«Star Wars»-Schauspieler Michael Pennington mit 82 Jahren verstorben
Es war eine seiner kleinsten Sprechrollen, aber jene, die Michael Pennington berühmt machte. In dem Film «Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter» spielte er den Todessternkommandanten Moff Jerjerrod. Mit der Rolle erlangte er unter Filmfans Kultstatus. Vor allem war Pennington aber am Theater aktiv, übernahm tragende Rollen in zahlreichen Shakespeare-Dramen wie Hamlet, Richard II., Romeo und Julia, Macbeth und König Lear. Shakespeares Werk hatte sich Pennington zeitlebens auf vielfältige Weise verschrieben.
Am Sonntag ist der britische Schauspieler mit 82 Jahren verstorben, wie britische Medien berichten, darunter auch die Zeitung «The Telegraph». Angaben zu den Umständen seines Todes wurden nicht gemacht.
Legendär wurde Penningtons Dialog mit Film-Bösewicht Darth Vader in George Lucas' «Star Wars»-Sequel «Die Rückkehr der Jedi-Ritter» von 1983. Da zeigt sich Lord Vader gegenüber Moff Jerjerrod äusserst besorgt ob des mangelnden Fortschritts des neu geplanten Todessterns – eine tödliche Kampfstation, mit der die Sith-Herrscher die rebellischen Jedi in Schach halten wollen. Vader kündigt deshalb einen Besuch des Imperators an und droht dem sichtlich verängstigten Kommandanten mit ernsthaften Konsequenzen. Jerjerrod schluckt schwer und verspricht eilig, die Bemühungen zum Bau des neuen Todessterns zu verstärken. «Das kann ich nur für Sie hoffen», sagt Vader mit drohendem Unterton. «Denn der Imperator wird weitaus weniger nachsichtig sein, als ich es bin.»
Nicht ganz so glücklich mit seinem «Star Wars»-Ruhm
Der Dialog hat es nicht nur unter «Star Wars»-Fans zu Berühmtheit gebracht, er ging als eine der prägenden Szenen der Science-Fiction-Saga in die Filmgeschichte ein. Pennington war hingegen nicht ganz so glücklich mit der Nachwirkung seines Auftritts im «Star Wars»-Kosmos. Auch Jahrzehnte später sei er noch von Fans auf die Szene angesprochen worden, sagte er laut «Telegraph» einmal in einem Interview.
«Man sollte (den 'Star Wars'-Auftritt, Anm. d. Red.) nicht überbewerten. Ich spiele nun schon seit 20 Jahren Theater und die Leute bitten mich immer noch um Autogramme und sagen dann: 'Wenn du jemals wieder schauspielern solltest, lass es uns bitte wissen.'»
Neben seinem Engagement am Theater, wo er Teil des Ensembles der ehrwürdigen Royal Shakespeare Company war, spielte der Brite in mehr als 70 Filmen mit, darunter auch neben Meryl Streep in dem Biopic «Die eiserne Lady» über die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher. Streep gewann für die Rolle den Oscar als beste Hauptdarstellerin, Pennington spielte ihren Widerpart, den Labour-Politiker Michael Foot.
Der 1943 im englischen Cambridge geborene Pennington war auch als Regisseur und Autor erfolgreich. So gründete er im Jahr 1986 gemeinsam mit dem Regisseur Michael Bogdanov die English Shakespeare Company. Die Theatergruppe tourte mehrere Jahre auf internationalen Bühnen und hatte sich der Verbreitung der Werke des grossen englischen Dramatikers verschrieben. Pennington veröffentlichte zehn Bücher, von denen viele sich ebenfalls mit William Shakespeare auseinandersetzten.

