Sport
Eishockey

Hockey-WM: Das sagen Marti, Hischier und Cadieux nach dem Finaleinzug

epa13004643 Switzerland's Christian Marti, left, charges Norway's Martin Ronnild, right, during the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship semi-final game between Switzerland and ...
Christian Marti (links) hat genug von den Silbermedaillen.Bild: keystone

Jetzt hat die Nati nur ein Ziel: «Eine weitere Silbermedaille will keine Sau»

Die Schweizer Hockey-Nati steht nach einem deutlichen 6:0 im Final der Heim-WM. Das sagen Spieler und Trainer zum neuerlichen Erfolg.
30.05.2026, 20:4731.05.2026, 00:49

Nach der 6:0-Gala im WM-Halbfinal gegen Norwegen ist die Schweizer Nati zufrieden und glücklich. Aber alle Akteure betonen immer auch, dass das Turnier noch nicht vorbei ist. «Wir sind genau dort, wo wir sein wollen. Jetzt fehlt noch ein Sieg», sagt Nico Hischier nach dem Spiel. Trainer Jan Cadieux war hin- und hergerissen: «Ich bin stolz auf den Auftritt der Mannschaft und gleichzeitig bin ich im Kopf auch schon ein wenig beim Spiel von morgen.»

Trotzdem ist den Nati-Akteuren klar, was sie heute erreicht haben. Verteidiger Christian Marti erlaubt sich einen kurzen Moment der Freude und des Geniessens: «Wir haben uns das hart erarbeitet und verdient.» Sie hätten über das ganze Turnier konstant gute Leistungen gezeigt.

Video: ch media/Elena Maria Müller

Hischier hebt noch einmal den besonderen Teamgeist innerhalb der Schweizer Mannschaft hervor. «Wir haben eine geile Gruppe und haben viel Spass. Gemeinsam mit den Heimfans ist es wirklich super», sagt der Stürmer der New Jersey Devils. Auch Marti hebt das Publikum noch einmal hervor: «Wir haben vor der WM gesagt, dass wir ein Hockey-Fest entfachen wollen und ich glaube, das ist uns gelungen.» Sie seien einfach dankbar, das erleben zu dürfen.

Stürmer Ken Jäger, der gegen Norwegen das 3:0 erzielt hat, lässt sich auch noch auf eine kurze Spielanalyse ein. «Die Norweger standen sehr gut und versuchten, extrem aggressiv zu spielen», erklärt der Spieler von Lausanne. Vielleicht seien die Schweizer zu Beginn etwas zu stark auf die Provokationen der Gegner eingegangen. «Doch dann haben wir die Ruhe gefunden und einige Tore geschossen», fasst Jäger zusammen.

Diese Geduld war es auch, die Cadieux am besten gefallen hat. Im ersten Drittel waren wir ein wenig nervös. «Ab dem zweiten Drittel haben wir dann wieder unser Spiel durchgezogen», analysiert der Nationaltrainer. Man habe gesehen, erneut gesehen, dass diese Mannschaft auch schwierigere Phasen überstehen kann.

Nach dem souveränen Halbfinalsieg legt das Schweizer Team nun den Fokus auf die Erholung. Als Heimteam haben sie den früheren Halbfinal gespielt und nun einige Stunden mehr Pause als der Finalgegner. «Wir können sicher etwas früher ins Bett gehen. Wir werden sehen, ob das ein Vorteil sein kann», sagt Hischier.

Denn das Ziel ist jedem einzelnen Schweizer klar: «Wir wollen den Final gewinnen und werden alles dafür machen, dass das gelingt», kündigt Trainer Cadieux an. Jäger weiss schon, wie sie den Final angehen wollen: «Wir müssen an unserem Spiel nicht viel ändern, einfach mit Freude ins Spiel gehen und den Schwung mitnehmen.»

Und Marti findet, es sei jetzt einfach Zeit für Gold: «Eine weitere Silbermedaille will keine Sau.» Sein Wort in der Hockeygötter Ohren. (abu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Eishockey-WM in Zürich und Fribourg
1 / 74
Die besten Bilder der Eishockey-WM in Zürich und Fribourg

Die Schweizer Nati wird vom Publikum an der Heim-WM mit viel Liebe verabschiedet.

quelle: keystone / andreas becker
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Ralph Krueger verkündet die Starting-Six im Halbfinal
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
13 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
mycredo
30.05.2026 21:11registriert Mai 2014
Die überlegte, fadegrade und sympathische Art von Marti finde ich einmal mehr grossartig. Oder ist er einfach so durchgenudelt?
681
Melden
Zum Kommentar
avatar
IfyouNeverNevergoyouwillNeverNeverknow
30.05.2026 21:29registriert Februar 2015
Interviews von Marti… unbezahlbar 💪🏼
561
Melden
Zum Kommentar
13
Von wegen krummbeinig – Garrincha dribbelt die Sowjets schwindlig und gelangt zu Weltruhm
15. Juni 1958: Brasiliens Mané Garrincha flitzt den Kickern der damaligen Sowjetunion an der WM in Schweden nur so um die Ohren. Die Seleçao siegt in der Vorrunde 2:0 und holt später den Titel. Und mit dem «behinderten Zaunkönig» wird einer zum Liebling der Gesellschaft, dessen Platz ganz am Rande derselben schon vorbestimmt schien.
Als Aussenseiter wurde er geboren, schwach auf der Brust und mit offensichtlicher anatomischer Deformation. Als Flügelspieler kam er zu höchsten Weihen, er dribbelte, raste auf der rechten Aussenbahn, schoss in seiner Karriere hunderte Tore. Zu einem Torerfolg reicht es Mané Garrincha im Vorrundenspiel der WM 1958 gegen die UdSSR zwar nicht. Bei dieser in Schweden ausgetragenen WM-Endrunde aber meisselt Manuel Francisco dos Santos, so sein bürgerlicher Name, mit seinen Flügelläufen kräftig an seinem Denkmal.
Zur Story