Bern
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Kanton Bern rutscht wegen Corona tief in die roten Zahlen



Ein nigelnagelneues Berner Wappen mitsamt dem Berner Baeren schmueckt am Freitag, 9. Marz 2001 das Dach der Felsenburg an der Aare in Bern. Der historische Bau in der Naehe des Baerengrabens wird zur Zeit renoviert. Sonstwo hat der Berner Baer einen schweren Stand: Nachdem er schon vom Briefkopf der Stadt Bern und den Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe verschwunden ist, praesentiert sich auch das neue Logo des Berner Heimatschutzes ohne das Wappentier, das der Stadt den Namen gegeben haben soll.  (KEYSTONE/Alessandro della Valle) ===ELECTRONIC IMAGE===

Bild: KEYSTONE

Die Corona-Krise führt auch im Kanton Bern zu tiefroten Zahlen: Im laufenden Jahr droht im schlimmsten Fall ein Defizit von 300 Millionen Franken. Vorgesehen war ein Überschuss von 200 Millionen. Das gab der Regierungsrat am Freitag bekannt.

Teuer zu stehen kommen den Kanton insbesondere die Ertragsausfälle bei den Berner Listenspitälern. Dazu kommen etwa Sondermassnahmen für die Standortförderung, Aufwendungen für das medizinische Schutzmaterial, Zusatzkosten durch Stellvertretungen für gefährdete Lehrpersonen und Aufwendungen für die familienergänzende Betreuung.

2021 könnte das Defizit sogar auf über eine halbe Milliarde Franken ansteigen, sagte Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) vor den Medien. Denn ab dem kommenden Jahr erwartet der Kanton höhere Aufwendungen für die Sozialhilfe und für Prämienverbilligungen, gleichzeitig aber auch geringere Steuererträge – eine Folge der sich abzeichnenden tiefen Rezession.

In den vergangenen Jahren hatte der Kanton mehrere teils einschneidende Sparpakete geschnürt, um die Finanzen im Griff zu behalten. Zum jetzigen Zeitpunkt sei ein weiteres Sparpaket aber ebenso wenig zielführend wie eine Steuererhöhung, machte Simon deutlich.

Denn die Bevölkerung sei von den wirtschaftlichen Folgen der Krise teilweise hart getroffen. Einschneidende Massnahmen würde sie kaum mittragen. Die Finanzdirektorin warb deshalb für eine Lockerung der Schuldenbremse. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 31.05.2020 05:53
    Highlight Highlight Die Wirtschaftsförderung des Kantons sollte ihre Bemühungen auf die ländlichen Regionen konzentriert. Es muss wirtschaftlich nicht alles und jedes in den Grossagglomerationen stattfinden. Viele Unternehmensbereiche hätten auf dem Land komparative Vorteile.
  • Demetria 30.05.2020 02:10
    Highlight Highlight Die ehrliche Schlagzeile: Kanton Bern rutscht wegen Jahrhunderten der Vetterli und Sippenwirtschaft in tiefrote Zahlen. Die Bürgerliche und Burger haben nach Jahren des Leugnens gerade noch die Kurve gekriegt und einen praktischen Sündenbock gefunden.
    Ist doch wahr, aber echt jetzt. Ein Jahr in der Berner Lokalpolitik und plötzlich hat man tiefe innere Sehnsucht nach der steinbockhorngeraden Unbestechlichkeit und kuhmilchklaren Transparenz von Graubünden. Gegen den verfilzten Pelz des berner Bären ist jede Steinbockmafia sauberer als das Eisfeld vom HCD.
  • Saerd neute 29.05.2020 12:25
    Highlight Highlight Ja dann sind wir mal gespannt wer das bezahlen soll.
    Unsere Kinder werden uns unsere hausgemachte Coronakrise ausbaden müssen.
    Gratulation an alle Corona-Gläubigen.
    • Hierundjetzt 29.05.2020 14:56
      Highlight Highlight Ok. Hast Du das Deinen Eltern auch so gesagt? Hey Alte, mach kein Terror wegen dieser tödlichen Lungenkrankheit, an der Du das Gefühl hast über Tage lang zu ertrinken. Die Ärzte in Schutzanzug machen nur auf Fame. Alles voll easy
    • Knety 29.05.2020 15:34
      Highlight Highlight Bill Gates war auch schon in Bern. Er soll das bezahlen!!
      Benutzer Bild
    • Q anon = B annon 29.05.2020 15:47
      Highlight Highlight Kommen solche Kommentare auch wen die Bürgerlichen wieder Steuergeschenke an die Reichen, Reichsten und Grosskonzerne machen? Oder nur wenn es gerade den Normalo betrifft?
    Weitere Antworten anzeigen

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