Dieses Detail könnte der Nati heute zum ersten WM-Titel verhelfen
Wenn die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft am heutigen Sonntagabend in den WM-Final steigt, dann hat sie mindestens vier Stunden mehr Ruhe in den Beinen als ihr Gegner. Während das Halbfinalspiel der Schweiz bereits um 17.40 Uhr vorbei war, standen die Finnen in ihrem Halbfinal gegen Kanada bis weit nach 22 Uhr im Einsatz.
Nach Spielschluss kommen dann auch noch Medientermine, Cooldown und die Rückreise ins Hotel dazu. Was die Erholung vor dem Final angeht, hat die Schweiz so deutliche Vorteile – und das kann durchaus eine Rolle spielen. In den letzten zehn WM-Finals hat acht Mal jenes Team Gold geholt, das am Tag zuvor den früheren der beiden Halbfinals bestreiten konnte. Einzig 2017 Schweden und 2016 Kanada konnten sich im Final trotz kürzerer Ruhezeit durchsetzen.
Auch die Schweizer Nati war vier Mal Leidtragende dieses Umstands. 2013, 2018, 2024 und 2025 musste sie jeweils den späten Halbfinal bestreiten und unterlag in der Folge dem etwas ausgeruhteren Finalgegner. Als WM-Gastgeber hatte nun das Team von Trainer Jan Cadieux den Vorteil des Mitspracherechts bei der Spielansetzung auf der eigenen Seite. Der Schweizer Verband hat sich wohlweislich dafür entschieden, bei der Heim-WM ebenfalls den frühen Halbfinal zu bestreiten.
«Wir können sicher etwas früher ins Bett gehen, als das beim Abendspiel der Fall gewesen wäre», sagt der Schweizer Stürmer Nico Hischier. Wie gross der Vorteil dann tatsächlich sei, werde man dann heute Abend im Final sehen. Trainer Jan Cadieux ist sich sicher, dass die zusätzliche Erholung der Schweiz helfen kann: «Das ist sicher ein Vorteil, den wir als Heimmannschaft ausnutzen wollen.» (abu)
