Gesellschaft & Politik
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Gemäss der Schweizer Kriminalstatistik wird jedes zweite Tötungsdelikt durch Hieb- und Stichwaffen begangen. (Symbolbild) Bild: keystone/DPA

Waffe oder Werkzeug? Umstrittener neuer Messertyp soll legal werden

Ein neuer Messertyp wird bereits in grossen Mengen produziert. Das Bundesamt für Polizei Fedpol hat reagiert und das Produkt auf eine Liste von verbotenen Messern gesetzt. Gegen dieses Verbot laufen nun Messerverkäufer Sturm.

26.05.18, 18:41 27.05.18, 15:24

Andreas Maurer / Schweiz am Wochenende



Bei Mord und Totschlag denkt man an Schusswaffen. Doch meistens sterben die Opfer durch Messer. Gemäss der Schweizer Kriminalstatistik wird jedes zweite Tötungsdelikt durch Hieb- und Stichwaffen begangen. Nur bei jedem fünften Fall kommen Pistolen oder Gewehre zum Einsatz.

Das Bundesamt für Polizei Fedpol hat sich zu einer strengen Umsetzung des Bundesgesetzes über Waffen entschieden. Es stuft alle automatischen Messer als Waffen ein, wenn sie einen einhändig bedienbaren Auslösemechanismus haben und bestimmte Längen überschreiten. Umstritten ist, ob auch sogenannte federnunterstützte Klappmesser dazugehören. Sie sind halbautomatisch: Zuerst öffnet man die Klinge ein kleines Stück von Hand, um sie dann mit dem Federmechanismus aufspringen zu lassen.

Der neue Messertyp ist erst seit wenigen Jahren auf dem Markt, wird aber bereits in grossen Mengen produziert. Fedpol hat reagiert und das Produkt auf eine Liste von verbotenen Messern gesetzt. Diese gelten als Waffen und dürfen nur mit Waffenhandels- sowie Ausnahmebewilligungen verkauft, importiert oder exportiert werden.

Willkür der Bundespolizei?

Die Schweizer Messerverkäufer wehren sich gegen die Auslegung der Bundespolizei. Der Verband der Schweizer Messerschmied-Meister wirft ihr Willkür vor. Es handle sich nicht um Waffen, sondern um Werkzeuge. Präsident Reto Böhlen sagt: «Logistiker arbeiten gerne mit diesen Klappmessern, weil sie damit ein Paket öffnen können, auch wenn sie nur eine Hand freihaben.»

Für die Einstufung eines Messers sei die Klingenform entscheidend, nicht der Mechanismus. Zweiseitig geschliffene Messer seien Waffen, einseitig geschliffene seien Werkzeuge. Die meisten Mitglieder des Verbands würden keine Waffen verkaufen. Böhlen: «Auch wenn jemand bei uns sein Schmetterlingsmesser schleifen lassen will, lehnen wir immer ab. Mit Waffen wollen wir nichts zu tun haben.» Doch er verstehe nicht, weshalb die Bundespolizei auch Werkzeuge verbiete.

Bild: Aargauer Zeitung/Marco Tancredi quelle: Fedpol

Um den Streit zu klären, haben die Messerverkäufer von der Bundespolizei eine anfechtbare Verfügung verlangt. Die Bundespolizei stellte darauf eine Feststellungsverfügung aus und verlangte dafür eine Gebühr von 700 Franken. Die Messerverkäufer fochten die Verfügung vor Bundesverwaltungsgericht an. Nun haben sie diese Auseinandersetzung gewonnen, doch das hat noch nichts zu bedeuten.

Mit Entscheid vom 9. Mai hält das Bundesverwaltungsgericht fest, dass die Bundespolizei Formfehler begangen hat. Die Verwaltungspraxis könne nicht mit einer allgemeinen Feststellungsverfügung überprüft werden, sondern müsse in einem konkreten Anwendungsfall gerichtlich überprüft werden. Ein Importeur müsste verlangen, dass ein bestimmtes Klappmesser keiner Ausnahmebewilligung bedürfe.

«Wenn irgendwelche Idioten aufeinander losgehen, sollte man nicht ein Produkt dafür verantwortlich machen, sondern den Idioten.»

Hanspeter Klötzli, ehemaliger Präsident Messerschmied-Verband

Fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu sagt: «Wir sind daran, das Urteil zu analysieren. Fedpol ist weiterhin der Auffassung, dass diese Messer als verbotene Waffen gelten.»

Hanspeter Klötzli, ehemaliger Präsident des Messerschmied-Verbands, organisiert den Rechtsstreit. Dass er nun wegen Formfehlern der Bundespolizei einen neuen Anlauf nehmen muss, ärgert ihn. Er stuft den Gerichtsentscheid als peinlich ein: «Man merkt ihm an, dass er von Verwaltungsmenschen stammt.»

Federnunterstützte Klappmesser gibt es nicht nur in der schlichten Ausführung für Logistiker. Im Internet kann man auch protzige Versionen mit Totenkopf-Symbol bestellen. Junge Männer beschaffen sich diese wohl kaum zum Öffnen von Paketen. Klötzli sagt dazu: «Wenn irgendwelche Idioten aufeinander losgehen, sollte man nicht ein Produkt dafür verantwortlich machen, sondern den Idioten.»

Messer auf dem Pausenplatz

Mit den sogenannten Idioten beschäftigt sich Kriminologe Dirk Baier. Er leitet das Institut für Delinquenz und Kriminalprävention der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und hat eine repräsentative Befragung von 10 000 Schülern in Niedersachsen ausgewertet.

«Das Sackmesser ist ein Kulturprodukt und gehört zum Alltag, ohne dass man darin einen gefährlichen Gegenstand sieht.»

Dirk Baier, Kriminologe

Er stellt einen leichten, aber signifikanten Anstieg von Jugendlichen fest, die angeben, ein Messer bei sich zu tragen. Jeder fünfte Schüler führe ein Messer mit sich. Es diene nicht etwa zum Schälen des Pausenapfels, sondern solle Stärke signalisieren.

Es handle sich vor allem um junge Männer, und zwar insbesondere mit südeuropäischem, polnischem, arabischem und nordafrikanischem Migrationshintergrund. Für die Schweiz gibt es keine vergleichbaren Zahlen. Kriminologe Baier geht davon aus, dass mindestens jeder zehnte Schweizer Jugendliche ein gefährliches Messer besitze.

Zum Rechtsstreit der Messerverkäufer stellt er fest, dass das Messer in der Schweiz einen anderen Stellenwert habe als in Deutschland: «Das Sackmesser ist ein Kulturprodukt und gehört zum Alltag, ohne dass man darin einen gefährlichen Gegenstand sieht.» In Deutschland hingegen gebe es keine Taschenmesser-Tragekultur.

Als Kriminologe habe er Verständnis für die strenge Rechtsauslegung der Schweizer Bundespolizei, sagt Baier: «Es besteht immer die Gefahr, dass Messer falsch eingesetzt werden. Ich finde es deshalb richtig, dass sie im Zweifel als Waffen eingestuft werden.» (aargauerzeitung.ch)

Aktuelle Polizeibilder: Spektakulärer Crash in Beinwil

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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116Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • corona 28.05.2018 11:14
    Highlight Für mich ist das Verbot von Automatikmesser total Sinnfrei! Ich selbst bezeichne mich als Messersammler und trage eigentlich immer ein Messer bei mir. Es wäre mir noch nie in den Sinn gekommen ein Messer als Waffe zu benutzen. Es sind Werkzeuge die bei mir täglich in Gebrauch sind. Moderne Klappmesser sind bei richtiger Handhabung praktisch gleich schnell zu öffnen wie ein Automatikmesser. Somit ist der Unterschied extrem klein!
    4 0 Melden
  • HerrWeber 27.05.2018 20:42
    Highlight Vor ca. 20 Jahren war ich in der Pfadi, da hatte jeder einen Dolch dabei - brauchten wir im Wald auch sehr oft. Heute nicht mehr erlaubt. Aber ein Santokumesser aus der Küche wäre erlaubt... wtf?

    Ein Samuraischwert ist klar eine Waffe, darf aber jeder tragen.. Eine Kettensäge ist auch kein Problem. Auch wenn ich mit einem Hammer in der Hand durch das Shopping gehe, ist das OK. Hab ich aber einen Baseballschläger OHNE Baseball und Handschuh im Auto, bekomme ich bei einer Kontrolle echt Probleme... schon etwas merkwürdig das Ganze...
    8 2 Melden
    • Husar 28.05.2018 10:19
      Highlight Nach Schweizerischem Waffengesetz gilt das Samuraischwert nicht als Waffe, auch nicht der Baseballschläger. Man darf sie spazieren führen.

      Allerdings kann jeder Gegenstand als sogenannt "gefährllicher Gegenstand" von der Polizei vorübergehend beschlagnahmt werden, aber nur wenn die Umstände nahelegen, dass damit unmittelbar jemand verletzt werden soll. So gut wie jeder alltägliche Gegenstand, kann ein "gefährlicher Gegenstand" sein. Das könnte zum Beispiel eine Flasche sein in der Hand eines randalierenden Demonstranten, oder der Regenschirm in der Hand einer sehr aufgebrachten Dame.
      3 0 Melden
  • Dante Bellin 27.05.2018 14:17
    Highlight Der "neue Messertyp" gibts seit über 20 Jahren.

    Der "neue Messertyp" wird im schweizer Waffengesetz nicht erwähnt und ist somit NICHT verboten.

    Die Bundespolizei betreibt Willkür.

    Das Theater wegen eines Messers ist an lächerlichkeit kaum zu überbieten, da legale Einhandmesser ohne Feder genauso schnell geöffnet werden können.

    Viele Messerstechereien passieren im Affekt. Da ist ein Küchenmesser oder Taschenmesser meist die 1. Wahl.
    Ein Messer ist ein Messer! So wie eine Schusswaffe eine Schusswaffe ist. Ob Gewehr oder Revolver.

    Ich finde viele eurer Beiträge schlecht recherchiert.

    22 7 Melden
  • dmark 27.05.2018 13:11
    Highlight Es liegt mit grosser Sicherheit nicht an den Messern, sondern an den Leuten selbst. Wir durften früher in der Schule für einen Waldspaziergang oder auch in der Jugendfreizeit/Zeltlager ohne Probleme Dolche mitnehmen.
    Das wäre heutzutage undenkbar.
    17 5 Melden
    • Husar 28.05.2018 19:13
      Highlight Tragen die Pfadfinder keine Pfadimessser mehr (Ein Jagdmesser, mit ziemlich langer Klinge und passender Scheide, am Gurt getragen und im Griff das Emblem: die Lilie)?
      Das gehörte früher einfach dazu. Wäre jammerschade, wenn das abgeschafft wäre.
      1 0 Melden
  • Sarkasmusdetektor 27.05.2018 11:56
    Highlight Zum Öffnen von Paketen braucht man mit Sicherheit keine über 5cm lange Klinge. Da reicht ein Teppichmesser, das man auch problemlos mit einer Hand öffnen kann.
    15 6 Melden
    • Husar 28.05.2018 19:13
      Highlight Dito für Hälse.
      0 0 Melden
  • aglio e olio 27.05.2018 11:22
    Highlight Warum Federklappmechanismen verbieten, wenn in der Manor Spielzeugabteilung "Schmetterlingsmessersimulatoren erhältlich sind?
    20 0 Melden
    • Kong 27.05.2018 13:24
      Highlight geht auch mit dem entsprechenden Zapfenzieher für Wein 😀
      11 1 Melden
  • Madison Pierce 27.05.2018 10:51
    Highlight Weshalb soll sich ein Messer mit federunterstützter Öffnung besser als Tatwerkzeug eignen als eines ohne Feder?
    23 3 Melden
    • Alnothur 27.05.2018 16:17
      Highlight Man will halt irgendwas verbieten, da spielt Logik keine grosse Rolle mehr.
      11 3 Melden
  • Baum68 27.05.2018 10:33
    Highlight Verbote bringen nicht viel. Jeder kann ein Küchenmesser nehmen und damit ein Verbrechen begehen.
    Was ist gefährlicher? Ein kurzes Springmesser oder ein Fleischmesser?
    Es ist die Absicht die zählt, nicht die Art des Gegenstands!
    24 3 Melden
  • frnrsch 27.05.2018 10:15
    Highlight Sind natürlich sehr sehr gefährlich! Deshalb habe ich immer ein über 30 cm langes Brotmesser dabei, die sind wenigstens erlaubt 😁
    26 2 Melden
  • Waedliman 27.05.2018 09:43
    Highlight Das Argument von diesem Klötzli ist genauso dämlich wie das der Waffenfans in den USA.
    26 36 Melden
  • Stirling 27.05.2018 09:28
    Highlight Wie viele Kommentierenden es schon sagten, das Problem ist nicht die Tatwaffe, das Problem ist im Kopf des Menschen.
    Dennoch bin ich der Meinung, dass hochqualifizierte Schusswaffen, die für den militärischen gebrauch entwickelt wurden, nicht lizenzfrei in die Hände von Zivilisten kommen sollten.
    Bei den Messern ist es anders, es gibt kein Messer mit dem ich 20 Menschen in ein paar Sekunden töten kann.
    Ein Verbot ist sinnlos.
    Dann nehme ich halt einen Kerzenständer oder dieses lange Metallwerkzeug vom Chemineézubehör.
    17 31 Melden
    • walsi 27.05.2018 12:08
      Highlight @Stirling: In einer dichten Menschenmenge kann ich mit einem Messer in kürzester Zeit ein Blutbad anrichten, es dürfte für ein paar tödliche Verletzungen reichen bis mich jemand stoppen kann. Diejenigen die mich überwältigen riskieren dabei selber schwer verletzt zu werden, wenn nicht zu sterben.
      18 1 Melden
    • Kong 27.05.2018 13:29
      Highlight tja, wenn es so einfach wäre... in D lief einer durch die Kirmes und hat in wenigen Minuten Dutzende schwer mit einem Messer verwundet. In der Menge war der Täter dank der leisen Waffe kaum identifizierbar.
      Auch die Vorstellung von hochqualifizierten Militärwaffen kommt von Hollywood. Weil noch eine Lampe an einer Rail hängt? Ausser dem CH Stgw sind viele Armeewaffen qualitativ Schrott. Was meinst du was vom Kaliber her noch besser taugt. Vielleicht eine halbautomatische Jagdwaffe in potentem Kaliber? Es ist immer der Mann, nie das Material
      15 2 Melden
    • What’s Up, Doc? 27.05.2018 13:33
      Highlight 1. Bekommt man bei uns keine Schusswaffen ohne, wie du es sagst, Lizenz (Waffenerwerbsschein) und vollautomatische Waffen gibt es damit auch nicht dafür braucht es eine Sonderbewilligung mit noch grösseren Auflagen und gibt's sehr, sehr selten.

      2. Amüsiert es mich immer wieder wie Leute das Potenzial einer Stichwaffe in Sachen Geschwindigkeit und Verletzungsgefahr unterschätzen.


      Hier zwei Videos zum Thema die vielleicht interessieren:




      15 0 Melden
    • Husar 27.05.2018 23:57
      Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • CASSIO 27.05.2018 09:28
    Highlight Präsident Reto Böhlen sagt: «Logistiker arbeiten gerne mit diesen Klappmessern, weil sie damit ein Paket öffnen können, auch wenn sie nur eine Hand freihaben.» Herr Böhlen, bei uns in der Logistik haben die Logistiker jeweils beide Hände frei. Weshalb? Weil es Berufsunfälle verhindert. Sie sollten wohl mal in Ihre Logistikeinrichtungen investieren!
    28 11 Melden
    • What’s Up, Doc? 27.05.2018 13:36
      Highlight Auch wenn er nicht investiert einhändig manuell bedienbare Messer sind ja so wie so erlaubt.
      12 0 Melden
  • HerrLich 27.05.2018 09:00
    Highlight Oder Modell USA: Die Messer legalisieren und unsere Lehrer in Nahkampf ausbilden! http://L
    12 30 Melden
  • Gawayn 27.05.2018 08:20
    Highlight Mit einem Schraubenzieher kann man allerlei Dinge befestigen.
    Oder als Stich/Wurfwaffe Leute verletzen oder gar töten.

    Mit einer Axt kann man Feuerholz hacken.
    Oder Köpfe spalten.

    Mit Messern kann man schnitzen oder Essen zerteilen.
    Oder als Waffe gegen Andere einsetzen.

    Eine Feuerwaffe Gewehr oder Pistole/Revolver, wird nur zum Zweck des tötens gebaut.
    Ja kann auch für den Schiessport sein.
    Deswegen sollten die Lizenzpflichtig bleiben.

    Messer sind Werkzeuge. Dieses sowieso

    30 15 Melden
    • HerrJirak 27.05.2018 09:20
      Highlight Lizenzpflicht für alles!Messer können auch falsch bedient werden.
      11 16 Melden
    • yanoi 27.05.2018 11:36
      Highlight lizenzpflicht für alles?... schere, gasflaschen (bombe), türgriffe, handys (tut weh, so eins an den kopf zu kriegen!), glasflaschen ....
      16 2 Melden
    • dmark 27.05.2018 13:17
      Highlight Nun...
      Generell kann das äusserliche Einbringen von Metallgegenständen in den Körper, immer ernste Gefahren für die Gesundheit haben.
      Ob dies nun langsam oder schnell geschieht, spielt in erster Linie keinen so grossen Unterschied.
      5 0 Melden
    • Gawayn 27.05.2018 16:16
      Highlight @dmark

      Klar macht es einen Unterschied.

      Jedes Ding wurde für bestimmte zwecke gebaut.

      Darunter gibt es aber Gegenstände, die geschaffen wurden, einzig um zu töten.

      Diese nennt man Waffen.

      Und ja, es fallen auch bestimmte Arten von Messern darunter.

      Ei zweischneidiger Dolch, ist weder fürs Schnitzen noch zum zerteilen von Essen geeignet.

      Mit einem Schwert, kann man nicht gut einen Braten tranchieren.

      So sehe ich es, was eine Waffe oder Werkzeug ist....
      6 0 Melden
    • Husar 28.05.2018 00:06
      Highlight @Gawayn
      Der Zweck eines Dings entscheidet nicht über den tatsächlichen Gebrauch, bzw. Missbrauch.

      Der Bestimmungszweck der Waffen erstreckt sich über die Landesverteidigung, den Polizeidienst, die Jagd und den Sport. Der Waffen Bestimmungszweck ist eben so wenig Mord wie bei Scheren, Hämmern oder Dekosteinen.

      Mit einem Dolch kann man selbstverständlich Essen zerteilen.

      Wenn der Braten gross genug ist, oder der Schwertführer geschickt genug, dann ist ein Schwert das passende Tranchiermesser.

      Eine Waffe ist alles, was im Moment als Waffe eingesetzt wird: die Faust, der Stein, der Stock, etc.
      3 1 Melden
  • walsi 27.05.2018 06:34
    Highlight Ich sehe hier ein interessantes Phänomen. Viele die sich dafür stark machen, dass Schusswaffen verboten werden und sich dann aufregen, wenn jemand sagt, es sind Menschen die Töten, nicht die Waffen, Argumentieren bei den Messern nun auf einmal gleich. Es sind die Menschen die Töten, nicht die Messer.
    49 6 Melden
    • Einstürzende_Altbauten * 27.05.2018 09:16
      Highlight genau das wollte ich auch schreiben, schliesse mich gerne deinem kommentar an. danke.
      20 4 Melden
  • Gianni48 27.05.2018 05:36
    Highlight Die 'Waffe' Auto tötet täglich Menschen und Tiere. Müsste also auch verboten werden.
    32 6 Melden
    • HerrJirak 27.05.2018 09:21
      Highlight Man darf die Lastwagen nicht vergessen (sie könnten sich ja diskriminiert fühlen)
      28 2 Melden
  • Aquilifer 27.05.2018 00:54
    Highlight Habe vor kurzem von einem Todschlag mit einem Blumentopf gelese. Werden die jetzt auch verboten? Wenn jemand einen Mord Plant, dann ist es ihm doch völlig egal ob diese Waffe oder was auch immer es ist legal oder verboten ist.
    28 26 Melden
  • yanoi 27.05.2018 00:53
    Highlight messer und ein damit begangenes verbrechen ist für mich wie besoffen autofahren... klar brauch ich ein auto, um diese straftat zu begehen... aber deswegen ist ja nicht das auto schuld und ich kann auch nicht den autofahrern unterstellen, sie hätten ein auto um im vollrausch heimzufahren weil sie nicht mehr laufen können... und die problematik vom vollrausch (agression/tötungsabsicht) ist nach wie vor vorhanden und der geneigte idiot gefährdet sich und andere mit anderen methoden...
    16 11 Melden
    • CASSIO 27.05.2018 09:33
      Highlight das sind doch zwei paar schuhe! einmal vorsatz, einmal kein vorsatz! vermischt doch bitte nicht kraut mit rüben.
      12 6 Melden
  • Susan Köhli 27.05.2018 00:53
    Highlight Man suche auf Rica***.ch nach AK 47 und man findet X Angebote von sog. Stellmesser (Messer mit automatischer Öffnung) Fedpol, MELANI, lokale Polizestellen wurden informiert, geben sich aber als nicht zuständig aus.. wozu braucht es ein Darknet wenn die Behörden wegschauen?
    7 25 Melden
    • Surf & Turf 27.05.2018 08:48
      Highlight Probe aufs Exempel gemacht und kein einziges gefunden.
      21 3 Melden
    • HerrJirak 27.05.2018 09:22
      Highlight AK 47 ist keine Bezeichnung eines Messers....
      18 1 Melden
    • CASSIO 27.05.2018 09:35
      Highlight surf & turf, ersetze vielleicht *** mit rdo, dann klappt's auch mit der suche!
      2 7 Melden
    • Surf & Turf 27.05.2018 10:45
      Highlight @CASSIO, ganz so blöd bin ich nicht. Aber weil du's bist, habe ich soeben gerne nochmals "AK 47" bei ricardo.ch eingegeben, und zwar in verschiedenen Schreibweisen. Und dabei immer noch kein Stellmesser und auch sonst kein automatisches Messer gefunden, tut mir leid. Willst du einen Screenshot oder reicht dir der Link?:

      https://www.ricardo.ch/de/s/AK%2047


      Das Problem bei vielen Kommentarschreibenden ist, dass sie mehr behaupten als wissen. Gute Diskussion sieht anders aus.
      17 1 Melden
    • CASSIO 27.05.2018 12:58
      Highlight surf & turf, ich fand einige stellmesser... wirklich interessant
      1 3 Melden
    • Mugendai 27.05.2018 13:49
      Highlight Er meint einfache Klappmesser, die als AK47-Messer beworben werden, weil sie anscheinend so aussehen wie eine. Hab in der Tat schon viele auf Ricardo gesehen aber erstens schauen die überhaupt nicht wie ein Gewehr, geschweige denn wie eine AK47 aus und zweitens sinds normale nichtunterstützte Klappmesser.
      6 0 Melden
    • Surf & Turf 27.05.2018 16:18
      Highlight @CASSIO: Und ich habe nun insgesamt auf 3 verschiedenen Geräten bei Ricardo danach gesucht, um allfälligen Voreinstellungen ein Schnippchen zu schlagen. Ausserdem nach den Begriffen "Stellmesser", "Automatikmesser", "Springmesser" und allen Variationen dieser Wörter. 0 Ergebnisse.

      @Mugendai: Ja, das habe ich mir auch so gedacht. Aber eben, das meine ich damit: Da schwingen manche Menschen grosse Töne, aber haben kein Ahnung von der Materie. Und ganz nebenbei wird dann eine Plattform wie Ricardo sowie in @Susan Köhlis Fall fast die gesamte Schweizer Polizei diskreditiert. Etwas bedenklich.
      3 1 Melden
    • corona 28.05.2018 11:01
      Highlight Es gibt, ich glaube von der Firma Böker Automatikmesser mit dee Bezeichnung AK74. Es gibt sogar eine spezielle Version, die für die Schweiz zugelassen ist (Klingenlänge unter 5cm)
      0 0 Melden
  • derEchteElch 26.05.2018 23:02
    Highlight Für was braucht ein Logistiker ein Messer mit einer mehr als 5cm langen Klinge? Ich kenne keine einzigen Typ Kartonschachtel, welche dicker als 2cm ist..

    Die einhändig bedienbaren Schweizer Sackmesser (Armeesackmesser) sind doch ebenfalls ausreichend. Der Logistiker sagt ja selbst, er braucht nur eine Hand um das Messer zu öffnen..
    55 24 Melden
    • Alju 27.05.2018 00:36
      Highlight Ich war wärend meiner Studienzeit Aushilfs-Magaziner/Verkäufer in einem Supermarkt. Ich habe mit dem Cutter viele Verpackungen aufgemacht.

      Cutter haben die Vorteile, dass man deren Klinge einhändig ausfahren kann und sicher verstauen kann.

      Nachteile:
      Sie sind instabil und unhandlich im Schneiden, da die Klinge sich oft leicht bewegt und zu biegsam/kurz ist.

      Daher kann ich mir gut vorstellen, dass besagte Messer als Werkzeug sehr praktisch sind.
      29 7 Melden
  • Dreiländereck 26.05.2018 22:38
    Highlight Frage an Herrn Böhlen:
    Warum kann der Logistiker nicht ein einhändig bedienbares Klappmesser ohne Federunterstützung verwenden.
    Ein solches ist nämlich legal.
    43 9 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 27.05.2018 00:07
      Highlight Solche Dinger sind auch als cutter bekannt.
      21 9 Melden
    • yanoi 27.05.2018 00:42
      Highlight warum soll sich der logistiker erklären müssen, welches messer praktisch ist?...
      29 12 Melden
    • Dreiländereck 27.05.2018 08:11
      Highlight @yanoi:
      Herr Böhlen ist Messerschmied und nicht Logistiker. Artikel genau lesen 😉
      14 2 Melden
  • Redly 26.05.2018 22:36
    Highlight Nur Idioten laufen mit solchen Messern rum.
    Und Idioten zu Unterstützen soll verboten sein.
    Andernfalls kann man gleich Trumpel folgen und alle sollen Waffen tragen.
    🤦‍♀️🤦‍♂️
    29 55 Melden
    • frnrsch 27.05.2018 10:12
      Highlight Wenn die Menschen die Idioten unterstützen ins Gefängnis müssten wäre 3/4 der Menschheit eingesperrt (mich eingeschlossen) 😁
      6 1 Melden
    • zeromaster80 27.05.2018 22:13
      Highlight Sie bezeichnen also mehrheitlich jugendliche mit Migrationshintergrund als Idioten? ("Es handle sich vor allem um junge Männer, und zwar insbesondere mit südeuropäischem, polnischem, arabischem und nordafrikanischem Migrationshintergrund.")
      Sehr rassistisch.
      3 2 Melden
    • Husar 28.05.2018 00:11
      Highlight @frnrsch

      Nur 3/4? Du Optimist!
      1 1 Melden
    • Redly 28.05.2018 06:02
      Highlight @zeromaster:
      1. wenn so argumentiert wird, darf niemand mehr kritisiert werden, weil jeder irgendwo einer Rasse angehört.
      2. Rassismus verstehe ich, wenn jemand wegen seiner Rasse diskriminiert wird. Das hier vorzubringen, ist Unsinn. Idiotische Messerträger gibt es überall. Das dürfte mehr mit Bildung und kulturellen Hintergrund zu tun haben. Ihre Verbindung zu Rasse ist da schon fragwürdiger...
      Übrigens: ‚Migrationshintergrund‘ ist keine Rasse. Es gab und gibt auch Europäer, Schweizer etc. die früher und jetzt auswandern und vielleicht auch nicht alle pflegeleicht waren.
      1 0 Melden
  • Husar 26.05.2018 21:45
    Highlight Das Fedpol kann nicht auf eine Notwendigkeit zur Verschärfung des Gesetzes hinweisen. Besagte Messerbauart stellt keine besondere Gefahr für die Bevölkerung dar und ist lange genug im Handel, um Erfahrung zu sammeln. Der Entscheid des Fedpol wirkt willkürlich. Ob wohl Viktorinox vor ausländischer Konkurenz geschützt werden soll?

    Des Kriminologen Baier Einwand «Es besteht immer die Gefahr, dass Messer falsch eingesetzt werden. Ich finde es deshalb richtig, dass sie im Zweifel als Waffen eingestuft werden.» ist absurd, weil er für alle Gegenstände zutrifft. Dann müsste alles verboten werden.
    31 29 Melden
    • äti 27.05.2018 00:32
      Highlight Genau, abwarten bis was passiert und dann rumheulen die Fedpol habe geschlampt. Alle Springmesser verbieten, braucht man wirklich nur zum Angeben.
      18 14 Melden
    • Husar 27.05.2018 23:35
      Highlight @äti
      Es geht hier nicht um Springmesser!
      Klappmesser, die sich einhändig öffnen und schliessen lassen sind sehr praktisch, vielerorts in Beruf, Hauhsalt und Freizeit. Ein Unterstützender (an sich nicht-automatischer) Klapp-Mechanismus macht's noch praktischer. Aber es macht nichts gefährlicher. Jemand der so richtig angeben will, kann mit einem Schwert herumlaufen, oder mit einem Bowie-Messer egal wie lang, auch eine Axt geht, weil diese nicht als Waffe gelten (CH) und daher auch in der Öffentlichkeit getragen werden dürfen.
      3 1 Melden
  • Walser 26.05.2018 21:42
    Highlight Super Artikel. Zeigt perfekt unsere hilflose, fehlgeleitete Politik zur Gewalt- und Verbrechensbekämpfung. Die Verurteilten möglichst schnell wieder auf die Bevölkerung loslassen (heisst Wiedereingliederung) und im Gegenzug der restlichen Bevölkerung die Sackmesser und Gewehre wegnehmen.
    44 48 Melden
    • nödganz.klar 27.05.2018 03:01
      Highlight stimmt, das Gegenteil (Ewig in den Knast, Waffe für alle anderen) klappt je bekanntlich in der USA super. Moment, oder etwa doch nicht?
      29 19 Melden
  • KAMPFPANZER 26.05.2018 21:41
    Highlight "Wenn irgendwelche Idioten aufeinander losgehen, sollte man nicht ein Produkt dafür verantwortlich machen, sondern den Idioten."

    Das ist die exakt gleiche Argumentationsweise wie die der Schiesswaffen-Lobby in den USA. Man sollte evtl. das Prpdukt nicht verurteilen, aber wenn dies der Weg ist, um eine Tat zu verhindern, ist es der richtige Weg.
    57 60 Melden
    • Roman Stanger 26.05.2018 22:49
      Highlight Der Vergleich mit Schusswaffen ist nun wirklich Blödsinn. Messer gehören zu den gebräuchlichsten Alltagsgegenständen - das ist ja bei Schusswaffen nun wirklich nicht nicht der Fall. In jedem Haushalt finden sich mehrere Messer, mit denen man problemlos Tötungsdelikte durchführen kann, und das wird auch immer so sein. Verboten werden einfach immer nur Mechanismen und Klingenformen, die bei Leuten beliebt sind, die sich gerne als Gewalttäter inszenieren. Wer zustechen will, der tut das aber auch mit einem Rüstmesser.
      43 14 Melden
    • Armend Shala 26.05.2018 23:04
      Highlight Ja dann verbietet doch alles. Oi you got a licence for your butterknive m8?
      18 14 Melden
    • KAMPFPANZER 26.05.2018 23:35
      Highlight Vielleicht kam mein Punkt nicht so wie gewollt rüber. Ich möchte nicht Messer allgemein verbieten, sondern Schadensbegrenzung durch das Verbot von - wie Du bereits erwähnt hast - gewissen Mechanismen und Klingenformen betreiben.
      15 13 Melden
    • äti 27.05.2018 00:37
      Highlight @roman, Springmesser benutzt man nicht als Rüstmesser sondern zum Angeben und Bluffen. Machos lieben Springmesser, Machos hassen Rüstmesser.
      22 10 Melden
    • walsi 27.05.2018 06:39
      Highlight @äti: Wenn ich dich abstechen will nehme ich auch ein Küchenmesser. Du überlebst nicht, nur weil ich keine Springmesser zur Verfügung habe.
      8 5 Melden
    • _kokolorix 27.05.2018 09:02
      Highlight @roman
      Deine Argumentation ist völlig identisch mit der endlosen Leier der Waffennarren. Ist ja auch nicht erstaunlich, da es sich auch um das identische Klientel handelt. Genau wie Schusswaffen, dienen martialisch aussehende Messer ausschliesslich dem Aufpolieren des Selbstwertgefühls. Die Story mit dem Logistiker ist an den Haaren herbeigezogen, um einen Karton zu öffnen braucht man doch kein solches Tötungsinstrument. Wer mit einer 10cm Klinge in den Karton sticht, beschädigt mit grosser Wahrscheinlichkeit den Inhalt
      14 7 Melden
    • Mugendai 27.05.2018 13:56
      Highlight Martialisch aussehende Messer? Du reduzierst Schusswaffen und Messer also auf ihr angstmachendes Äusseres, nicht auf die Funktion? Ein Ruger 10/22 in Holzoptik wäre für dich also ein nützliches Jagdgewehr, aber das selbe Gewehr in einer anderen Hülle ist dann ein martialistisches Machogewehr, dass verboten gehört.?
      5 2 Melden
    • _kokolorix 27.05.2018 17:15
      Highlight @Mugendai
      Eine AK 47 sieht trotz Holzschaft nicht wie ein gemütliches Jagdgewehr aus und ein Stellmesser nicht wie ein edles japanisches Küchenmesser. Dein Kommentar dient nur der Ablenkung von der Tatsache, dass auch du zu den komplexbehafteten Menschen zählst, die mit Waffen, teuren Autos etc. versuchen ihr schwaches Ego aufzupolieren
      5 5 Melden
    • Mugendai 27.05.2018 23:09
      Highlight Mein Auto hat 12000 gekostet, occasion. Und Schiessen ist mein Hobby, welches mir Freude bereitet. Dass ich dadurch mein Ego aufpoliere war mir gar nicht bewusst, danke! Fühle mich jetzt gleich besser.
      5 1 Melden
    • _kokolorix 28.05.2018 06:55
      Highlight Vergnügen daran zu finden auf 300m einen Kopf zu treffen ist für mich irgendwie nicht nachzuvollziehen
      0 2 Melden
    • Mugendai 28.05.2018 10:44
      Highlight Ich weiss ja nicht was du denkst läuft in Schweizer Schiessständen ab, aber ich ziele auf einen schwarzen Kreis...
      1 0 Melden
  • Alnothur 26.05.2018 21:12
    Highlight "Bei Mord und Totschlag denkt man an Schusswaffen"

    ...hauptsächlich weil "Qualitätsmedien" wie Watson ausschliesslich dann über Morde berichten - selbst wenn sie auf der anderen Seite der Welt statt finden - wenn sie mit Schusswaffen verübt werden. Die Amokläufe mit Messern, die insbesondere in China ziemlich "beliebt" sind (kürzlich ein Dutzend Tote), aber auch in Australien, verschweigt man lieber.
    207 33 Melden
    • äti 27.05.2018 00:44
      Highlight .. du meinst, man sollte täglich über chinesische Messerattacken, Australische Barschlägereien mit Bierflaschen und Japanische Strassenprügelein berichten? Wieso nicht auch über tägliche Tierquälereien in Osteuropa, Indonesien etc? Oder Delphinmassacker oder das Vogelsterben hier bei uns?
      Vielleicht würde die Tageszeitung weit über einen Meter dick. Zuviel für mich.
      11 28 Melden
    • walsi 27.05.2018 06:45
      Highlight @äti: Warum ist es wichtig und richtig über eine Massenschiesserei an einer US-Schule zu berichten. Aber vernachlässigbar über eine Amoklauf mit einem Messer in China zu berichten. Was macht die US-Kinder wichtiger als die Chinesischen?
      27 4 Melden
    • _kokolorix 27.05.2018 09:26
      Highlight Dein Vergleich hinkt, weil sich das Ausmass ganz erheblich unterscheidet. In den USA sterben im ø täglich um die 90 Menschen durch Schusswaffen!
      Australien und China haben Mordraten von 1.0 (pro 100000 Einwohner) ähnlich wie in Westeuropa, die USA von 4.7.
      Auch wurde die rigorose Verschäfung der australischen Waffengesetze nach 1996 in hiesigen Medien nicht gross Thematisiert
      5 5 Melden
    • Zappenduster 27.05.2018 11:17
      Highlight Nunja, ein Messer ist ein Werkzeug das 1000ende Anwendungen hat, eine Schusswaffe wurde nur aus einem Grnd erfunden. Wieso denkt man bei Mord und Totschlag wohl primär an Schusswaffen??
      5 4 Melden
    • äti 27.05.2018 11:47
      Highlight @walsi, es ist die Menge und die Aktualität eines Themas.
      ZB: "Im Jahr 2017 starben in Deutschland 3.177 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr" ist viel schlimmer als Chin. Messerattacken. Liest man auch nicht viel (1x pro Jahr wenn die Statistik publiziert wird). Es ist im Volk kein Thema. Schiesswaffen sind momentan ein Thema. A propos: könnte es heute noch Kriege geben, ohne Waffen? Machen Waffen Kriege?
      5 2 Melden
    • Kong 27.05.2018 13:36
      Highlight @ Zappenduster... vielleicht wegen Hollywood?

      Zu meiner Zeit in Namibia (ist heute noch so) waren Waffen Werkzeuge. Es kommt auf den Kontext an. In Japan denkt man bei Mord automatisch an Stichwaffen, weils eben weniger Schusswaffen gibt.
      6 0 Melden
    • Husar 28.05.2018 11:18
      Highlight @_kokolorix
      Gemäss Mordstatistiken ist in der CH ein Messer gleich tödlich wie eine Schusswaffe. In den USA aber ist ein Messer 7-fach weniger tödlich als eine Schusswaffe. Seltsam, nicht?
      Übrigens: die USA, Jemen und die CH sind die Länder mit der allerhöchsten Waffendichte weltweit. Punkto Mordrate ist Jemen auf Rang 80, die CH auf Rang 199, die USA auf Rang 4.
      Auf Rang 1 ist Honduras, dessen Waffendichte aber 16-fach kleiner ist, als die der USA.


      Fazit:
      Die Verfügbarkeit von Waffen beinflusst eventuell die Wahl der Tatwaffe, aber sie beeinflusst sicher nicht die Mordrate.


      2 0 Melden
    • Alnothur 28.05.2018 18:06
      Highlight @Husar, danke, wohl der beste Watson-Kommentar seit Langem.
      2 1 Melden
    • _kokolorix 28.05.2018 20:20
      Highlight @Husar
      Selbstverständlich ist die Verfügbarkeit von Waffen nicht die einzige Grösse welche die Verbrechensstatistiken beeinflusst. Honduras ist mit den USA schlicht nicht zu vergleichen. Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, ohne funktionierende Justiz. Ein Grossteil der Morde finden im Bandenmillieu statt. Die immerwährenden Schulmassaker in den USA sind einzigartig und sehr wohl in Verbindung mit der leichten Verfügbarkeit von halbautomatischen Schnellfeuerwaffen zu sehen. Aber weniger lasche Verkaufsvorschriften würden das Problem käumlich lösen, aber es wäre ein erster Schritt
      0 0 Melden
    • Husar 28.05.2018 23:42
      Highlight @_kokolorix:
      Schön, dass Du weitere Einflüsse anführst.
      Die Schweiz hat international gesehen eine hohe Waffendichte, wie die USA. Aber in der Schweiz gab es noch nie ein Schulmassaker, während sie in den USA leider sehr häufig sind. Die Justiz ist in den USA wesentlich effizienter und strenger, besonders wenn es um Gewaltverbrechen geht. Die Strafmasse sind in den USA ungleich höher und härter als in der Schweiz, gehen bis hin zur Todesstrafe. Dann müsste es in den USA doch weniger Schulmassaker geben als in der CH! Warum gab es sie in D, wo der Waffenbesitz viel restriktiver geregelt ist?
      0 0 Melden
    • _kokolorix 29.05.2018 07:11
      Highlight @husar.
      Es gibt viele Einflüsse. Menschen welche frustriert sind und mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden, können auch mit noch so brutaler Justiz nicht von einem Racheakt mit anschliessendem Suizid abgehalten werden. Du versuchst hier, zu Behaupten ein ultraliberaler Umgang mit Schusswaffen habe keinerlei Einfluss auf das Geschehen, was schlicht falsch ist.
      Der Hauptgrund ist die rücksichtslose Bereicherung der reichsten Bevölkerungsschicht, welche unentwegt verkündet, dass wer nicht reich werde, minderwertig und faul sei. Auch daran möchtest du bestimmt nichts ändern, oder?
      0 0 Melden
    • Husar 29.05.2018 14:01
      Highlight @_kokolorix:
      Ich habe gerade eben die Fakten dargelegt, die nur einen Schluss zulassen: weder die Verfügbarkeit von Waffen noch die Waffengesetzgebung haben einen Einfluss auf Gewaltverbrechen, auch nicht mit Feuerwaffen als Tatwaffe. Wie kannst Du das einfach unwiderlegt stehen lassen und bei gesundem Verstand dennoch das Gegenteil behaupten und verkünden, dass ein "unliberaler Umgang mit Schusswaffen" einen Effekt habe, dazu noch einen positiven, wo doch Deutschland strengere Waffengesetze hat, aber mehr Amokläufe und Attentate wie die Schweiz?
      Reich und faul spielt hier keine Rolle.
      2 1 Melden
    • äti 29.05.2018 16:34
      Highlight Das kann man auch anders sehen:

      - hab ich kein Gewehr, kann ich keinen erschiessen
      - hab ich kein Messer, kann ich keinen erstechen
      - etc

      - bleibt erwürgen, erschlagen, aufhängen, vergiften
      Ist alles aufwändig und zu Risikohaft.
      - doch lieber Waffe
      1 0 Melden
    • Husar 29.05.2018 18:00
      Highlight @äti
      Das spielt doch überhaupt keine Rolle.
      Entweder ist die Gewalttat geplant und eine geeignete Tatwaffe und Tatmethode wird gefunden, ganz egal was das Gesetz für legale Möglichkeiten offen lässt.
      Oder aber die Gewalttat ist nicht geplant und geschieht im Affekt. Dann ist jedes Mittel recht, was gerade greifbar ist. Es reicht dann schon nur, dass das Opfer greifbar ist. Und auch das Risiko für den Täter spielt dann keine Rolle, weil die Tat im Affekt geschieht, einem Zustand also, der durch reflexartiges, emotionales und unbesonnenes Verhalten gekennzeichnet ist.
      0 0 Melden
    • _kokolorix 29.05.2018 19:05
      Highlight @Husar
      Es gibt selbstverständlich auch Beispiele welche deine Thesen wiederlegen. So gab es in Australien seit der Verschärfung der Waffengesetze im vorigen Jahrhundert kein Massenshooting mehr, in Kanada wo Sturmgewehre nur mit extrem mühsamer Bürokratie legal zu kaufen sind, ist das Phänomen der Amokläufe so gut wie unbekannt. Und das sind Länder mit einer vergleichbaren Struktur wie die USA.
      Je nachdem wie man die Stichproben herauspickt, können Statistikfragmente alles beweisen. Aber es ist durchaus nicht verboten auch das eigene Hirn zu benutzen um gewisse Fragen zu beurteilen...
      0 2 Melden
  • Roman Stanger 26.05.2018 20:57
    Highlight Diese Messerverbote sind ohnehin allesamt unsinnig.

    Tötungsdelikte mit Stichwaffen werden nicht dadurch begünstigt, dass jemand sein Messer verdeckt tragen kann und es trotzdem möglichst schnell griffbereit hat (zB Springmesser), oder dass es besonders schnell in den Körper eindringt (symmetrischer Dolch). Denn in der Regel wird bei Messerattacken mehrmals auf einen Unbewaffneten eingestochen.

    Springmesser etc. sind einfach Prestigeobjekte für Idioten, die sich als coole Messerkämpfer ansehen, aber solche Delikte können und werden auch mit Pfadi- und Küchenmessern begangen werden.
    42 15 Melden
  • yanoi 26.05.2018 19:51
    Highlight messer ist eines der ältesten werkzeuge der menschheit... dieses verbieten zu wollen ist mMn hohn... eine hiltibohrmaschine, baseballschläger, motorsäge, heugabel, range rover, etcetc gelten auch als alltagsgegenstände... und dürfen auch mit totenkopf verziert sein... ein gegenstand kann nicht gefährlich sein; es ist stets der kopf... es heisst ja auch schneidewerkzeuge... bei schusswaffen bin ich übrigens anderer meinung... heisst ja auch waffe...
    26 27 Melden
    • Sauäschnörrli 26.05.2018 21:49
      Highlight Und Messer nennt man in diesem Zusammenhang Stichwaffe.
      15 7 Melden
    • yanoi 27.05.2018 00:47
      Highlight eine ahle ist ein stichwerkzeug... man nennt ein auto nach einem verbrechen auch nicht fahrwaffe...
      zugegeben: ein symetrischer dolch, das ist meinetwegen eine stichwaffe... ansonsten braucht ein messer für meine zwecke eine klar definierte spitze, um feine arbeiten auszuführen...
      5 4 Melden
    • HerrJirak 27.05.2018 09:30
      Highlight Du weisst schon das ein Baseballschläger als Waffe gilt? Ausser du kannst glaubwürdig machen, dass du ihn aussschliesslich für Sport zwecke mitführst.
      Gleiches gilt für Küchenmesser mit langer klinge. Darfst du auch nicht einfach zum Spass mitführen (weil es eben als Waffe eingesetzt werden kann).
      3 0 Melden
    • Husar 28.05.2018 00:17
      Highlight Nun, es heisst Tatwaffe.

      Das heisst: Die Tat erst macht es zur Waffe.
      4 0 Melden
  • Gubbe 26.05.2018 19:29
    Highlight Als 13-jähriger hatte ich si ein Messer mit einem Knopf auf der Seite. Wenn ich nach dem Endsichern darauf drückte, klappte seitwärts eine Klinge raus. Erstochen habe ich niemanden. weder mit diesen, noch mit einem riesigen Küchenmesser. Ich brauchte das Messer im Wald, wo ich Stunden an etwas schnitzte. Auch Pfeil und Bogen. Sicher ist das heute auch verboten. Es soll ja Hunderte geben, die von Pfeilen durchbohrt sind...
    145 52 Melden
    • EvilBetty 26.05.2018 23:22
      Highlight Da gibts aber schon bessere Messer zum Schnitzen... 😊
      16 6 Melden
    • CASSIO 27.05.2018 09:31
      Highlight Gubbe, Du wurdest nachts auf der Strasse auch noch nie mit einem solchen Messer bedroht, weil Du offenbar schön brav im Bettli warst.
      4 12 Melden
    • Gubbe 27.05.2018 10:45
      Highlight Cassio: Da magst du wohl recht haben, ein Rumtreiber war ich noch nie. Aber brav..?
      5 0 Melden
  • Nosgar 26.05.2018 19:00
    Highlight Wie sich die Zeiten ändern. In der Primarschule - Ende Achtziger - waren Schmetterlingsmesser bei uns weit verbreitet. Das war so eine Art Spielzeug.
    170 18 Melden
    • fluh 26.05.2018 22:47
      Highlight Sogar bei uns steinerschülern
      25 5 Melden
    • Commander 27.05.2018 00:18
      Highlight Verstehe das mit dem Verbot von Schmetterlingsmessern eh nicht - mit den Dingern schneidet man sich höchstens selbst in die Finger :-)
      Bei uns hatten viele eins aus dem Italienurlaub, das waren noch Zeiten.
      27 2 Melden
    • Hugo Wottaupott 27.05.2018 01:32
      Highlight Ha! Die Geburt der Schulpsychologen!
      12 3 Melden
    • Paddiesli 27.05.2018 11:40
      Highlight Und du findest es richtig, wenn man in der Primarschule solche Messer als Spielzeug betrachtet hat? Gäbtest du deinen Kindern etwa auch solche Messer in die Schule mit?
      1 8 Melden
    • What’s Up, Doc? 27.05.2018 13:05
      Highlight und ab und zu gab es blutige Finger, entweder war die Klinge zu schnell oder die Finger zu langsam. Dass war dann jeweils Ansichtssache.😂
      6 0 Melden
    • Alnothur 27.05.2018 16:16
      Highlight Paddiesli, also ich hatte als Kind mein Sackmesser immer dabei. Wirklich immer. Und ungefährlicher ist diese Klinge bestimmt nicht.
      4 1 Melden
    • Paddiesli 27.05.2018 19:01
      Highlight @ Alnothur: Hier ist aber die Rede von Schmetterlingsmessern in Händen von (Primar)Schülern, nicht von Sackmessern mit zig Verwendungszwecken. Ich hatte natürlich auch eins.
      2 2 Melden
    • Husar 27.05.2018 23:44
      Highlight @Paddiesli
      Also ich kann mit einem gewöhnlichen Schweizer Sackmesser allem den Hals aufschlitzen und es töten, was weniger als 150 Kg wiegt, wenn es vier Beine hat, und weniger als 300 Kg wiegt, wenn es zwei Beine hat.
      Wenn ich grad kein Sackmesser dabei habe, dann Schlage ich mit einem faustgrossen Stein genannten Wesen den Kopf ein, bis sie nicht mehr zappeln.
      Wenn auch der Stein fehlt, dann kann ich sie mit meinen Händen und Armen erwürgen.
      Moral von der Geschicht: Du bist gefährlich, das Messer nicht.
      4 2 Melden
    • Paddiesli 28.05.2018 11:00
      Highlight @,Husar: GANZ GENAU SO argumentiert die NRA, merkst du das?
      1 1 Melden
    • Husar 28.05.2018 11:26
      Highlight @Paddiesli:
      Nein, ich merke nichts. Mir ist egal, wenn ein Niklaus Rolf Andermatt, oder sonst wer gleich argumentiert wie ich.
      Entweder die Argumentation ist schlüssig, oder sie ist es nicht. Das hat nichts mit dem Monogramm von irgendwem zu tun. Was also hast Du an meiner Argumentation auszusetzen?
      1 0 Melden
    • Alnothur 28.05.2018 11:42
      Highlight Auch ein Schmetterlingsmesser hat noch andere Anwendungen. Es ist z.B. wie ein Sackmesser sehr gut zum Schnitzen geeignet. Andere Anwendungen zu haben macht eine Klinge aber nicht stumpfer :)
      2 0 Melden
    • Paddiesli 28.05.2018 14:18
      Highlight @ Husar: Dann lies nochmal deine "Moral der Geschichte" und ersetze das Wort Messer mit Schusswaffe. Das ist die ewige Argumentation der NRA.
      1 1 Melden
    • Husar 28.05.2018 18:40
      Highlight @Paddiesli
      Meinetwegen. Aber was ist Dein Punkt?
      Die Feststellung, dass meine Aussage einer der NRA gleicht, hat keine Bedeutung. Gerade so gut könntest Du in die Runde werfen, dass der Himmel blau ist und der See auch blau ist. Na und?
      3 0 Melden
    • Alnothur 28.05.2018 18:58
      Highlight @Paddiesli: es zeugt von einem wirklich schwachen Charakter, wenn man ein valides Argument mit "Aber XY hat das auch gesagt, also ist es plödsinn!" kontert (auch als "ad hominem" bekannt).
      2 0 Melden

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