Pakistan
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A Pakistani poor girl extends her plastic bag to receive free food for her family, distributed at local shrine in suburbs of Islamabad, Pakistan, Friday, Nov. 20, 2015. Pakistan also observed Universal Children's Day, which is marked annually by the United Nations with other nations. (AP Photo/B.K. Bangash)

Wer in Pakistan in Zukunft Einwegplastiksäcke gebraucht, muss eine saftige Busse zahlen. Bild: AP/AP

Pakistan führt Bussen für Einwegplastiksäcke ein – und die haben es in sich



Im Kampf gegen Plastikmüll hat nun auch Pakistan drastische Massnahmen ergriffen. Das Land verbraucht Schätzungen zufolge derzeit ungefähr 55 Milliarden Plastiksäcke pro Jahr. Die dünnen Raschelsäcke, die meist nur einmal kurz gebraucht werden, landen danach in den Flüssen, verstopfen Kanäle und verschmutzen die Umwelt.

Nun hat die pakistanische Regierung den Säckchen den Kampf angesagt. Seit heute Mittwoch ist der Gebrauch, der Verkauf und die Herstellung von Einwegplastiksäcken verboten und wird mit Bussen bestraft.

An Afghan refugee scavenges for recyclable material from garbage, mostly plastic shopping bags, to earn a living for his family, in the suburbs of Islamabad, Pakistan, Tuesday, May 6, 2018. World Environment Day is observed June 5 and this year the theme is

In den Vorstädten Pakistan stapelt sich der Abfall meterhoch. Bild: AP/AP

Wer bei seinem Einkauf einen Einweg-Plastiksack benutzt, muss umgerechnet 30 Franken Busse zahlen. Läden, die weiterhin Plastiksäcke an Kunden verteilen, zahlen 63 Franken Busse. Und am happigsten ist die Busse für die Herstellung der Raschelsäcke: Wer dabei erwischt wird, muss sage und schreibe 31'000 Franken hinblättern. Das ist für Pakistan eine unglaublich hohe Summe. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt bei 1'170 Franken.

«Das ist jetzt nötig. Man kann die Einweg-Plastiksäcke weder verbrennen, noch vergraben, noch wiederverwerten oder recyceln. Die Gesundheit von 200 Millionen Menschen steht auf dem Spiel», rechtfertigt ein hoher Beamter im Ministerium für Klimawandel die saftigen Bussen gegenüber der «Washington Post».

Um die Bürger zur Einhaltung des neuen Gesetzes zu motivieren, haben Beamte bunte Stofftaschen an Wochenendmärkten verteilt. Diese sollen dabei helfen, die Bevölkerung von den Plastiktüten weg hin zu umweltfreundlicheren Alternativen zu führen. (ohe)

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • loquito 14.08.2019 09:56
    Highlight Highlight Jetzt tut Pakistan etwas. Und die CHer weiter so: "wir sind zu klein, bringt doch nichts. Die anderen sollen, dann schauen wir weiter..." und Zack ist die Schweiz wiedermal von Vorreiter zum Schlusslicht mutiert....
  • ConcernedCitizen 14.08.2019 09:29
    Highlight Highlight Genau solche „drastischen“ Massnahmen braucht es. Danke!
  • weissauchnicht 14.08.2019 08:35
    Highlight Highlight Positive News aus Pakistan. Liest man gerne...👍
  • morax 14.08.2019 08:13
    Highlight Highlight Alles gut und recht, weiterso! Aber

    "Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt bei 1'170 Franken"

    erstaunt mich immer wieder aufs Neuste, wie das in anderen Ländern gehen kann.
    • Kruk 14.08.2019 12:38
      Highlight Highlight Was dazu noch zu sagen ist, dass es sich wahrscheinlich so verhält wie mit dem durchschnittlichen Einkommen in der Schweiz: der grosse Teil der Bevölkerung liegt weit darunter.
    • lilie 14.08.2019 14:00
      Highlight Highlight @morax: Solche Zahlen sind natürlich eher verwirrend als klärend. Bedenke:
      - Die Kaufkraft eines CHF dürfte in Pakistan ungleich höher sein als in der Schweiz
      - Die Lebenshaltungskosten sind dafür weitaus tiefer
      - 44% leben von der Landwirtschaft und werden sich zumindest zum Teil auch selbst versorgen
      - Das Land ist disfunktional und korrupt; sehr viel Geld fliesst schwarz; auf Wikipedia z.B. wird Waffen- und Drogenschmuggel als "Rückgrat der pak. Wirtschaft" bezeichnet: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pakistan (siehe "Wirtschaft")

      Und so weiter.
  • suchwow 14.08.2019 07:54
    Highlight Highlight Wow, was für eine Aktion, ich ziehe meinen Hut!
  • lilie 14.08.2019 07:41
    Highlight Highlight Das ist zwar wegen der Zumüllung der Landschaft verständlich, aber umwelttechnisch die schlechtestmögliche Lösung.

    Eine aufwändige dänische Studie ist zum Schluss gekommen, dass Plastiksäckli die beste Umweltbilanz über sämliche untersuchten Faktoren haben (Gifte, Klimaschäden etc.). Die mit Abstand schlechteste hingegen haben Stoffsäcke. Sie müssen über Jahrzehnte wiederverwendet werden, wenn man die Umweltschäden amortisieren will.

    https://m.tagesanzeiger.ch/articles/23970014

    Wie die Regierung zudem auf die Aussage kommt, Verbrennung sei nicht möglich, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.
    • Kruk 14.08.2019 11:52
      Highlight Highlight Lilie, in Pakistan und anderen asiatischen Ländern, wird der angefallene Hausabfall noch hinter dem Haus verbrannt. Auch die Plastiksäckli von denen man pro Marktgang ein dutzend, da alles ungefragt eingepackt wird, nachhause bringt.
      Stoffsäcke die über längere Zeit wieder verwendet werden, sind für Pakistan sicher eine gute Lösung.

      Kann es sein das diese Studie auf Untersuchungen in Norwegen basiert? Wo der Abfall auch fachgerecht ensorgt wird?
      Ausserdem 52 mal gebraucht, wie es ihm verlinkten Artikel für Baumwolltaschen steht ( Material in Pakistan) , hat man eine Tasche schnell mal.
    • Kruk 14.08.2019 12:08
      Highlight Highlight Material in Pakistan sollte eigentlich als Frage geschrieben sein, ich weiss es nicht.
      Unnötig ist sicher das die Taschen Farbig sind, weiss zwar nicht was für Farben benutzt werden.
      Vielleicht könnte Pakistan die Taschen aus Abfällen aus ihrer Textilindustrie herstellen, das wäre doch gut.
    • lilie 14.08.2019 13:19
      Highlight Highlight @Kruk: Ok.

      Nur: Warum behauptet der pakistanische Minister, man könne die Plastiksäckli nicht verbrennen? Das stimmt doch gar nicht. Die brennen sogar sehr gut und verbrennen fast rückstandsfrei. 🤔

      Und die meisten Umweltschäden entstehen gemäss der Studie bei der Herstellung der Materialien. Das gilt unverändert auch für Pakistan.

      Für Baumwolle etwa müssen Monokulturen angelegt werden, das Land fehlt dann z.B. für den Nahrungsmittelanbau. Die einzige umweltschonende Lösung wäre, wenn man die Säcke aus Stoffresten oder Altkleider etc. herstellen würde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pius C. Bünzli 14.08.2019 07:26
    Highlight Highlight Ich hoffe die investieren die Bussgelder in eine KVA..
  • mänsch 14.08.2019 06:36
    Highlight Highlight hut ab, nur so lässt sich die bevölkerung „erziehen“. dass pakistan sogar ein misterium für klimawandel hat ist vorbildlich. da könnten sich viele westliche länder ne dicke scheibe abschneiden davon.
    • Kruk 14.08.2019 15:41
      Highlight Highlight Das Verbot ist ein Teil der grünen Initiative die Pakistan gestartet hat. Dazu gehört auch das pflanzen von millionen Bäumen.

      Ich glaube Imran Khan war nicht nur ein guter Cricketspieler sondern ist auch ein guter Premier.
  • Walter Sahli 14.08.2019 06:29
    Highlight Highlight Und die Politiker in der Schweiz so, "Also mehr als 5 Rappen Gebühr ist nicht zumutbar."
  • Kruk 14.08.2019 05:04
    Highlight Highlight Ministerium für Klimawandel? Pakistan?
    🇵🇰👍
    • Kruk 14.08.2019 05:18
      Highlight Highlight Nebst dem Schaden für die Umwelt trägt Abfall in Ländern mit Monsun oder sonst starkem Regen immer wieder zu Überschwemmungen vei.

      Die Reinigung der Abflüsse vor der Regenzeit ist ein riesen Aufwand.
    • Brett-vorm-Kopf 14.08.2019 08:46
      Highlight Highlight Das ist tatsächlich erstaunlich. Hab's gerade gegoogelt und folgende Länder haben ebenfalls dedizierte Minister für Climate Change:
      - Australien
      - Belgien
      - Kanada
      - Griechenland
      - Irland
      - Indien
      - Malaysia
      - Neuseeland
      - Niue
      - Rumänien
      - Schottland
      - UK

      Und hierzulande versuchen reaktionäre Säcke (alte und zu schnell gealterte) die Tatsachen zu verdrehen, damit man sich ja nicht damit beschäftigen muss.

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