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Zu wenig Lokführer: SBB legen Linie still

Die SBB haben wegen Lokführermangels auf einer Nebenlinie zwischen Olten und dem Baselbiet einen Tag lang den Zugverkehr eingestellt. Zudem schützt am Gotthard auch eine Platzreservation nicht vor einem Rausschmiss.

Dominic Kobelt / ch media



Dass ein Zug ausfällt, weil der Lokführer oder die Zugchefin kurzfristig entfällt, kommt immer mal wieder vor. Dass die SBB eine ganze Linie einen Tag lang stilllegen muss, weil das Personal fehlt, ist wohl einzigartig in der jüngeren Bahngeschichte.

So geschehen am Samstag auf der Linie Olten – Läufelfingen – Sissach. Von früh bis spät bot die Bahn Ersatzbusse auf. Grund: «kurzfristige Änderung im Personaleinsatz». Informiert darüber hat die SBB am Freitagabend um 23.51 Uhr.

Ein Regionalzug der S9 Olten-Sissach ueberquert das Viadukt bei Ruemlingen auf der alten Hauensteinstrecke Sissach-Laeufelfingen-Olten, am 7. April 2006. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)  === ,  ===

Ein Bild, das so am letzten Samstag nicht zu sehen war: Ein SBB-Regionalzug überquert das Viadukt bei Rümlingen. Bild: KEYSTONE

Fokus auf grosse Linien und Reiseverkehr

Am Samstag erklärte SBB-Sprecherin Sabine Baumgartner: «Grund ist der aktuell angespannte Personalbestand bei den Lokführern.» Lokführer fehlten nicht zuletzt wegen des «erwarteten hohen Passagieraufkommens am Wochenende wegen des Freizeitverkehrs und den diesbezüglich von uns getroffenen Massnahmen».

Sprich: Statt die lokale Verbindung zwischen dem Bahnknoten Olten und dem Baselbiet sicherzustellen, wurde Personal auf die Regio- und Fernverkehrslinien verschoben. Auf der «Läufelfingerli»-Linie verkehrten Ersatzbusse. Man bedauere die Unannehmlichkeiten und entschuldige sich dafür, so die SBB-Sprecherin.

Nach massiven Verspätungen respektive Ausfällen wegen eines Öllecks und eines Gleisbruchs auf der SBB-Bahn-2000-Strecke zwischen Olten und Bern sowie Platzmangel auf der Gotthard-Strecke (siehe Kasten unten) ist dies das jüngste Kapitel in der Pech-und-Pannen-Serie der SBB.

Doch auch die Matterhorn-Gotthard-Bahn und die BLS kämpfen mit Personalmangel. Während erstere letzte Woche zu Randzeiten die Verbindung Brig-Fiesch mit Bussen sicherstellen musste, versucht es die BLS mit Boni für zusätzliche Schichten à 100 Franken pro Tag. Bei der SBB gibt es derzeit 80 Franken für Sondereinsätze.

Den Unternehmen fehlen etwa 30 Lokführer pro Tag. «Mit verschiedenen Massnahmen gibt die SBB hier Gegensteuer», sagt Sprecherin Baumgartner. «So rekrutieren wir laufend neue Lokführerinnen und Lokführer etwa mittels der eben gestarteten Kampagne, die speziell Menschen ab 40 anspricht.»

Auch Platzreservation schützt nicht vor einem Rausschmiss

Um auf der sicheren Seite zu sein, erklärte der abtretende SBB-Chef Andreas Meyer immer wieder, reserviere er sich auf langen Reisen stets einen Sitz. Doch auch eine Reservation schützt nicht vor einem Rausschmiss. Das zumindest berichtet die «Sonntags-Zeitung». Unter dem Titel «Das Chaos auf der Gotthardstrecke ist offenbar grösser, als die SBB zugeben» schildert sie, wie letzte Woche auch 1.-Klasse-Passagiere mit Reservationen wegen überfüllter Wagen in Rotkreuz aussteigen mussten. Wie am Freitag der Vorwoche bereits weitere Dutzende Passagiere. Die SBB bestätigen den jüngsten Vorfall, tun ihn aber als Einzelfall ab. Es sei eine Ersatzkomposition im Einsatz gewesen. (sat)

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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nik G. 15.10.2019 08:34
    Highlight Highlight 100 Franken pro Tag? das sind bei 8 Stunden 13 Franken pro Stunde? Da würde ich nicht mal aufstehen dafür.
    • Meyer Andrej 15.10.2019 22:02
      Highlight Highlight Die SBB verdient unser Engagement nicht!
  • Himan 15.10.2019 08:33
    Highlight Highlight Der preisdruck kommt vom konsumenten. Wenn jeder lieber das neuste i phone braucht aber nichts an den Öv beisteuern will seid ihr selber schuld am spiegelbild der Preispolitik.

    Herz für: könnte evt ein bisschen stimmen.

    Blitz für: ich bin faul und stinke
  • Erwin71 15.10.2019 03:30
    Highlight Highlight immerhin gab es ersatzbusse. in deutschlad gibt es das nicht. fährt die bahn wegen mangel an zugführer nicht, muss mann selber schauen. und das wöchentlich,
  • Gantii 14.10.2019 23:25
    Highlight Highlight man müsste halt auch Lokfuhrer einstellen und nicht nur dumm werbung machen. was die SBB im einstellungsverfahren bietet, ist unterste schublade. da wartet man auch gerne mal 2+ monate auf ein feedback auf eine bewerbung.
    aber alles kein problem, weil, man wusste ja dass es zu wenig Lokführer hat... ???
  • Karoon 14.10.2019 16:43
    Highlight Highlight Es ist einfach und langweilig, täglich auf der SBB rumzuhacken. Ja, es ist im Kern noch ein Staatsbetrieb: träge, Gärtchendenken und stark mit sich selbst beschäftigt. Das wird sich nicht ändern, selbst wenn täglich 10x darüber geschrieben wird (ich bin kein SBB-MA).
    • SemperFi 15.10.2019 12:34
      Highlight Highlight Es ist eben kein Staatsbetrieb mehr, sonst würde nämlich Bahnverkehr produziert.

      Aber Meyer hat die SBB zu einem Kommunikations-Selbstbeweihräucherungskonzern umfunktioniert, der lieber Bloggerfahrten veranstaltet als für Pünktlichkeit zu sorgen.
  • HabbyHab 14.10.2019 14:15
    Highlight Highlight Das ganze kann wohl auch etwas den Zielen des Bundes für die SBB angehängt werden. In der Fläche muss ja alles so super effizient sein, es darf kein Rappen zu viel ausgegeben werden für Personal und kein Gewinn machen ist nicht erlaubt. Dabei sollte man doch eher auf den Service schauen.. eventuell auch ein wenig eine Folge eines bürgerlichen Parlamentes?
  • Phrosch 14.10.2019 11:47
    Highlight Highlight Gehört es nicht zu den Aufgaben des Managements, vorausschauend zu planen? Meiner Meinung nach hat man nicht ganz plötzlich zu wenig Lokführer, das zeichnet sich ab (z.B. viele Pensionierungen). Dass es wegen völlig unvorhersehbaren Problemen mal zu Zugausfällen kommen kann, versteht jeder. Aber was die SBB im Moment bieten, geht gar nicht.
  • Yogi Bär 14.10.2019 11:07
    Highlight Highlight Nun ich wollte mich zu Meyer's Zeiten als junger Spross von 58 Jahren nach Vorabklärung ob mein Alter noch erwünscht ist bewerben. Machte diesbezüglich noch extra einen Augentest gem. SBB. Bekam eine Absage mit der Begründung ich sei Überqualifiziert. Ging dem nach und erhielt die wahre Antwort: Zu alt.
    • Haokeaanig 14.10.2019 12:59
      Highlight Highlight Ich wollte vor 20 Jahren Lockführer werden, leider gab es keine Ausbildungsplätze.
  • c_meier 14.10.2019 10:50
    Highlight Highlight CEO Meyer könnte doch jetzt die Ausbildung zum Lokführer anfangen und dann die restlichen Jahre bis zur Pensionierung als Lokführer arbeiten damit der Personalmangel wieder etwas aufgefangen wird...
    • Maya Eldorado 14.10.2019 13:07
      Highlight Highlight @Astrogator
      Er ist eben überqualifiziert.
      Diese Menschen haben die Tendenz, den Boden unter den Füssen zu verlieren.
  • CHSpeedy 14.10.2019 10:02
    Highlight Highlight Diesen März für eine Ausbildungsstelle Lokführer beworben. Die SBB liess sich bis Ende August Zeit um sich mal meine Bewerbung anzusehen. Dann hatte man festgestellt, dass ich ja gut ins Profil passen würde und wollte mich Einladen. Tja, bin seit Juli anderweitig auf Schienen unterwegs und bereue nichts. Ich hatte der SBB vorgeschlagen mein Dossier zu behalten und in ein bis zwei Jahren darauf zurück zu kommen. Will man nicht... zu viel Aufwand... Ein solches Personalmanagement spricht nicht gerade für den Betrieb
    • ralck 14.10.2019 10:57
      Highlight Highlight Ich gehe auch nächstens an Veranstaltungen anderer Bahnen. Vielleicht bin ich dort mehr willkommen und der nette Nebeneffekt wäre, dass ich nicht auf 2500.– Lohn verzichten muss.
    • Meyer Andrej 14.10.2019 11:26
      Highlight Highlight @ Astrogator, ja der Markt spielt, die guten Löhne zahlen auch andere Bahnen.
    • ciaociao 14.10.2019 15:09
      Highlight Highlight bundesbetrieb halt.. überall so wo beamte unterwegs sind. siehe gemeinde oder steueramt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fritz N 14.10.2019 10:00
    Highlight Highlight Tja, bei dieser Bude möchte ich auch nicht arbeiten...
  • Peter R. 14.10.2019 09:58
    Highlight Highlight Der Lokführermangel zeigt ja auf, dass es bei der SBB nicht mehr zum besten stet und dieser Arbeitgeber nicht mehr so attraktiv ist. Dies hat nicht nur sondern auch mit der Führung von Meyer zu tun. Hoffentlich wird der neue Chef diese Probleme anpacken, denn eine erfolgreiche SBB ist wichtig für unser Land.
    • Felix Meyer 14.10.2019 11:58
      Highlight Highlight Unattraktiv ist wohl eher der Beruf Lokführer als der Arbeitgeber SBB. Sonst würden ja andere Bahnen (z. B. BLS, MGB und sogar RhB) nicht mit dem gleichen Problem kämpfen.
    • Meyer Andrej 14.10.2019 13:30
      Highlight Highlight @Astrogator. Wenn ich ein EVU wäre, Leute ausbilde, dann trage ich das vollständige Risiko der auszubildenden Leute in Bezug auf scheitern etc.. Ich würde meine Mitarbeiter behandeln mit Respekt und Anstand, aber anderseits ist es ja super für die anderen Bahnen, die bekommen ausgebildete Leute innert kürzester Frist, rasch ein paar Fahrzeuge und ein paar Strecken und los geht‘s. Mein Arbeitgeber wird noch an seiner Arroganz ersticken, die Sanduhr tickt und das letzte Sandkorn hat sich bereits in Bewegung gesetzt. Die Pensionierungen brechen Meyer endgültig das Rückgrat!
    • Meyer Andrej 14.10.2019 14:00
      Highlight Highlight @a-minor. Während der Ausbildung 55000.- plus Zulagen. Nach der Ausbildung stand heute 105000 plus noch 5000+/- für zusätzliche Ausbildungen z. B. DB/SNCF + Zulagen. Aber der Maximallohn wird sich bald korrigieren, bin ich überzeugt, hier wird bald etwas gehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 14.10.2019 09:56
    Highlight Highlight Gemäss SBB PR Abteilung alles nur Einzelfälle.

    Permanent geschlossene und überquellende WC? Einzelfall.

    Reservation hinfällig, weil der Zugswagen ausgetauscht wird? Einzelfall.

    Passagiere die stehen müssen? Einzelfall.

    Passagiere die wegen Überfüllung aussteigen müssen? Einzelfall.

    Alles nur Fake News. Weil: Einzelfall.

    Jeden Tag. Einzelfall
    • El Vals del Obrero 14.10.2019 12:20
      Highlight Highlight "Grundsätzlich funktioniert alles bestens. Ausser halt im Winter, Frühjahr, Sommer und Herbst."
  • hoi123 14.10.2019 09:55
    Highlight Highlight Auf der S9 in Luzern sind am Samstag auch mehrere Züge ausgefallen auf Grund von Personal Mangel
  • borael 14.10.2019 09:41
    Highlight Highlight Es tönt natürlich besser zu sagen "wegen den vielen Ausflüglern hat das Personal nicht gereicht" als "wir haben versagt und seit langem zu wenig Lokführer ausgebildet."
    Ich bin mit einem Lokführer verheiratet. Es nervt, dass er an jedem freien Tag gefragt wird, ob er einspringen könne.
    • Vecchia 14.10.2019 10:07
      Highlight Highlight zumal das Problem der SBB ja mehr als 5 Jahre akut ist ...

      Das Rekrutieren der Lokführer im Ausland - weil die SBB nicht in Personalkosten investieren will - klappt wohl nicht mehr.
    • ManInBlack 14.10.2019 11:22
      Highlight Highlight Bin auch Lokführer, bringe genau dann RE wenn ich es für mich mit Tauschgeschäft sinnvoll nutzen kann und Wochenende gehören so oder so meiner Familie! Man muss sich da einfach ganz klar abgrenzen, weil ganz einfach nicht von uns verursachtes Problem. Insbesondere die Jüngeren müssen aufpassen, sich nicht zu überfordern indem sie ständig an freien Tagen arbeiten gehen. Mir ist die Gesundheit wichtiger. Von daher, auch mein Diensthandy bleibt ausgeschaltet an Dienstfreien Tagen und für Emails gibt es den delete button 😉
    • Meyer Andrej 14.10.2019 11:28
      Highlight Highlight RE Verbot von meiner Frau bekommen. Die SBB hat ja schon genügend Male erklärt, dass sie auf keinen angewiesen sind. Die 80.- sind ein Scherz, ab 500.- pro Tag können wir wieder reden, aber so sicherlich nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maedhros Niemer 14.10.2019 09:21
    Highlight Highlight Wo kann man sich bewerben?
    • Legendary Dave 14.10.2019 09:45
      Highlight Highlight Gewagte these: bei der sbb?
    • ralck 14.10.2019 09:52
      Highlight Highlight https://company.sbb.ch/de/jobs-karriere/offene-stellen/job-suche.html?experience=Zweitausbildung&worksmart=0&title=lokf%C3%BChrer&startItem=1
    • XAALLAAX 14.10.2019 09:58
      Highlight Highlight https://company.sbb.ch/de/jobs-karriere/beweg-die-schweiz-mit-uns/bahnberufe/berufsbild-lokfuehrerin.html

      Infos zur Ausbildung, Ausbildungsstarts und Link zur Bewerbungseinreichung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ricardo Tubbs 14.10.2019 09:10
    Highlight Highlight die strecke mit dem bus zu fahren ist massiv länger und nicht akzeptabel.

    von der CO2 bilanz fange ich gar nicht erst an!

    jaja, die SBB...aber gegen volkes liebling darf man ja nichts sagen.
    • Felix Meyer 14.10.2019 12:38
      Highlight Highlight Die CO2-Bilanz dürfte auf dieser Strecke beim Bus sogar besser ausfallen, da ein deutlich kleineres Gefäss eingesetzt werden kann. Das Läufelfingerli hat eine sehr tiefe Auslastung...
    • HabbyHab 14.10.2019 14:08
      Highlight Highlight "aber gegen volkes liebling darf man ja nichts sagen." - deshalb sind seit Monaten negative Artikel in den Medien?
    • Felix Meyer 14.10.2019 17:00
      Highlight Highlight @Astrogator: ein GTW 2/6 hat mehr als 3x so viele Plätze wie ein Standardbus, der für die Frequenz des Läufelfingerli am Wochenende wohl locker ausreicht (216, davon 106 Sitzplätze vs. 64, davon 33 Sitzplätze in einem Citaro).
  • Kreasty 14.10.2019 09:02
    Highlight Highlight Wenn selbst die Staatsbetriebe vor die Hunde gehen...

  • Hamudi Dudi 14.10.2019 08:45
    Highlight Highlight Ich habe eine Frage zum Lokführermangel. Lässt sich dieser innert nützlicher Frist beheben? Bis die neuen Lokführer ausgebildet sind, dauert es eine Weile und werden sich überhaupt genügend Leute finden lassen, wenn man bedenkt, dass die Digitalisierung wohl auch den Lokführerberuf fressen wird?
    • ralck 14.10.2019 10:40
      Highlight Highlight Diesen Beruf wird nicht gefressen. Das kannst du in einem geschlossenen System (bspw. U-Bahn) machen. Der Gedanke, dass in zehn Jahren alle S-Bahnen führerlos seien, ist Humbug.
    • Meyer Andrej 14.10.2019 11:32
      Highlight Highlight Leute suchen ausbilden, Ausfallrate etc. Dann nach der Ausbildung Abwanderung zu anderen Bahnen und das Spiel fängt von Vorne an, aja Fluktuation und Pensionierungen auch noch. Ich möchte nicht im der Haut von HR stecken!
    • Hamudi Dudi 14.10.2019 11:37
      Highlight Highlight Danke für die Aufklärung! :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Stein 14.10.2019 08:40
    Highlight Highlight Gopf wär mit das peinlich als SBB Chef. Und Ihnen, Andreas Meyer?
  • foxtrottmikelima 14.10.2019 08:14
    Highlight Highlight Ich springe gern ein! Auf alle Fälle besser als hier im Büro zu versauern...
  • dave1771 14.10.2019 08:14
    Highlight Highlight Das man auf der Gotthart Strecke aussteigen muss... da liegt das Problem wohl eher, dass wir alle am Weekend ins Tessin wollen als bei der SBB, oder nicht?!
    • Gummibär 14.10.2019 11:18
      Highlight Highlight Dass Leute am Wochenende ins Tessin und Italiener nach Italien wollen ist ja etwas völlig Neues noch nie da Gewesenes. Der Gotthard Basistunnel wurde schliesslich zu Ventilationszwecken gebaut, damit die Tessiner etwas kühlere Nordluft erhalten und nicht für die blöden Wochenend-Reisenden.
      Der Kluge reist im Zuge... nicht.
    • fidget 14.10.2019 14:11
      Highlight Highlight @Gummibär: Der Gotthard-Basistunnel wurde in erster Linie für den Güterverkehr erstellt, damit die schweren Güterzüge nicht mehr über die steilen Rampen fahren müssen sondern als Flachbahn die Alpen queren können. Der Zweck des GBT ist nicht die Fahrzeit der Personenzüge ins Tessin etwas zu verkürzen (sicher auch, aber nicht nur). Deswegen hätte man keine Milliarden ausgeben müssen.
    • Maschinist460 14.10.2019 16:05
      Highlight Highlight Vorgabe vom Bundesamt für Verkehr (BAV) ist, dass ein Reisezug durch den GBT nicht mehr als 140% ausgelastet sein darf. Dies als Sicherheitsmassnahme im Ereignisfall und Evakuationen.
      Das Zugpersonal hat nun halt die unliebsame Aufgabe, dies umzusetzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chapeau 14.10.2019 08:14
    Highlight Highlight Das mit dem Rausschmiss aus den Gotthardzügen ist schon krass. Immerhin weiss in der Schweiz jedes Kind dass die Züge euch mal so voll sein können dass man selbst zum stehen kaum noch Platz findet...

    Wieso wurde das bei de Evakuationsplanungen für den Basistunnel nicht berücksichtigt?

    Vielleicht weil der Tunnel eigentlich gar nicht für Personenzüge gebaut wurde sondern in erster Linie für Güterzüge?

    Interessant wirds dann wenn unsere Nachbar ihren Teil der NEAT fertig gebaut haben...
  • Clife 14.10.2019 08:09
    Highlight Highlight Man muss halt auch die kleineren Stellen attraktiver machen, nicht nur die Stelle als CEO. Etwas Lohnerhöhung für Lokführer und gewiss wären mehr Personen bereit, auf der Linie zu fahren.
  • Evan 14.10.2019 08:09
    Highlight Highlight Muss schon sagen, ihr seid wahre Photoshop-Profis.
    Benutzer Bild
    • Maschinist460 14.10.2019 16:06
      Highlight Highlight Zumal schon lange keine NPZ mehr auf dieser Linie verkehren...
  • ralck 14.10.2019 07:55
    Highlight Highlight Würde ich hier schreiben, wie lange ich schon auf eine Antwort von den lieben SBB warte, würde man vermutlich auch von einem Einzelfall sprechen. Entweder hat man auch das HR zu Tode gespart oder es ist schlicht und einfach noch nicht genug dramatisch (für die Öffentlichkeit), dass man wirklich Interesse an neuen Lokführern hätte…
    • Meyer Andrej 14.10.2019 11:33
      Highlight Highlight HR ist unsere Sonnenscheinabteilung!
    • Marabamba 14.10.2019 20:29
      Highlight Highlight Auf der Ausschreibung hat es immer eine Kontakttelefonnummer. Ruf dort an (Linie, nicht HR), meist bewegt sich dann etwas.
  • Deubelbeiss 14.10.2019 07:50
    Highlight Highlight Zuerst fiel die Swissair und bald folgt ihr auch die SBB. Zum Glück gibts jetzt diese E-Trottis, da brauchen wir nicht mehr fliegen oder Zug fahren.
  • ❤️-Blitz 14.10.2019 07:50
    Highlight Highlight Warum führt Arbeitnehmer-Mangel nicht zu höheren Löhnen? ist das Angebot kleiner als die Nachfrage, steigt der Preis - nur scheint dieses Verhalten bei den Löhnen nicht gleich zu sein.
    Im Fall SBB scheint es mir, dass die Löhne eher stagnieren. Würden sie entsprechend ansteigen, hätten SBB bestimmt genügend Lokführer.
    • bendr 14.10.2019 10:52
      Highlight Highlight Aus meiner Sicht sind die Arbeitsbedingungen das viel grössere Problem. Bei der letzten Gesetzesänderung (AZG) haben die Unternehmen stark zulasten der Arbeitnehmer profitiert.
      Schichtarbeit kombiniert mit langen Arbeitstagen (10 Stunden und mehr) ist kein Zuckerschlecken!

      Mir ist bewusst das dies auch bei vielen anderen Berufen so ist. In den meisten Berufen ist dies für dritte aber weit weniger sicherheitsrelevant.
    • Haokeaanig 14.10.2019 13:07
      Highlight Highlight Das klappt auch in anderen Berufen nicht, such mal einen Haustechniker(Sanitär/Heizung).
    • Ichsagstrotzdem 14.10.2019 15:42
      Highlight Highlight ...oder im Spitalbereich. Wenn der Markt spielen würde, würden FaGe‘s doppelt so viel verdienen.
      Nee, nee, der Markt spielt für den kleinen Mann nur in eine Richtung: zu seinen Lasten.
      Aber vielleicht kann man Freelancer-Lokführer werden und sich die Engpässe vergolden lassen.
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