DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kanton Bern rutscht wegen Corona tief in die roten Zahlen

29.05.2020, 11:5729.05.2020, 12:13
Bild: KEYSTONE

Die Corona-Krise führt auch im Kanton Bern zu tiefroten Zahlen: Im laufenden Jahr droht im schlimmsten Fall ein Defizit von 300 Millionen Franken. Vorgesehen war ein Überschuss von 200 Millionen. Das gab der Regierungsrat am Freitag bekannt.

Teuer zu stehen kommen den Kanton insbesondere die Ertragsausfälle bei den Berner Listenspitälern. Dazu kommen etwa Sondermassnahmen für die Standortförderung, Aufwendungen für das medizinische Schutzmaterial, Zusatzkosten durch Stellvertretungen für gefährdete Lehrpersonen und Aufwendungen für die familienergänzende Betreuung.

2021 könnte das Defizit sogar auf über eine halbe Milliarde Franken ansteigen, sagte Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) vor den Medien. Denn ab dem kommenden Jahr erwartet der Kanton höhere Aufwendungen für die Sozialhilfe und für Prämienverbilligungen, gleichzeitig aber auch geringere Steuererträge – eine Folge der sich abzeichnenden tiefen Rezession.

In den vergangenen Jahren hatte der Kanton mehrere teils einschneidende Sparpakete geschnürt, um die Finanzen im Griff zu behalten. Zum jetzigen Zeitpunkt sei ein weiteres Sparpaket aber ebenso wenig zielführend wie eine Steuererhöhung, machte Simon deutlich.

Denn die Bevölkerung sei von den wirtschaftlichen Folgen der Krise teilweise hart getroffen. Einschneidende Massnahmen würde sie kaum mittragen. Die Finanzdirektorin warb deshalb für eine Lockerung der Schuldenbremse. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Werden bei einem Nein zum Covid-Gesetz Reisen in Europa unmöglich? 5 Fragen und Antworten

Mit einem Nein zum Covid-Gesetz dürfte der Bund keine neuen Covid-Zertifikate mehr ausstellen. Was hat das für Auswirkungen für Reisen in Europa? Fünf Fragen und Antworten.

Justizministerin Karin Keller-Sutter warnt im Interview mit CH Media vor den Konsequenzen eines Volks-Nein zum Covid-Gesetz Ende November: «Das Reisen wäre erschwert. Wir hätten Probleme im EU-Raum, weil wir das Zertifikat gegenseitig anerkennen», so Keller-Sutter.

Aber stimmt das? Wäre das Schweizer Covid-Zertifikat bei einem Nein wirklich auf einen Schlag ungültig und damit Reisen in Europa für Schweizerinnen und Schweizer Reisen eingeschränkt?

Die Antworten auf die wichtigsten fünf Fragen.

Ja. …

Artikel lesen
Link zum Artikel