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Getarnt als App – so will dir Facebook «Spyware» aufs Handy drücken

14.02.18, 07:12 14.02.18, 07:42


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Getarnt als App – so will dir Facebook «Spyware» aufs Handy drücken

Onavo war mal ein empfehlenswerter VPN-Dienst, bis er 2013 vom Datenkraken Facebook geschluckt wurde. Heute kann man Android- und iPhone-Usern nur raten: Hände weg!

Wer Onavo Protect installiert, ermöglicht Facebook, das eigene Verhalten App-übergreifend ausspionieren.

Die App heisst heute offiziell «Onavo Protect – VPN Security» und Facebook versucht, mehr Leute zum Installieren zu bringen. Indem es in der Facebook-App dafür wirbt.

Versteckt im Kleingedruckten

Das Problem: Die Gratis-App ist nicht mehr nur dafür konzipiert, beim Surfen zusätzliche Sicherheit zu bieten, indem der Datenverkehr über Firmen-Server geleitet und geprüft wird: Nach einigen Erklärungen über den Schutz, den der VPN-Dienst biete, teile das Unternehmen unmissverständlich mit, dass es sich um «Spyware» handle, konstatiert der US-Blog 9to5Mac.

Versteckt sei dies im Kleingedruckten, respektive man bekomme es erst unter «Read More» zu Gesicht:

«Because we’re part of Facebook, we also use this info to improve Facebook products and services, gain insights into the products and services people value, and build better experiences.»

Laut Tech Crunch haben rund 33 Millionen Smartphone-User Onavo Protect installiert, davon seien 38 Prozent iPhones (iOS) und die restlichen 62 Prozent Android-Geräte.

(dsc, via 9to5Mac)

Google kopiert Snapchat und setzt auch auf «Storys»

Snapchat machte es vor, Instagram und Facebook kopierten es – und nun macht es auch Google nach: Der US-Internetriese startet sein eigenes «Story»-Format. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sollen die mit Bildern, Videos, Animationen und Texten gespickten kurzen Beiträge noch stärker die «Aufmerksamkeit des Lesers» gewinnen.

Die «Stories» entstehen demnach in Zusammenarbeit mit Medien und Unternehmen wie CNN, der «Washington Post» und Vox Media. Nutzer klickten sich auf ihren Smartphones und Tablets durch «eine Menge Artikel», würden aber nur wenige intensiv lesen, erklärte Rudy Galfi, der bei Google die «Stories» entwickelt.

Die Beiträge füllen den ganzen Bildschirm aus und können im sogenannten AMP-Format schneller geladen werden als normale Videos. Ausser auf Smartphones und Tablets können sie auch an normalen Computern aufgerufen werden.

Neben Instagram und Snapchat nutzt auch Facebook mittlerweile das «Story»-Format. Bei diesen Netzwerken sind es vor allem Effekte und Filter, die das Interesse der Nutzer wecken.

(sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Electric Elefant 14.02.2018 09:10
    Highlight Zum x-ten Mal sowas. Also wer bis jetzt nicht gemerkt hat, dass Facebook übel ist, dem kann man auch nicht helfen...Facebook hat wiederholt gelogen, Versprechen gebrochen und ist einfach nur unseriös!
    Aber da man als Lemming offenbar zumindest WhatsApp haben muss, kann FB wohl machen was es will - die Leute bleiben FB treu...
    Und viele von denen sind offenbar zu blöd, sich wenigstens einen seriösen 2. Messenger (z.b. Signal, Threema) zu installieren, so dass man wenn man WA und FB boykottiert (wie ich) eigentlich nur noch per SMS mit denen kommunizieren kann...
    20 0 Melden
    • Ueli der Knecht 15.02.2018 14:09
      Highlight Auch wer überhaupt noch nie Facebook oder Whatsapp benutzt hat, besitzt bei Facebook ein Persönlichkeitsprofil (bzw. repräsentiert im FB-Datenbestand einen Datenklumpen). Selbst wenn du nur mit SMS, Telefon oder Email kommunizierst, bemerkt Facebook, dass du existierst, und wer und wo du bist. Facebook spioniert dein Beziehungsnetz aus, kennt deine Interessen und deine (zB. sexuellen oder politischen) Vorlieben; ganz egal, ob du Facebook-Kunde bist oder nicht; das kümmert Facebook überhaupt nicht. Facebook kennt deine Kontaktdaten, deinen Arbeitgeber, und welche Geräte du von wo benutzt.
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    • Electric Elefant 15.02.2018 16:48
      Highlight @Ueli: Das ist mir schon klar - aber deswegen einfach trotzdem die Produkte dieser zweifelhaften Firma benutzen? Noep!
      1 0 Melden
    • Ueli der Knecht 15.02.2018 23:28
      Highlight Müsste denn nicht aus der Erkenntnis heraus, dass Facebook übel ist, die Idee oder gar der Drang heraus wachsen, dieses Übel zu bekämpfen, also möglichst an der Wurzel zu packen und aus der Welt zu schaffen?
      Und wär's demfalls nicht ratsam, im Sinne, besser gerüstet zu sein, wenn man den Feind kennt, sich dennoch bei Facebook - natürlich verdeckt und subversiv - zu beteiligen?
      Oder anders gefragt: Hilft man mit pauschaler Verweigerung nicht eher dem Übel, sich zu verbreiten, umsomehr man sich zwar verweigern, aber trotzallem nicht entziehen kann?
      0 0 Melden
  • My Senf 14.02.2018 08:56
    Highlight Sorry 😐

    Also wer heute immer noch Facebook Apps auf dem Smartphone hat, der versteht die Welt nicht (und ist Faul&Bequem)

    Das schlimmste bei der ganzen Sache ist, ich kann meine Kontaktdaten auf den sm‘s der Kollegen nicht sperren!
    57 6 Melden
    • Oberon 14.02.2018 14:45
      Highlight Leider dito mit WhatsApp etc.. und keine Möglichkeit dies zu verhindern.
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    • Ueli der Knecht 15.02.2018 14:18
      Highlight Noch nicht, Oberon, bzw. es gibt zur Zeit noch keine anwenderfreundliche Möglichkeiten, dies zu verhindern. Aber das wird sich doch hofflich bald ändern. ;)
      Möglichkeiten gäbe es nämlich schon - zB. auf gesetzlicher Ebene (das wäre vermutlich am schnellsten zu realisieren), aber auch auf technischer (Ansätze wären zB. Yaos Millionärsproblem oder andere secure Multi-Party-Computing-Methoden).
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  • Supermonkey 14.02.2018 08:34
    Highlight Jede VPN-App ist Spyware... Facebook deklariert wenigstens genau was sie mit den Daten machen...
    8 39 Melden
  • thymar 14.02.2018 08:31
    Highlight Telegram und threema, freunde, telegram und threema. Die spionieren zwar vielleicht auch, aber wenigstens ist dann nicht alles in einer hand.
    Ich hab schon jahre kein fb, insta oder diesen miesen vpn mehr auf dem möbli. Den beschriebenen von hatte ich zwar nie.
    26 6 Melden

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