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Stormy Daniels mit ihrem Anwalt Michael Avenatti.
Stormy Daniels mit ihrem Anwalt Michael Avenatti.Bild: AP/AP

Stormy Daniels mit neuen Vorwürfen: Kam das Schweigegeld an den Pornostar aus Russland?

09.05.2018, 02:1209.05.2018, 05:51

Die US-Pornodarstellerin Stormy Daniels hat in ihrem Streit mit dem US-Präsidenten Donald Trump neue Vorwürfe erhoben. Diesmal geht es um 500'000 Dollar aus Russland.

Ihr Rechtsbeistand Michael Avenatti erklärte am Dienstag, Trumps langjähriger Anwalt Michael Cohen habe kurz nach dessen Wahlsieg 2016 von einem russischen Oligarchen aus dem Umfeld von Präsident Wladimir Putin eine Zahlung von 500'000 Dollar erhalten. Das Geld sei über eine Firma des Oligarchen Viktor Vekselberg an Cohen gezahlt worden.

Wie der Sender CNN berichtete, wurden der Oligarch Viktor Vekselberg und sein Cousin Andrew Intrater von US-Beamten befragt, die zur mutmasslichen russischen Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf ermitteln.

Einem von Avenatti veröffentlichten Dokument zufolge überwiesen Vekselberg und sein Cousin Cohen «ungefähr 500'000 Dollar» in acht einzelnen Zahlungen. «Herr Cohen hat diese Zahlungen unerklärlicherweise angenommen, als er der persönliche Anwalt des Präsidenten war», heisst es in dem Dokument. Die «New York Times» und der Sender NBC News berichteten, finanzielle Dokumente eingesehen zu haben, die Avenattis Angaben stützten.

Schweizer Firmen im Visier

Laut «New York Times» zahlten zudem mehrere andere Unternehmen hunderttausende Dollar an die Firma, über welche Cohen die Zahlung an Stormy Daniels leistete. Darunter seien auch 200'000 Dollar des Telekommunikationskonzerns AT&T, dessen geplante Fusion mit dem Medienunternehmen Time Warner derzeit vor Gericht verhandelt wird. Die US-Regierung blockiert derzeit mit einer Klage die milliardenschwere Übernahme durch AT&T.

AT&T erklärte, Cohens Firma Essential Consultants Anfang 2017 engagiert zu haben, um «Einblicke in die neue Regierung» zu bekommen. Der Vertrag sei im Dezember 2017 beendet worden. Es habe sich nicht um Lobbyarbeit gehandelt.

Überdies leisteten der «New York Times» zufolge die Tochterfirma des Schweizer Pharmariesen Novartis, Novartis Investments S.A.R.L., sowie der Flugzeugbauer Korea Aerospace Industries hohe Geldzahlungen an Cohens Firma.Cohen hatte die 130'000 Dollar wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 an die Pornodarstellerin gezahlt, damit sie nicht öffentlich über ein angebliches sexuelles Abenteuer mit Trump spricht.

Trump hatte am Donnerstag überraschend erklärt, Cohen die 130'000 Dollar erstattet zu haben. Zuvor hatte der Präsident betont, von der Zahlung nichts gewusst zu haben. Eine Affäre mit dem Pornostar bestreitet er weiter. (sda/reu/afp)

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