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Schweres Erdbeben in Alaska beschädigt Häuser und Strassen

30.11.2018, 19:2801.12.2018, 15:01

Ein Erdbeben der Stärke 7,0 hat den Süden von Alaska erschüttert und Schäden an Gebäuden und Strassen angerichtet. Das Zentrum des Bebens lag unweit von Anchorage, der grössten Stadt des US-Bundesstaats, in der knapp 300'000 Menschen leben.

Die Polizei dort ging nach ersten Informationen aber nicht von Toten oder Schwerverletzten aus. Es gebe Schäden an Strassen und Brücken, sagte Polizeichef Justin Doll bei einer Pressekonferenz in der Nacht auf Samstag. Zudem wurden viele Häuser nach Angaben der Behörden beschädigt.

Die meisten Verletzungen zogen sich Menschen durch zerbrochenes Glas und herunterfallende Gegenstände zu. Es kam zudem zu Stromausfällen. Rund zweieinhalb Stunden nach dem Erdbeben waren immer noch bis zu 10'000 Haushalte ohne Strom. Der Flughafen von Anchorage wurde kurzzeitig geschlossen.

Das Beben ereignete sich um 8.29 Uhr Ortszeit am Freitagmorgen, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Das Zentrum des Bebens lag nach den jüngsten Angaben der Experten rund 13 Kilometer nördlich von Anchorage nahe einer Militärbasis.

Es ereignete sich demnach in 40 Kilometern Tiefe. Leichte Auswirkungen waren sogar noch in 600 Kilometern Entfernung zu spüren. Die Behörden registrierten auch mehrere Nachbeben. Eine vorsorglich erlassene Tsunamiwarnung für einige Teile der Südküste wurde später wieder aufgehoben.

Chaos im Supermarkt

Viele Menschen rannten nach dem Beben ins Freie. Eine Reporterin veröffentlichte auf Twitter Aufnahmen, die aus einem Gerichtsgebäude in Anchorage stammen sollen. Darauf ist zu sehen, wie das Haus heftig wackelt und zwei Frauen Zuflucht unter Tischen suchen.

Andere Bilder zeigten zerborstene Fensterscheiben, umgestürzte Möbel und Chaos in einem Supermarkt. Ein Stück einer Strasse, die zum Flughafen von Anchorage führt, sackte ein. Es gab Berichte über Stromausfälle. Eine Erdöl-Pipeline wurde vorsorglich abgeschaltet.

Der Gouverneur des Bundesstaates, Bill Walker, liess den Katastrophenfall ausrufen, um schneller Hilfe organisieren zu können. US-Präsident Donald Trump wurde beim G20-Gipfel in Argentinien über die Lage in Alaska unterrichtet und sagte Hilfe seiner Regierung zu. (sda/dpa/afp)

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