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Trump droht Kanada neu mit Brückenblockade

FILE - The Saginaw passes construction on the Gordie Howe International Bridge connecting on the Detroit River connecting Windsor, Ontario and Detroit, Oct. 25, 2023. (AP Photo/Paul Sancya, File)
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Die nach Eishockeylegende Gordie Howe benannte Brücke über den Detroit River während des Baus im Jahr 2023.Bild: keystone

Trump droht Kanada neu mit Brückenblockade

US-Präsident Donald Trump legt im Handelsstreit mit Kanada nach und droht mit der Blockade einer neuen Grenzbrücke zwischen beiden Ländern.
10.02.2026, 05:4310.02.2026, 05:43

Er werde deren Eröffnung nicht zulassen, bis Kanada die Vereinigten Staaten mit der Fairness und dem Respekt behandle, den die USA verdienten, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Die Brücke müsste auch mindestens zur Hälfte den USA gehören, forderte er. Man werde unverzüglich Verhandlungen aufnehmen, kündigte Trump an. Konkretere Angaben dazu machte der US-Präsident nicht.

Die Brücke über den Detroit River verbindet die Stadt Windsor in der kanadischen Provinz Ontario mit der US-Stadt Detroit im nördlichen Bundesstaat Michigan. Die Gordie Howe International Bridge mit sechs Fahrspuren soll auch von Fussgängern und Radfahrern genutzt werden können. Die Eröffnung ist in diesem Jahr geplant. Kanada finanziert nach eigenen Angaben die Baukosten, die dann mit den Mautgebühren refinanziert werden sollen. Die seit langem geplante Brücke soll den Handel zwischen den Nachbarländern weiter ankurbeln.

Eskalierender Handelskonflikt nach Carneys China-Reise

Trump warf Kanada in seinem Post vor, für den Bau keine amerikanischen Produkte wie Stahl genutzt zu haben. Zudem kritisierte Trump erneut die jüngst von Kanadas Premierminister Mark Carney angekündigte begrenzte Annäherung an China in Handelsfragen. Deswegen hatte er dem Nachbarland unlängst auch bereits mit einem 100-Prozent-Zollsatz auf den Import von Waren gedroht. Auch Strafzölle auf die Einfuhr kanadischer Flugzeuge hatte er jüngst angedroht.

Trump greift häufig zu Zöllen, um seinen Willen durchzusetzen. Davon bleiben auch traditionell enge Verbündete wie Kanada nicht verschont. Bisweilen nutzt Trump Zölle aber auch nur als Drohgebärde und setzt diese letztlich nicht um.

Nach einer China-Reise Anfang Januar fiel Premierminister Carney beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit einer eindringlichen Rede auf, die auch als Kritik an Trump und dessen aggressiver «America First»-Politik verstanden wurde. Der US-Präsident hatte mehrfach davon gesprochen, dass Kanada als Bundesstaat in die USA integriert werden sollte. (sda/dpa)

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78 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Clandestino
10.02.2026 06:13registriert Mai 2025
"...bis Kanada die Vereinigten Staaten mit der Fairness und dem Respekt behandle, den die USA verdienten..."
Wie man in den Wald hineinruft...
Die USA verdienen Null Fairness und Respekt so lange dieses Fascho-Narzissten-Regime an der Macht ist.
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Spitzbuab
10.02.2026 06:20registriert Oktober 2018
"Die Brücke müsste auch mindestens zur Hälfte den USA gehören, forderte er. " Wer hat die Brücke gebaut und bezahlt? Er möchte schon wieder ein Land beklauen.
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Wolfgang Bumbuy
10.02.2026 06:37registriert November 2024
Fairness und Respekt ist ein geben und nehmen.
Wenn man unfair und respektlos mit allen anderen umgeht, wird man keines von beiden erhalten.
Die Brücke wurde zu einer Zeit geplant, als noch realistisch war dass der Handel zwischen den beiden Staaten wächst.
Ist nicht mehr so. Also kann Trump die Brücke ruhig sperren, hat kaum Effekt.
Wann endlich fällt der Supreme Court sein Urteil über dieses Zollgebaren Trumps .
Egal wie das Urteil ausgeht, danach wissen wir wo die Reise hingeht.
Denn wenn die Trump nicht stoppen, dann hat er auch sonst eine höhere Stellung als die Verfassung.
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