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Kanton Bern schreibt Überschuss von 265 Millionen Franken



Ein nigelnagelneues Berner Wappen mitsamt dem Berner Baeren schmueckt am Freitag, 9. Marz 2001 das Dach der Felsenburg an der Aare in Bern. Der historische Bau in der Naehe des Baerengrabens wird zur Zeit renoviert. Sonstwo hat der Berner Baer einen schweren Stand: Nachdem er schon vom Briefkopf der Stadt Bern und den Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe verschwunden ist, praesentiert sich auch das neue Logo des Berner Heimatschutzes ohne das Wappentier, das der Stadt den Namen gegeben haben soll.  (KEYSTONE/Alessandro della Valle) ===ELECTRONIC IMAGE===

Bild: KEYSTONE

Die Rechnung 2019 des Kantons Bern schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 265 Millionen Franken. Das ist das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre.

Wie die Berner Regierung am Dienstag mitteilte, erzielte der Kanton Bern im vergangenen Jahr höhere Erträge als budgetiert und gab weniger aus als geplant.

Auf Ertragsseite profitierte die Berner Staatskasse von der doppelten Gewinnausschüttung der Nationalbank. Zudem fielen die Erträge bei mehreren Steuern höher aus als budgetiert, etwa bei der Grundstückgewinn- und bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer.

Auf der Aufwandseite fielen die Personalkosten tiefer aus als angenommen. Auch bei der Spitalversorgung und dem öffentlichen Verkehr bezahlte der Kanton Bern im Jahr 2019 weniger als im Budget vorgesehen. Im Voranschlag 2019 ging der Kanton Bern von einem Ertragsüberschuss von 123 Millionen Franken aus.

Einen Aufwand von 11.23 Milliarden Franken wies der Kanton Bern im vergangenen Jahr aus. Er investierte netto 374 Millionen Franken und finanzierte diese vollumfänglich aus eigenen Mitteln. Die Verschuldung stieg im vergangenen Jahr leicht um 16 Millionen auf 8.78 Milliarden Franken.

Die finanzpolitischen Aussichten bezeichnet die Berner Regierung angesichts der Corona-Krise als «mit sehr grossen Unsicherheiten behaftet». (aeg/sda)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ruedi56 31.03.2020 13:49
    Highlight Highlight Kunststück, wenn dieser Kanton mit 1.3 Mia aus ZH, BS, ZG, SZ ausgehalten wird, notabene mit viel höheren Beiträgen als bei der Einführung des NFA im Gesetz beschlossen. Wenn man noch all die Beamtensaläre des Bundes zu 85% von anderen Kantonen bezahlt dazu rechnet, saugt Bern richtig Milliarden aus der Restschweiz ab. Ich würde mich schämen!
    • Grötzu 31.03.2020 20:32
      Highlight Highlight Bezahle meine Steuern in Bern. Auch ich bin eine Zitrone.
  • benn 31.03.2020 13:23
    Highlight Highlight Ich gebe bern gleich meine kontonummer damit sie mir mein hard verdientes geld zurück gibt und ich es für meine familie nutzen kann!
  • Unsinkbar 2 31.03.2020 12:46
    Highlight Highlight Bitte 265 Mio direkt an Genf, Basel, Zug und Zürich überweisen 😅
  • Demetria 31.03.2020 12:25
    Highlight Highlight Klar, wenn man die Sozialhilfe zusammenstreicht, richtig fette Steuern auf Familien, Kleingewerbler und Putzfrauen macht, dazu sich mit Steuerdeals noch ein paar Reiche ins Land holt dann macht man gute Gewinne. Bei Bussen und beim Betreibungsamt wird auch kräfigt zu gelangt. Meine Steuern sind von 2500.- auf 60.- gesunken seit ich in Zürich wohne und nun bekomme ich auch keine Bussen mehr, weil ich den Betrag plötzlich wieder bezahlen kann. Bern: der Kanton für stinkreiche Asoziale und adelige Burger.
    • Yunnan 31.03.2020 13:04
      Highlight Highlight Die Sozialhilfe wurde ja gerade nicht gekürzt. Und ich würde fast behaupten, dass es in Zürich mehr "sitnkreiche Asoziale" gibt als in Bern...
  • Frankygoes 31.03.2020 12:25
    Highlight Highlight Witzig. Bern hat 2019 mit 1.1 Mia etwa einen Drittel des Finanzausgleichstopfs gekriegt. Die Kantone, die eingezahlt haben, damit Bern jetzt dick schwarze Zahlen schreibt, müssen sich schön blöd vorkommen.
  • Schönbächler 31.03.2020 11:52
    Highlight Highlight Schön. Jetzt wird dieser Überschuss der hauptsächlich aus dem hart erarbeiteten einnahmen des Mittelstandes kommt wieder schön in die ganzen Grossfirmen reingespritzt.
    • Tischbein 31.03.2020 13:36
      Highlight Highlight Die Stadt Bern ist Nettozahler, es geht um den Kanton.
    • Mutzli 31.03.2020 14:37
      Highlight Highlight @vobärn

      Wenn der Name stimmt, bei den nächsten Budgetabstimmungen noch mal die Zahlen genauer anschauen oder der kantonalen Finanzdirektion einen Besuch abstatten.

      Die bösen Stadtberner Strassensperrer zahlen nämlich kräftig in den kantonalen Finanzausgleich ein.
      Beim letzten erfassten Jahr kamen von den insgesamt 108 mio. Disparitätenabbau kantonal 53 mio. von der Stadt Bern allein.
    • blueberry muffin 31.03.2020 18:23
      Highlight Highlight Sozialismus für die Reichen, Kapitalismus für den Rest.

      So läufts irgendwie immer.
  • SeboZh 31.03.2020 11:01
    Highlight Highlight Cool, dann brauchen sie nächstes Jahr nicht mehr soviel Geld von uns anderen?
    • Grötzu 31.03.2020 20:34
      Highlight Highlight Doch, sonst bezahl ich noch mehr Steuern
    • Yamamoto /// FCK NZS 01.04.2020 09:21
      Highlight Highlight Doch, denn die bürgerliche Mehrheit im Kanton Bern wird diesen Überschuss nun in den nächsten Jahren durch Steuersenkungen an Grossunternehmen und Reiche im Kanton "umverteilen".

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