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A young boy with a balloon walks by a sign erected by climate activists outside the European Parliament in Brussels, Sunday, May 26, 2019. From Germany and France to Cyprus and Estonia, voters from 21 nations went to the polls Sunday in the final day of a crucial European Parliament election that could see major gains by the far-right, nationalist and populist movements that are on the rise across much of the continent. (AP Photo/Francisco Seco)

Den Slogan vor dem EU-Parlament in Brüssel haben Klimaaktivisten errichtet, er kann aber auch für das Ergebnis der Europawahl stehen. Bild: AP/AP

Kommentar

Eine Chance für Europa und ein Risiko für die Schweiz

Der grosse Rechtsruck bei der Europawahl ist ausgeblieben. Die Idee der europäischen Einigung hat nochmals eine Chance erhalten. Für die Schweiz dürfte das Verhältnis zur EU schwieriger werden.



Die wichtigste Erkenntnis aus der Europawahl 2019 lautet: Es gibt keinen klaren Trend. Die grossen Parteifamilien im EU-Parlament können sich je nach Land als Gewinner oder Verlierer fühlen. Das gilt selbst für die Liberalen und die Grünen, die insgesamt klar zulegen können. So haben die Grünen ausgerechnet in Schweden, der Heimat von Greta Thunberg, deutlich verloren.

War die Europawahl also einmal mehr durch nationale Themen dominiert? Das liegt in der Natur der Sache. Die Bürgerinnen und Bürger der EU definieren sich nach wie vor mehr als Angehörige ihrer Nation denn als Europäer. Und doch war es eine «europäische» Wahl, denn noch nie seit der ersten Durchführung 1979 wurde so intensiv über die Zukunft der europäischen Idee debattiert.

Europa wählt

Das schlägt sich in der Wahlbeteiligung nieder, die erstmals seit 40 Jahren angestiegen ist. Vermutlich handelt es sich teilweise um eine Mobilisierung gegen den befürchteten Durchmarsch der Rechtspopulisten. Dafür spricht etwa die Tatsache, dass Parteien wie AfD, FPÖ oder Schwedendemokraten schlechter abgeschnitten haben als bei den letzten nationalen Wahlen.

Rechte zwischen Jubel und Frust

Die rechten Galionsfiguren Marine Le Pen und Matteo Salvini können jubeln, doch Geert Wilders in Holland und die Dänische Volkspartei sind regelrecht abgestürzt. Unter dem Strich ist die Bilanz der Rechten durchzogen. Der befürchtete grosse Rechtsruck hat nicht stattgefunden.

Einfacher wird die Arbeit im EU-Parlament damit nicht, denn erstmals verfügt die «grosse Koalition» aus Konservativen und Sozialdemokraten, die in Brüssel und Strassburg bislang eine Art Machtkartell bildeten, nicht mehr über die absolute Mehrheit. Sie müssen vermehrt mit den Liberalen und Grünen zusammenarbeiten. Das kann Europa nur nützen.

Der Einigungsmotor stottert

Allerdings wird das letzte Wort weiterhin im Europäischen Rat gesprochen, der Versammlung der Staats- und Regierungschefs. Und dort dürfte es ebenfalls schwieriger werden, denn der «Einigungsmotor» Deutschland und Frankreich stottert. Der französische Präsident Emmanuel Macron ist angeschlagen, und die GroKo in Berlin wackelt mehr denn je. Um die Zukunft der SPD muss man sich sogar ernste Sorgen machen.

Das wird sich auf die Besetzung der EU-Topjobs auswirken. Manfred Weber, der Spitzenkandidat der konservativen EVP, hat kaum noch Chancen auf das Amt des Kommissionspräsidenten. Seine CSU hat das schlechteste Ergebnis bei einer Europawahl erzielt. Für den Sozialdemokraten Frans Timmermans sieht es besser aus. Er hofft auf eine Koalition mit der liberalen ALDE und den Grünen.

Es ist zu befürchten, dass es erneut zu einem der berüchtigten Geschacher im Hinterzimmer kommt. Das wäre schade, denn insgesamt wurde die europäische Einigung bei dieser Wahl gestärkt. In den meisten Ländern haben die Proeuropäer eine klare Mehrheit, trotz Le Pen und Salvini, dem erneuten Erfolg der PiS in Polen und Viktor Orban, der «unantastbar» wirkt.

Vernimmt die Schweiz die Signale?

Die EU hat nochmals eine Chance erhalten. Sie muss sie nur nutzen. Für die Schweiz ist das eher eine schlechte Nachricht im Ringen um das institutionelle Abkommen. Derzeit dominieren Forderungen nach Nach- oder gar Neuverhandlungen. Auch SVP-Wirtschaftsminister Guy Parmelin hat im «Sonntagsblick» die Rückkehr an den Verhandlungstisch verlangt.

Das könnte ins Auge gehen. Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat das Dossier Schweiz zur Chefsache gemacht. Unter seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger wird dies kaum mehr der Fall sein. Die Schweiz dürfte in der Brüsseler Prioritätenliste nach hinten rutschen. Und mit ihren Sonderwünschen künftig auf deutlich weniger Verständnis stossen.

Fragt sich nur, ob diese Botschaft bei uns vernommen wird. Wir haben das Talent, internationale Entwicklungen völlig falsch einzuschätzen, bis wir in den Hammer laufen. Das Bankgeheimnis lässt grüssen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 28.05.2019 06:00
    Highlight Highlight "Der grosse Rechtsruck ist ausgeblieben": Ein alter journalistischer Trick ist es, zuerst eine übertriebene Prognose abzugeben, um nachher das mindere Resultat beklatschen zu können. Das ist Meinungsjournalismus vom Übelsten!
  • DemonCore 27.05.2019 14:38
    Highlight Highlight Das Problem der Linken weltweit ist dass sie sich nicht vom reaktionären Islam distanzieren kann. Grün und gesellschaftsliberal würde im Moment wohl in Europa und Nordamerika durchmarschieren, bei jeder Wahl, wenn die Linken nicht auf dem Auge des religiösen Totalitarismus komplett und zum Teil auf zynische Weise blind wären. Wenn Leute sich über unregulierte Zuwanderung und die komplette kulturelle Selbstaufgabe gegenüber dem Islam Sorgen machen, werden sie unterschiedslos als Rassisten verunglimpft. So werden igwann Rechte wählbar, denen das Label egal ist und die bereit sind den Job zu erl.
    • Liselote Meier 27.05.2019 16:27
      Highlight Highlight Jede Religion ist Reaktionär. Nur kommt es drauf an ob dies von einer Mehrheitsgesellschaft oder einer Minderheit ausgeht.

      Die Freikirchen können in der Schweiz z.B. mit einem Abtreibungsverbot bei der Mehrheitsgesellschaft andocken, Islamisten nicht.

      Bei einer islamistischen Mehrheit sieht die Sache aber wieder aus und da ist es nicht die Linke welche den Saudis in den Arsch kriechen und säkularen Regims mit Islamisten am Stürzen sind.

      Mit saudischen Erdöl wird schliesslich der Wahhabitismus weltweit gefördert. Formel weniger Benzin verbrauchen, weniger Islamisierung.
    • DemonCore 28.05.2019 00:06
      Highlight Highlight Richtig LM. Die Linke war früher ja auch die Ritterin der Säkularität und hat uns löblicherweise und in zähem Kampf vom Joch der christlichen Sexualmoral, etc befreit.

      Jetzt muss man einfach die Aufklärung zu Ende denken und nicht vor dem Islam einknicken. Dann klappt's auch mit dem Wahlerfolg wieder und Wählerschichten bis weit in die bürgerliche Mitte werden geöffnet.

      Die moderaten und die Ex-Muslime werden es übrigens zu schätzen wissen. Die sind nämlich nicht aus Afghanistan, Persien oder Yemen hier her gekommen, weil der Islam es da so wunderbar eingerichtet hätte.
    • Maracuja 28.05.2019 07:05
      Highlight Highlight @DemonCore: So werden igwann Rechte wählbar, denen das Label egal ist und die bereit sind den Job zu erl

      Welchen Job wollen Sie denn wie erledigt haben? Wer in Zusammenhang von Minderheiten von Job erledigen spricht, ist mir suspekt, auch wenn es innerhalb dieser Minderheit tatsächlich gefährliche Extremisten gibt (der wie jeder Extremismus bekämpft werden muss). Wer zu Demagogie (unregulierte Zuwanderung, komplette kulturelle Selbstaufgabe) greift, dem ist ebenfalls nicht zu trauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 27.05.2019 12:29
    Highlight Highlight Sehe das Problem für die Schweiz nicht. Nicht nur, dass der Brüsseler Elfenbeintum der eigenen Selbstverständlichkeit durch Europakritiker und Nationalisten nachhaltig durchgeschüttelt wurde, ist auch das "Schweizer Modell" der stärkeren Mitbeteiligung des Volkes, bei einigen Exponenten des neu zu besetzenden Parlaments, ein durchaus positiv bewertetes System.

    Da sehe ich eher eine kritische Auseinandersetzung mit eigenem Vertragswerk, wie z.B. der Unionsbürgerschaft, als das man die Schweiz stärker unter Druck setzt, weil sie gewisse Rechte und Pflichten nicht übernehmen will.
    • DemonCore 27.05.2019 14:46
      Highlight Highlight Die direkte Demokratie steht nicht im Konflikt mit der EU. Fakt ist, dass die DD schon immer ein Exot unter den politischen Systemen war. Ich finde sie gut, aber sind wir ehrlich, auch DD kann nicht jedes politische und gesellschaftliche Problem lösen. Man kann der EU nicht vorwerfen sie habe keine DD / HDD Tradition. Wir könnten aber beitreten und mit gutem Beispiel voran gehen und die DD in Europa stärken. Das wäre ein starker Zug. Uns abzukapseln, alles zu kritisieren und schwarz zu malen ist ein schwacher Zug. Das können wir besser.
    • swisskiss 27.05.2019 17:04
      Highlight Highlight DemonCore: Ich weiss jetzt nicht, ob es Naivität oder Ueberheblichkeit ist zu glauben, dass ein Kleinstaat wie die Schweiz irgendwelchen Einfluss in der EU haben kann, um das politische System zu ändern.

      Weder ist die Schweiz eine direkte Demokratie, denn dies sind nur Landsgemeinden und Gemeindeversammlungen ohne Kommunalparlament, noch ist die EU eine halbdirekte, parlamentarische oder repräsentative Demokratie, da die einzig durch das Volk gewählte Kammer, keine vollständigen legislativen Rechte hat.

      Es hat nichts mit schwarzmalen zu tun, die Realität zu kennen!
  • Neruda 27.05.2019 12:11
    Highlight Highlight Der Hammer beim Bankgeheimnis hat der Wirtschaft auf jeden Fall auch nicht geschadet. So dringend brauchen wir dieses Rahmenabkommen auch nicht.
    • DemonCore 27.05.2019 14:47
      Highlight Highlight Hhaaha. Guter Witz. Frag mal deinen Chef, wie er das sieht mit dem RA. Oder Forscher an der ETH, oder die Chemiebranche.
    • swisskiss 27.05.2019 17:15
      Highlight Highlight DemonCore: Weder betrifft das InstA laufende Projektteilnahmen wie Erasmus oder Horizon 20, noch ändert die Ablehnung des InstA irgendwelche im Rahmen der Bilateralen geschlossene Abkommen.

      Es wird nicht wie bisher, einzelne Erweiterungen und Erneuerungen von Verträgen ausgehandelt, sondern erfolgt über einen Automatismus, der für das gesamte bilaterale Ankommen gilt.

      Da hat weder die Exportwirtschaft einen Nachteil, da sich am bestehenden Status Quo nichts ändert, noch hat die Ablehnung des InstA Auswirkungen auf bestehende Projekte, die nicht in den Bilateralen thematisiert sind.
  • irgendwie so: 27.05.2019 09:29
    Highlight Highlight Wieso "ernste Sorge um die SPD"?
    Die hat in den letzten 20 Jahren immer mehr rumlaviert und ihre Ideale für den Machterhalt aufgegeben - hoffentlich gibt es sie in dieser Form bald nicht mehr.

    - was ja auch bedeuten könnte, dass sie endlich wieder an Format gewinnt. So wie sie sich in den letzten Jahren gezeigt hat ist sie imho schlicht überflüssig.
    • FrancoL 27.05.2019 09:55
      Highlight Highlight Sie ist alles andere als überflüssig, das zeigt wie andere Parteien die Anliegen aus SP-Kreisen aufnehmen und zu ihrem Thema machen.
  • Armend Shala 27.05.2019 09:15
    Highlight Highlight EU ist nicht gleich Europa!
    • DemonCore 27.05.2019 14:49
      Highlight Highlight Doch. In der Realität ist die EU die einzige Institution die mit irgendeiner Berechtigung in Anspruch nehmen kann das politisch-gesellschaftliche und das kulturelle Europa zu vertreten. Deshalb ist es wichtig dass alle Europäischen Demokratien beitreten, auch wir Schweizer.
    • Janorian 27.05.2019 22:38
      Highlight Highlight @DemonCore

      Ich stimme dir gern zu, ein geeintes Europa hätte grosse Vorteile.

      Aber, Europa besteht nicht wie die USA aus sehr jungen Staaten. Europa besteht aus traditionellen Ländern, aus extrem vielen Sprachen, total unterschiedlichen Kulturen, Werten, Historien.

      Europa kann nicht so geeint werden wie Junker oder Sie das gern sehen würden.

      Am Beispiel der Vereinigten Staaten ist eins gut erkennbar: die sind durch den Bürgerkrieg eins geworden - letztendlich auch die Südstaaten.

      Die Idee einer EU ist vergleichbar mit einer Vereinigung der asiatischen Länder und Russland.
    • DemonCore 28.05.2019 12:12
      Highlight Highlight Janorian das glaube ich eben nicht. Alle Europäer wollen Demokratie, Säkularismus, Rechtsstaat, Meinungsfreiheit und wirtschaftliche Stabilität. Reisen sie mal herum. Schottland, Bulgarien, Finnland, Spanien. Überall das selbe. Wir haben gemeinsame Werte und eine gemeinsame Geschichte und Kultur und noch viel wichtiger: wir haben gemeinsame Probleme und Feinde. Die europäische Einigung ist schlicht ein Gebot der Vernunft.
  • dho 27.05.2019 08:46
    Highlight Highlight 'Wir haben das Talent, internationale Entwicklungen völlig falsch einzuschätzen, bis wir in den Hammer laufen.'

    Das ist historisch - in Bezug auf die Schweiz - richtig.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 27.05.2019 08:44
    Highlight Highlight Proeuropäer --> Das sind EU-Befürworter, so wie dies eine EU-Wahl war und keine Europawahl. Europa ist ein Kontinent und die EU ist eine supranationale Organisation.
    • Cityslicker 27.05.2019 11:07
      Highlight Highlight Denk da gerne noch mal drüber nach, wenn du das nächste Mal „die Amerikaner“ / „der amerikanische Präsident“ etc. sagst.
    • rodolofo 27.05.2019 12:22
      Highlight Highlight Ja , das wäre tatsächlich verrückt, wenn wir auf dem Kontinent Europa stünden und dagegen wären, dass es diesen Kontinent gibt!
      Ebenso könnten wir gegen die "ausländische" Welt sein, oder die Klimaveränderungen leugnen...
    • DemonCore 27.05.2019 14:40
      Highlight Highlight Die EU ist das politische und gesellschaftliche Europa. Auch die Länder die nicht in der EU sind, sind eng mit ihr verknüpft, wirtschaftlich, rechtlich, politisch und sogar militärisch. Diese Unterscheidung Europa und EU machen nur verängstigte Kleingeister. Sei mutig. Schliessen wir uns mit unseren Brüdern und Schwestern auf dem Kontinent zusammen. Die Gefahren sind gross, wir brauchen alle Freunde die wir kriegen können.
  • rodolofo 27.05.2019 08:40
    Highlight Highlight Uff!
    Das lief ja gerade nochmals einigermassen glimpflich ab!
    So lange Europa nur schwankt, zögert und blockiert ist, ist es weniger schlimm, als wenn Europa wieder im Horror von Nationalismus und Egoismus, also in institutionalisierter und struktureller Gewalt mit seinen grossen und kleinen Kriegen, versinkt!
    Die Nähe zu "Russland" ist nach wie vor da, sowohl geographisch, als auch geistig, gefühlsmässig und ideologisch. Hoffen wir also, dass Russland sich von den Osteuropäischen EU-Staaten inspirieren, einbinden und zivilisieren lässt!
    Die Zeit heilt Wunden, und die Jungen wollen IHR LEBEN!
    • Bene86 27.05.2019 09:55
      Highlight Highlight Russland soll sich durch die Osteuropäischen EU-Staaten "zivilisieren" lassen?

      Wow, diese Arroganz macht mir bei gewissen Menschen und Politikern echt Sorgen..
  • Eric Lang 27.05.2019 08:38
    Highlight Highlight Also das Juncker ein Freund der Schweiz war, ist wohl reiner EU Populismus.
    Ein Juncker Zitat nachfolgend, welches alles über ihn aussagt:
    "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
    • FrancoL 27.05.2019 09:56
      Highlight Highlight Woher stamm das Zitat genau? Würde es gerne selbst nachlesen.
    • Gurgelhals 27.05.2019 10:38
      Highlight Highlight @FrancoL
      Juncker bezog sich im Interview, in dem dieses Zitat gefallen ist, in seiner gewohnt etwas flapsigen Art auf Verhandlungstaktiken in EU-Gremien wie dem Europäischen Rat. Sprich: Mit "die meisten" sind nicht "die Bevölkerung", sondern Minister, Staatschefs, Diplomaten, etc. gemeint.

      Das gibt dem Zitat natürlich eine gänzlich andere Note, als so wie es von den EU-Gegnern jeweils völlig aus dem Kontext gerissen präsentiert wird (= "Juncker, der abgehobene, ungewählte Eurokrat, der über die ahnungslose Bevölkerung hinweg regiert.").
    • FrancoL 27.05.2019 10:44
      Highlight Highlight @Gurgelhals; Danke!
      Frage mich trotzdem, ob die Worte so gefallen sind oder es ein Zusammenstückeln einer Aussage ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • no-Name 27.05.2019 08:32
    Highlight Highlight ....und wir hier:

    wir wollen inmitten von “anderen” konsequent “unser ding” durchziehen. Müssen aber um wirtschafts- und gemeinschaftsfähig zu bleiben alle beschlüsse mitunterschreiben. Und können nicht mitbestimmen. Und haben keine demokratische stimme.

    Und obwohl wir ohne meinungsberücksichtigung mitziehen fühlen wir und unabhängig und neutral weil nirgens eu sondern “nur” bilateral draufsteht....

    Ich hätte gerne meine stimme gegeben. Wäre mir wichtiger als meine stimme für den exdorfschullehrer (fdp), exsoz.päd (sp) oder exdorfpolizisten (edu) abgeben zu müssen (gemeindewahl).
    • mostlyharmless 27.05.2019 10:10
      Highlight Highlight Lokale Politik ist durchaus sehr wichtig. Aber auch ich nehme mir viel zu wenig Zeit dafür.
    • Schlumpfinchen 27.05.2019 10:32
      Highlight Highlight Leider sehen immer noch sehr viele SchweizerInnen den Fehler in ihrer Rechnung nicht. Mittendrin, aber nicht dabei sein zu wollen und jedes Mal herumstänkern, wenn wir halt für unsere Wirtschaft was mitmachen müssen... du hast das in wenigen Sätzen gut geschrieben.
      Ich habe aber auch absolut nichts dagegen, auch die Politiker meiner Gemeinde auch noch zu wählen, obwohl es in meiner Gemeinde nur eine SVP- und FDP-Ortspartei gibt. Ich wähle da einfach Personen und nicht Parteien.
    • Jazzdaughter 27.05.2019 11:52
      Highlight Highlight Machs wie ich und hab Doppelbürgerschaft 😆

      Aber ja, die Schweiz hat eigentlich alle Nachteile der EU und keine Vorteile 🤷 aber gut, wenn wir das so wollen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 27.05.2019 08:22
    Highlight Highlight Die bisherigen Stärken haben das Absolute Mehr verloren und rechtspopulisten haben starke positionen. Das wird eine tolle legislatur auf EU Ebene werden.
  • Ökonometriker 27.05.2019 07:30
    Highlight Highlight Wenn sich Europa nicht um seine Existenz fürchten muss, besinnt es sich eher auf seine Werte und akzeptiert die Eigenheiten der Länder. Die Eigenheit der Schweiz ist nunmal die direkte Demokratie. Wenn man die Schweiz jetzt in ein zu enges Gewand zwängt, werden nur wieder Rechtspopulisten und EU-Gegner Aufwind erhalten. Brüssel dürfte diese Lektion inzwischen gelernt haben und sich wieder auf die kompromissbasierte Integration besinnen.
    • bokl 27.05.2019 07:54
      Highlight Highlight Kompromisse wie man sie jahrelang den Briten zugestanden hat? Hat ja wunderbar funktioniert.

      Ich denke eher die EU wird sich zunächst auf ihre Kernpunkte besinnen, diese aber konsequent bei allen Mitgliedstaaten einfordern. Weniger ist mehr.
    • Schlumpfinchen 27.05.2019 08:33
      Highlight Highlight Die direkte Demokratie ist durch die EU gar nicht gefährdet.
      Brüssel ist die Hauptstadt von Belgien, nicht mehr. Die EU wird nicht von Brüssel regiert, sondern von den Regierungen der Länder, die im Rat sitzen.
    • Sibesiech 27.05.2019 08:36
      Highlight Highlight Da die EU keine homogene, stabile Einheit ist, halte ich es für gewagt zu sagen, dass sie sich wieder auf kompromissbasierte Integration besinnen werden. Innerhalb der EU vielleicht. Aber sie kann genau so guet auf harte Methoden setzen. Wie es weiter geht, kann nur die Person beantworten, die für die Schweiz zuständig sein wird und das ist ein grosses Fragezeichen. Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass die EU über alle Zweifel erhaben ist. Aber sitzt in vielen Belangen nunmal am längeren Hebel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bokl 27.05.2019 07:05
    Highlight Highlight 1. Die CSU hat nicht verloren
    2. Wenn man das Wahlergebniss der U40 anschaut, haben die "alten" Parteien ein riesiges Problem.

    Es wird interessant zu beobachten ob sie zu Veränderungen bereit sind, oder sich einfach noch einige Jahre an Posten und Macht klammern, bis ihr Stammwähler gestorben sind...
    • Dr. Zoidberg 27.05.2019 07:42
      Highlight Highlight die werden sich nicht ändern. warum auch, diejenigen, die heute cdu wählen, sind 1968 für den sozialismus auf die strasse gegangen. und die u40 wählen grün, in deutschland immerhin die partei, die hartz4 eingeführt, den jugoslawienkrieg ermöglicht hat und gegen muttis atomausstieg war. und ministerpräsidenten stellt, die freunde der autoindustrie (im besonderen daimler) sind. und artikel 13 (17) zugestimmt haben.

    • Revan 27.05.2019 11:24
      Highlight Highlight @zoidberg: das ist so sicherlich nicht korrekt. Die Grünen haben Artikel 17 nicht zugestimmt (7 von 9 dagegen)
    • dmark 27.05.2019 13:34
      Highlight Highlight @Dr. Zoidberg:
      Nicht zu vergessen die Einführung der Ökosteuer, welche für die Rentenkasse herhalten muss, Erhöhung der Tabaksteuer für die Bundeswehr, sowie auch die EEG-Abgabe, um die Energiewirtschaft zu subventionieren. Achja...und die Beimischung von Bio-Sprit in steigenden Anteilen bei den Treibstoffen. Der Regenwald lässt grüssen.
  • WID 27.05.2019 06:23
    Highlight Highlight Die Schweiz muss nun einfach schneller Farbe bekennen. Wollen wir eine enge Anbindung an die EU mit all den Vor- und Nachteilen oder wählen wir den eigenständigen Weg mit ebenfalls Vor- und Nachteilen.
    • DemonCore 27.05.2019 17:10
      Highlight Highlight Ein genialer Ansatz. Wenn nur schon diese Grundhaltung Allgemeingut würde, wären wir schon ein halbes Jahrzehnt weiter.

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