Eishockey
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Winnipeg Jets goaltender Laurent Brossoit (30) makes a save against New Jersey Devils center Nico Hischier (13) during the third period of an NHL hockey game Friday, Oct. 4, 2019, in Newark, N.J. (AP Photo/Noah K. Murray)

Für Nico Hischier und die New Jersey Devils gab es bislang nur wenig zu holen. Bild: AP

Aus diesen 4 Gründen ist die Euphorie bei den Devils bereits weg

Drei Spiele, drei Niederlagen – die euphorisierten New Jersey Devils sind in der neuen NHL-Saison bereits wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Das ist natürlich noch kein Grund zur Panik. Doch es gibt gute Gründe, warum es Nico Hischier und Co. derzeit nicht läuft.



Zuerst einmal sei Folgendes gesagt: Devils-Fans in der Schweiz und anderswo müssen definitiv noch nicht in Panik ausbrechen. Es sind erst drei Spiele gespielt, Zeit bleibt also noch genügend, um die Fehler zu korrigieren.

Dass die ersten paar Spiele nicht viel bedeuten, weiss New Jersey aus erster Hand. Letztes Jahr gewannen sie zum Saisonauftakt viermal hintereinander – und verpassten die Playoffs dann doch deutlich. Man sollte logischerweise nicht überreagieren. Dennoch ist es interessant, zu schauen, was in den ersten Spielen der Devils schieflief. Insbesondere weil die Euphorie nach guten Testspielen ja ziemlich gross war.

John Hynes' Ungeduld

Eigentlich begann alles ganz ordentlich: Beim Saisondebüt gegen die Winnipeg Jets liess Coach John Hynes Nico Hischier wie üblich an der Seite von Kyle Palmieri und Taylor Hall laufen. Nummer-1-Draft Jack Hughes spielte mit Nikita Gusev und Jesper Bratt zusammen. Und Travis Zajac, Blake Coleman und Wayne Simmonds formten gemeinsam die dritte Linie.

Bis zur 39. Minute führte New Jersey mit 4:0, spielte Winnipeg an die Wand. Doch dann fiel alles auseinander. Spätestens nachdem Goalie Cory Schneider wegen Krämpfen hatte ausgewechselt werden müssen, war das Momentum auf der Seite der Jets. Die drehten das Spiel und gewannen mit 5:4 nach Verlängerung.

New Jersey Devils coach John Hynes, center, watches the team play the New York Rangers during the third period of a preseason NHL hockey game Friday, Sept. 20, 2019, in Newark, N.J. (AP Photo/Mary Altaffer)
John Hynes

Hynes wechselt seine Linien oft durch. Zu oft? Bild: AP

Und John Hynes schien das Vertrauen in seine Linien schon verloren zu haben. Im zweiten Spiel gegen Buffalo wirbelte er die Aufstellung kräftig durch – es resultierte eine 2:7-Klatsche. Und nun hat der 44-Jährige gegen Philadelphia (0:4-Niederlage) abermals erfolglos an den Linien geschraubt.

Dabei hat es gegen Winnipeg ja über weite Strecken gut funktioniert. Die Devils haben mit P.K. Subban, Hughes, Gusev, Simmonds und Jesper Boqvist viele neue Spieler im Kader. Da brauchen die Linien teilweise auch etwas Zeit, bis sie eingespielt sind. Mit Hynes' ständigen Wechseln in der Aufstellung ist es aber schwierig, die Chemie zu finden.

Jack Hughes' Startprobleme

So ein talentierter und kreativer Spieler Jack Hughes auch ist, in seinen ersten drei NHL-Spielen hatte er grosse Mühe, sich durchzusetzen. Insbesondere in der Defensive hatte der 18-Jährige zu kämpfen. In den ersten zwei Spielen war er komplett überfordert. Gegen Philadelphia, als er nur noch in der dritten Linie gegen schwächere Gegner zum Einsatz kam, sah es etwas besser aus.

New Jersey Devils center Jack Hughes (86) exits the tunnel for an NHL preseason hockey game against the Boston Bruins, Monday, Sept. 16, 2019, in Newark, N.J. (AP Photo/Noah K. Murray)

Jack Hughes bezahlt momentan noch Lehrgeld. Bild: AP

Sein Expected-Goal-Prozentsatz liegt bei 29,09 Prozent, der dritttiefste Wert der Devils. Das bedeutet, dass bei Hughes' Einsätzen der Gegner eine deutlich höhere Chance hat, ein Tor zu erzielen, als die Devils selbst. Mit ähnlichen Problemen wie Hughes hat auch KHL-Neuzugang Nikita Gusev zu kämpfen.

Zu viele individuelle Fehler

Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht. Seit der verpatzten 4:0-Führung gegen Winnipeg sind die Devils verunsichert. Das zeigt sich auch in diversen individuellen Fehlern, die den gegnerischen Teams immer wieder Tore bringen.

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Hischier gewinnt das Bully, Severson verliert den Zweikampf. Blackwood langt daneben. Video: streamable

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Subban verliert die Scheibe an der blauen Linie. Reinhart kann alleine losziehen. Video: streamable

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Palmieri fällt im dümmsten Moment hin, Konecny profitiert. Video: streamable

Instabile Goalies

Man wusste schon vor der Saison, dass die diesjährige Schwachstelle der Devils wohl die Torhüter sein würden. Doch in den Testspielen wehrte Cory Schneider über 95 Prozent aller Schüsse erfolgreich ab.

New Jersey Devils goaltender Mackenzie Blackwood reacts after the team's 5-4 loss in a shootout to the Winnipeg Jets in an NHL hockey game Friday, Oct. 4, 2019, in Newark, N.J. (AP Photo/Noah K. Murray)

Immer und immer wieder geschlagen: MacKenzie Blackwood. Bild: AP

Doch die zarte Flamme der Hoffnung erlosch sogleich wieder. Cory Schneider spielt zwar solide, hielt die Devils gegen Philadelphia, solange es ging, im Spiel, konnte die Niederlagen letztlich aber auch nicht verhindern. Noch düsterer sieht es bei MacKenzie Blackwood aus. Er hat in seinen anderthalb Einsätzen (gegen Winnipeg eingewechselt, gegen Buffalo gestartet) zehn Tore erhalten. Seine statistischen Werte sind bislang unterirdisch.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Steven Stamkos 11.10.2019 10:10
    Highlight Highlight Ich für meinen Teil sah in Jack Hughes auch nie ein Ausnahmetalent wie es McDavid beispielsweise ist. Hughes ist technisch und läuferisch extrem stark, dennoch hat er nie gegen Erwachsene gespielt. Er braucht definitiv eine längere Eingewöhnungszeit. Da war Nico in meinen Augen bri seinem NHL-Debut schon weiter.
    • Adrian Buergler 11.10.2019 16:08
      Highlight Highlight Niemand wird je ein McDavid sein.
  • Boston5 11.10.2019 08:03
    Highlight Highlight Dürfte eine Chance für Senn sein, wenn die Goalies nicht auf Touren kommen.
  • Krapos 11.10.2019 06:56
    Highlight Highlight Grund 5: Die Devils scouten und traden mittelmässig bis schlecht. Zacha,McLeod,Speers,Quenneville waren keine guten Picks. Angefangen hat alles mit dem Bo Horvat-Trade2013. 2017 und 19 konnten sie als No1 nichts falsch machen. Im Nachhinein ist man zwar immer klüger, aber das LineUp könnte besser aussehen, wenn sie ab 2014 eine Glaskugel gehabt hätten. Thatcher Demko im Tor(2014). Rantanen oder Meier auf dem Flügel(2015). Hometown Hero McAvoy in der Defense(2016) und Kupari (2018) wäre ein hoffnungsvoller Center. Ich glaube trotzdem, dass sie die Playoffs packen werden.
  • inVain 10.10.2019 22:40
    Highlight Highlight Hey Bürgler, NHL wird ja von dir bereits hervorragend abgedeckt. Wie siehts eigentlich aus mit Berichten aus der KHL? Habt ihr da bereits was in Planung?
    Sven Andrighetto scheint ja sehr gut gestartet bei Avangard Omsk. 14 Spiele / 13 Punkte 4G/9A.
    • Adrian Buergler 11.10.2019 16:31
      Highlight Highlight Die KHL verfolge ich einfach wirklich überhaupt nicht (die Sprachbarriere ist auch bizli grösser als in der NHL 😅).

      Aber ich werde sicher versuchen, ab und zu etwas zu Andrighetto zu machen.
  • chandler 10.10.2019 22:27
    Highlight Highlight Eines der neuen Probleme wird Subban sein. Diese Verpflichtung ist, meiner Meinung nach, ein grosser Fehler.
    • wimi2 11.10.2019 15:27
      Highlight Highlight Ich verstehe sowieso nicht wieso der geholt wurde.
      Offensiv lange nicht mehr so gut wie auch schon und defensiv anfällig wie kaum einer. Schon in Nashville war er immer eine Gefahr und nun macht er genau gleich weiter. Wird aber wohl etwas mehr Eiszeit haben, somit mehr Fehler machen.
    • chandler 11.10.2019 15:49
      Highlight Highlight Sehe ich genau so. Nashville hat ihren Fehler eingesehen und richtig reagiert mit ihrem Trade.
    • Adrian Buergler 11.10.2019 16:07
      Highlight Highlight @wimi2: Er ist immer noch ein sehr guter Powerplay-Spieler von der blauen Linie aus. Etwas, das den Devils zuvor gefehlt hat (Severson und Butcher reichen nicht). Defensiv hatte er letztes Jahr die besseren Zahlen als beispielsweise Josi, wobei er gemeinsam mit Ekholm öfter gegen die gegnerischen Toplinien ran musste als Josi/Ellis.

      Klar, er macht teilweise haarsträubende Fehler. Aber er ist immer noch ein solider Verteidiger mit gutem offensive Impact.
  • goldmandli 10.10.2019 21:08
    Highlight Highlight "Man sollte logischerweise nicht überreagieren."

    Bürgler versucht seine Prognose zu rechtfertigen😄

    Spass beiseite. Merci für die interessante Analyse.

    Wurde Hughes von den Scouts eigentlich als schon NHL-ready eingestuft vor der Saison? Bzw. braucht er einfach anlaufzeit oder vielleicht sogar noch eine junior-saison?
  • Goon 10.10.2019 20:50
    Highlight Highlight Die Goalies sind nicht das Problem. Wenn man die Schüsse die rein gingen ausklammert ist die Haltequote bei unglaublichen 100%

    😉😋
  • ta0qifsa0 10.10.2019 20:32
    Highlight Highlight Von den "instabilen Goalies" würd ich Schneider ausklammern, ansonsten triffts diese Analyse leider auf den Punkt (die miserablen Special Teams gehörten evtl auch noch aufgelistet..).
  • Goldjunge Krater 10.10.2019 20:31
    Highlight Highlight Ich war gegen Buffalo im Stadion. Das ganze Team enttäuschte inkl. Nico, Hall und Subban..

    • Mia_san_mia 10.10.2019 21:35
      Highlight Highlight Das passt aber nicht zu Dir...

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