Gesellschaft & Politik
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Good News: Im nächsten Jahr dürften die Mieten zurückgehen



ARCHIV --- ZUM REFERENZZINSSATZ ALS BERECHNUNG DER MIETEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Miethaus an der Scheuchzerstrasse im Zuercher Kreis 6 am Montag, 12. Dezember 2011. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Die Immobilienpreisspirale dreht sich munter weiter. Aber die Mieter können sich dennoch auf tiefere Mieten freuen. Denn sie dürften von neuen Gesetzen und Regulierungen insgesamt nur wenig betroffen sein. Dieser Ansicht ist der Immobiliendienstleister IAZI.

Während IAZI im laufenden Jahr bei den Mehrfamilienhäusern mit einem Preisanstieg von 4.9 Prozent rechnet, dürften die Angebotsmieten um 0.8 Prozent zurückgehen. Bei den Wohneigentumspreisen beträgt das Plus 1 Prozent.

Klimamassnahmen sind nicht gratis

Das neue CO2-Gesetz, mit dem der Klimawandel bekämpft werden soll und über das derzeit beraten wird, dürfte für Mehrkosten auf dem Wohngebäudepark der Schweiz von rund 1.4 Milliarden Franken im Jahr führen, sagte IAZI-Chef Donato Sconamiglio an einer Pressekonferenz am Dienstag in Zürich.

Diese Mehrkosten von rund 2 bis 3 Prozent dürften zwar zu einem Grossteil auf die Mieter überwälzt werden. Ein Grossteil der Erträge aus der CO2-Abgabe werde aber wieder über die Krankenversicherer und die AHV-Ausgleichskassen an die Bevölkerung zurückverteilt.

Zudem dürfte wegen der anhaltend tiefen Zinsen im zweiten Quartal 2020 der für die Mietpreise relevante Referenzzinssatzes gesenkt werden, was zu einem Rückgang der Mieten um rund 3 Prozent führen werde. Ausserdem sorge der hohe Leerstand bei Mehrfamilienhäusern zusätzlich für Druck auf den Mieten.

Ausgeprägter Mietermarkt

Weniger zu lachen haben die Vermieter. «Sie müssen von einem ausgeprägten Mietermarkt ausgehen», meinte der IAZI-Chef. Die Zunahme der Leerstände mache die Vermietung von Wohnungen «anspruchsvoll». Angesichts der Bautätigkeit und des bestehenden Leerstands dürften auch in Zukunft immer mehr Wohnungen leer stehen.

Der hohe Leerstand vor allem ausserhalb der grossen Zentren übe einen starken Druck auf die Mieten aus. Dabei rechnet IAZI bei neuen Mietwohnungen mit tieferen Mietpreisen, wenn Vermieter Konzessionen machten. Dies führe ausserdem dazu, dass die «heisse Kartoffel Leerstand» von neuen zu den Altbauwohnungen verlagert werde. Ausserdem müssten Vermieter im Zusammenhang mit dem Co2-Gesetz auch einen Wertverlust ihrer Immobilien von rund 3 Prozent verkraften.

Selbstregulierungsmassnahmen verpuffen

Dennoch bleibt dank der Negativzinspolitik der Nationalbank (SNB) die Nachfrage nach Mietshäusern hoch und die Preise dürften daher weiter steigen. Die ab kommenden Jahr geltenden Selbstregulierungsmassnahmen der Banken, mit denen eine Zeitbombe im Immobilienmarkt entschärft werden soll, dürften verpuffen, wenn das Geld «gratis» bleibe. «Gratis-Geld schafft Fehlanreize», sagte Sconamiglio.

Zudem wollten Banken ja weiterhin Geschäfte machen. Dabei sieht der Immobilienexperte hinter den steigenden Preisen für Renditeliegenschaften aber vor allem (Lebens-) Versicherungen und nicht die Banken, die die Spitzenpreise zahlen würden.

Demografischer Wandel dürfte Immobilienpreise sinken lassen

Erst ein demografischer Wandel in den kommenden Jahren dürfte zu einer Entspannung bei den Immobilienpreisen führen. «Wir sind an einem Wendepunkt», sagt Sconamiglio. 2019 feierten erstmals gleichviele Menschen den 20. Geburtstag wie in Pension gingen. «Die Schweiz sieht einer Entwicklung wie in Japan entgegen, wo derzeit 28 Prozent der Bevölkerung Rentner sind».

Hierzulande seien derzeit 19 Prozent, bis zum Jahr 2050 dürfte ihr Anteil an der Bevölkerung dann auf den gleichen Wert in Japan ansteigen, schätzt Sconamiglio. In Japan habe dies sinkende Immobilienpreise zur Folge gehabt. «Eine solche Entwicklung dürfte in der Schweiz dazu führen, dass in Zukunft weniger und kleinere Wohnungen nachgefragt werden und zudem die Nachfrage nach Einfamilienhäusern zurückgehe», glaubt der Immobilien-Spezialist. (aeg/sda/awp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 13.11.2019 06:34
    Highlight Highlight In kleinen Orten sind die Mieten tief aber das Pendeln in die Grossstädte kostet viel Zeit (mit dem ÖV) oder Geld (mit dem Auto). In Grossstädten sind die Mieten hoch, dafür sind die Wege kürzer.
    Statt ständig die Pendler noch mehr zu quälen, könnte man ja raumplanerisch tätig werden und ein bestimmtes Verhältnis von Büroflächen zu Wohnungen vorschreiben. Aber dann könnten die Kosten für den Umweltschutz eben nicht mehr auf die kleinen Leute abgewälzt werden, sonder müssten auch von den Unternehmen über lokal höhere Mieten getragen werden....
  • Hofer Ernst 12.11.2019 16:19
    Highlight Highlight Als Mieter glaub ich das erst wenn es eintrifft. Trotz niedrigeren Zinsen in den letzten Jahren ging der Mietzins nie runter.
  • wolge 12.11.2019 15:53
    Highlight Highlight Gerade da wo viele Mieter wohnen dürften die Mieten nicht sinken... Auch spielt gerade dort der Markt nicht resp. nur für den Vermieter.

    Darum werden die Vermieter die Kosten wegen co2 auf die Mieter abwälzen. Dies obwohl sie, würden sie Verantwortung übernehmen, bereits beim Bau des Gebäudes entsprechende nachhaltig hätten bauen können...

    Doch Vermieter hatten ja keine Anreize. Die hohen Heizkosten bei schlecht isolierten Gebäude bezahlen ja die Mieter... und nun dürfen sie auch die Sanierung bezahlen...
  • PC Principal 12.11.2019 14:42
    Highlight Highlight Gerade in den Grossstädten dürften die Mieten vorerst weiter steigen.Die Nachfrage bleibt hoch, weil jeder in der Stadt leben will aber das Angebot ist beschränkt, weil jedes Wohnbaupürojekt mit zig Einsprachen verzögert wird. Meist ist es der Schattenwurf, beim Hardturm ist es jetzt gleichzeitig auch noch die Hitzeentwicklung. Die Folge davon sind überteuerte Mieten in der Stadt und dass immer mehr in die Agglo ziehen. Dies führt zu langen Pendlerwegen und Zersiedelung.

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