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Iran lässt Kontrolleure nicht in Nuklear-Werkstatt

Iran lässt Kontrolleure nicht in Nuklear-Werkstatt

27.09.2021, 06:4727.09.2021, 06:47

Der Iran blockiert entgegen jüngster Zusagen die vollständige Überwachung seines Atomprogrammes. Das meldete der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, am Sonntag in Wien in einem Sonderbericht. Laut einem IAEA-Sprecher verweigert der Iran IAEA-Inspektoren Zugang zu einer Werkstatt, in der Teile für Zentrifugen zur Uran-Anreicherung hergestellt werden.

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Rafael Grossi, Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).Bild: keystone

Der Ausbau der iranischen Anreicherungsanlagen mit immer leistungsfähigeren Zentrifugen bereitet der IAEA und der internationalen Gemeinschaft Sorgen. Das verarbeitete Uran hat einen so hohen Reinheitsgrad, dass es relativ schnell zu waffenfähigem Material weiterverarbeitet werden könnte.

Grossi hatte am 12. September eine Einigung mit Teheran erzielt, wonach die IAEA wieder ihre Überwachungsgeräte warten und Speichermedien austauschen darf, um die lückenlose Kontrolle des umstrittenen Atomprogrammes zu gewährleisten. Laut Grossis Bericht wurde die Übereinkunft überall ausser in der Zentrifugen-Werkstatt in Karadsch umgesetzt. Im Juni war es dort zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem auch IAEA-Kameras schwer beschädigt worden. Iranische Medien sprachen damals von einem missglückten Sabotageakt.

Als Reaktion auf den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen von 2015 ignoriert der Iran seit 2019 die vereinbarten nuklearen Beschränkungen, die die Entwicklung von Atomwaffen erschweren sollten. Die Verhandlungen zur Rettung des Paktes, an denen auch Deutschland beteiligt sind, sind seit Juni unterbrochen. (sda/dpa)

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