits in dieser Saison einen Platz in der NHL zu erspielen.

Prognose: Spielt die ganze Saison in der AHL.

Weitere Schweizer Spieler in der AHL: Calvin Thürkauf, Tobias Geisser, Romain Chuard.

Alle Schweizer, die in die NHL gedraftet wurden

1 / 82
Alle Schweizer, die in die NHL gedraftet wurden
quelle: keystone / salvatore di nolfi
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
nickmiller
02.10.2018 14:08registriert März 2014
Bürgler gibt Vollgas! Findi guet
861
Melden
Zum Kommentar
avatar
PizzaPestoni
02.10.2018 16:02registriert Juni 2016
Also Bärtschi hat sicher mehr drauf als 40 Punkte, wenn er mit Pettersson spielen kann ist er sicher für 50-60 Punkte gut.
223
Melden
Zum Kommentar
7
Warum die Ukraine nun von einem Sieg spricht
Aus Kiew wurden die russischen Soldaten vertrieben, im Donbass stecken sie fest. Eine Niederlage von Putins Armee ist nicht mehr undenkbar.

Als Putin am 24. Februar seinen Krieg gegen die Ukraine begann, war bald von einer «Finnlandisierung» die Rede. Gemeint waren damit die Folgen des Winterkriegs zwischen der damaligen UdSSR und Finnland 1939/40, in dem die Finnen nach anfänglich heldenhaftem Widerstand gezwungen wurden, einen Teil ihres Territoriums an die Russen abzutreten.

Zur Story