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Wie lange können die Notenbanken in der Coronakrise Geld drucken?



In der Schweiz sind es vorerst noch bescheidene 42 Milliarden Franken, die Europäische Zentralbank legt ein Hilfspaket von 750 Milliarden Euro auf, in den USA hat der Präsident soeben eines in der Höhe von rund zwei Billionen Dollar unterschrieben: Rund um den Globus drucken Notenbanken wie blöd. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie lange kann dies gut gehen?

Vorerst eine kurze Einführung für Dummies: Der Staat finanziert sich aus zwei Quellen, Steuereinnahmen und Staatsanleihen. Letztere sind mit verschiedenen Laufzeiten und Renditen im Umlauf. Sie gelten als sehr sicher, weil Staaten in der Regel nicht Pleite gehen.

Staatsanleihen sind auch das wichtigste Instrument der Geldpolitik der Notenbanken. Wenn zu viel Geld im Umlauf ist und die Wirtschaft zu überhitzen droht, dann verkaufen Notenbanken Staatsanleihen und vermindern so die Geldmenge. Muss die Wirtschaft mit zusätzlichem Geld angekurbelt werden, dann machen sie das Gegenteil. Sie kaufen mit selbst geschaffenen Notenbankgeld Staatsanleihen und erhöhen so die Geldmenge.

Bisher keine Hyperinflation

In normalen Zeiten funktioniert dies ganz ordentlich. Selbst die Finanzkrise 2008 konnte mit der Geldpolitik der Notenbanken letztlich besiegt werden. Die von konservativen Ökonomen geradezu hysterisch prophezeite Hyperinflation ist nie eingetroffen, obwohl die Zentralbanken die Märkte mit Geld geflutet und die Zinsen auf rekordtiefe Niveaus gedrückt haben.

Seit der Coronakrise leben wir aber nicht mehr in normalen Zeiten, wir befinden uns in einem «Krieg gegen einen unsichtbaren Gegner», wie uns die Staatsoberhäupter aller Couleur erklären. Im Krieg werden die normalen Abläufe ausser Kraft gesetzt, auch in der Geldpolitik.

Der Staat emittiert zwar weiterhin Obligationen, diese werden jedoch nicht mehr – oder nur zu einem kleinen Teil – von institutionellen und privaten Investoren als sichere Anlagen gekauft, sondern von der Notenbank, die mit selbst bedrucktem Geld bezahlt. (Okay, heute ist das weitgehend digitales Geld.)

Die Staatsschulden werden so «monetisiert», wie es in der Fachsprache heisst. Das geht nicht immer gut, wie ein kurzer Blick in die Geschichte zeigt.

Erster Weltkrieg

Die europäischen Grossmächte haben sich zwar intensiv auf eine militärische Auseinandersetzung vorbereitet. Die Deutschen etwa haben jahrelang an ihrem Schlieffen-Plan gebastelt. Doch finanziell waren sie vollkommen unvorbereitet. Die Generäle gingen von einem Blitzkrieg aus und waren überzeugt, dass ihre Soldaten Weihnachten wieder zuhause feiern würden.

Die Deutschen haben ihre Kriegskosten daher weitgehend monetarisiert, will heissen mit Papiergeld der Reichsbank finanziert. Die Quittung kam nach Kriegsende: Die Kriegsschulden und die idiotisch hohen Reparationszahlungen an die Adresse der Siegermächte zwangen das Finanzsystem in die Knie. Eine Hyperinflation fegte den deutschen Mittelstand hinweg und legte so die Grundlage für den Aufstieg Hitlers.

Erster Weltkrieg

Elend im Schützengraben. Bild: shutrterstock.

Die Briten gingen zwar als führende Weltmacht in den Krieg, doch dieser überstieg auch ihre Ressourcen bei weitem. Sie konnten sich jedoch teilweise bei den Amerikanern verschulden – Schulden übrigens, die sie grösstenteils nie zurückbezahlten.

Auf diese Weise konnten die Briten eine Hyperinflation vermeiden. Sie begingen jedoch einen anderen schwerwiegenden Fehler: In einer Mischung aus Überheblichkeit und Chauvinismus kehrten sie zum Goldstandard zurück, und zwar auf dem gleichen Niveau wie vor dem Krieg.

Das englische Pfund war daher grotesk überbewertet, die englische Industrie nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Folgen waren Massenarbeitslosigkeit und Massenelend.

Der Erste Weltkrieg hat nicht nur unendliches menschliches Leid verursacht, er hat auch ein Chaos im internationalen Finanzsystem angerichtet. Daher wurde damals wie auch heute die Rolle der Zentralbanker eminent wichtig, wichtiger noch als diejenige der Staatschefs.

In seinem Buch «Die Herren des Geldes» zeigt der ehemalige Investmentbanker Liaquat Ahamed auf, wie Montagu Norman (Bank of England), Hjalmar Schacht (Deutsche Reichsbank) und Benjamin Strong (US-Federal Reserve System) mit Umschuldungen und anderen Tricks die Weltwirtschaft mehr schlecht als recht über Wasser hielten. Die Grosse Depression der Dreissigerjahre konnten auch sie nicht verhindern.

Der Zweite Weltkrieg

Auch der Zweite Weltkrieg wurde weitgehend mit Kriegsanleihen finanziert. Doch man hatte aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Als sich ein Sieg der Alliierten abzeichnete, versammelten sich in einem Hotel im amerikanischen Ort Bretton Woods nahe der kanadischen Grenze die Finanzspezialisten der Siegermächte.

Unter der Leitung des britischen Starökonomen John Maynard Keynes und des Amerikaners Harry Dexter White wurden die Grundlagen für die beiden bis heute zentralen Organisationen des globalen Finanzsystems und der Weltwirtschaft gelegt: den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank.

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Deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg.

Gleichzeitig wurde nach dem Sieg über die Achsenmächte auf immense Reparationszahlungen verzichtet. Stattdessen organisierten die Amerikaner einen Hilfsplan für das zerstörte Europa, den Marshall-Plan. Die Hilfsgelder waren dabei weniger entscheidend als der Schuldenverzicht.

Die Wirkung dieser Massnahmen war überwältigend. Die Weltwirtschaft, zumindest die des Westens, erholte sich überraschend schnell. Anstatt Chaos und Depression folgten auf den Zweiten Weltkrieg Wirtschaftsboom und die «goldenen dreissig Jahre».

Damit löste sich auch das Problem der einst beträchtlichen Kriegsschulden. In den USA etwa betrugen sie rund 300 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Boom der Nachkriegszeit schmolzen sie förmlich dahin.

Der Vietnamkrieg

Die Ordnung von Bretton Woods war ein Finanzsystem unter der Führung der neuen Supermacht USA. Der Dollar war Dreh-und Angelpunkt, an dem sich alle anderen Währungen mit Ausnahme des kommunistischen Blockes orientierten. Bis Anfang der Siebzigerjahre erwies sich dieses System als stabil. Dann zerbrach es. Schuld war der Vietnamkrieg.

Der Vietnamkrieg war nicht nur eine militärische und politische Dummheit, er war wie alle Kriege auch schweineteuer. Weil ihm der Aufbau einer «great society», dem amerikanischen Modell eines Sozialstaates, wichtig war, wollte Präsident Lyndon Johnson diesen Krieg jedoch nicht aus dem laufenden Budget bezahlen. Er monetarisierte ihn.

FILE- In this June 1970 file photo, taken by Associated Press photographer Huynh Cong

Amerikanische GIs im Dschungel von Vietnam. Bild: AP/AP

Das machte die Verbündeten der Amerikaner misstrauisch, vor allem den französischen Präsidenten Charles de Gaulle. Er fürchtete, die Amerikaner würden ihrer Verpflichtung, Dollar gegen Gold einzutauschen, nicht mehr nachkommen und begann, Gold im grossen Stil zu horten.

Das wiederum brachte Johnsons Nachfolger Richard Nixon auf die Palme. 1971 schloss er das sogenannte «Goldfenster», will heissen, die USA weigerten sich, künftig Dollar gegen Gold einzutauschen. Damit zerbrach das ursprüngliche System von Bretton Woods.

Wie nach dem Ersten Weltkrieg war die Folge ein rasanter Anstieg der Inflation, wenn auch niemals im Ausmass der Zwanzigerjahre. Mit teils drastischen Massnahmen wie einer künstlichen Rezession gelang es den Notenbanken, diese Inflation wieder in den Griff zu bekommen.

Heute befinden sich die wichtigsten Währungen in einem sogenannten «gemanagten» oder «schmutzigen» Float. Will heissen: Eigentlich müsste der Kurs der Devisen durch den Markt bestimmt werden. Doch die Notenbanken greifen notfalls kräftig ein, wenn die Interessen des Landes tangiert werden. Um eine Überbewertung des Frankens zu verhindern, interveniert etwa die Schweizerische Nationalbank regelmässig auf den Finanzmärkten.

Theoretisch können sich Staaten in ihrer eigenen Währung unendlich verschulden. Praktisch stellen sich Probleme. Zu hohe Staatsschulden lassen das Vertrauen in eine Währung schwinden. Ihr Wechselkurs sinkt, Investoren werden abgeschreckt, die Inflationsgefahr wächst. Deshalb versuchen Staaten, Kriterien für die Höhe der Staatsschulden festzulegen, ausgedrückt in Prozenten des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Wie lange halten Schuldenobergrenzen noch?

Die EU beispielsweise hat in den Maastricht-Verträgen festgelegt, dass die jährliche Neuverschuldung nicht mehr als 3 Prozent, die Gesamtverschuldung nicht mehr als 60 Prozent betragen darf. Die Schweiz und Deutschland kennen eine sogenannte Schuldenbremse, welche die Regierung automatisch zum Sparen zwingt, wenn eine gewisse Grenze überschritten wird.

Die Maastricht-Kriterien sind längst ein schlechter Witz, und ob das Konzept der Schuldenbremse die Coronakrise überleben wird, wird sich weisen müssen. Denkbar ist auch, dass das Beispiel von Japan Schule machen wird.

Das Beispiel Japan

Japans Wirtschaft wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, der Wiederaufbau kostete Unsummen. Um ihn zu finanzieren, schlossen Regierung und Volk einen Pakt: Die Regierung versprach tiefe Steuern, das Volk erklärte sich bereit, Staatsobligationen zu kaufen, auch wenn die Rendite mickrig war.

Der Pakt ging auf. Japan erlebte ein spektakuläres Wirtschaftswunder. In den Achtzigerjahren fürchteten die Amerikaner gar, von den Japanern an die Wand gedrückt zu werden.

The New National Stadium, a venue designed for the opening and closing ceremonies for the Tokyo 2020 Olympics, is seen prominently at the background in Tokyo, Wednesday, March 25, 2020. (AP Photo/Koji Sasahara)

Neues Olympiastadion in Tokio. Bild: AP

Das japanische Wirtschaftswunder war begleitet von einem gewaltigen Börsen- und Immobilienboom. Zu Beginn der Neunzigerjahre platzten diese Blasen, ein gigantisches Loch tat sich auf. Um eine Depression zu verhindern, schritt der Staat im grossen Stil ein und füllte die sich abzeichnende Nachfragelücke. Wie im Krieg finanzierte er dies mit Staatsanleihen.

Japan konnte so einen Absturz der Wirtschaft vermeiden. Es ist nach wie vor ein sehr wohlhabendes Land mit einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Doch die Verschuldung des Landes hat einen Grad erreicht, der konservative Ökonomen und Politiker schwindlig werden lässt. Die Staatsschulden betragen inzwischen rund 300 BIP-Prozent.

Trotzdem hat Japan keine Sorgen mit der Inflation, im Gegenteil, die Bank of Japan kämpft gegen eine hartnäckige Deflation. Wie ist das möglich?

Seit einiger Zeit kauft die Bank of Japan (BoJ) systematisch Staatsanleihen auf. Inzwischen besitzt sie mehr als die Hälfte aller Staatsobligationen. Die BoJ kann damit die Zinsen für Obligationen drücken und der Wirtschaft zu billigem Geld verhelfen. Sie erreicht damit auch eine stille Monetarisierung der Staatsschulden. Wenn die BoJ der wichtigste Gläubiger des Staates ist und der Staat Eigentümer der Bank ist, dann wird die Höhe der Staatsschulden irrelevant, mindestens solange die Menschen dieses Spiel mitspielen.

Japan setzt damit zumindest in Ansätzen die Thesen einer neuen Wirtschaftslehre um, der sogenannten New Monetary Theory (NMT). Kurz zusammengefasst besagt diese Theorie, dass sich ein Staat in der eigenen Währung unbeschränkt verschulden kann, wenn es ihm gelingt, die Inflation unter Kontrolle zu halten, und das erreicht er mit seiner Steuerpolitik.

Unter Ökonomen ist die NMT (noch) nicht mehrheitsfähig, doch das Beispiel Japan macht Schule. Als der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, auf dem Höhepunkt der Eurokrise seine berühmten Worte «whatever it takes» aussprach, meinte er letztlich nichts anderes, als dass die EZB Staatsanleihen der bedrohten Club-Med-Staaten kaufen werde, solange es nötig sei.

epa08181734 Italian economist and former President of the European Central Bank (ECB), Mario Draghi, speaks after being awarded with the Order of Merit in a ceremony at Bellevue Palace in Berlin, Germany, 31 January 2020. The Order of Merit of the Federal Republic of Germany is awarded by the President to honor achievements of 'particular value to society'.  EPA/FELIPE TRUEBA

Schreckte von unkonventionellen Massnahmen nicht zurück: Der ehemalige EZB-Präsident Mario Draghi. Bild: EPA

Die Coronakrise hat Draghis «whatever it takes» wieder sehr aktuell gemacht. Italien hatte schon vor der Krise eine sehr hohe Verschuldungsquote und wird kaum mit konventionellen Mitteln aus der Krise finden. Das dürfte auch für Spanien zutreffen.

Die EZB hat zwar Richtlinien, die den Aufkauf von Staatsobligationen der Euroländer beschränken. Doch die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde will diese Beschränkungen nun aufheben. Zur Diskussion stehen auch sogenannte Coronabonds.

Das ist ein neuer Name für Eurobonds, Staatsanleihen die für alle Euroländer gelten und mit denen der Krieg gegen das Virus finanziert wird. Vorläufig wehren sich vor allem die Deutschen und die Holländer mit Händen und Füssen gegen die Coronabonds. Doch was sind die Alternativen? Italien seinem Schicksal zu überlassen?

Die Frage, wie lange die Zentralbanken noch Geld drucken können, lässt sich daher nicht generell beantworten. Die Schweiz kann noch lange mit dem bestehenden System auskommen. Ökonomen der UBS haben ausgerechnet, dass der Staat noch mindestens 100 Milliarden Franken weitere Schulden aufnehmen kann, ohne sein AAA-Rating zu verlieren.

Wie jedoch weltweit das System nach der Krise aussehen wird, ist offen. So sagt etwas Larry Fink, CEO von BlackRock, des grössten Vermögensverwalters der Welt: «Wenn wir diese Krise überstanden habe, wird die Welt eine andere sein. Die Psychologie der Anleger wird sich verändern. Das Geschäftsleben wird sich verändern. Der Konsum wird sich verändern.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Abendländer 04.04.2020 11:36
    Highlight Highlight Zur Zeit erleben wir den "Grössten Crash aller Zeiten" inszeniert durch die Hochfinanz als auch ihrer Marionetten, die Protagonisten aus Notenbank,Politik und Wirtschaft.
    Play Icon
  • Abendländer 04.04.2020 11:27
    Highlight Highlight Es ist an der Zeit dass jeder Schweizer ab 50, der einen schuldfreies Eigenheim bewohnt und etwas Erspartes hat, sich sofort aus dem System verabschiedet, die Arbeit niederlegt, den Gürtel, wenn auch massiv enger schnallt, und sich somit dem kleinkriminellen Verhalten der Notenbänker widersetzt aber somit auch beitragen kann um die Eigendynamik des Finanzsystems zu dämpfen.
  • Abendländer 04.04.2020 09:28
    Highlight Highlight Wahrheit oder Lüge?
    Plündern die Protagonisten der Notenbanken (Powell, Lagard, zuvor Draghi und unser Jordan) unsere Spareinlagen und Altersvorsorge Gelder!
  • Abendländer 04.04.2020 08:44
    Highlight Highlight Wie lange können Notenbanken in der Coronakrise Geld drucken?
    Eigentlich egal. Das ungedeckte, auf Schuld und Zins basierende Finanzsystem ist sowieso am Ende.
  • Abendländer 04.04.2020 08:28
    Highlight Highlight Wie lange können Notenbanken in der Coronakrise Geld drucken?
    Bis zum Volksaufstand.
    Steht dieser kurz bevor? Vorsorglich ist hat die swisscom wohl schon die Handyüberwachung zur Detektion von Volksansammlungen eingeführt.
  • Ranzelpanzel 03.04.2020 21:42
    Highlight Highlight 42 Milliarden Franken sind doch extrem viel mehr als 750 Milliarden Euro, wenn man es ins Verhältnis zu der Grösse der Schweiz setzt und das bei egal bei welcher gewählten Basis (Einwohner, Fläche, BIB). Ausserdem wird das Geld nur zu einem verschwindend geringen Anteil physisch gedruckt sondern ‚nur‘ auf mit einem Klick als sog. Giralgeld erzeugt. Warum das hier so verdreht wird müssen Sie den Autor fragen.
    • Abendländer 04.04.2020 10:37
      Highlight Highlight Das ist ja das Problem. Diese Geldschwemme unterwandert/entwertet die Kaufkraft der Sparguthaben und Vorsorgegelder, Ernte von real erbrachter Arbeit/Leistung in der Produktion Realer/Physischer Güter und Produkte (Sachwerte) oder werden Selbe entsprechend auch billiger??????
  • Nathan der Weise 03.04.2020 19:07
    Highlight Highlight Problem ja. Konklusion falsch
  • Svenuto 03.04.2020 14:10
    Highlight Highlight Das grosse Problem wird durch das Gelddrucken nur hinausgezögert. Wenn man die Börsen anschaut, merkt man, dass diese stark vom Fed und seinen Freunden manipuliert werden. Geschützt werden leider nicht diejenigen Armen, die es wirklich nötig haben. Nein die Reichen schauen nur, dass sie Ihren Reichtum erhalten können.
    https://www.dasinvestment.com/500-milliarden-miese-an-einem-tag-wie-trump-die-boerse-manipuliert/
    Schweizer Anwälte sollen sich dagegen zur Wehr stellen.
    https://www.anwalt-schweiz.attorney
    • Abendländer 04.04.2020 10:58
      Highlight Highlight Ich bin kein Antisemit aber man muss sich im Klaren sein, was der Zionismus ist, der mit “jüdischer Religion” nichts zu tun hat. Es ist Mafia, welche die Meinungsfreiheit unterdrückt!
      •Alle Ideologien dürfen kritisiert, in Frage gestellt und analysiert werden.
      •Mit Ausnahme: Zionismus (und das Finanzsystem ist in deren Hand).
      • Jede Kritik des Zionismus wird als “Antisemitismus” abgetan.
      Fazit: Zionisten sind sofort zu „neutralisieren“, insbesondere die der Hochfinanz die die Völker seit hundert Jahren mit dem Monopolygeldsystem manipulieren, und die Gesellschaft wird signifikant gerechter
  • blueberry muffin 02.04.2020 22:47
    Highlight Highlight Vereinfacht für Leute ohne Wirtschaftstudium:

    Ja, wir könnten unendlich Geld drucken und niemand müsste mehr unten durch im Land - aber wir wollen nicht, weil bürgerliche sich sonst komisch fühlen.

    Darum drucken wir nur unendlich Geld um Banken zu retten, Milliardären u
    Umsatz Ausfälle zu zahlen und Krieg zu führen. Da fühlt sich auch die FDP wohl.
    • Abendländer 04.04.2020 11:10
      Highlight Highlight Zurück zum Goldstandart (und zwar physisch Vollgedeckt) und nicht mit Zertifikaten. Weltweit gibt's 2.8 mal mehr verbrieftes Gold als was die Menschheit Gold je gefördert hat. Diese Zertifikate sind halt auch ein Produkt der verbrecherischen Hochfinanzzionisten.
  • der prophet 02.04.2020 20:52
    Highlight Highlight die schweizer banken machen das doch schoh seit ewigkeiten. zumindest können banken bis heute frei geld "produzieren". die meisten hypotheken sind mit eigens. erschaffenem geld finanziert. nach der rückzahlung gehört das geld der bank. eine frechheit......und das schweizer volk hat das ganze an der urne nicht einmal verhindert.
    • WeischDoch 03.04.2020 00:08
      Highlight Highlight Ehm...nein?
    • Ulmo Ocin 03.04.2020 11:40
      Highlight Highlight Haha ;) Lese dich doch etwas in dieses Thema ein, du kleiner Trump :).
  • 34RS90 02.04.2020 20:41
    Highlight Highlight Ehm solange sie Farbe und Papier haben?
    • der prophet 02.04.2020 23:37
      Highlight Highlight ist doch wahnsinn. ich würde auch gerne digital geld an leute überweisen ohne das ich es wirklich habe. dann bekomme ich das geld zurück und voila es ist echtes geld.

      banken sollten nur geld geben das sie auch wirklich haben.

  • civil_discourse 02.04.2020 19:35
    Highlight Highlight Kleine Korrektur zu Ihrer 'Dummies'-These, Hr.Löpfe. Die neue monetäre Theorie (engl MMT) verweist auf den (verblüffenden, vom Wirtschaftsmainstream verkannten) tatsächlich-historischen Sachverhalt, dass der Staat die Steuern zwar wohl braucht, allerdings NICHT zur Finanzierung seiner Ausgaben. Ein ehem. Vorsitzender der Federal Reserve von New York (B. Ruml) hat das mal knackig formuliert: "Taxes for Revenue are Obsolete".
    s. https://www.deutschlandfunk.de/ueber-das-geld-die-rueckkehr-des-geldes-in-die-politik.1184.de.html
    s.a. S. Kelton, zB hier:
    Play Icon
  • Heb dä Latz! 02.04.2020 17:36
    Highlight Highlight Kann man notfalls WC-Papier verwenden, würde die Hamsterkäufer entlarven.
  • Sir-Smack-A-Lot 02.04.2020 17:30
    Highlight Highlight Wenn Geld drucken gut für die Wirtschaft ist,müsste Zimbabwe und Venezuela zu den reichsten Ländern der Welt zählen.

    Zu den USA,wenn 2 Billionen gut sind warum nicht gleich 6 Billionen oder gleich 10 Billionen, dass ist ja in dem Fall viel besser.

    Das Finanzsystem ist am Ende angelangt einzig ein wenig Zeit lässt sich noch teuer erkaufen.

    Der globale Reset hat bereits begonnen!


    Act Accordingly!!
  • Antichrist 02.04.2020 17:16
    Highlight Highlight Die letzten 10 Jahre waren geprägt von unglaublichem Wachstum, Gewinnen, Dividenden und Lohnexzessen Niemand hat Reserven gebildet, diese wurden in nonproduktive Wohlfahrt "investiert". Dieses Geld fehlt jetzt. Jetzt gibt es einen Nachfragestop von noch nicht mal 1 Monat und die ganze Welt bricht zusammen. Jetzt freuen sich natürlich die Hardcoresozis auf die Verstaatlichung der Wirtschaft und finden auch sexy Namen mit dem New Green Deal für weitere Schuldenwirtschaft. Ich möchte meinen Kindern aber kein Venezuela hinterlassen.
    • Nicht wichtig 02.04.2020 21:57
      Highlight Highlight Nonproduktive Wohlfahrt als Fehlinvestition? Es wäre evtl. ratsam, den Begriff "Wohlfahrt" mal definieren zu lassen. Ein Indianerhäuptling sagte mal sinngemäss zi den Ami's: "Erst wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fisch gestorben ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann". In diesem Sinne würde ich Ihren Kommentar als "ziemlich dümmlich" bezeichnen. Sorry.
    • Ueli der Knecht 03.04.2020 10:15
      Highlight Highlight "Ich möchte meinen Kindern aber kein Venezuela hinterlassen."

      Frag doch mal deine Kinder, was sie von dir erben (und was sie nicht von dir erben) wollen.
  • Rethinking 02.04.2020 16:27
    Highlight Highlight So anders wird die Welt nicht sein... Konsumwut, Gier und Machthunger wird es wie zuvor geben...
  • WID 02.04.2020 15:50
    Highlight Highlight Die 42 Milliarden Franken sind im Vergleich zu den 750 Milliarden Euro der Europäische Zentralbank ein gewaltiges Paket! Hochgerechnet auf die EU Bevölkerung wären die 42 Mia ca. 2500 Mia!
    • joevanbeeck 02.04.2020 17:27
      Highlight Highlight Mit dem kleinen aber nicht unwichten Unterschied das die meisten EU Länder pleite sind. Es ist ja schon fast Satire das Italien zu den paar EU-Nettozahlern gehört.
    • WID 02.04.2020 20:16
      Highlight Highlight @ joevanbeeck: ja, völlig korrekt
  • mrgoku 02.04.2020 14:32
    Highlight Highlight wohl bis die tinte ausgeht?
  • Locutus70 02.04.2020 13:49
    Highlight Highlight Dieses Geld was aktuell "gedruckt" und einfach in den Markt geworfen wird, landet früher oder später zu 80 - 90 % bei Hedge Fonds und Großanlegern

    Besser wäre es Gesundheitsfonds und Fonds für KMU aufzulegen, deren Anteile dann die Notenbanken kaufen bzw. finanzieren.
    • bebby 02.04.2020 16:48
      Highlight Highlight Das Geld liegt einfach herum. Schauen Sie nur die Umlaufgeschwindigkeit der Geldes an, die liegt völlig am Boden seit 2008.
  • Matti_St 02.04.2020 13:30
    Highlight Highlight Würde Europa in Europa investieren, hätten sie diese Probleme nicht. Aber sie haben lieber Fabriken in Übersee gebaut und Geld so wie Know-how exportiert.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 02.04.2020 13:00
    Highlight Highlight Da möchte ich Larry Fink widersprechen. Nichts wird sich ändern aber wirklich nichts.
    • Ueli der Knecht 02.04.2020 13:22
      Highlight Highlight Ein uraltes Naturgesetzt lautet: Alles fliesst. Panta rhei.

      Oder mit anderen Worten: Nichts wird sie nicht ändern.

      Konkreter: Nur nichts wird sich nie ändern. Alles andere ändert sich. Immer. Denn: alles fliesst. Panta rhei.
    • rodolofo 02.04.2020 14:12
      Highlight Highlight Ihr habt BEIDE recht!
      Alles ändert sich, und doch bleibt alles gleich.
      Das Fressen kommt vor der Moral.
      Aber die Moral kommt nach dem Fressen.
    • bebby 02.04.2020 16:50
      Highlight Highlight @rodolofo: der beste Kommentar auf Watson seit Tagen!
  • Resche G 02.04.2020 12:54
    Highlight Highlight Nochmals für Dummies bitte (ich selber)...
    Die Schweiz verkauf Staatsanleihen and die Schweizer Nationalbank welche diese mit "neuem" Geld bezahlt...

    Die Schweiz vergrössert so Ihre Staatsschulden ? Für die Anleihe muss die Schweiz der Nationalbank Zinsen bezahlen ? Oder bekommt man sogar negative Zinsen ?

    Sind solche "Deals" zwischen Staat und Nationalbank nicht mehr ein Zahlenspiel/Geldpolitik oder entstehen dem Staat hier längerfristig Probleme durch eine Verschuldung gegenüber "seiner" Nationalbank ?
    • Ueli der Knecht 02.04.2020 13:27
      Highlight Highlight "Sind solche "Deals" zwischen Staat und Nationalbank nicht mehr ein Zahlenspiel/Geldpolitik oder entstehen dem Staat hier längerfristig Probleme durch eine Verschuldung gegenüber "seiner" Nationalbank ?"

      Es ist nicht nur ein Zahlenspiel, weil der Staat dadurch Geld erhält, welches er ausgeben, bzw. in die Realwirtschaft pumpen kann. Das wird konjunkturfördernd, aber auch inflationstreibend.

      Der Staat muss die Schulden irgendwann zurückzahlen (oder zurückkaufen). Das heisst, er muss entsprechend mehr Steuereinnahmen generieren, was trotz Konjunkturförderung nicht immer gelingt.
  • Antichrist 02.04.2020 12:47
    Highlight Highlight Die Steuereinnahmen werden dieses Jahr massiv einbrechen. Die Leute kaufen jetzt noch wie blöd Dinge ein, die sie nicht brauchen, das wird bald aufhören, wenn der Lohn nicht mehr sprudelt. Rückgang in der Produktion, Rückgang im Konsum und die Rezession wird kommen. Die Hyperinflation kommt wie ein Virus exponentiell. Zu Beginn wird es niemand wahrhaben, wenn es bemerkt wird, ist es zu spät. Die SNB hat viel zu viele EUR, welche bald nichts oder sicher weniger Wert sein werden. Demnächst wird man überall Bargeld verbieten, denn es hat nicht genug davon.
  • Hamster X 02.04.2020 12:43
    Highlight Highlight Die heutige Situation mit den Kriegen von damals in Relation zu setzen ist schon ziemlich realitätsfremd...
    • Ueli der Knecht 02.04.2020 13:34
      Highlight Highlight Ich sehe sehr viele Ähnlichkeiten in der heutigen Welt mit der Welt vom 16. und 17. Jahrhundert. Die heutigen zahlreichen und weltweiten Konflikte ähneln dem 80- und 30-jährigen Krieg von damals. Ich meine, die Geschichtsbücher werden in 500 Jahren (so die Menschnheit dann noch existiert) nicht vom 1., 2, Vietnam- und Golfkriegen reden, sondern vom 150-jährigen Krieg (1914 bis 2054).

      Der westfälische Frieden (1648) wäre eine gute Blaupause, um diesen 150-jährigen Krieg zu beenden und nachhaltigen Frieden zu schaffen. Nur gelang das damals erst, nachdem die Welt am Boden zerstört war.
    • rodolofo 02.04.2020 14:10
      Highlight Highlight @ Ueli der Knecht
      Nach den Weltkriegen in denen Fabriken Schiesspulver produzierten, produzierten die selben Fabriken Kunstdünger.
      Sie machten sozusagen "Schwerter zu Pflugscharen".
      Und die Gifte, mit denen die Nazis Juden, Roma, Behinderte und Oppositionelle in Konzentrationslagern vergasten, wurden nun als Pestizide in einer immer industrielleren Landwirtschaft verwendet, in der Tiere, Pflanzen zur Ware degradiert und entsprechend lieblos bis grausam behandelt wurden.
      Aus dem Weltkrieg zwischen den Nationen wurde ein Weltkrieg gegen die Natur, bzw. gegen den unrentablen Teil der Natur...
    • Hamster X 02.04.2020 14:53
      Highlight Highlight Nur dass wir im Jahr 2020 entwicklungstechnsch viel weiter und schlauer sind...
    Weitere Antworten anzeigen
  • DeeMind 02.04.2020 12:31
    Highlight Highlight Ich gehöre wohl zu den Dummies, daher erlaube ich mir die Frage. Im Artikel wird gesagt, der Staat 'verkauft' Anleihen bei Gelübermenge. Mit'verkaufen' ist gemeint, der Staat EMITTIERT und verkauft EIGENE Anleihen? Primär wohl an die eigene Bevölkerung (über die Banken). Aber die meisten kaufen ja keine Anleihen in bar, sondern via Bank Zahlung. Oder wird da einbezogen, dass die Käufer vorher einen Sack voll Cash einzahlen? Ist heutzutage ja auch nicht gerade einfach, wegen dem Herkunftsnachweis ab... Fr. 5'000, glaube ich (Geldwäschereigesetz). Bitte erhellt mich. Danke.
    • Ueli der Knecht 02.04.2020 13:13
      Highlight Highlight "Mit'verkaufen' ist gemeint, der Staat EMITTIERT und verkauft EIGENE Anleihen? "

      Der Staat emmitiert die Anleihen und verkauft diese an die Notenbanken. Die Notenbanken kaufen diese Staatsanleihen meist mit "neu gedrucktem" Geld. Die Geldmenge wächst (und die Staatsverschuldung ebenso).

      Wenn die Notenbanken Geld vernichten wollen, dann verkaufen sie die davor eingekauften Staatsanleihen (zB. an Pensionskassen), und die Notenbanken kriegen dafür Geld, welches sie dann "schreddern" (das läuft natürlich alles mit "Buchgeld", bzw. nur mit virtuellem Geld). Die Geldmenge schrumpft.
    • DeeMind 02.04.2020 14:07
      Highlight Highlight Ok, vielen Dank. Bin erst etwas heller geworden. In dem was du beschreibst, wo bezieht du dich auf Devisen und wo auf physisches Geld? Letzteres, wenn ich den Artikel richtig verstehe, ist ja das Problem, nicht das Geld das auf den Konten liegt
    • Ueli der Knecht 02.04.2020 16:21
      Highlight Highlight Um Devisen geht es dann, wenn die Nationalbank "neues Geld druckt", um damit Wertpapiere in Fremdwährungen (zB. ausländische Staatsanleihen) zu kaufen, um den Franken zu schwächen, oder wenn die Nationalbank ausländische Wertpapiere aus ihrem Depot verkauft, um so den Franken zu stärken.

      Physisches Geld entsteht erst dann, wenn es zB. in Form von Lohn von Arbeitern vom Geldautomaten abgehoben wird. Viele bezahlen aber gerade wegen der Corona-Krise inzwischen auch nur noch (oft berührungslos) mit Karte. Da kommt kein physisches Geld zum Vorschein. Das Geld ist aber trotzdem im Umlauf.
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  • Hans Jürg 02.04.2020 12:27
    Highlight Highlight Prinzipiell können die so lange Geld drucken, bis das Papier und/oder die Druckfarben ausgehen.
  • rodolofo 02.04.2020 11:45
    Highlight Highlight ...
    Aus diesen Gründen rate ich davon ab, für die Corona-Pandemie die Kriegs-Metapher zu verwenden!
    Die Coronaviren wollen uns nämlich -anders als Kriegsgegner- weder vernichten, noch versklaven.
    Sie wollen nur vorübergehend menschl. Körperzellen für die Virenproduktion verwenden und umfunktionieren.
    Der menschliche Tod ist -aus der Virenperspektive betrachtet- als "Betriebsunfall" zu werten und nicht das Ziel ihrer pandemischen Aktivitäten.
    Das Führen von Kriegen können wir also getrost unseren "Militärköpfen" überlassen!
    Und wie sie ihre Kriegskassen wieder füllen, ist nicht mein Problem...
    • Antichrist 02.04.2020 12:38
      Highlight Highlight Auch aus Kriegssicht sind Tote nur ein Betriebsunfall. Krieg hat die feindliche Übernahme von Territorien oder die Kapitulation des Feindes zur Folge. Krieg kann man auch mit Viren führen. Wenn sich der Gegner kampflos ergibt, dann gibt es keine Toten.
    • lilie 02.04.2020 14:35
      Highlight Highlight @rodolofo: Naja, die Versklavungsmetapher funktioniert aus Virensicht schon, er "unterwirft" ja unsere Körperzellen, damit diese nicht ihre eigene DNA sondern jene des Virus' exprimieren.

      Aber das stimmt, der Tod des Menschen ist auch der Tod jener Viren, welchen den betroffenen menschlichen Körper befallen haben.

      Auch für die Viren gilt: Es muss immer weitergehen. Eine nicht-tödliche Form des Virus' ist somit "nachhaltiger" und evolutionär erfolgreicher.

      Am erfolgreichsten ist diesbezüglich vermutlich der Herpesvirus - Durchseuchung von ca. 80% mit sehr kleinem Kollateralschaden.
    • Henzo 04.04.2020 01:59
      Highlight Highlight Viren wollen gar nichts. Die leben nicht und sind je nach Sequenz ein mehr oder weniger effektives Programm.
  • Skeptischer Optimist 02.04.2020 11:36
    Highlight Highlight "Wie lange können die Notenbanken in der Coronakrise Geld drucken?"

    So lange wie nötig. Mit Inflation ist nicht zu rechnen, solange das geld nur benötigt wird, um arme Schlucker auf dem gegenwärtigen Niveau durchzufüttern.
  • rodolofo 02.04.2020 11:35
    Highlight Highlight Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind Kriege die eigentlichen Ursachen von Finanzkrisen, weil sie enorm viele Ressourcen verschlingen, ohne etwas nützliches zu leisten, wenn wir mal von der Wichtigtuerei und den Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten für "Militärköpfe" und von einem immateriellen Sicherheitsgefühl absehen.
    Das Kriegshandwerk kann als staatliche Form des Raubmords Beute bringen, vernichtet aber vor allem Menschenleben und Material!
    Der sich im Umlauf befindenden Geldmenge steht dann eine vor allem Schäden produzierende Realwirtschaft gegenüber.
    ...
    • Ueli der Knecht 02.04.2020 12:17
      Highlight Highlight "Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind Kriege die eigentlichen Ursachen von Finanzkrisen,"

      Die Frage nach dem Huhn und dem Ei.

      Kriege sind auch ein Mittel, um Beute, und also auch Finanzen zu beschaffen. Finanzielle Engpässe sind in solchen Fällen die Ursache für Kriege.

      Ich meine, wenn man die grossen Kriege der Geschichte betrachtet, vom 80-jährigen Krieg, über den 30-jährigen Krieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg, Vietnam-Krieg, Golfkriege, dann ging es dabei immer um Ressourcen, sprich um Finanzen. Der Ressourcenhunger trieb die Staaten und Menschen in den Krieg.
    • rodolofo 02.04.2020 14:00
      Highlight Highlight Ja, aber mit den Folgen dieser Kriege verlieren die Parteien am Ende mehr, als sie zu gewinnen glaubten!
      DAS ist doch der Clou der Sache!
      Die Schäden sind weit grösser, als die Nutzen.
      In der Corona-Krise pausieren wirtschaftliche Aktivitäten, die es für die Deckung der Grundbedürfnisse nicht braucht.
      Anders als Krieg schadet "Pausieren" nichts, auch wenn es niemandem wirklich nützt.
      Der Staat könnte allen vom Lockdown betroffenen Menschen ein Grundeinkommen auszahlen für ihr (für die Pandemie-Bekämpfung notwendiges!) Pausieren.
      Der Staat macht das auch, in Form von "Überbrückungskrediten"...
    • Share 02.04.2020 18:29
      Highlight Highlight Geld hätte es genug, es wird gehortet, Modernisierung herausgezogener, Libra verdammt, etc.
      Ursachen der Kriege sind Machtansprüche, die durchgesetzt werden wollen. Politische (Nicht-)Systemwechsel, die sich den zur Verfügung stehenden Ressourcen bedienen. Moderne Mittel sind Verknappung des Landes, Wasser, Nahrung, Gesundheit. Energie, Arbeit. Alle Parameter sind durch diese Seuche tangiert, nicht, dass dies in den letzten 75 Jahren nicht so gewesen wäre, doch jetzt lässt sich dies nicht mehr zudecken. Die Feudalherrschaft bedient sich fürstlich; der Rest verhungert, verdurstet, verelendet.
  • Tomtom64 02.04.2020 11:33
    Highlight Highlight Wie eingans des zweitletzten Abschnitts richtigerweise gesagt wird, gibt es für die im Titel gestellte Frage keine generelle Antwort.
    Wichtig erscheint mir, die Inflationsentwicklung im Auge zu behalten und bei einem Anziehen der Teuerung alles Verfügbare in Realwerten anzulegen. Im Fall von Aktien haben diese bereits etwas korrigiert und dürften wie meist bei grossen Krisen erst rund 50% unter ihren Höchsständen Boden finden. Immobilienpreise reagieren leider langsamer.
    Die zunehmenden Staatsschulden lassen auch kommende Steuererhöhungen befürchten.
  • Ueli der Knecht 02.04.2020 11:11
    Highlight Highlight Beim Blick in die Geschichte lohnt sich auch ein weiterer Rückblick bis zum 30-jährigen- und 80-jährigen Krieg, die Kriegsfinanzierung zB. im Stil von Wallenstein,
    (https://www.zeit.de/zeit-geschichte/2017/05/albrecht-von-wallenstein-portrait-feldherr-erfolge-niederlagen/komplettansicht)
    und die Tulpen-Manie
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenmanie)
    was heute zB. an den Kunst- oder Antiquitätenmarkt, teilweise aber auch an den Aktien- und Immobilien-Markt erinnert. Das meiste neu gedruckte Geld fliesst dort ab.

    Der westfälische Frieden wäre eine Blaupause zur Lösung der heutigen Konflikte.
  • outdoorch 02.04.2020 10:58
    Highlight Highlight Danke für diesen lehrreichen Artikel👍
  • LikeOrDislikeisthebigQuestion 02.04.2020 10:57
    Highlight Highlight Dem sagt man doch Helicopter-Money?
    • Tomtom64 02.04.2020 11:25
      Highlight Highlight Nein, der Begriff "Helikoptergeld" beschreibt Ausschüttungen welche die Regierung oder die Notenbank direkt an alle Bürger tätigt. Damit kann rasch eine grosse Nachfrage generiert werden. Über längere Sicht birgt es Inflationsgefahr.
    • LikeOrDislikeisthebigQuestion 02.04.2020 11:32
      Highlight Highlight Und was passiert zur Zeit uf der ganzen Welt?
    • Ich ! 02.04.2020 11:35
      Highlight Highlight Nein.
      Helikopter Geld ist, wenn der Staat einfach so Geld an die Bevölkerung verteilt. Macht gerade die USA zur Bekämpfung der Corona Krise. Einen Scheck über 1200 $ (wenn ich es richtig im Kopf habe) an jeden Bürger.
  • Ludwig van 02.04.2020 10:57
    Highlight Highlight Die Schweiz hat sicherlich mehr Spielraum als andere Länder, was die Staatsschulden betrifft. Aber unbegrenzt lange können wir den Lockdown nicht durchhalten.
  • Panic4Clicks 02.04.2020 10:56
    Highlight Highlight Keine Angst, die können ewig drucken und unsere Natzbank kann ewig den Schund kaufen.

    Name of the game
  • Maya Eldorado 02.04.2020 10:53
    Highlight Highlight Wie lange können Notenbanken in der Coronakrise Geld drucken?

    Die Antwort scheint mir ganz einfach: Sie können so lange drucken, bis ihnen Papier und Druckfarbe ausgeht.

    Oder hab ich was verstanden?
    • Maya Eldorado 02.04.2020 11:12
      Highlight Highlight Sollte "falsch" verstanden heissen.
    • poltergeist 02.04.2020 11:40
      Highlight Highlight Ja das ist so. Die Frage ist wie lange man an den Wert dieses Geldes glaubt. Grundsätzlich kann jeder 'Geld' generieren, siehe Bitcoin etc.
    • Nicht wichtig 02.04.2020 21:49
      Highlight Highlight Ja, das ist falsch. Da kein Goldstandard mehr besteht, wird eine Währung nur noch durch das Vertrauen in die dahinterstehende Volkswirtschaft gehalten. Geld drucken drückt dieses Vertrauen sofort. Die anstehende Staatenverschuldung wird zwingend zur wirtschaftlichen Katastrophe führen. Nimmt mich schon lange sehr wunder, wie die EU die extrem unterschiedlich leistungsfähigen Volkswirtschaften durch die Krise bringt. M.E. ist das mit Corona nicht mehr zu schaffen.Nimmt mich ferner wunder, wie die USA ihre exorbitante Staatsverschuldung in den Griff kriegen wollen. Trump und die Rep's sind jedenfalls weder willig noch fähig dazu.
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  • PC Principal 02.04.2020 10:52
    Highlight Highlight Haha money printer go brrr
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    • freeLCT 02.04.2020 13:47
      Highlight Highlight So mancher hat Probleme damit, dass der Gelddrucker nie müde wird ;)
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